Vietnamesische Volksarmee

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Flagge der Vietnamesischen Volksarmee

Als Vietnamesische Volksarmee (vietnamesisch: Quân Đội Nhân Dân Việt Nam) werden die Streitkräfte der Sozialistischen Republik Vietnam bezeichnet.

Allgemeines[Bearbeiten]

Soldaten der Vietnamesischen Volksarmee (2000)

Die Vietnamesische Volksarmee gliedert sich bei einer Gesamtstärke von 484.000 Mann in die Landstreitkräfte (412.000), Luftstreitkräfte (30.000) und die Vietnamesische Volksmarine (42.000). In die Volksmarine integriert ist eine Marineinfanterie von 27.000 Mann. Des Weiteren gibt es paramilitärische Einheiten im Umfang von 40.000 und eine Reserve von 3 bis 4 Millionen Mann.

Es existiert eine allgemeine Wehrpflicht für alle Männer, welche in der Regel zwei Jahre dauert. Vietnam sieht sich aber momentan keinen Bedrohungen von außen gegenübergestellt. Die Regierung hat deshalb in den vergangenen Jahren die Truppenstärke und Verteidigungsausgaben reduziert. Es wird geschätzt, dass 2003 2,3 Milliarden US-Dollar für Verteidigungszwecke aufgewendet wurden. Trotzdem gehört das vietnamesische Militär zu den schlagkräftigsten in der Region. Auch innenpolitisch ist das Militär stark, viele ranghohe Militärs nehmen einflussreiche Positionen in Partei- und Staatsführung ein. Nach den militärischen Auseinandersetzungen mit Frankreich, den Vereinigten Staaten und China hat es in der Bevölkerung starken Rückhalt.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Ursprünge der Vietnamesischen Streitkräfte liegen in der Việt Minh Ho Chi Minhs, die seit 1941 die französische Kolonialmacht in Vietnam bekämpfte. Zunächst wurde am 22. Dezember 1944 eine Propaganda-Einheit gebildet, die im Mai 1945 in Vietnamesische Befreiungsarmee umbenannt wurde. Im September 1945 wurde die Armee erneut in Vietnamesische Nationale Verteidigungsarmee umbenannt. Seit 1950 trägt sie den heutigen Namen.[2] In der Zeit von 1959 bis 1975 wurde diese auch als Nordvietnamesische Volksarmee (NVA) bezeichnet.[3] Die Volksarmee kämpfte im Indochinakrieg für die Unabhängigkeit unter kommunistischer Führung. Zu Ende des Krieges umfasste sie fünf Infanterie- und eine schwere Division nach dem Modell der sowjetischen Artilleriedivision.[4] Im Vietnamkrieg waren neben im Süden des Landes ausgehobenen Guerillas Soldaten der Volksarmee maßgeblich beteiligt. 1975 führte eine Offensive konventionell ausgerüsteter Volksarmeetruppen zum Zusammenbruch Süd-Vietnams und damit zum Ende des Krieges. Zum Ausbau und Regularisierung der Streitkräfte erhielt Vietnam massive Militärhilfe aus dem Ostblock. 1978 intervenierte Vietnam im Kambodschanischen Bürgerkrieg. Bis Ende der 80-iger-Jahre blieben rund 150.000 vietnamesische Soldaten im Nachbarland stationiert. 1979 gab es schwere Gefechte bei der Abwehr einer Chinesischen Invasion. Nach dem Ende des Kalten Kriegs kam es zu einem geringen Abbau der Personalstärke der Armee.[5]

Ausrüstung (Auszug)[Bearbeiten]

Luftstreitkräfte[Bearbeiten]

Stand: Ende 2013[6]

Seestreitkräfte[Bearbeiten]

Stand: Ende 2013[6]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vietnamesische Volksarmee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Library of Congress: Federal Research Division: Vietnam country profile. Washington, Dezember 2005. Download (PDF; 162 kB)
  2. Early Day: The Development of the Viet Minh Military Machine
  3. English-German translation for: Nordvietnamesische Volksarmee NVA (im Vietnamkrieg 1959 bis 1975), abgerufen am 10. November 2014
  4. Charles R. Shrader : A War of Logistics - Parachutes and Porters in Indochina, 1945-1954, Lexingtion, 2015, S. 46 - 48
  5. Bruce Lockhart, William J. Duiker : Historical Dictionary of Vietnam, Lanham, 2006, S. 299f
  6. a b World Air Forces 2014 (englisch, PDF; 3,9 MB) In: Flightglobal Insight. 2014. Abgerufen am 28. Januar 2014.