Streitkräfte Syriens

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Syrian Armed Forces Flag.svg Streitkräfte von Syrien
القوات المسلحة العربية السورية
Syria Armed Forces Emblem.svg
Führung
Oberbefehlshaber: Präsident Baschar al-Assad
Verteidigungsminister: Fahd Dschassim al-Freidsch
Sitz des Hauptquartiers: Damaskus
Militärische Stärke
Aktive Soldaten: ursprünglich: 300.000 Mann
[1] Oktober 2015: bis zu 100.000[1]
Wehrpflicht: Ja
Wehrtauglichkeitsalter: 18 Jahre
Haushalt
Militärbudget: 921.000.000 US-Dollar (Rang 59)
Ausgabenanteil vom Steueraufkommen: 5,9 % (2000)
Anteil am Bruttoinlandsprodukt: 5,9 %
Geschichte
Gründung: 1946

Die Streitkräfte der Arabischen Republik Syrien hatten vor Ausbruch des Bürgerkrieges im Jahr 2011 eine Gesamtstärke von etwa 300.000 Soldaten und bestehen aus Heer, Marine und Luftstreitkräften. Oberster Befehlshaber der Streitkräfte ist der Präsident des Landes Baschar al-Assad. Die Streitkräfte erlitten im Bürgerkrieg bis heute schwere Verluste, die verbliebenen Reste wurden im Oktober 2015 auf eine Gesamtstärke von 80.000 bis 100.000 Soldaten geschätzt.[1]

Allgemein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Syrien herrscht Wehrpflicht. Alle männlichen Syrer im Alter von 18 Jahren müssen einen 24-monatigen Wehrdienst leisten. Wichtigster Rüstungslieferant Syriens war bis 1989 die Sowjetunion. Bis heute stammen die meisten syrischen Waffensysteme aus der Produktion des ehemaligen Ostblocks. Seit 1989 bestehen erhebliche Engpässe bei der Versorgung mit Ersatzteilen. Auch strategisch und taktisch sind die Streitkräfte auf alte sowjetische Militärdoktrinen ausgerichtet. Seit etwa 2000 sollten sie verstärkt versuchen, moderne Vorgehensweisen zu adaptieren, in erster Linie von der israelischen Armee.

Seit dem Bürgerkrieg erleiden die Streitkräfte neben den Verlusten durch Kampfhandlungen auch erhebliche Verluste durch Fahnenflucht. Der Zerfallsprozess der syrischen Gesellschaft entlang ethnischer und religiöser Grenzen beschleunigte diesen Vorgang und führte zu einer ungünstigen strategischen Lage, in der die verbliebenen Kräfte überdehnt sind.[1]

Heer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Syrischer Soldat während der Operation Desert Shield, 1992

Das syrische Heer ist die größte Teilstreitkraft. Es hat eine Stärke von ca. 350.000 Mann und ist gegliedert in:

Flagge der Armee

Die wichtigsten Waffensysteme sind rund 4.700 Kampfpanzer, die modernsten darunter sind 1.400 des Typs T-72. Außerdem gehören noch rund 2.000 veraltete T-55 und 1000 T-62 zum Arsenal. Viele Panzer sind nicht mehr fahrfähig, sondern fest in Kampfstellungen eingebaut. Die 3.800 Schützenpanzer gehören größtenteils zum veralteten Modell BMP 1, allerdings sind 200 bis 350 modernere BMP 2 und BMP 3 vorhanden. Die Artillerie verfügt über rund 2.600 Geschütze, darunter jeweils 600 der sowjetischen Typen D-30 und M-46. Dazu kommen rund 450 Selbstfahrgeschütze, mehrheitlich vom Typ 2S1 mit Kaliber 122 Millimeter.

