Streitkräfte Nepals

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Streitkräfte Nepals
नेपाली सेना
Nepalese Armed Forces
Führung
Oberbefehlshaber: Präsidentin,
derzeit Bidhya Devi Bhandari
Militärischer Befehlshaber: General Gaurav Shumsher JB Rana
Sitz des Hauptquartiers: Kathmandu
Militärische Stärke
Aktive Soldaten: 95.000
Reservisten: 62.000
Wehrpflicht: Nein
Wehrtauglichkeitsalter: (16–)18
Geschichte
Gründung: 1768

Die Streitkräfte Nepals sind die Streitkräfte der Demokratischen Bundesrepublik Nepal. Sie entstanden 2008 aus der vormaligen Königlich Nepalesischen Armee (gegründet 1768).

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Streitkräfte Nepals umfassen

  • Nepalese Army[1] mit dem
    • Nepalese Army Air Service
  • Nepalese Armed Police Force (paramilitärisch)[2] mit geplant 40.000 Mann.

Oberbefehlshaber ist der Präsident Nepals. Die Streitkräfte umfassen circa 95.000 Mann. Hinzu kommen 62.000 Reservisten. Der Verteidigungsetat beträgt umgerechnet etwa 210.000.000 US-Dollar.

Wachsoldat der Nepalese Army am Basantapur Darbar Square

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Gründer des heutigen Nepals gilt Prithvi Narayan Shah, der 1768 Katmandu als Hauptstadt wählte. Trotz der Niederlage im Gurkha-Krieg (1814 bis 1816) konnte das Königreich Gorkha (das spätere Nepal) seine Unabhängigkeit erhalten, wurde aber zur Truppenstellung für die Briten (Gurkhas) verpflichtet.

So stellte am 3. August 1914 der damalige Ministerpräsident Chandra Shamsher den Briten, noch vor der offiziellen Kriegserklärung zum Ersten Weltkrieg, Soldaten für Gurkhaeinheiten zur Verfügung. Nepal stellte bis Kriegsende der Armee Britisch-Indiens insgesamt 55.000 Gurkhasoldaten, die in Afghanistan, im Osmanischen Reich, aber auch in Europa für Großbritannien kämpften.[3] Eine offizielle Kriegserklärung erfolgte jedoch nicht.

Auch später im Anglo-Afghanischen Krieg von 1919 und im Zweiten Weltkrieg stellte das Land Truppen und machte damit seinen eigenen Status als „unabhängiger Verbündeter“ klar.

Von 1996 bis 2006 befand sich die Kommunistische Partei Nepals (Maoistisch) in einem Bürgerkrieg gegen die Monarchie und das hinduistische Klassensystem. Die Aufständischen wurden nach dem 11. September 2001 als Terroristen gebrandmarkt. Innerhalb der nächsten sechs Monate starben mehr Menschen in dem innenpolitischen Konflikt als in den sechs Jahren zuvor. Am 21. November 2006 wurde die Vereinbarung zum Ende des zehnjährigen Bürgerkrieges durch Premierminister Koirala und Maoistenführer Dahal, genannt Prachanda unterzeichnet.

Prachanda trat als Ministerpräsident nach einem Machtkampf mit der Militärführung Nepals am 4. Mai 2009 zurück.[4] Dahal hatte am Vortag Armeechef Rookmangud Katawal entlassen, da sich die Armee weigerte, ehemalige maoistische Guerillakämpfer in ihre Reihen aufzunehmen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Streitkräfte Nepals – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.nepalarmy.mil.np/
  2. http://www.apf.gov.np/
  3. Madan Kumar Bhattarai: Diplomatic history of Nepal, 1901–1929. A critical appraisal of Nepal-British India relations. New Delhi 1990, ISBN 81-85304-11-4, S. 33.
  4. Tagesschau: Schwerer Rückschlag für Demokratie in Nepal (Memento vom 7. Mai 2009 im Internet Archive) vom 4. Mai 2009.
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