Wimmis

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Wimmis
Wappen von Wimmis
Wappen von Wimmis
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Bern Bern (BE)
Verwaltungskreis: Frutigen-Niedersimmentalw
BFS-Nr.: 0769i1f3f4
Postleitzahl: 3752
UN/LOCODE: CH WMM
Koordinaten: 614900 / 168400Koordinaten: 46° 40′ 0″ N, 7° 38′ 0″ O; CH1903: 614900 / 168400
Höhe: 629 m ü. M.
Höhenbereich: 583–2393 m ü. M.[1]
Fläche: 22,35 km²[2]
Einwohner: 2645 (31. Dezember 2022)[3]
Einwohnerdichte: 118 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
9,5 %
(31. Dezember 2022)[4]
Gemeindepräsidentin: Barbara Josi (SVP)
Website: www.wimmis.ch
Wimmis
Wimmis

Wimmis

Lage der Gemeinde
Karte von WimmisBrienzerseeHinterstockenseeOberstockenseeOeschinenseeThunerseeKanton FreiburgKanton WallisVerwaltungskreis Bern-MittellandVerwaltungskreis Interlaken-OberhasliVerwaltungskreis EmmentalVerwaltungskreis Obersimmental-SaanenVerwaltungskreis ThunAdelbodenAeschi bei SpiezDärstettenDiemtigenErlenbach im SimmentalFrutigenKandergrundKanderstegKrattigenOberwil im SimmentalReichenbach im KandertalSpiezWimmis
Karte von Wimmis
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Luftbild aus 800 m von Walter Mittelholzer (1919)

Wimmis ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Frutigen-Niedersimmental des Kantons Bern in der Schweiz. Wimmis war der Hauptort des am 31. Dezember 2009 aufgelösten Amtsbezirkes Niedersimmental. Wimmis hat neben der Einwohnergemeinde eine Burgergemeinde und eine evangelisch-reformierte Kirchgemeinde. Das Wahrzeichen von Wimmis ist das Schloss Wimmis.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wimmis liegt auf 629 m ü. M. im Berner Oberland in den Alpen nördlich des markanten Niesen (2362 m). Hier fliessen Simme und Kander zusammen. Die Nachbargemeinden von Norden im Uhrzeigersinn sind Spiez, Aeschi bei Spiez, Reichenbach im Kandertal, Diemtigen und Reutigen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 994 taucht Wimmis erstmals mit dem Namen «Windmis» in einer Urkunde von Königin Bertha auf.[5] Doch schon seit der Römerzeit war die Region besiedelt. Damals nannte man die paar Hütten «Vindemias», was so viel wie «bei den Weinbergen» heisst. Davon ist der heutige Namen Wimmis abgeleitet. Tatsächlich wurden damals am Pintel Weinreben angepflanzt. Am damaligen Moossee gediehen sie wunderbar. An derselben Stelle befindet sich auch heute wieder ein kleiner Rebberg. Gleichzeitig begann auch die lange Geschichte des Schlosses Wimmis. An seiner heutigen Stelle bauten die Römer einen Wachturm auf. Im Mittelalter vergrösserte man das Schloss immer wieder, Königin Bertha schenkte Wimmis eine Kirche, und es entstand ein kleines Dorf mit einer Schutzmauer. Heute ist im Schloss die kantonale Verwaltung untergebracht (Waldabteilung Alpen).

Das um 1200 von den Freiherren von Strättligen als Stadt gegründete Wimmis, das im Weissenburgerkrieg eine grosse Rolle spielte und mehrfach durch Bern zerstört wurde, besass bis zum Kauf durch Bern im Jahr 1449 sein eigenes Stadtrecht.[6]

Ab 1803 wurde in Wimmis der Amtssitz des Niedersimmentals angesiedelt. Florierte einst die Landwirtschaft im Dorf am Niesen, so wurde es im 20. Jahrhundert immer mehr zum lebendigen, kompakten Dorf. 1911 gelangte Wimmis wegen des Simmenfluhbrandes in die nationalen Schlagzeilen.

1917 entstand in Wimmis die Eidgenössische Pulverfabrik (heute «Nitrochemie»). Während des Zweiten Weltkriegs wurde in die Ostwand der Burgfluh das Artilleriewerk Burg gebaut.

Zur Reinigung des Abwassers wurde die Gemeinde an die ARA Thunersee in der Uetendorfer Allmend angeschlossen.[7]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat (Exekutive) besteht aus 6 Mitgliedern. Seit den Gemeindewahlen 2020 gehören 4 Mitglieder der SVP an, 1 Mitglied der FDP, und 1 Mitglied ist parteilos.[8] Gemeinderatspräsidentin ist Barbara Josi (SVP).[9] Neben dem Gemeinderat gibt es ein Gemeindepräsidium für die Leitung der Gemeindeversammlung und diverse repräsentative Aufgaben. Gemeindepräsident ist Peter Schmid (SVP).

Die Wähleranteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahl 2019 betrugen: SVP 47,4 %, BDP 8,7 %, SP 8,6 %, GPS 7,8 %, EVP 6,3 %, glp 6,1 %, FDP 4,8 %, EDU 4,6 %, DU 1,5 %, CVP 1,1 %, SD 0,5 %, andere (10) 2,5 %.[10]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wimmis – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Generalisierte Grenzen 2023. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 7. September 2023.
  2. Generalisierte Grenzen 2023. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 7. September 2023.
  3. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2022. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2022 zusammengefasst. Abruf am 5. September 2023
  4. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2022. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2022 zusammengefasst. Abruf am 5. September 2023
  5. Dorfgeschichte. Website der Gemeinde Wimmis.
  6. Daniel Gutscher, Barbara Studer: Gegner am Rande: Kleinstadtgründungen. In: Rainer C. Schwinges et al. (Hrsg.): Berns mutige Zeit. Das 13. und 14. Jahrhundert neu entdeckt. Schulverlag blmv AG/Stämpfli Verlag AG, Bern 2003, ISBN 3-292-00030-0 / ISBN 3-7272-1272-1, S. 189.
  7. Das Einzugsgebiet der ARA Thunersee. In: arathunersee.ch. Abgerufen am 16. Juli 2022.
  8. Gemeindewahlen Wimmis. Website der Gemeinde Wimmis, 25. Oktober 2020 (Medienmitteilung; PDF; 89 kB).
  9. Gemeinderat. Website der Gemeinde Wimmis.
  10. Resultate der Gemeinde Wimmis. Staatskanzlei des Kantons Bern, 20. Oktober 2019, abgerufen am 22. September 2023.