Die Flugabwehr-Truppe innerhalb der Armee ist mit 60.000 Mann ungewöhnlich groß und verfügt neben rund 4.000 Geschützen über die vergleichsweise fortschrittlichen Raketen SA-5 Gammon, SA-6 Gainful, SA-7 Grail, SA-15 Gauntlet (mit 4.000 Raketen das zahlenstärkste System) und SA-8 Gecko, die teilweise in stationären Raketenbasen nahe Damaskus und Aleppo stationiert sind. Das Land plant, die modernen russischen Pantsir-S1- sowie S-300-Systeme in Dienst zu stellen.[3]

Die 18.000 Mann umfassende Grenzschutztruppe gehört ebenso dem Heer an wie rund 8.000 paramilitärische Gendarmen. Darüber hinaus gibt es eine Heeres-Brigade, die speziell für die Küstenverteidigung ausgebildet und ausgerüstet ist sowie eine Raketenbrigade, die über Flugkörper der Typen FROG, Scud der Baureihen B und C sowie als effektivste Waffe über SS-21 verfügt. Die Reserve des Heeres umfasst eine gepanzerte Division, vier gepanzerte Brigaden, zwei Panzerregimenter, 21 Infanterie- und drei Artillerieregimenter.

Luftstreitkräfte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Syrische Luftstreitkräfte

Die syrischen Luftstreitkräfte (arabisch القوات الجوية العربية السورية‎, DMG al-Quwwāt al-Ǧawwiyya al-ʿArabiyya as-Sūriyya) wurden 1948 gegründet.

Das Personal bestand vor dem Bürgerkrieg von 2011 regulär aus rund 60.000 Mann. Sie waren in zehn oder elf Angriffs- und sechzehn Abfangstaffeln sowie zwei Transport- und eine Ausbildungssstaffel organisiert. Das Flugzeugarsenal von gut 600 Maschinen bestand vor allem aus MiG-21 (rund 100) und MiG-23 (rund 160) sowie Su-22 (rund 50). Der Bestand moderner Kampfflugzeuge war deutlich kleiner: 20 Su-24, jeweils gut 10 MiG-25 und 30 MiG-29. Die Hubschrauber-Flotte umfasste knapp 100 Angriffshubschrauber des Typs Mil Mi-8.

Neben den auch militärisch genutzten sechs zivilen Flughäfen verfügten die Luftstreitkräfte noch über weitere 17 Militärflugplätze, die sich fast alle auf den westlichen Teil des Landes konzentrieren[4].

Marine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Syrische Marine

Die syrische Marine ist stark unterproportioniert. Sie umfasste vor dem Bürgerkrieg rund 4.500 Mann, 2 Korvetten, 16 Raketenboote sowie einige kleinere Überwasser-Einheiten. Die Marine agiert nicht als eigene Teilstreitkraft, sondern ist in die Befehlsstrukturen des Heeres integriert.

Massenvernichtungswaffen und Trägerraketen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Atomare Waffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Syrien hat den Atomwaffensperrvertrag ratifiziert und verfügt derzeit offiziell weder über ein Atomwaffenprogramm noch über nukleare Waffensysteme. Syrien wird jedoch beschuldigt, heimlich am Bau von Atomwaffen zu arbeiten. Am 6. September 2007 zerstörten israelische Kampfflugzeuge die im Osten des Landes gelegene Militäranlage El Kibar. Es wird spekuliert, dass es sich bei der Anlage um einen Kernreaktor nordkoreanischer Bauart handelte. Nach Angaben der IAEO soll dort aufbereitetes Uran gefunden worden sein, was eine Verbindung zu einem geheimen Atomprogramm Syriens nahelegt. Die US-Regierung bezichtigt Syrien einer Kooperation mit Nordkorea, was von syrischer Seite aber bestritten wird.[5]

Chemische Waffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Syrien besaß seit 1973, im Zusammenhang mit dem Jom-Kippur-Krieg, Senfgas, das von Ägypten geliefert wurde. In der Folge baute Syrien eigene Kapazitäten zur Entwicklung und Produktion chemischer Kampfstoffe auf. Seit Mitte der 1980er-Jahre verfügte Syrien über Sarin, möglicherweise auch VX. Die syrische Chemiewaffenproduktion soll von der Zulieferung von Technik und Ausgangsstoffen aus dem Ausland abhängig gewesen sein. Belege für den erstmaligen Einsatz von Sarin im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg in Syrien sind seit dem 24. März 2013 bekannt, jedoch ist weiterhin nicht abschließend geklärt, ob es tatsächlich von den syrischen Streitkräften, beispielsweise bei den Giftgasangriffen von Ghuta im August 2013 eingesetzt wurde.[6] Noch im selben Jahr trat Syrien der Chemiewaffenkonvention bei.[7]

