Echt-Susteren

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Gemeinde Echt-Susteren
Flagge der Gemeinde Echt-Susteren
Flagge
Wappen der Gemeinde Echt-Susteren
Wappen
Provinz Limburg Limburg
Bürgermeister Jos Hessels (CDA)
Sitz der Gemeinde Echt
Fläche
 – Land
 – Wasser
104,62 km2
103,11 km2
1,51 km2
CBS-Code 1711
Einwohner 31.772 (31. Aug. 2017[1])
Bevölkerungsdichte 304 Einwohner/km2
Koordinaten 51° 5′ N, 5° 52′ OKoordinaten: 51° 5′ N, 5° 52′ O
Bedeutender Verkehrsweg A2 E25 A73 N274 N276 N296 N297 N572
Vorwahl 046, 0475
Postleitzahlen 6101–6102, 6104–6105, 6111–6112, 6114, 6116, 6118
Website Homepage von Echt-Susteren
LocatieEcht-Susteren.png
Vorlage:Infobox Ort in den Niederlanden/Wartung/Karte

Echt-Susteren (Audio-Datei / Hörbeispiel anhören?/i) ist eine 2003 entstandene Gemeinde der niederländischen Provinz Limburg und hatte am 31. August 2017 laut Angabe des CBS 31.772 Einwohner.

Orte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Echt-Susteren besteht offiziell, statistisch gesehen aus elf Bezirken (niederländisch wijken). Die Einwohnerzahlen sind vom 1. Januar 2017[2]:

  • Susteren (6.065)
  • Dieteren (785)
  • Heide (1.340)
  • Roosteren (1.430)
  • Echt (7.555)
  • Maria Hoop (1.270)
  • Peij (6.045)
  • Slek (985)
  • Nieuwstadt (3.255)
  • Sint Joost (1.450)
  • Koningsbosch (1.665)

Lage und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Echt und Susteren liegen südlich von Maasbracht an der Maas und am Julianakanal. Beide Orte haben einen Bahnhof an der Eisenbahnlinie Eindhoven/RoermondMaastricht. Auch die Autobahn A2 zwischen diesen Städten hat Ausfahrten nach Echt und Susteren. Die Industrie ist vielseitig, besteht aber, von einer Dachziegelfabrik abgesehen, nur aus Kleinbetrieben. Viele Einwohner pendeln zur Arbeit, u. a. nach Sittard-Geleen. Die Stadt liegt an einer sehr engen Stelle der Niederlande – die Grenze zu Deutschland im Osten und Belgien im Westen liegen im Süden nur rund 5 km voneinander entfernt. Es ist die engste Grenzführung dieser Art in den Niederlanden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Echt und Susteren waren in der Bronzezeit schon besiedelt. In Echt wurde ein Brunnen ausgegraben; darin fand man römische Zierrate und Gebrauchsgegenstände. Das Städtchen Ehti wurde bereits 950 urkundlich erwähnt; es war zum Teil eine Krondomäne des deutschen Königs Otto I.

In Susteren stand schon im 8. Jahrhundert die Abtei Susteren. Echt, Nieuwstadt und Susteren bekamen alle im 13. Jahrhundert das Stadtrecht. 1400 verkaufte „Johann von Salm“ die Städte, Schlösser und Lande Born, Sittard und Susteren für 70.000 Gulden an den Herzog von Geldern und Jülich.[3] Susteren und die anderen Orte waren danach mal Teil des Herzogtums Geldern, mal des Herzogtums Jülich. Diese Streitigkeiten sowie die Konkurrenz anderer Städte und einige Maashochwasser (Flutkatastrophen) beeinträchtigten die Entwicklung dieser Orte stark.

1794 bis etwa 1815 war in Susteren wie am gesamten Linken Rhein die Franzosenzeit.

Ab 1850 begann in Echt die Industrialisierung mit einer Dachziegelfabrik.

In der Zeit der deutschen Besatzung wurden u. a. Edith Stein und Rosa Stein, die seit 1938 im Karmeliterkloster Echt Zuflucht gefunden hatten, am 2. August 1942 von der Gestapo verhaftet und in das Durchgangslager Westerbork gebracht.

Susteren und Echt lagen im Zweiten Weltkrieg von Oktober 1944 bis Januar 1945 an der Frontlinie und erlitten dadurch große Schäden. Im Rahmen der Operation Blackcock (vom 14. bis 26. Januar 1945, Codename für die Eroberung des Gebiets etwa zwischen Roermond, Sittard und Heinsberg) rückten alliierte Truppen vor. Wegen des sehr kalten und feuchten Winterwetters konnten sich Panzer und Radfahrzeuge praktisch nur auf Straßen fortbewegen; diese wurden von der Wehrmacht während ihres Rückzugs oft vermint.

