Wimmis

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Wimmis
Wappen von Wimmis
Staat: Schweiz
Kanton: Bern BE
Verwaltungskreis: Frutigen-Niedersimmentalw
BFS-Nr.: 0769i1f3f4
Postleitzahl: 3752
UN/LOCODE: CH WMM
Koordinaten: 614900 / 168400Koordinaten: 46° 40′ 0″ N, 7° 38′ 0″ O; CH1903: 614900 / 168400
Höhe: 629 m ü. M.
Fläche: 22,3 km²
Einwohner: 2430 (31. Dezember 2014)[1]
Einwohnerdichte: 109 Einw. pro km²
Website: www.wimmis.ch
Wimmis

Wimmis

Karte
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Wimmis ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Frutigen-Niedersimmental des Kantons Bern in der Schweiz. Wimmis war der Hauptort des am 31. Dezember 2009 aufgelösten Amtsbezirkes Niedersimmental. Wimmis hat neben der Einwohnergemeinde eine Burgergemeinde und eine evangelisch-reformierte Kirchgemeinde. Das Wahrzeichen von Wimmis ist das Schloss Wimmis.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wimmis liegt auf 629 m ü. M. im Berner Oberland in den Alpen nördlich des markanten Niesen (2'362 m). Hier fliessen Simme und Kander zusammen. Die Nachbargemeinden von Norden im Uhrzeigersinn sind Spiez, Aeschi bei Spiez, Reichenbach im Kandertal, Diemtigen und Reutigen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 994 taucht Wimmis erstmals mit dem Namen «Windmis» in einer Urkunde von Königin Bertha auf.[2] Doch schon seit der Römerzeit war die Region besiedelt. Damals nannte man die paar Hütten «Vindemias», was so viel wie «bei den Weinbergen» heisst. Davon ist der heutige Namen Wimmis abgeleitet. Tatsächlich wurden damals am Pintel Weinreben angepflanzt. Am damaligen Moossee gediehen sie wunderbar. An derselben Stelle befindet sich auch heute wieder ein kleiner Rebberg. Gleichzeitig begann auch die lange Geschichte des Schlosses Wimmis. An seiner heutigen Stelle bauten die Römer einen Wachturm auf. Im Mittelalter vergrösserte man das Schloss immer wieder, Königin Bertha schenkte Wimmis eine Kirche und es entstand ein kleines Dorf mit einer Schutzmauer. Heute ist im Schloss die kant. Verwaltung untergebracht (Waldabteilung Alpen).

Das um 1200 von den Freiherren von Strättligen als Stadt gegründete Wimmis, das im Weissenburgerkrieg eine grosse Rolle spielte und mehrfach durch Bern zerstört wurde, besass bis zum Kauf durch Bern im Jahr 1449 sein eigenes Stadtrecht.[3]

Ab 1803 wurde in Wimmis der Amtssitz des Niedersimmentals angesiedelt. Florierte einst die Landwirtschaft im Dorf am Niesen, so wurde es im 20. Jahrhundert immer mehr zum lebendigen, kompakten Dorf. 1911 gelangte Wimmis wegen des Simmenfluhbrandes in die nationalen Schlagzeilen.

1917 entstand in Wimmis die Eidgenössische Pulverfabrik (heute «Nitrochemie»). Während dem Zweiten Weltkrieg wurde in die Ostwand der Burgfluh das Artilleriewerk Burg gebaut.

Wimmis 1783, kolorierte Umrissradierung von Johann Ludwig Aberli.
Alte Dorfstrasse.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat (Exekutive) besteht aus 6 Mitgliedern. Seit den Gemeindewahlen 2012 gehören 4 Mitglieder der SVP an, 1 Mitglied stellt das Forum Wimmis und 1 Mitglied ist parteilos. Gemeinderatspräsidentin ist Barbara Josi von der SVP. Neben dem Gemeinderat gibt es ein Gemeindepräsidium für die Leitung der Gemeindeversammlung und diverse repräsentative Aufgaben. Gemeindepräsident ist Peter Schmid von der SVP. Die Stimmenanteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2011 betrugen: SVP 42.3 %, BDP 16.8 %, SP 12.2 %, EVP 5.1 %, EDU 5.1 %, GPS 4.4 %, FDP 4.3 %, glp 4.0 %, CVP 1.2 %, Piraten 1.1 %.[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wimmis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. wimmis.ch: Dorfgeschichte, Zugriff am 10. November 2009
  3. Daniel Gutscher, Barbara Studer: Gegner am Rande: Kleinstadtgründungen. In: Rainer C. Schwinges et al. (Hrsg.): Berns mutige Zeit. Das 13. und 14. Jahrhundert neu entdeckt. Schulverlag blmv AG/Stämpfli Verlag AG, Bern 2003, ISBN 3-292-00030-0/ISBN 3-7272-1272-1, S. 189
  4. http://www.wahlarchiv.sites.be.ch/wahlen2011/target/NAWAInternetAction.do@method=read&sprache=d&typ=21&gem=769.html abgerufen am 16. Juli 2012