Raketen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das syrische Raketenarsenal umfasste nach US-Angaben mit Stand 2000 über 250 bis 350 Scud-B und eine ähnlich hohe Anzahl SS-21. Diese Raketen sind vornehmlich mit mobilen Startrampen ausgestattet. Für die Scud-B- und -C-Systeme werden 26 dieser Rampen geschätzt. Die modernsten Raketen dürften rund 50 Scud-C mit 18 mobilen Startrampen sein. Darüber hinaus hat Syrien mit nordkoreanischer und iranischer Hilfe die Scud weiterentwickelt. Dieser mit Scud-D bezeichnete Typ verfügt über eine erhöhte Reichweite von rund 700 Kilometern aber über eine geringere Waffenlast und geringere Zielgenauigkeit als Scud-B und -C.[8]

Geschichte der Streitkräfte Syriens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kolonialzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zusammenbruch des osmanischen Reichs übernahm Frankreich per Völkerbundmandat die Kontrolle über Syrien. 1919 gründete die Mandatsmacht die Troupes spéciales du Levant als Hilfstruppen vor allem gegen innenpolitische Unruhen. Aus diesen 8.000 Mann entwickelten sich sowohl die Streitkräfte Syriens wie auch des Libanon. Die französischen Behörden bevorzugten bereits von Beginn an bei den Mannschaften und Unteroffizieren Mitglieder ethno-religiöser Minderheiten der Alawiten, Drusen und Christen. Im späteren Verlauf griffen die Franzosen auch bei den Offizieren mehrheitlich auf diese Bevölkerungsgruppen zurück. Für diese Menschen bedeutet der Militärdienst die Möglichkeit des sozialen und ökonomischen Aufstiegs. Stämme auch innerhalb der bevorzugten Ethnien, die vorher gegen die Kolonialmacht rebelliert hatten, wurden größtenteils ausgeschlossen. Die unter den Osmanen herangewachsene Elite aus städtischen Sunniten stand dem Militärdienst weitestgehend reserviert gegenüber und nutzte oft die Möglichkeit, sich gegen Zahlung einer Sondersteuer dem Dienst zu entziehen.[9][10]

Palästinakrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Palästinakrieges 1948/49 setzte Syrien Infanterie in Brigadestärke – unterstützt von Panzern und Artillerie – ein, um einen Teil Galiläas einzukesseln. Das Unternehmen scheiterte nach kurzen Anfangserfolgen am Widerstand der israelischen Streitkräfte.[11]

Zur Zeit des Kalten Krieges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die syrische Armee nutzte die MILAN-Rakete während des Krieges im Libanon gegen die israelische Armee im Jahr 1982
Ein syrischer Soldat mit einem AK-47-Sturmgewehr während einer Schießübung. Der Soldat trägt eine sowjetische ShMS-ABC-Maske (1992)

1956 schloss die syrische Regierung das erste Abkommen über Militärhilfe seitens der Sowjetunion. Die ersten Waffenlieferungen erreichten das Land 1958. Im folgenden entsandte die Sowjetunion mehrere hundert Militärberater, die eine zentrale Rolle für den weiteren Ausbau der Streitkräfte spielten. Von Seitens der entsandten sowjetischen Offiziere wurde häufig kritisiert, dass viele syrische Offiziere eher an politischen Intrigen als am Erwerb militärisch-fachlicher Qualifikationen interessiert waren.[12]

Seit 1967 ist ein Teil der Golanhöhen im Südosten Syriens durch Israel besetzt, aus israelischer Sicht annektiert. Die Waffenstillstandslinie wird seit 1973 von UNDOF überwacht und der Waffenstillstand wird im Allgemeinen von beiden Seiten respektiert, von wenigen Zwischenfällen abgesehen. Zwischen Israel und Syrien herrscht formal weiter Kriegszustand.

