SSIO

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20170616-189-Nova Rock 2017-SSIO.jpg

SSIO (2017)

SSIO (* 28. Januar 1989 in Bonn; bürgerlich Ssiawosch Sadat) ist ein deutscher Rapper und Produzent afghanischer Abstammung.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SSIO beim Deichbrand Festival 2018

SSIO - Pressefoto 2019.png

SSIO auf einem Pressefoto 2019

Sadats Familie musste im Jahr 1986 aus politischen Gründen aus ihrem Heimatland Afghanistan fliehen. SSIO wuchs im Bonner Ortsteil Tannenbusch auf. Um die Jahrtausendwende weckte die Hip-Hop-Kultur erstmals SSIOs Interesse. Er trat 2007 dem Independent-Label Alles oder Nix Records von Xatar unter dem Namen Kanakonda bei. Später änderte er seinen Künstlernamen zu SSIO. Er nannte sich so, da er aufgrund der im Vergleich zu seiner Familie dunkleren Hautfarbe seit seiner Kindheit سياه (ausgesprochen Siah; persisch für schwarz) genannt wurde.[1] Sein älterer Bruder Sohail Sadat ist ebenfalls bei Alles oder Nix Records tätig, wobei er neben Xatar das Labelmanagement unter dem Künstlernamen Dingens betreibt.

Im September 2012 veröffentlichte SSIO das Mixtape Spezial Material mit dem er auf Platz 69 in den Charts einsteigen konnte.[2] Ein Jahr später veröffentlichte er sein Debütalbum BB.U.M.SS.N, mit dem er auf Platz 6 in die deutschen Charts einstieg und sich auch in Österreich und der Schweiz in den Top 20 platzieren konnte. Sein Album 0,9, veröffentlicht am 29. Januar 2016, stieg direkt auf Platz 1 der deutschen Albumcharts ein. Gleichzeitig platzierten sich sechs Einzeltracks aus dem Album in den deutschen Singlecharts.[3]

Musikalisch bewegt sich SSIO im Stile des G-Funk und Boom bap der 1990er Jahre und benutzt vereinzelt auch Elemente des New Jack Swing.[4]

SSIO nutzt in seinen Texten häufig die Bi-Sprache, wie sie zum Beispiel auch Joachim Ringelnatz in seinem Gedicht Gedicht in Bi-Sprache verwendet.

Neben seinem Dasein als Rapper studiert SSIO am RheinAhrCampus Remagen der Hochschule Koblenz Betriebswirtschaftslehre.[5]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[6]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH
2013 BB.U.M.SS.N DE6
(3 Wo.)DE
AT19
(1 Wo.)AT
CH18
(2 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 13. September 2013
Verkäufe: + 40.000[7]
2016 0,9 DE1
(11 Wo.)DE
AT4
(5 Wo.)AT
CH6
(8 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 29. Januar 2016
Verkäufe: + 40.000[8]
2019 Messios DE2
(10 Wo.)DE
AT11
(1 Wo.)AT
CH7
(2 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 6. Dezember 2019

Mixtapes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[6]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH
2012 Spezial Material DE69
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 7. September 2012

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006: Spezial Material (mit BullDog)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[6]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH
2015 Nullkommaneun
0,9
DE56
(3 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 18. Dezember 2015
2019 Hash Hash
Messios
DE8
(5 Wo.)DE
AT16
(2 Wo.)AT
CH17
(2 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 27. September 2019
Testo E
Messios
DE27
(3 Wo.)DE
AT67
(1 Wo.)AT
CH68
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 1. November 2019
Ibis Hotel
Messios
DE20
(3 Wo.)DE
AT70
(1 Wo.)AT
CH73
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 22. November 2019
Huli
Messios
DE24
(2 Wo.)DE
CH68
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 29. November 2019
Warum lügst du?
Messios
DE49
(1 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 6. Dezember 2019
Folgende Lieder erschienen nicht als Single, wurden aber durch das Album zu Download und Streaming bereitgestellt und konnten somit eine Platzierung erlangen:
2016 Ich fibicke jeden
0,9
DE61
(1 Wo.)DE
Charteinstieg: 5. Februar 2016
Halb Mensch, halb Nase
0,9
DE68
(1 Wo.)DE
Charteinstieg: 5. Februar 2016
Pibissstrahlen auf 808 Bässe
0,9
DE89
(1 Wo.)DE
Charteinstieg: 5. Februar 2016
feat. Haftbefehl
SIM-Karte
0,9
DE93
(1 Wo.)DE
Charteinstieg: 5. Februar 2016
Hör dir nicht dieses Lied an
0,9
DE100
(1 Wo.)DE
Charteinstieg: 5. Februar 2016

Gastbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[6]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH
2015 Chronik III
Chronik 3
DE77
(6 Wo.)DE
Erstveröffentlichung: 6. September 2015
feat. Kollegah & Karate Andi

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: SSIO halt die Fresse 04 Nr. 163
  • 2016: Juice EP (mit Megaloh)

Sonstige Gastbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2008: Alles oder Nix, Die Welt gehört dir, Ich will alles, Lauf weg, Skit (feat. Jetsett Mehmet) und Von Siedlung zu Siedlung auf Alles oder Nix von Xatar
  • 2012: Wieder erreichbar auf Nr. 415 von Xatar (feat. Kalim)
  • 2012: Durchsuchungsbefehl auf Hinterhofjargon von Celo & Abdi
  • 2012: Käse und so auf Überdosis EP von Obacha
  • 2012: Fatales Trio auf Ek to the Roots von Eko Fresh (feat. Xatar)
  • 2012: Märchenrapper auf Realität von Schwesta Ewa
  • 2013: Pelikan flieg auf Eksodus von Eko Fresh (feat. Cuban Link)
  • 2014: Nur noch 60 Sekunden auf Akupunktur von Celo & Abdi
  • 2014: Nein, leider niemals! auf Sechs Kronen von Kalim
  • 2015: 24 Std auf Kurwa von Schwesta Ewa (feat. Xatar)
  • 2015: Tam der Pic auf 18+ von Hamed Lo
  • 2015: Pääh auf Baba aller Babas von Xatar
  • 2015: Jungs ausm Barrio auf Achter Tag von Genetikk
  • 2015: Make a Wish vs. The Krauts von Beatsteaks (feat. Casper, Felix & Marteria)
  • 2016: Nougapreise auf Odyssee 579 von Kalim (feat. Xatar)
  • 2017: Fünf Drei auf Shäms EP von Samy
  • 2018: Ellenbogen raus auf Erde & Knochen von Kontra K
  • 2018: Herr Wärter auf Aywa von Schwesta Ewa
  • 2018: Kilo Kilo auf Mann im Haus von Samy

Musikvideos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: SSIO macht schlau (Halt die Fresse 04 Nr. 163)
  • 2011: 16er
  • 2012: Alles Routine
  • 2012: B(e)reit?
  • 2012: Spezial Material
  • 2012: Langweilig
  • 2012: Es geht nur um Sex (feat. Celo & Abdi)
  • 2012: Fatales Trio (von Eko Fresh feat. Xatar)
  • 2012: Märchenrapper (von Schwesta Ewa)
  • 2013: Nuttööö
  • 2013: Vorspiel
  • 2013: Unbekannter Titel (inkl. Illegal, Legal, Egal)
  • 2014: Nur noch 60 Sekunden (von Celo & Abdi)
  • 2014: Nein, leider niemals! (von Kalim)
  • 2014: 24 Std (von Schwesta Ewa feat. Xatar)
  • 2015: Chronik III (von Kollegah & Karate Andi)
  • 2015: Nullkommaneun
  • 2016: SIM-Karte
  • 2016: Ich fibicke jeden / Halb Mensch, halb Nase (Splitvideo)
  • 2018: Neunkommaneun
  • 2019: Hash Hash
  • 2019: Testo E
  • 2019: Ibis Hotel
  • 2019: Huli

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hiphop.de Awards

  • 2013: Release des Jahres National für BB.U.M.SS.N[9]

Juice

  • 2012: Mixtape des Monats in der Ausgabe 10/2012 für Spezial Material
  • 2013: Album des Jahres in der Kategorie Alben National für BB.U.M.SS.N

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: SSIO – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. laut.de: LAUT.DE-BIOGRAPHIE Ssio
  2. SSIO Spezial Material. In: Chartsurfer.de
  3. Erstmals Musik-Streams in offiziellen deutschen Album-Charts. In: offiziellecharts.de, 5. Februar 2016
  4. Juice (Magazin): SSIO vs. The Beats
  5. Bonner Rap-Star SSIO: Im Puff wollte ich Hausmeister werden. In: Express.de, 5. Januar 2016.
  6. a b c d Chartquellen: DE AT CH
  7. BB.U.M.SS.N - Impala Doppelsilber (40.000)
  8. 0,9 - Impala Doppelsilber (40.000)
  9. Hiphop.de Awards 2013 – Die Gewinner. 9. Februar 2014, abgerufen am 1. Januar 2017.