  • Am 17. Januar 1945 befreiten britische Truppen Susteren und gegen Mitternacht die Kleinstadt Echt.
  • Am Morgen des 18. Januar griffen sie von Echt aus Schilberg an, die Kämpfe dauerten bis zum Nachmittag. Britische Flammenwerfer-Panzer (Churchill Crocodile) halfen dabei, den Widerstand der Verteidiger zu brechen.
  • Am frühen Morgen des 19. Januar fuhren sie in Koningsbach ein.
  • Sint Joost wurde insgesamt 29 Stunden hart umkämpft (zur Verteidigung von Sint Joost).[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die St. Amelbergakirche in Susteren, eine Kirche in romanischem Stil aus dem 11. Jahrhundert
  • Der Marktplatz in Echt heißt Plats (ein Wort aus der örtlichen Mundart). Um diesen Plats stehen mehrere bemerkenswerte Gebäude, darunter:
    • eine gotische Kirche, die jedoch im 19. Jahrhundert eingreifend umgebaut wurde
    • das alte Rathaus, das seit 2007 ein Museum für die Frau, über die Rolle der Frau in Familie und Gesellschaft früher und heute, beherbergt
    • mehrere andere schön restaurierte Häuser
  • In der Umgebung ist Wassersport auf der Maas möglich (siehe auch: Maasbracht)
  • Es gibt bei Koningsbosch ein kleines Waldstück, in dem man spazieren gehen kann
  • Die Trappistenabtei Sint Joseph «Lilbosch» liegt im Stadtteil Echt

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahlen 2018[5]
 %
30
20
10
0
29,5
26,4
21,2
12,1
6,9
3,9
keine
LS
PNES
DES
Sonst.g
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2014
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+1,5
+0,6
+7,3
-4,8
+3,1
+0,4
-8,3
LS
PNES
DES
Sonst.g
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
g M en M Echt-Susteren 0,0 % (–4,9 %), VVD 0,0 % (–3,4 %)

Der Gemeinderat wird seit der Gemeindegründung folgendermaßen gebildet:

Partei Sitze[6]
2002 2006 2010 2014 2018
Lijst Samenwerking 5 6 6 7 7
CDA 6 5 6 6 6
Partij Nieuw Echt-Susteren 1 4 5
Democraten Echt-Susteren 2 2 3 4 3
GroenLinks 1 2 2 1 1
PvdA 1 2 1 0 1
M en M Echt-Susteren 1
VVD 1 1 1 0
Algemeen Belanga 4 5 3
Kernenbelangen 1
Lijst Meerten/Leefbaar Echt-Susteren 1
D66 Echt-Susteren Samen Verder 1
SP 0
Democratisch Progressief Blok 0
Gesamt 23 23 23 23 23
a Die Partei Algemeen Belang ging 2014 in die Partei Democraten Echt-Susteren auf.

Kollegium von Bürgermeister und Beigeordneten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Personen gehören zum Kollegium[7]:

Bürgermeister
Beigeordnete
  • Peter Pustjens (CDA)
  • Geert Frische (CDA)
  • Peter Ruijten (Partij Nieuw Echt-Susteren)
  • Hub Meuwissen (Partij Nieuw Echt-Susteren)
  • Marian Bruijsten-van de Berg (Democraten Echt-Susteren)
Gemeindesekretär
  • Guus van Balkom

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • NiederlandeNiederlande DeutschlandDeutschland OsterreichÖsterreich UngarnUngarn PolenPolen SlowakeiSlowakei TschechienTschechien Zu 36 weiteren Städten und Gemeinden aus sieben Staaten (Deutschland, Österreich, Ungarn, Polen, der Slowakei, der Tschechischen Republik und den Niederlanden) bestehen Verbindungen im Rahmen der „Arbeitsgemeinschaft Neustadt in Europa

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Töchter und Söhne der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jan Schröder (1941–2007), Radrennfahrer, geboren in Koningsbosch

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Echt-Susteren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevolkingsontwikkeling; regio per maand August 2017Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
  2. Kerncijfers wijken en buurten 2017 Centraal Bureau voor de Statistiek, abgerufen am 27. Juli 2018 (niederländisch)
  3. Theodor Joseph Lacomblet, in: Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheins oder des Erzstiftes Köln, Urkunde 1081, 1853, Band 3, 1301 bis 1400, S. [970]958.
  4. Seite 8f. des pdf (Seite 12 f. des Berichts; englisch)
  5. Ergebnis der Kommunalwahlen: 2014 2018, abgerufen am 27. Juli 2018 (niederländisch)
  6. Sitzverteilung im Gemeinderat: 2002 2006 2010 2014 2018, abgerufen am 27. Juli 2018 (niederländisch)
  7. College van burgemeester en wethouders Gemeente Echt-Susteren, abgerufen am 26. Juli 2018 (niederländisch)