Während der Herrschaft der Baath-Partei avancierte das Führungspersonal des Militärs und der Sicherheitsdienste zu einer eigenen sozialen Klasse. Diese Elite besetzte Schlüsselpositionen in Partei, Wirtschaft, Politik und Verwaltung und war durch zahlreiche Privilegien wie auch die Möglichkeit zu Schmuggel und Schwarzhandel in der Lage, hohe Einkommen zu generieren. Zahlreiche Staatsunternehmen waren direkt dem Militär zugeordnet. In dieser Rolle erreichte das Militär eine hegemionale Rolle im öffentlichen Leben des Landes. Personell waren in dieser Schicht Angehörige der Minderheiten insbesondere der Loyalisten Assads unter den Alawiten überproportional häufig vertreten. Das Regime versuchte einen Putschversuch durch Aufbau von von den Teilstreitkräften unabhängigen Verbänden für die Innere Sicherheit zu verhindern. Mitte der Achtziger Jahre auf dem Höhepunkt der mit der Sowjetunion erreichten Aufrüstung machten die Militärausgaben rund 30 bis 50 % des Staatshaushaltes aus. Das Heer hatte zu dieser Zeit rund 500.000 Soldaten mit 4.100 Kampfpanzern. Die Luftwaffe war 1984 mit 650 Kampfflugzeugen die größte Luftstreitmacht der arabischen Staaten.[13]

Von 1976 bis zum 27. April 2005 waren 14.000 Soldaten im Libanon stationiert.[14] Anfänglich waren die Truppen während des libanesischen Bürgerkrieges auf Wunsch der libanesischen Regierung ins Land gekommen, aber im Laufe der Jahre war die Einmischung Syriens in die libanesische Politik stärker geworden. Nach dem Attentat auf den Fahrzeugkonvoi des früheren libanesischen Ministerpräsident Rafik al-Hariri kam es im Verlauf der Zedernrevolution zum Abzug der syrischen Truppen. Es wird behauptet, dass die syrische Armee libanesische und palästinensische Milizen unterstützt: Hisbollah, Hamas, Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando (PFLP-GC) und Islamischer Dschihad.

Bis in die 1990er-Jahre unterstützte Syrien die kurdische Terrororganisation PKK im türkischen Süd-Ost Anatolien, wies jedoch nach einer türkischen Kriegsdrohung 1997 den PKK-Führer Abdullah Öcalan aus.

Seit dem Amtsantritt des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan verbesserten sich die diplomatischen Beziehungen zur Türkei. Diese kühlten im Juni 2011 jedoch ab, nachdem die syrische Armee äußerst brutal gegen die Zivilbevölkerung vorgegangen war.

Die Streitkräfte Syriens nach 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion reduzierte die syrische Regierung die Militärausgaben auf rund 10 bis 20 % des Staatshaushalts. Es fand eine Demilitarisierung des Staates statt, jedoch blieb das Militär weiterhin ein Mittel des sozialen Aufstiegs und der Besitzstandswahrung. Viele ehemalige Offiziere wurden in der zur gleichen Zeit einsetzenden wirtschaftlichen Liberalisierung private Unternehmer.[15]

Die syrische Armee ist eine der am meisten bei der Entwicklung nichtkonventioneller Waffen fortgeschrittenen innerhalb der arabischen Welt und unterhält chemische und biologische Waffenlager. Eyal Zisser von der Universität Tel Aviv zufolge hat sich Syrien auf die Entwicklung von Sarin und VX spezialisiert und dafür entsprechende Sprengköpfe entwickelt. Syrien verfügt über ein Arsenal von Boden-Boden-Raketen, die in der Lage sind, den Großteil der bewohnten Gebiete Israels zu erreichen. In den frühen 1990er-Jahren wurden von Nordkorea Scud-C-Raketen mit einer Reichweite von 500 km und Scud-D mit einer Reichweite von bis zu 700 km erworben, die nun von Syrien mit Hilfe von Nordkorea und Iran weiterentwickelt werden, sagt Zisser.[16]

Syrien hat eine wesentliche finanzielle Entschädigung von den Golfstaaten für seine Teilnahme am Golfkrieg erhalten und ein großer Teil davon wurde für Militärausgaben verwendet. Syrien versucht außerdem, Waffen zu entwickeln, die das Kräfteverhältnis in einer potentiellen Auseinandersetzung mit Israel zu seinen Gunsten verbessern.

Bürgerkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2011 waren die syrischen Streitkräfte an der blutigen Niederschlagung von den Protesten in Syrien beteiligt. Dies führte jedoch auch zu einer stark erhöhten Anzahl von Deserteuren. Die tatsächliche Stärke der Armee und der Reserve kann seitdem nur noch geschätzt werden. Die Angaben über die Zahl der getöteten syrischen Soldaten schwanken.

