Turkmenische Streitkräfte

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Turkmenische Soldaten anlässlich der Parade zum Unabhängigkeitstag

Die Turkmenischen Streitkräfte (turkmenisch Türkmenistanyň Ýaragly Güýçleri) sind in die Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Luftverteidigung und Marine gegliedert. Zudem existiert eine Nationalgarde. Turkmenistan hat 1992 ein bilaterales Verteidigungsabkommen mit Russland abgeschlossen, rund 12.000 russische Soldaten einer Mechanisierten Division und der Luftwaffe sind für die Sicherung der Grenze zu Afghanistan und dem Iran stationiert.[1]

Die Waffensysteme der Streitkräfte Turkmenistans sind überwiegend russischer Herkunft und in nur geringem Umfang einsatzbereit.[2]

Heer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Turkmenische Heer mit 18.500 Angehörigen gliedert sich in ein Armeeoberkommando, dem fünf Militärbezirke unterstehen[3].

Es besteht aus drei mot Schützendivisionen, zwei mot Schützenbrigaden, einer Ausbildungsdivision, einem selbständigen Luftlandebataillon, einem Panzerabwehrregiment, einem Pionierregiment, einer Artilleriebrigade, einem Mehrfachraketenwerferregiment, einer SCUD-Brigade und zwei Flugabwehrregimentern.

Die Ausbildungsdivision wird im Falle einer Mobilmachung zu einer mot Schützendivision mit Reservisten verstärkt.

Ausrüstung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das turkmenische Heer verfügt über 670 T-72-Kampfpanzer, 10 T-90S-Kampfpanzer (weitere 30 bestellt), 170 BRDM-2-Spähpanzer, 930 BMP 1/2-Schützenpanzer, 12 BRM-Schützenpanzer, 829 Mannschaftstransportpanzer (BTR-60/-70/-80), 180 122 mm D-30-Geschütze, 17 152 mm D-1-Geschütze, 72 152 mm D-20-Geschütze, 40 122 mm 2S1-Selbstfahrlafette, 16 152 mm 2S3-Selbstfahrlafetten, 17 120 mm 2S9 (NONA)-Panzermörser, 9 122 mm 9P138-Mehrfachraketenwerfer, 56 122 mm BM-21-Mehrfachraketenwerfer, 60 220 mm 9P140 "Uragan"-Mehrfachraketenwerfer, 6 330 mm "Smerch"-Mehrfachraketenwerfer, 10 SS-1 (SCUD)-Raketen, 31 82 mm-Granatwerfer, 66 120 mm PM-38-Granatwerfer, 72 100 mm MT-12/T-12-Panzerabwehrkanone, 48 23 mm ZSU-23-4-Flugabwehrkanonen, 22 57 mm S-60-Flugabwehrkanonen, 40 SA-8 (GECKO)-Flugabwehrraketensysteme und 13 SA-13 (GOPHER)-Flugabwehrraketensysteme.

Des Weiteren werden 73 mm RPG-7-Panzerbüchsen, AT-3 (SAGGER)-Panzerabwehrlenkwaffen, AT-4 (SPIGOT)-Panzerabwehrlenkwaffen, AT-5 (SPANDREL)-Panzerabwehrlenkwaffen, AT-6 (SPIRAL)-Panzerabwehrlenkwaffen und SA-7 (GRAIL)-Panzerabwehrlenkwaffen eingesetzt.

Luftwaffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turkmenische Mi-8 anlässlich der Parade zum Unabhängigkeitstag
Wachboot der turkmenischen Marine vor Türkmenbaşy

Marine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der turkmenischen Marine gehören 500 Soldaten an. Sie umfasst ein Schnellboot der 1 MERJEN (PB-129) WPB-Klasse, vier Schnellboote der KALKAN PBI-Klasse und fünf Schnellboote der GRIFT PB-Klasse.

Die turkmenische Marine untersteht, genauso wie die kasachische Marine, der russischen Kaspischen Flottille, deren Hauptquartier in Astrachan liegt.

Es besteht noch eine Küstenwache mit fünf KALKAN-M-Schnellboote, die ihren Stützpunkt in Türkmenbaşy, deren Aufgabe die Überwachung des Kaspischen Meeres auf turkmenischer Seite ist. Es ist geplant, die Seestreitkräfte mit der Küstenwache zusammenzulegen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stephen Foye: Russian-Turkmen Defense Accord, RFE/RL Daily Report, no. 109, (10 June 1992), p.1, via Janne E. Nolan (ed.), Global Engagement, Brookings, Washington DC, 1994, Seite 369 (engl.)
  2. globaldefence.net: Streitkräfte der Welt - Turkmenistan, abgerufen am 25. Mai 2014.
  3. Länderinformation des österreichischen Verteidigungsministeriums

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Turkmenische Streitkräfte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien