Tscherwonohrad

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tscherwonohrad
(Червоноград)
Wappen von Tscherwonohrad
Tscherwonohrad (Ukraine)
Tscherwonohrad
Tscherwonohrad
Basisdaten
Oblast: Oblast Lwiw
Rajon: Kreisfreie Stadt
Höhe: keine Angabe
Fläche: 17,0 km²
Einwohner: 67.934 (2012)
Bevölkerungsdichte: 3.996 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 80100
Vorwahl: +380 3249
Geographische Lage: 50° 23′ N, 24° 14′ O50.38333333333324.233333333333Koordinaten: 50° 23′ 0″ N, 24° 14′ 0″ O
KOATUU: 4611800000
Verwaltungsgliederung: 2 Städte, 1 Siedlung städtischen Typs
Bürgermeister: Ihor Tschudijowytsch
Adresse: пр. Шевченка 19
80100 м. Червоноград
Statistische Informationen
Tscherwonohrad (Oblast Lwiw)
Tscherwonohrad
Tscherwonohrad
i1

Tscherwonohrad (ukrainisch Червоноград, bis 1951 Кристинопіль/Krystynopil; russisch Tscherwonograd, polnisch Krystynopol) ist eine ukrainische Stadt mit 67.934 Einwohnern (2012)[1].

Geographie[Bearbeiten]

Sie liegt in der Oblast Lwiw und befindet sich nördlich der Bezirkshauptstadt Lemberg. Die nächstgrößere Stadt ist Lemberg.

Zum Verwaltungsgebiet der Stadt gehört auch die Stadt Sosniwka sowie die Siedlung städtischen Typs Hirnyk.

Potocki-Schloss

Geschichte[Bearbeiten]

Im Mai 1685 kaufte der Wojewode Feliks Kazimierz Potocki ein neues Stück Land am Fluss Bug. 1692 gründete er eine Stadt auf dem Gebiet des Dorfes Novyi Dvir (polnisch Nowy Dwór), welches nach seiner Frau Krystyna Lubomirski (1661–1699) benannt wurde. Potocki baute Krystonopil zum Familiensitz aus. Er starb hier am 22. September 1702. Sein Enkel Franz Salezy Potocki baute ein Palais und gründete 1763 ein Kloster der Basilianer.

Kirche des heiligen Geistes (1750)

Bis 1951 gehörte die Stadt zu Polen und kam dann im Zuge eines Gebietsaustausches zur Sowjetunion, seit 1991 ist sie ein Teil der heutigen Ukraine.

Bereits 1884 erhielt der Ort einen Anschluss durch den Bau eines Bahnhofs an der heutigen Bahnstrecke Jarosław–Kowel, 1915 kam noch eine Verbindungsstrecke nach Lemberg (siehe Bahnstrecke Lwiw–Kiwerzi) dazu.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

  • 1900: 3.522 (2.651 Juden) - in Meyers-Lexikon steht: 3592 polnische und ruthen. Einwohner
  • 1939: 3.000
  • 1959: 19.000
  • 1970: 44.000
  • 1974: 51.000
  • 1981: 58.000
  • 1989: 72.000
  • 2001: 70.500
  • 2010: 68.300[2][3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Innenraum der Heiligen Georg Kirche
  • Barockkirche des Heiligen Georg (1770)
  • Das Wahrzeichen der Stadt ist das Palais des Grafen Potocki.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Seit 1951 wurde die Stadt das Zentrum des neu entstandenen Steinkohlenbergbaus. Andere Unternehmen, neben dem Bergbau waren eine Gießerei zur Herstellung von Eisen-Beton-Erzeugnissen, Holzverarbeitungsbetriebe, eine Molkerei und die Textilindustrie.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Bahnstrecke von Kowel nach Lemberg, hier zweigt eine Strecke nach Rawa-Ruska ab.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/bevoelkerungsstatistik.de[3] auf World Gazetteer
  2. http://world-gazetteer.com/wg.php?x=&men=gpro&lng=en&des=wg&geo=-3730&srt=npan&col=abcdefghinoq&msz=1500&pt=c&va=&geo=505388423
  3. http://populstat.info/Europe/ukrainet.htm

Weblinks[Bearbeiten]