Todd Gurley

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Todd Gurley
RB Todd Gurley II Rams, 2015.jpg
Gurley 2015 im Trikot der St. Louis Rams
Los Angeles RamsNr. 30
Runningback
Geburtsdatum: 3. August 1994
(25 Jahre und 179 Tage)
Geburtsort: Baltimore, Maryland
Größe: 1,85 m Gewicht: 103 kg
NFL-Debüt
2015 für die St. Louis Rams
Karriere
College: Georgia
NFL Draft: 2015/Runde: 1/Pick: 10
 Teams:
Momentaner Status: Aktiv
Karriere-Highlights und Auszeichnungen
Ausgewählte NFL-Statistiken
(Stand: 1. Woche der Saison 2019)
Laufversuche     1.056
Erlaufene Yards     4.644
Gefangene Yards     1.887
Touchdowns insgesamt     56
Statistiken bei NFL.com
Statistiken bei pro-football-reference.com

Todd Gurley II (* 3. August 1994 in Baltimore, Maryland) ist ein US-amerikanischer American-Football-Spieler auf der Position des Runningbacks. Er spielt für die Los Angeles Rams in der National Football League (NFL) und spielte College Football für die University of Georgia. Im NFL Draft 2015 wurde Gurley als zehnter Spieler von den St. Louis Rams ausgewählt.

Frühe Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gurley war Schüler der Tarboro High School in Tarboro, North Carolina, und übte dort Football, Leichtathletik und Basketball aus. Er spielte in seinem Junior-Jahr als Runningback und Defensive Back und lief für 1.472 Yards und 26 Touchdowns und verbuchte 79 Tackles, eine Interception und erzwang ein Fumble. Als Senior wählte ihn die Associated Press 2011 zum „Player of the Year“, nachdem er 2.600 Yards und 38 Touchdowns erzielt hatte.[1] Er wurde von Rivals.com als Viersternetalent und viertbester Runningback seines Jahrgangs gewählt.[2]

Gurley war außerdem ein herausragender Sprinter und Hürdenläufer und vertrat die USA bei den Leichtathletik-Jugendweltmeisterschaften 2011, wo er im Vorlauf der 110m Hürdendisziplin den dritten Platz erreichte und seine persönliche Bestleistung von 13,66 Sekunden aufstellte. Insgesamt beendete er das Turnier auf dem 15. Rang.[3] Seine persönliche Bestleistung im 100m-Sprint betrug 10,7s.

College[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2012 bis 2014 spielte Gurley College Football an der University of Georgia. In seinem ersten Spiel lief er bei acht Versuchen für 100 Yards und 2 Touchdowns und returnierte einen Kickoff über 100 Yards für einen weiteren Touchdown. Mit dieser Leistung hatte er sich den Stammplatz gesichert und spielte in 12 von 14 Spielen, wobei er 1.385 Yards und 17 Touchdowns erlief.[4] Gemeinsam mit dem heutigen Runningback der Jacksonville Jaguars, T. J. Yeldon, war er der einzige Freshman-Runningback der in das All-SEC First-Team gewählt wurde. 2013 lief er in zehn Spielen für 989 Yards und zehn Touchdowns. Am 9. Oktober 2014 wurde er von der University of Georgia suspendiert, weil er für Autogramme Geld verlangt hatte und so ca. 3000 US-Dollar eingenommen hatte, was gegen die Regeln der NCAA verstieß.[5] Seine zunächst unbefristete Sperre wurde später auf vier Spiele reduziert. Im ersten Spiel nach Ablauf der Sperre riss er sich gegen Auburn das vordere Kreuzband musste seine Junior-Saison somit mit 911 Yards und neun Touchdowns vorzeitig beenden.

NFL[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Louis/Los Angeles Rams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gurley wurde im NFL Draft 2015 als zehnter Spieler von den St. Louis Rams ausgewählt und unterschrieb einen Vierjahresvertrag über 13,8 Millionen US-Dollar.[6] Aufgrund seiner Kreuzbandverletzung verpasste er einen Großteil der Vorbereitung und hatte seinen ersten Einsatz in der NFL erst am dritten Spieltag gegen die Pittsburgh Steelers. Sein Debüt in der Startaufstellung kam eine Woche später, als er gegen die Arizona Cardinals in 19 Versuchen 146 Yards erlief. Am siebten Spieltag erzielte er gegen die Cleveland Browns seine ersten beiden NFL-Touchdowns.[7] In dieser Saison erlief er insgesamt 1.106 Yards Raumgewinn und erzielte zehn Touchdowns, wofür er in den Pro Bowl gewählt wurde und die Auszeichnung zum NFL Offensive Rookie of the Year erhielt.[8] Am Ende seiner Rookie-Saison zogen die Rams nach Los Angeles um.

2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2016 konnte Gurley nicht ganz an seine Leistungen der Rookie-Saison anknüpfen. Er kam auf insgesamt 885 Yards und 6 Touchdowns bei 278 Läufen, obwohl er, im Gegensatz zur Saison 2015, in jedem Spiel der Regular Season Startspieler war.

2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gurley konnte 2017 1.304 Yards erlaufen. Er führte damit bis zum vorletzten Spieltag die NFL an. Da er am letzten Spieltag jedoch für die Playoffs geschont wurde, für welche sich die Rams als Divisionsieger qualifizierten, konnte Kareem Hunt von den Kansas City Chiefs an ihm vorbeiziehen, weshalb Gurley nur die zweitmeisten Yards der Liga erlief.[9]

Gurley wurde nach der Saison zum besten Angriffsspieler der Saison gewählt und gewann den NFL Offensive Player of the Year Award.[10]

2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 24. Juli 2018 einigten sich Gurley und die Rams auf eine Verlängerung bzw. Erweiterung des Vertrages um weitere vier Jahre. Dieser Vertrag bringt ihm 60 Mio. US-Dollar bei einer Garantiesumme von 45 Mio. Dollar ein. Das ist die bisher höchste Garantiesumme für einen Runningback in der NFL-Geschichte.[11]

In Woche 6 der Saison 2018 – und später noch einmal in Woche 12 – erhielt er die Auszeichnung zum NFC Offensive Player of the Week. Vorangegangen waren starke 208 Laufyards beim knappen 23:20-Erfolg über die Denver Broncos – Karrierebestwert bis dato.[12] Im Oktober 2018 erlief er 462 Yards, erzielte sieben Touchdowns und weitere 157 Yards Raumgewinn durch insgesamt 16 gefangene Pässe. Der Lohn war die Auszeichnung zum NFC Offensive Player of the Month.[13] Durch seinen 17-Yard-Touchdown-Lauf in Woche 10 gegen die Seattle Seahawks (36:31-Sieg) erreichte er einen neuen Franchise-Rekord; er erzielte in 13 aufeinanderfolgenden Spielen mindestens einen Touchdown. Auch war er der erst vierte Spieler der NFL-Historie, der in jedem der ersten 10 Spiele seines Teams einen Touchdown erzielen konnte.[14]

Wegen einer Knieverletzung wurde er in den letzten beiden Regular-Season-Spielen geschont; dennoch errangen die LA Rams auch ohne ihn souverän den Divisionstitel mit einer Bilanz von 13:3. Die Kniebeschwerden, die später als Arthritis diagnostiziert wurden,[15] bewirkten, dass er in den Playoff-Spielen und insbesondere im mit 3:13 gegen die New England Patriots verlorenen Super Bowl LIII nicht mehr an diese starken Leistungen anknüpfen konnte.

Am Ende der Saison stand die dritte Berufung in den Pro Bowl und die zweite in das First Team All-Pro.[16]

NFL-Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rushing-Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Team Att Yards Avg Lng TD Fmb Fmb lst
2015 STL 229 1.106 4,8 71T 10 3 1
2016 LAR 278 885 3,2 24T 6 2 1
2017 LAR 279 1.305 4,7 57T 13 5 2
2018 LAR 256 1.251 4,9 36 17 0 0
Gesamt 1.042 4.547 4,4 71 46 10 4

[17]

Receiving-Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Team Rec Yards Avg Lng TD Fmb Fmb lst
2015 STL 21 188 9,0 31 0 0 0
2016 LAR 43 327 7,6 33 0 0 0
2017 LAR 64 788 12,3 80T 6 0 0
2018 LAR 59 580 10,3 56 4 1 1
Gesamt 187 1.883 10,2 80 10 1 1

[17]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Todd Gurley – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. todd gurley bio (englisch) georgiadogs.com, abgerufen am 2. November 2015
  2. todd gurley bio (englisch) georgiadogs.com, abgerufen am 2. November 2015
  3. 5 facts you need to know about gurley (englisch) heavy.com, abgerufen am 2. November 2015
  4. todd gurley college stats (englisch) espn.com, abgerufen am 2. November 2015
  5. gurley suspended indefinitely (englisch) espn.com, abgerufen am 2. November 2015
  6. breaking down gurleys rookie contract (englisch) espn.com, abgerufen am 2. November 2015
  7. gurley scores first touchdown (englisch) espn.com, abgerufen am 2. November 2015
  8. gurley offensive rookie of the year (englisch) usatoday.com, abgerufen am 7. Februar 2016
  9. Kareem Hunt’s one carry enough to win NFL rushing title. Abgerufen am 1. Januar 2018 (englisch).
  10. Todd Gurley Wins NFL Offensive Player of Year. Abgerufen am 4. Februar 2018 (englisch).
  11. Kevin Patra: Todd Gurley, Rams agree to 4-year, $60M extension. nfl.com, 24. Juli 2018, abgerufen am 18. Mai 2019 (englisch).
  12. Quang M. Lam: Albert Wilson, Todd Gurley among Players of Week. nfl.com, 17. Oktober 2018, abgerufen am 18. Mai 2019 (englisch).
  13. Nick Shook: Todd Gurley, James Conner lead players of October. nfl.com, 1. November 2018, abgerufen am 25. April 2019 (englisch).
  14. Greg Beacham: Rams make late defensive stand, hold off Seahawks 36-31. apnews.com, 12. November 2018, abgerufen am 18. Mai 2019 (englisch).
  15. Mike Florio: eport: Todd Gurley has arthritis in knee. profootballtalk.nbcsports.com, 2. März 2019, abgerufen am 18. Mai 2019 (englisch).
  16. Statistiken. pfr.com, abgerufen am 18. Mai 2019 (englisch).
  17. a b Karrierestatistik auf nfl.com. Abgerufen am 17. Dezember 2018.