Sebastian Hess (Musiker)

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Sebastian Hess (* 1971 in München) ist ein deutscher Cellist, Komponist und Produzent.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sebastian Hess studierte ab 1986 an der Hochschule für Musik München bei Helmar Stiehler und ab 1990 in London als Stipendiat der Studienstiftung bei William Pleeth. Es folgten weitere Studien bei Radu Aldulescu, Bernhard Greenhouse und Amaryllis Fleming in Gstaad, Boston und London.

Nach seinem Londoner Debut im South Bank Centre 1992 war Hess regelmäßiger Gast bei Festivals wie dem Aldeburgh Festival, Schleswig Holstein-Festival, Salzburger Festspiele und Osterfestspiele, Rheingau Musik Festival, Cantiere di Montepulciano, Kissinger Sommer, Klavier-Festival Ruhr, der Ansbacher Bachwoche, Europäisches Musikfest Stuttgart, International Cello Festival Kronberg, World Cello Congress, Seoul International Music Festival, Dias da Musica Lissabon, Innsbrucker Festwochen, Ruhr Triennale, Les Museiques Basel, Triennale Köln, Opernfestspiele München und mit Orchestern wie dem Bayerischen Staatsorchester, NDR Philharmonie, Bamberger Symphoniker, Lithuanian Chamber Orchestra, Moscow Soloists und der Akademie für alte Musik Berlin. Mit den Nürnberger Symphonikern besteht seit 1998 eine enge und produktive Zusammenarbeit (mit BR) in Produktionen, Co-Produktionen und Aufführungen.

Seine musikalischen Aktivitäten reichen von der Beschäftigung mit historischer Aufführungspraxis über das klassisch-romantische Repertoire bis hin zu enger Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten wie Wolfgang Rihm, Jörg Widmann, Rodion Shchedrin, Wilhelm Killmayer, Mikis Theodorakis und Hans Werner Henze. Eine kammermusikalische Zusammenarbeit bestand mit Eugene Istomin, Wolfgang Sawallisch, Msistislav Rostropovich, Pierre Amoyal, Yuri Bashmet, Viktor Tretiakov, Benjamin Schmid, Thomas Riebl, Erich Höbarth, Richard Egarr, Ana Chumachenco, Alfons Kontarsky, Anthony Spiri und Ingolf Turban.

2001–2003 war Sebastian Hess als Gast 1. Solocellist an der Bayerischen Staatsoper unter Zubin Mehta.

Er hatte Produktionen für verschiedene Rundfunkanstalten der ARD, bei der britischen BBC, dem ORF, YLE Finnland, Radio France, Radio New Zealand und RNE Spanien.

Hess’ Diskographie umfasst ca. 40 CDs bei Schott Music International (wergo/Intuition), Arte Nova/BMG, Globe, Naxos, Philips Classics, Koch Classics (Universal), Orfeo und Harmonia Mundi France und OEHMS Classics.

Seit 2000 unterrichtete Sebastian Hess Cello- und Kammermusikklassen an der damaligen Hochschule Augsburg-Nürnberg, ab 2004 in Nachfolge von Wen-Sinn Yang am Richard-Strauss-Konservatorium und nach der Fusion an der Hochschule für Musik und Theater München.

2010 bis 2018 war er Künstlerischer Leiter der Reihe Highlight Classics für Roland Berger Strategy Consultants in Zusammenarbeit mit Torsten Oltmanns und dem Bayerischen Rundfunk.

Seit 2020 widmet sich Hess zusätzlich der strategischen und künstlerischen Beratung von Festivals und Unternehmen des musikalischen Bereichs.

Ab 2021 ist Hess gemeinsam mit der Regisseurin Martina Veh Intendant des Festivals KulturSee am Starnberger See.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hess erhielt den Musikpreis des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI) und den Musikpreis der Bayerischen Staatsregierung.

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2001: Mit Andreas Ammer/FM Einheit: Marx Engels Werke – Regie und Komponisten: Andreas Ammer/FM Einheit (Pophörspiel – BR)