Im März 2012 verhängte das syrische Regime ein Reiseverbot für alle Männer zwischen 18 und 42 Jahren. Für eine Ausreise müssten die Männer über eine Genehmigung des Rekrutierungsbüros der Armee verfügen.[17] Die syrische Regierung reagierte damit auf die steigende Zahl von Flüchtlingen, unter denen sich auch zahlreiche Reservisten befanden. In einem Interview im Juni 2012 behauptete Riad al-Asaad, ehemaliger Oberst der syrischen Armee und damaliger Anführer der FSA, es würden täglich 20 bis 30 syrische Offiziere in die Türkei desertieren.[18]

Neben zahlreichen einzelnen Menschenrechtsverletzungen und Massakern warf der UNHCHR den syrischen Streitkräften 2015 systematische, unterschiedslose Angriffe auf Wohngebiete und zivile Infrastruktur vor, mit dem Ziel, das Leben in den von gegnerischen Kräften kontrollierten Gebieten offenbar unmöglich zu machen.[19]

Freie Syrische Armee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge des syrischen Bürgerkrieges haben sich einige tausend desertierte Soldaten auch unter der neuen Freien Syrischen Armee (FSA) zusammengeschlossen. Der provisorische Militärrat der FSA erklärte, die „höchste militärische Instanz Syriens“ zu sein. Dem Militärrat saß der desertierte Oberst Riad al-Asaad bis zum 7. Dezember 2012 vor. Der ehemalige syrische Brigadegeneral Salim Idris, der ebenfalls desertiert war, übernahm diese Funktion. Er wurde aber nach zwei Jahren ebenfalls abgelöst. Seit 2014 ist der ehemalige Brigadegeneral der syrischen Streitkräfte Abd al-Ilah al-Baschir Befehlshaber der FSA.

Die Operationsführung sitzt in den von den Rebellen kontrollierten Regionen Syriens. Der genaue Ort ist nicht bekannt.[20]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Streitkräfte Syriens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Wake-up call on Syrian army weakness prompted Russian intervention. The Guardian vom 1. Oktober 2015
  2. Richard Bennett, http://www.meib.org/articles/0108_s1.htm
  3. http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3436827,00.html
  4. The Airport Guide.
  5. IAEO findet verdächtige Uranspuren in Syrien (Memento vom 22. Februar 2009 im Internet Archive)
  6. Oliver Meier: Stiftung Wissenschaft und Politik: Chemiewaffen in Syrien. SWP-Aktuell 2013, Juni 2013 (abgerufen am 30. August 2013) [1] (PDF; 139 kB)
  7. http://www.spiegel.de/politik/ausland/opcw-mitglied-syrien-tritt-chemiewaffen-konvention-bei-a-927714.html
  8. http://www.fr-online.de/aegypten-syrien-revolution/syrien-konflikt-obamas-rote-linie,7151782,16937690.html
  9. Kenneth Pollack: Arabs at War. Lincoln, 2004, S. 447.
  10. Nikolaos von Dam The Struggle for Power in Syria - Politics and Society under Asad and the Ba'th Party. 4. Auflage, London 2011, S. 26-28.
  11. Kenneth Pollack: Arabs at War. Lincoln, 2004, S. 448–457.
  12. Kenneth Pollack: Arabs at War. Lincoln, 2002, S. 459.
  13. Usahma Felix Darrah: Geschichte Syriens im 20. Jahrhundert und unter Bashar Al-Asad. Marburg, 2014, S. 119–121.
  14. CNN: Titel fehlt, Datum fehlt
  15. Usahma Felix Darrah: Geschichte Syriens im 20. Jahrhundert und unter Bashar Al-Asad. Marburg, 2014, S. 145.
  16. Eyal Zisser: Globe and Mail. September 28, 2004 Syria's embrace of WMD.
  17. Reiseverbot für Männer zwischen 18 und 42 ohne Genehmigung.
  18. Desertierende syrische Offiziere in die Türkei. (hebräisch)
  19. Lizzie Dearden: Syria conflict: UN report accuses Assad regime of massacres and crimes against humanity. The Independent vom 27. August 2015
  20. Rebellen verlegen Hauptquartier nach Syrien. Die Zeit vom 22. September 2012 (abgerufen am 4. November 2012).