Sebastian Hess (Musiker)

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Sebastian Hess (* 1971 in München) ist ein deutscher Cellist, Komponist und Produzent.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hess studierte ab 1986 an den Musikhochschulen Würzburg und München bei Julius Berger und Helmar Stiehler. Zugleich besuchte er Meisterklassen von János Starker, Siegfried Palm, Boris Pergamenschikow und Radu Aldulescu. Von 1990 bis 1994 zählte Sebastian Hess zum Schülerkreis William Pleeth in London, 1997 zu den wenigen ausgewählten Meisterschülern von Mstislav Rostropovich.

Die Bandbreite von Sebastian Hess' musikalischen Aktivitäten reicht von historischer Aufführungspraxis auf dem Barockvioloncello und der Interpretation der großen klassisch-romantischen Werke des Repertoires bis zu intensiver Auseinandersetzung mit Musik unserer Zeit. Hess arbeitet mit zahlreichen zeitgenössischen Komponisten zusammen, so zum Beispiel Moritz Eggert, Jörg Widmann, Hans-Jürgen von Bose, Mikis Theodorakis und Hans Werner Henze.

Kammermusikalisch arbeitet er mit verschiedensten Künstlern zusammen, wie zum Beispiel dem Henschel Quartett, Panocha Quartett, Wolfgang Sawallisch, Eugene Istomin, Juri Baschmet, Pierre Amoyal, Thomas Riebl, Ana Chumachenco, Anthony Spiri, Benjamin Schmid, Franz Halasz, Siegfried Mauser und Moritz Eggert.

Sebastian Hess' Londoner Debüt im South Bank Centre wurde von Publikum und Kritik mit Begeisterung aufgenommen; seither gastierte er als Solist und Kammermusiker regelmäßig bei internationalen Festivals wie dem Aldeburgh Festival, London (Almeida Festival, South Bank), Schleswig-Holstein Musik Festival, Salzburger Osterfestspielen, Rheingau Musik Festival, Cantiere di Montepulciano, Kissinger Sommer, Klavierfestival Ruhr, Internationales Cellofestival Kronberg, World Cello Congress, Seoul International Music Festival, Innsbrucker Festwochen, RuhrTriennale, den Ansbacher Bachwochen, dem Europäischen Musikfest Stuttgart sowie als Solist mit Orchestern wie dem Bayerischen Staatsorchester, NDR, den Bamberger Symphonikern, dem Litauischen Kammerorchester, den Moscow Soloists und der Akademie für Alte Musik Berlin.

Zahlreiche Aufnahmen mehrerer europäischer Rundfunk- und Fernsehsender sowie CDs bei Wergo/Intuition, RCA, Arte Nova/BMG, Philips Classics, Koch Classics und Naxos dokumentieren seine bisherige Arbeit. Sebastian Hess wurde mit mehreren Preisen, so zum Beispiel dem Musikpreis des Bundes der deutschen Industrie (BDI), dem Musikpreis der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet und war Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Neben zahlreichen internationalen Meisterkursen unterrichtet Sebastian Hess an der Hochschule für Musik und Theater in München.

Seit 2000 ist Sebastian Hess vermehrt auch als Komponist, Produzent und Programmkonzepter in Erscheinung getreten. Besonders erfolgreich war in den Jahren 2003–2006 die Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsoper (Festspiel+), die mehrere von Publikum und Presse begeistert aufgenommene Produktionen hervorbrachte (Gemeinsam mit Andreas Ammer).

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: Mit Andreas Ammer/FM Einheit: Marx Engels Werke – Regie und Komponisten: Andreas Ammer/FM Einheit (Pophörspiel – BR)