Frenz (Inden)

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Frenz
Gemeinde Inden
Koordinaten: 50° 50′ 13″ N, 6° 20′ 13″ O
Höhe: 113 m
Fläche: 1,52 km²
Einwohner: 664 (30. Jun. 2008)
Bevölkerungsdichte: 437 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 52459
Vorwahl: 02423
Sandsteingiebel eines römischen Grabhauses

Frenz [fʀɛːnt͡s] [sprich: fräänts] ist seit 1972 ein Ortsteil von Inden im Kreis Düren. Telefonvorwahl ist 02423. Postleitzahl von 1961 an ist 5161 Frenz /über Düren, von 1972 an 5176 Inden und seit 1993 52459 Inden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1104 wird Frenz erstmals urkundlich erwähnt. Seit dem 13. Jahrhundert ist eine Kirche überliefert. Im Vermögensverzeichnis der Kölner Erzbischöfe, dem Liber valoris, wird die Frenzer Kapelle 1308 unter dem Dekanat Jülich aufgeführt. 1533 gehört der Ort zur Pfarrei des Nachbarortes Lamersdorf. Eine eigene Pfarrei wird Frenz 1863. Die Anfang des 18. Jahrhunderts errichtete zweischiffige Kirche wird durch ein Erdbeben 1878 schwer beschädigt und später abgerissen. Die heutige Pfarrkirche St. Nikolaus wurde 1903 errichtet und beinhaltet Einrichtungsteile der ursprünglichen Eigenkirche der Edelherren von Frenz; Patron ist der Heilige Nikolaus von Myra. Sehenswert ist der Matronenstein Dea Sunucsal. Geweiht wurde die Kirche am 28. Mai 1906. 1999 erhielt die Kirche eine neue Orgel aus der Werkstatt des Schwäbischen Orgelbaumeisters Reinhart Tzschöckel. Sie hat 16 Register auf 2 Manualen und Pedal.

Hauptartikel: St. Nikolaus (Frenz)

Ende des 18. Jahrhunderts kommt Frenz an den Kanton Eschweiler im Département de la Roer, 1815 dann an den Kreis Düren im Regierungsbezirk Aachen. Am 1. Januar 1972 wird der Ort nach Inden eingemeindet[1] und gehört seitdem zum Bezirk des Amtsgerichts Jülich. 1999 ist die 1991 begonnene Umsiedlung der Dörfer Altdorf und Inden abgeschlossen und die neu entstandene Ortschaft Inden/Altdorf liegt im Bereich zwischen den wie ein Dreieck angeordneten Dörfern Frenz, Lamersdorf und Lucherberg, wodurch ein Zusammenschmelzen der vier Orte angestrebt wird.
siehe auch Burg Frenz.

In Frenz wurde der Sandsteingiebel eines römischen Grabhauses aus der 2. Hälfte des 2. Jahrhunderts gefunden. Er ist heute im Rheinischen Landesmuseum Bonn ausgestellt.[2] Auf dem Fundplatz eines römerzeitlichen Wagengrabes wurde beim Wegebau offenbar ein größeres römisches Gräberfeld zerstört. Eine Körperbestattung unweit des Wagengrabes war beigabenlos. Nach einem Bericht von H. Lehner bei den Ortsakten des RAB wurden mehrere beigabenlose Skelette beobachtet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ÖPNV: Frenz wird von der AVV-Buslinie 294 (Jülich–Kirchberg–Inden/Altdorf–Frenz) und deren Weiterführung 94 (Frenz–Kraftwerk Weisweiler–Weisweiler–Eschweiler Bushof) bedient.

Eisenbahn: Die Anschlussstelle Frenz (Inden) liegt an der Bahnstrecke Mönchengladbach–Stolberg (Eschweiler Talbahn). Der nächste Bahnhof ist Langerwehe an der Schnellfahrstrecke Köln–Aachen.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutsches Rotes Kreuz Bereitschaft Frenz
  • Jugendsportverein Frenz
  • Karnevalsgesellschaft Frenzer Burgnarren
  • Maigesellschaft Frenz
  • Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 306.
  2. Studien zu spätrömischen Grabfunden in der südlichen Niederrheinischen Bucht, Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Philosophischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn, vorgelegt von Raymund Gottschalk aus Jülich/Bonn

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]