Sinaia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sinaia
Wappen von Sinaia
Sinaia (Rumänien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Große Walachei
Kreis: Prahova
Koordinaten: 45° 21′ N, 25° 33′ OKoordinaten: 45° 21′ 0″ N, 25° 33′ 5″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 767 m
Einwohner: 10.410 (20. Oktober 2011[1])
Postleitzahl: 106100
Telefonvorwahl: (+40) 02 44
Kfz-Kennzeichen: PH
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Bürgermeister: Vlad-Gheorghe Oprea (PNL)
Postanschrift: Bulevardul Carol. I, Nr. 47
loc. Sinaia, jud. Prahova, RO–106100
Website:

Sinaia ist eine Kleinstadt im Kreis Prahova in Rumänien.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sinaia liegt in den Südkarpaten im Tal des Flusses Prahova. Um die Kleinstadt liegt ein beliebtes Skigebiet, das Bucegi-Gebirge. Von Sinaia (767–860 m) führt eine Seilbahn bis auf eine Höhe von 2000 m, außerdem gibt es mehrere Skilifte. An der Bahnstrecke Ploiești–Brașov gelegen, halten hier sämtliche Regional-, Interregio- und Intercity-Züge von und nach Prag bzw. Wien. An der Europastraße 60 befindet sich Sinaia 44 Kilometer südlich von Brașov (Kronstadt) und 65 Kilometer nordwestlich von der Kreishauptstadt Ploiești entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der liberale rumänische Premierminister Ion G. Duca wurde am 29. Dezember 1933 von Legionären der Eisernen Garde auf einem Bahnsteig des Bahnhofs von Sinaia ermordet.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den Bergen, die bei Wanderern und Wintersportlern sehr beliebt sind, gibt es eine Reihe anderer Sehenswürdigkeiten in und um Sinaia:

  • Das Kloster Sinaia, das nach dem Berg Sinai im heutigen Ägypten benannt wurde, stellt den historischen Ursprung der Stadt Sinaia dar. In der 1695 gegründeten Anlage leben heute noch ca. zwanzig rumänisch-orthodoxe Mönche.
  • Nordwestlich der Stadt liegt das Schloss Peleș, das zwischen 1873 und 1883 für König Karl I. von Rumänien erbaut wurde. Es diente bis zu Carols Tod 1914 als dessen Sommerresidenz und galt als dessen Lieblingsschloss. Seine Fachwerkmauern und Erker erinnern sowohl an den k.u.k.-Stil (Sinaia hat allerdings nie zu Österreich-Ungarn gehört) als auch an Hohenzollern, die Heimat des Königs. Einige der 160 Zimmer können mittlerweile besichtigt werden.
  • Nur wenige Meter hangaufwärts von Schloss Peleș entfernt liegt das etwas kleinere Schloss Pelișor, das zwischen 1899 und 1902 für den (späteren) rumänischen König Ferdinand I. und dessen Frau Prinzessin Marie von Edinburgh erbaut wurde.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sinaia unterhält Partnerschaften mit:[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sinaia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Sinaia – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Ciprian Plăiaşu: Die Ermordung Gheorghe Ducas bei historia.ro abgerufen am 2. April 2014 (rumänisch)
  3. Angaben zu den Städtepartnerschaften auf der Webdarstellung Sinaias abgerufen am 21. Dezember 2015