Jemenitische Streitkräfte

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Parade der jemenitischen Marine

Die Jemenitischen Streitkräfte entstanden offiziell aus der Vereinigung der Armeen Nord- und Südjemens im Mai 1990, wobei es ab Mai 1994 zu Kampfhandlungen zwischen den beiden Armeen kam, die erst mit ihrer vollständigen Zusammenfassung im März 1995 endgültig beendet werden konnten.

Sie bestehen aus Heer, Luftwaffe (Al Quwwat al Jawwiya al Jamahiriya al Yemeniya) und Marine. Die Anzahl der im Dienst stehenden Soldaten (einschließlich Wehrpflichtige) beläuft sich auf 66.700, wozu noch einmal etwa 71.200 Mann paramilitärische Einheiten kommen.[1]

Im Jemen besteht unverändert eine allgemeine Wehrpflicht für Männer mit einer Länge von drei Jahren.[2]

Nach Schätzungen verschiedener Quellen machte der Militäretat 2006 zwischen 6,6 % und etwa ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts aus.[3] Im Jahr 2009 belief er sich auf 1,55 Milliarden US-$.

Heer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flagge des jemenitischen Heeres
Flagge der Republikanischen Garde

Das Heer, das mit etwa 60.000 Mann die größte Teilstreitkraft ist, besteht aus acht Panzerbrigaden, sechzehn Infanteriebrigaden, sechs Brigaden Mechanisierte Infanterie, zwei Luftlande-/Spezialeinsatzbrigaden, eine SSM-Brigade, drei Artilleriebrigaden, einer Brigade Spezialeinsatzkräfte, sechs Flugabwehrbrigaden und der Republikanischen Garde.

Ausrüstung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Ausrüstung stehen zur Verfügung: 50 M-60A1-Kampfpanzer, 66 T-80-Kampfpanzer, 60 T-72-Kampfpanzer, 200 T-62-Kampfpanzer, 450 T-54/-55-Kampfpanzer, 30 T-34-Kampfpanzer, 80 AML-90-Spähpanzer, 50 BRDM-2-Spähpanzer, 200 BMP-1/-2-Schützenpanzer, 60 M-113-Mannschaftstransportpanzer, 60 BTR-40-Mannschaftstransportpanzer, 100 BTR-60-Mannschaftstransportpanzer, 20 BTR-152-Mannschaftstransportpanzer und 18 YALV-„Cougar“-Mannschaftstransportpanzer.

Die Artillerie verfügt über 25 105-mm-M-101A1-Geschütze, 130 122-mm-D-30-Geschütze, 30 122-mm-M-1931/37-Geschütze, 40 122-mm-M-30-M-1938-Geschütze, 60 130-mm-M-46-Geschütze, 10 152-mm-D-20-Geschütze, 15 155-mm-M-114-Geschütze, 25 122-mm-2S1-Selbstfahrlafetten, 30 100-mm-SU-100-Sturmgeschütze.

Zur Flugabwehr werden die 800 Flugabwehrraketen der Waffensysteme SA-7, SA-9, SA-13 und SA-14 verwendet.

Luftwaffe (Al Quwwat al Jawwiya al Jamahiriya al Yemeniya)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Flagge der jemenitischen Marine

Die hauptsächlich in Aden und Al-Hudaida stationierte Marine mit einer Stärke von 1.700 Mann besitzt vier zum Teil mit Lenkwaffen ausgerüstete Schnellboote (ein Schiff der Tarantul-I-Klasse (Projekt 1241) und drei der Huangfeng-Klasse (Typ 021)) sowie 16 Küstenwachboote (6 Boote der BAKLAN-HSIC-Klasse und 10 Boote der Austal-PB-Klasse) und vier Landungsschiffe.

Weitere Marineeinrichtungen befinden sich in al-Hudaida, Perim und Sokotra.

Es wird eine Küstenwache aufgebaut, die neben 1200 Angehörigen über 16 Küstenwachboote verfügt.

Paramilitärische Verbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der 50.000 Mann starken Gendarmerie, die dem Innenministerium unterstehen, bestehen ca. 20.000 Stammeskrieger.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Länderinformation des österreichischen Verteidigungsministeriums
  2. Robert Burrowes, The Yemen Arab Republic: The Politics of Development. 1962-1986, Seite 109, (1987)
  3. Sarah Phillips, Yemen's Democracy Experiment in Regional Perspective, Patronage and Pluralized Authoritarianism, Seite 70, New York (2008)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jemenitische Streitkräfte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien