Ryan O’Neal

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Charles Patrick Ryan O’Neal (* 20. April 1941 in Los Angeles, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Schauspieler. In den 1970er Jahren zählte O’Neal zu den erfolgreichsten Stars und erlangte in dem Film Love Story besondere Berühmtheit.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ryan O’Neal beim Dublin International Film Festival 2015 über seine Zeit in München und erste Engagements beim Film

Kindheit und Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ryan O’Neal ist der älteste Sohn des Schriftstellers und Drehbuchautors Charles „Blackie“ O’Neal und dessen Ehefrau,[1] der Schauspielerin Patricia O’Callaghan. Die Familie wechselte oft den Wohnsitz, und der Amerikaner wuchs unter anderem in Mexiko, England und Deutschland auf. In West Los Angeles besuchte O’Neal die University High School und trainierte als Amateurboxer, wobei er sich Geld durch Gelegenheitsarbeiten als Strandwächter verdiente.

Er besuchte die Munich American High School in München, wo seine Eltern an der amerikanischen Fernsehserie Tales of the Vikings (1959)[2] arbeiteten. Nach einem ersten Job in Geiselgasteig als Lichtdouble, wurde der Siebzehnjährige für die Serie als Statist und Stuntman engagiert.[3]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zurück in den Vereinigten Staaten trat O’Neal ab Anfang der 1960er Jahre in diversen Fernsehserien in Erscheinung. Durch seine Hauptrolle in der Seifenoper Peyton Place (1964–1969)[4] wurde O’Neal einem breiten Publikum bekannt. Im Jahre 1969 wurde er für seine schauspielerische Leistung in dem Melodram Love Story (1970) an der Seite von Ali MacGraw für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. Großen Erfolg hatte er ebenfalls neben Barbra Streisand in der Slapstick-Komödie Is’ was, Doc? (1972). In beiden Filmen wirkte in Nebenrollen auch sein vier Jahre jüngerer Bruder Kevin mit.[5] Weitere Bekanntheit erlangte er auch durch den Part des Moses Pray in Peter Bogdanovichs Paper Moon, in dem neben ihm seine damals zehnjährige Tochter Tatum O’Neal auftrat.

In den 1970er Jahren galt Ryan O’Neal als einer der großen Filmstars der Traumfabrik. Mit Filmen wie Walter Hills Driver oder Stanley Kubricks Barry Lyndon festigte er seinen Ruf in Hollywood. Anfang der 1980er Jahre allerdings geriet seine Karriere ins Stocken. Nach einigen Flops erhielt er keine Kinoangebote mehr und wirkte stattdessen in einer Reihe von Fernsehfilmen mit. Im Jahre 2001 erkrankte er an chronischer Leukämie.[6] 2012 berichtete er, dass bei ihm Prostatakrebs diagnostiziert worden sei.[7]

Von Oktober 2015 bis Mitte 2016, 45 Jahre nachdem der Film Love Story 1970 in die Kinos kam, tourte O'Neal mit seiner damaligen Schauspielkollegin Ali MacGraw mit A. R. Gurneys Bühnenstück Love Letters durch die USA.[8]

Bekannte deutsche Synchronstimmen O'Neals waren u. a. die von Randolf Kronberg, Elmar Wepper und Jörg Pleva.[9]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1963 heiratete Ryan O’Neal die Schauspielerin Joanna Moore.[10] Die Ehe, der seine beiden ältesten Kinder Tatum (1963) und Griffin (1964)[11][12] entstammen, wurde 1967 geschieden. Noch im selben Jahr heiratete er Leigh Taylor-Young,[13] die Mutter seines dritten Kindes Patrick.[14] 1973 wurde auch diese Ehe geschieden. 1979 begannen er und Farrah Fawcett, die damals mit Lee Majors verheiratet war,[15] eine Beziehung,[16] aus der 1985 sein dritter Sohn Redmond hervorging.[17][18] 1997 gingen Fawcett und er auseinander. Einige Jahre später, im Laufe der Leukämieerkrankung von O'Neal, kamen die beiden sich wieder näher.[19] O’Neal hatte am 22. Juni 2009 angekündigt, die ebenfalls schwer Erkrankte nun heiraten zu wollen, diese verstarb jedoch schon drei Tage später.[20][3]

