Trier-Biewer

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Biewer
Stadtteil von Trier
Koordinaten: 49° 46′ 45″ N, 6° 39′ 52″ O
Höhe: 132 m ü. NN
Fläche: 5,16 km²
Einwohner: 1972 (31. Dez. 2017)
Bevölkerungsdichte: 382 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1930
Postleitzahl: 54293
Vorwahl: 0651
BiewerEhrang/QuintEurenFeyen/WeismarkFilschHeiligkreuzIrschKernscheidKürenzMariahofMitte/GartenfeldNordOlewigPfalzelRuwer/EitelsbachSüdTarforstWest/PallienZewenKarte
Über dieses Bild
Lage in der Stadt Trier
Biewer
Luftaufnahme von Biewer im Dezember 1944 (rechts unten)

Biewer ist einer der 19 Ortsbezirke der Stadt Trier in Rheinland-Pfalz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biewer liegt an der Mündung des Biewerbaches in die Mosel nördlich des Stadtzentrums auf der linken Moselseite und hat etwa 2000 Einwohner.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Biewer im Jahre 929. Archäologische Funde beweisen jedoch, dass das Gebiet von Biewer schon wesentlich früher besiedelt war. Zur Zeit der Stadtgründung Triers im Jahre 16 v. Chr., führte eine Römerstraße von Trier über Biewer die Mosel entlang, um dann weiter durch die Eifel bis nach Köln zu verlaufen. Entlang dieser Straße gab es in der Höhe Biewers einige römische Behausungen sowie ein römisches Gräberfeld.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbeirat
4
6
1
Insgesamt 11 Sitze
  • SPD: 4
  • CDU: 6
  • UBT: 1

Ortsbeirat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Stadtteil Biewer wurde ein Ortsbezirk gebildet. Dem Ortsbeirat gehören elf Beiratsmitglieder an, den Vorsitz im Ortsbeirat führt der direkt gewählte Ortsvorsteher.[1]

Von den elf Mitgliedern des Ortsbeirats Biewer werden sechs von der CDU, vier von der SPD und eines von der Unabhängigen Bürgervertretung Trier (UBT) gestellt.[2] Weitere Informationen und historische Daten siehe unter Ergebnisse der Kommunalwahlen in Trier.

Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher ist Andreas Kratz (CDU). Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 66,09 % in seinem Amt bestätigt.[3]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine überregional bekannte Besonderheit von Biewer ist der jedes Jahr am Fastnachtsdienstag stattfindende Schärensprung. Der Schärensprung ist eine Art Tanzreigen, bei dem sich eine lange Kette von hüpfenden und springenden, sich an den Händen haltenden Menschen am Anfang des Fastnachtsumzuges durch die Straßen von Biewer schlängelt. Der Ursprung dieses Brauchs ist bis heute nicht erforscht, es wird jedoch von keltischen Bräuchen ausgegangen, mit denen der Winter vertrieben werden sollte. Ähnlichkeiten zum Schärensprung besitzt die im benachbarten Luxemburg jährlich stattfindende Echternacher Springprozession, sowie der Furry Dance am Flora Day (8. Mai) in Helston (Cornwall, Großbritannien).

Staatsjugendheim

Das bedeutendste Baudenkmal ist die das ehemalige Leprosorium St. Jost (Trier) mit Siechenhaus, Kapelle und dem ehemaligen Friedhof.

Aus der Zeit des Nationalsozialismus hat sich das 1936 / 37 als Staatsjugendheim erbaute, auch Haus der NSDAP und Großheim der Hitlerjugend (HJ) genannte, nach Plänen des Leiters des städtischen Hochbauamtes durch Heinrich Otto Vogel und E. Winklers errichtete Gebäude erhalten. Es ist neben den heutigen Altbauten der Hochschule Trier das bedeutendste Baudenkmal aus der Zeit des Nationalsozialismus in Trier

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulen und Kindergärten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine und Bürgerinitiativen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kulturverein "Biewener Hoahnen"
  • Verein für Heimatpflege "Biewener Hoahnen" 1952 e.V.
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Kirchenchor
  • Sportverein TSG Biewer
  • Musikverein
  • Mandolinenclub
  • Frauengemeinschaft
  • Förderverein der Grundschule
  • Interessensgemeinschaft zur Rettung der Sankt Jost Kapelle
  • Kleingärtnerverein Trier-Biewer 1948 e. V.
  • Motorrad Gemeinschaft Moseltal 1984 e.V.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Keil, Biewerer Ortschronik, 5 Bde. 1985–2001
  • Karl Fuhrmann: Erinnerungen an ein Vorstadtkino – Zur Geschichte des Biewerer Lichtspieltheaters. In: Neues Trierisches Jahrbuch. Verein Trierisch, 1995, ISSN 0077-7765, S. 179–194.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Biewer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Trier: Hauptsatzung. (PDF) § 2 bis 6. 29. Juni 2017, abgerufen am 20. Oktober 2019.
  2. Stadt Trier - Ortsvorsteher/Ortsbeirat. Abgerufen am 18. Juli 2019.
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen. Trier, kreisfreie Stadt, siehe sechste Ergebniszeile. Abgerufen am 20. Oktober 2019.