Tschuraptscha

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Dorf
Tschuraptscha
Чурапча (russisch)
Чурапчы (jakutisch)
Föderationskreis Ferner Osten
Republik Sacha (Jakutien)
Ulus Tschuraptscha
Gegründet 1725
Bevölkerung 8769 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 180 m
Zeitzone UTC+9
Telefonvorwahl (+7) 41151
Postleitzahl 678670
Kfz-Kennzeichen 14
OKATO 98 258 870 001
Geographische Lage
Koordinaten 62° 0′ N, 132° 26′ OKoordinaten: 61° 59′ 45″ N, 132° 26′ 15″ O
Tschuraptscha (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Tschuraptscha (Republik Sacha)
Red pog.svg
Lage in der Republik Sacha‎

Tschuraptscha (russisch Чурапча́; jakutisch Чурапчы) ist ein Dorf (selo) in der Republik Sacha (Jakutien) in Russland mit 8769 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt etwa 140 km Luftlinie östlich der Republikhauptstadt Jakutsk in südöstlichen Teil der Mitteljakutischen Niederung. Er befindet sich am gleichnamigen See, der zum einige Kilometer südöstlich verlaufenden linken Aldan-Nebenfluss Tatta entwässert.

Tschuraptscha ist Verwaltungszentrum des Ulus Tschuraptschinski. Das Dorf ist Sitz und einzige Ortschaft der Landgemeinde (selskoje posselenije) Tschuraptschinski nasleg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf wurde 1725 im Zusammenhang mit der Einrichtung des Jakutsk-Ochotsker Traktes gegründet, einer Post- und Handelsroute, die Jakutsk mit der Küste des Ochotskischen Meeres bei Ochotsk verbinden sollte (aber bis zu ihrer offiziellen Schließung 1852 nie längerfristig und regelmäßig auf ihrer gesamten Länge funktionierte). Seit 1930 ist Tschuraptscha Verwaltungssitz des nach ihm benannten Ulus (Rajons) in der heutigen Form.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1939 1657
1959 2826
1970 4557
1979 5210
1989 6232
2002 7526
2002 8769

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tschuraptscha liegt an der Fernstraße R504 Kolyma, die Nischni Bestjach bei Jakutsk mit Magadan verbindet (bisher M56, Nummer noch bis 2017 alternativ in Gebrauch), auf deren westlichsten Abschnitt nach Chandyga am Aldan.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)