Seth Moulton

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Seth Moulton

Seth Wilbur Moulton (* 24. Oktober 1978 in Salem, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Politiker der Demokraten. Seit Januar 2015 vertritt er den Bundesstaat Massachusetts im US-Repräsentantenhaus.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1997 absolvierte Seth Moulton die Phillips Academy in Andover. Anschließend studierte er bis 2001 an der Harvard University Physik. Zwischen 2001 und 2008 diente er im United States Marine Corps, in dem er bis zum Hauptmann (Captain) aufstieg und viermal im Irakkrieg eingesetzt wurde. Zwischenzeitlich kehrte er nach Harvard zurück, wo er bis 2011 Verwaltung studierte. Beruflich war er für einige Zeit Managing Director der Texas Central Railway. Dann wurde er Präsident der Firma Eastern Healthcare Partners.

Bei der Wahl zum Repräsentantenhaus 2014 wurde Moulton im sechsten Kongresswahlbezirk von Massachusetts in das US-Repräsentantenhaus in Washington, D.C. gewählt, wo er am 3. Januar 2015 die Nachfolge von John F. Tierney antrat, den er in der Vorwahl seiner Partei geschlagen hatte. Bei der eigentlichen Wahl gewann er mit 54 zu 41 Prozent der Stimmen gegen den Republikaner Richard Tisei. Da er im Jahr 2016 in seinem Amt bestätigt wurde, gehört er auch dem am 3. Januar 2017 zusammengetretenen 115. Kongress der Vereinigten Staaten an. Seine neue Legislaturperiode läuft bis zum 3. Januar 2019 mit der Option auf eine weitere Kandidatur im Jahr 2018.

Sein politischer Stil wird als weniger konsensorientiert beschrieben als für einen Neuengland-Demokraten üblich. So wandte er sich kurz nach seinem Einzug in den Kongress 2015 gegen Präsident Obamas Plan für eine Truppenaufstockung im Irak und unterstützte Ende 2016 den Abgeordneten Tim Ryan bei seinem (gescheiterten) Versuch, die langjährige Fraktionsvorsitzende Nancy Pelosi abzulösen. Moulton wurde daraufhin 2017 in die Führung der Demokraten im Kongress als senior whip des Whip Steny Hoyer aufgenommen und in den wichtigen Verteidigungsausschuss entsandt. Zudem arbeitet Moulton für Initiativen seiner Partei, Millennials besser zu erreichen und über Parteigrenzen hinweg im Kongress zu arbeiten. Im Januar 2017 sorgte Moulton für Aufsehen, als er sich besonders scharf gegen das Dekret des neuen US-Präsidenten Donald Trump wandte, Einwanderung aus Ländern mit muslimischer Mehrheitsbevölkerung auszusetzen (siehe Executive Order 13769).[1] Moulton gilt Beobachtern als zukünftige Führungsfigur der Demokratischen Partei und wurde im Frühjahr 2017 als möglicher Präsidentschaftskandidat für die Wahl 2020 ins Gespräch gebracht.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Joan Vennochi: Seth Moulton is seizing the moment. In: The Boston Globe, 31. Januar 2017 (englisch).
  2. Chris Cilliza: There are at least 22 Democrats thinking about running for president in 2020. In: CNN.com, 2. Mai 2017 (englisch).