Salgesch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Salgesch
Wappen von Salgesch
Staat: Schweiz
Kanton: Wallis (VS)
Bezirk: Leukw
BFS-Nr.: 6113i1f3f4
Postleitzahl: 3970
Koordinaten: 610504 / 128742Koordinaten: 46° 18′ 36″ N, 7° 34′ 30″ O; CH1903: 610504 / 128742
Höhe: 581 m ü. M.
Fläche: 11,4 km²
Einwohner: 1470 (31. Dezember 2016)[1]
Einwohnerdichte: 129 Einw. pro km²
Website: www.salgesch.ch
Salgesch mit Pfynwald

Salgesch mit Pfynwald

Karte
TälliseeliDaubenseeLämmerenseeLac de TseuzierStausee FerdenIllseeMeretschiseeMediseeKanton BernBezirk BrigBezirk HérensBezirk SidersBezirk SittenBezirk VispBezirk VispBezirk Westlich RaronAgarnAlbinenErgischGampel-BratschGuttet-FeschelInden VSLeukLeukerbadOberems VSSalgeschTurtmann-UnteremsTurtmann-UnteremsVaren VSKarte von Salgesch
Über dieses Bild
w

Salgesch (fr. Salquenen) ist eine Burgergemeinde mit einem Burgerrat und eine rund 1450 Einwohner zählende politische Gemeinde des Bezirks Leuk sowie eine Pfarrgemeinde des Dekanats Leuk im deutschsprachigen Teil des Kantons Wallis in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Salgesch liegt an der Sprachgrenze zwischen dem Ober- und Unterwallis. Die natürliche Sprachgrenze bildet nördlich der Rhone der kleine Bach Raspille zwischen Siders und Salgesch. Der Ort ist vor allem für seine Rebberge, seinen Wein und die Nachbarschaft zum Naturschutzgebiet Pfynwald bekannt, welcher der grösste zusammenhängende Föhrenwald der Alpen ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Vorsondierungen für die Autobahn A9 im Pfynwald wurden 2002 beim sogenannten Mörderstein (la Pierre du Meutrier), einem prähistorischen Felsschirm, Spuren einer der ältesten Besiedelungen der Region aus der Zeit um 4700 vor Christus entdeckt[2].

Salgesch entwickelte sich vom Bauerndorf nach dem Zweiten Weltkrieg zum heutigen modernen Weindorf. Über 200 Hektar Rebberge und über 40 Weinbetriebe prägen das heutige Dorfbild. Der benachbarte Pfynwald dient nicht nur den Salgeschern und anderen umliegenden Gemeinden als Naherholungsgebiet, sondern ist auch eine der am besten erhaltenen Natur- und Kulturlandschaften der Schweiz. Das unter Naturschutz stehende Gebiet bietet unterschiedlichen Tier- und Pflanzenarten eine Vielfalt von unterschiedlichen und seltenen Lebensräumen, für die es überregional geschätzt wird.

Das Gemeindewappen besteht aus einem weissen Johanniterkreuz auf schwarzem Hintergrund. Im Jahr 1235 liess sich der Johanniterorden im Dorf nieder und errichtete eine Herberge für Pilger und Reisende. 1655 kaufte Kaspar Stockalper die Kommende und das zu ihr gehörende Hospiz auf dem Simplonpass.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vorgeschichtlicher Felsschirm im Pfyn beim Mörderstein
  • Naturpark Pfyn-Finges[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Oswald Mathier (1894–1972), Grossrat (1941–1949, 1957–1961), Grossratspräsident (1960/61)
  • Jean-Michel Cina (* 1963), Grossrat (1997–1999), Nationalrat (1999–2005), Staatsrat (seit 2005)

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Salgesch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und Alter (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 29. August 2017; abgerufen am 20. September 2017.
  2. Kanton Wallis: Spuren einer der ältesten Besiedelungen der Region aus der Zeit um 4700 vor Christus
  3. Naturpark Pfyn-Finges
  4. KGS Inventar. Abgerufen am 31. März 2015.