Cañas (La Rioja)

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Gemeinde Cañas
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Cañas (La Rioja) (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: La RiojaLa Rioja La Rioja
Comarca: Nájera
Koordinaten 42° 24′ N, 2° 51′ WKoordinaten: 42° 24′ N, 2° 51′ W
Höhe: 657 msnm
Fläche: 9,72 km²
Einwohner: 102 (1. Jan. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 10,49 Einw./km²
Postleitzahl: 26325
Gemeindenummer (INE): 26040 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Ayuntamiento de Cañas www.aytocanias.org/ Ayuntamiento de Cañas
Ortsbild mit Pfarrkirche de la Asunción

Der kleine Ort Cañas in der Provinz und der Autonomen Gemeinschaft La Rioja war die Heimat des heiligen Dominikus von Silos.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cañas liegt am Río Tuerto in der hügeligen Landschaft der Rioja etwa 40 Kilometer (Fahrtstrecke) südwestlich von Logroño. Die Entfernung nach Burgos beträgt ca. 82 Kilometer in westlicher Richtung; die sehenswerten Nachbarorte Nájera und Santo Domingo de la Calzada befinden sich ca. 15 Kilometer östlich bzw. etwa 12 Kilometer nordwestlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1991 2001 2011
Einwohner 284 195 134 123 107 95

Im 19. Jahrhundert schwankte die Zahl der Einwohner lange Zeit zwischen 250 und 300.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landwirtschaft (Anbau von Kartoffeln, Weizen, Gerste und Rüben) spielt immer noch die wichtigste Rolle im wirtschaftlichen Leben der kleinen Gemeinde; auch Milchwirtschaft und Geflügelzucht wird betrieben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Platzes stammt aus dem Jahr 922 und bezieht sich auf die Übertragung des Klosters Santa María an die Abtei von San Millán de la Cogolla; ob der Ort damals schon existierte oder das kleine Kloster isoliert stand, ist nicht bekannt. Eine weitere Urkunde aus dem Jahr 1047 bestätigt die Besitzverhältnisse. Im Jahre 1170, also nur wenige Jahre nach dem Tod des hl. Bernhard von Clairvaux (1153) stifteten der Graf Lópe Díaz de Haro und seine Frau Doña Aldonza Ruiz de Castro die beiden benachbarten Landgüter (villae) Cañas und Canillas den Nonnen aus dem Benediktinerinnenkloster Las Ayuelas bei Santo Domingo de la Calzada, die sich dem Orden der Zisterzienserinnen angeschlossen hatten. Die Grafentochter Doña Urraca López de Haro y Ruiz de Castro, die im Kapitelsaal beigesetzte erste Äbtissin des Klosters, begann in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts mit den Bauarbeiten an der Kirche und am Kapitelsaal.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zisterzienserinnenkloster Santa María de San Salvador
  • Das Zisterzienserinnenkloster Santa María de San Salvador wurde im Jahre 1170 gegründet; es steht am nordöstlichen Rand des Ortes. Die um die Mitte des 13. Jahrhunderts fertiggestellte Osthälfte der Kirche gehört zu den frühesten Beispielen gotischer Architektur in Spanien. Der schmucklose Kreuzgang entstand hauptsächlich im 18. Jahrhundert, lediglich der gotische Kapitelsaal wurde bereits Mitte des 13. Jahrhunderts fertiggestellt. Das Langhaus der Kirche wurde erst im 16. Jahrhundert unter der Leitung der Äbtissin Leonor de Osorio vollendet; sie gab auch den Auftrag für den großen Altarretabel, der sowohl geschnitzte Teile als auch Bildtafeln präsentiert. Andere Teile des Kreuzgangs und der Klostergebäude sind das Werk des 17. bis 20. Jahrhunderts.
  • Außerhalb des Ortes liegt die kleine Einsiedelei Ermita de Santa María aus dem 16. Jahrhundert. Der Bau beherbergt einen kleinen Altarretabel mit zwei Gemälden (Verkündigung und Heimsuchung) aus dem 17. Jahrhundert.
  • Die einschiffige – hauptsächlich aus Ziegelsteinen errichtete – Pfarrkirche La Asunción wirkt von außen arg zusammengestückelt. Sie entstammt in ihrer heutigen Form dem 12., 16. und 18. Jahrhundert. Auch der Altarretabel vereinigt Teile aus unterschiedlichen Epochen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cañas (La Rioja) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).