Museum Fünf Kontinente

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Museum Fünf Kontinente

Beim Museum Fünf Kontinente handelt es sich um das frühere Staatliche Museum für Völkerkunde in der Maximilianstraße in München. Es wurde 1862 gegründet und zum 9. September 2014 umbenannt[1]. Eine Zweigstelle befindet sich im Residenzschloss Oettingen.

In der Sammlung des Museums befinden sich nach eigenen Angaben über 160.000 Kunstwerke außereuropäischer Völker, 135.000 Fotografien und eine über 100.000 Bücher umfassende Fachbibliothek. Die Sammlungen der Familie Wittelsbach bilden eine historische Basis.[2] Die ständigen Ausstellungen und themenbezogene Sonderausstellungen zeigen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Kulturen.

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Museumsbau wurde 1859 bis 1865 von Eduard Riedel als Bayerisches Nationalmuseum errichtet, dessen Sammlungen allerdings seit 1900 in einem neuen Museumsbau an der Prinzregentenstraße untergebracht sind. Auftraggeber war König Maximilian II., auf dessen Initiative hin die Maximilianstraße errichtet wurde. Von 1906 bis 1925 diente das Gebäude dem Deutschen Museum als erster, provisorischer Ausstellungsbau. Seit 1926 ist das Völkerkundemuseum im Haus an der Maximilianstraße beheimatet. Die Architektur wurde vom englischen Perpendicular Style beeinflusst.

Sammlungsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick in den Buddha-Saal des Museums Fünf Kontinente

Sonderausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Indianer vom Amazonas (1960)
  • From Samoa with Love? Samoa‐Völkerschauen im Deutschen Kaiserreich. Eine Spurensuche (verlängert bis 30. November 2014)
  • UN/SICHTBAR. Frauen Überleben Säure (6. Juni 2014 bis 11. Januar 2015)
  • Myanmar. Von Pagoden, Longyis und Nat-Geistern (verlängert bis 3. April 2016)
  • Töchter der Steppe – Söhne des Windes. Gold und Silber der Turkmenen (bis 31. Januar 2016)
  • Farben. Kunst. Indianer. Der Münchner Impressionist Julius Seyler bei den Blackfeet (13. November 2015 - 3. April 2016)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Andreas Lommel als Hrsg.: Indianer vom Amazonas. Kunst und Handwerk der Indianer des tropischen Südamerika. Staatliches Museum für Völkerkunde, München 1960.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Staatliches Museum für Völkerkunde München – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ein neuer Name für alte Kulturen - Völkerkundemuseum heißt jetzt "Fünf Kontinente", tz, 9. September 2014
  2. MÜLLER, Claudius. 400 Jahre Sammeln und Reisen der Wittelsbacher. Dresdner Bank und Staatliches Museum für Völkerkunde München (Hrsg.), Wittelsbach und Bayern, 1980, 400. Jg., S. 11-33.
  3. Staatliches Museum für Völkerkunde München, Andreas Lommel, and Otto Zerries. Altamerikanische Kunst, Mexico-Peru: Katalog zur Ausstellung des Staatlichen Museums für Völkerkunde München. Staatliches Museum für Völkerkunde, 1977.
  4. SCHINDLER, Helmut; PRÜMERS, Heiko. Bauern und Reiterkrieger: die Mapuche-Indianer im Süden Amerikas. Hirmer Verlag GmbH, 1990.
  5. KECSKÉSI, Maria. African Masterpieces and Selected Works from Munich: The Staatliches Museum Für Völkerkunde. Center for African art, 1987.
  6. FREMBGEN, Jürgen Wasim (Hg.). Rosenduft und Säbelglanz: islamische Kunst und Kultur der Moghulzeit. Staatliches Museum für Völkerkunde, 1996.

Koordinaten: 48° 8′ 15″ N, 11° 35′ 9″ O