O’Neals Verhältnis zu seiner Tochter war lange Jahre von Spannungen geprägt.[21][22][23] Des öfteren geriet er auch seiner Beziehungen zu seinen Söhnen Griffin und Redmond wegen in die Schlagzeilen,[24] in deren Zusammenhang die Drei mehrfach verhaftet wurden.[16][25][26]

O'Neals Vater starb 1996,[27] seine Mutter 2003.[28] Er hat neun Enkel und einen Urenkel.[21][29][30]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Charles Eldridge O Neal. Auf familysearch.org; Scan der Heiratsurkunde: "California, County Marriages, 1850-1952," database with images, FamilySearch (https://familysearch.org/pal:/MM9.3.1/TH-1942-29942-33844-19?cc=1804002 : accessed 21 May 2016), 005698646 > image 2391 of 3036; county courthouses, California. Auf familysearch.org, abgerufen am 21. Mai 2016
  2. Tales of the Vikings. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016
  3. a b Ryan O'Neal Biography. Auf starpulse.com, abgerufen am 21. Mai 2016
  4. Peyton Place. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016
  5. Kevin O'Neal – Biography. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016
  6. Adele Slaughter: New drug may give O’Neal’s story a happy ending. Am 9. Mai 2001 auf usatoday.com
  7. Lauren Effron: Ryan O'Neal Says Stage 2 Prostate Cancer 'Under Control': 'Nightline' Exclusive. Am 17. April 2012 auf abcnews.go.com
  8. Jordan Riefe: Ryan O'Neal and Ali MacGraw: 'Fame is brutal for women'. theguardian.com, 16. Oktober 2015, abgerufen am 28. Oktober 2015.
  9. Ryan O'Neal. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 20. Mai 2016.
  10. Joanna Moore – Biography. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016
  11. Tatum O'Neal – Biography. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016
  12. Griffin O'Neal – Biography. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016
  13. Leigh Taylor-Young – Biography. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016
  14. Patrick O'Neal – Biography. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016
  15. Farrah Fawcett – Biography. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016
  16. a b Alan Markfield: Though Old Buddy Ryan O'Neal Bagged His Bird, Lee Majors' Aim Is Sure: He Wants Farrah Back. In: People, Vol. 13 No. 2 vom 14. Januar 1980. S. 72–73 (Online auf people.com, abgerufen am 21. Mai 2016)
  17. Redmond O'Neal – Biography. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016
  18. Andy Tillett: EXCLUSIVE PICTURES: Redmond O'Neal, druggie son of Farrah Fawcett and Ryan O'Neal, appears zombie-like and shockingly thin as it's revealed a judge has ordered a warrant for his arrest. Am 19. Mai 2015 auf dailymail.co.uk
  19. Der letzte Kampf des Engels. sueddeutsche.de, 17. Mai 2010, abgerufen am 2. April 2014.
  20. Leslie Bennetts: Beautiful People, Ugly Choices. Am 25. August 2009 auf vanityfair.com
  21. a b Stone Phillips: Tatum O'Neal Shares Survival Story: Part 2. Am 15. Oktober 2004 auf nbcnews.com
  22. Corky Siemaszko: O'YEAH? TATUM'S JUST LYIN', SEZ RYAN. Am 13. Oktober 2004 auf nydailynews.com (Online (Memento vom 21. Juli 2009 im Internet Archive))
  23. David Hinckley: 'Ryan & Tatum' review: Estranged father and daughter actors reconnect on their OWN show. Am 18. Juni 2011 auf nydailynews.com
  24. Patrick O’Neal: In Defense of Dad. Am 17. Mai 2012 auf huffingtonpost.com
  25. Ryan O'Neal 2/07. Am 1. Februar 2007 auf thesmokinggun.com
  26. Ryan O'Neal 9/08. Am 1. September 2008 auf thesmokinggun.com
  27. Charles O'Neal. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016
  28. Patricia O'Neal – Biography. Auf imdb.com, abgerufen am 21. Mai 2016
  29. Tom Hoffarth: How TV sports became the main event for Patrick O’Neal, with his dad Ryan’s influence. Am 19. Januar 2012 auf insidesocal.com
  30. Ryan O'Neal, 72, becomes a grandfather for the NINTH time after son Griffin welcomes baby boy Orin. Am 12. März 2014 auf dailymail.co.uk