Suntar

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Dorf
Suntar
Сунтар (russisch)
Сунтаар (jakutisch)
Föderationskreis Ferner Osten
Republik Sacha (Jakutien)
Ulus Suntar
Oberhaupt Djulustan Nikiforow
Gegründet 1764
Dorf seit 1910
Bevölkerung 10.034 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 125 m
Zeitzone UTC+9
Telefonvorwahl (+7) 41135
Postleitzahl 678290
Kfz-Kennzeichen 14
OKATO 98 248 855 001
Geographische Lage
Koordinaten 62° 9′ N, 117° 39′ OKoordinaten: 62° 9′ 30″ N, 117° 38′ 40″ O
Suntar (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Suntar (Republik Sacha)
Red pog.svg
Lage in der Republik Sacha‎
Liste großer Siedlungen in Russland

Suntar (russisch Сунтар; jakutisch Сунтаар/Suntaar) ist ein Dorf in der Republik Sacha (Jakutien) mit 10.034 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlung liegt am Nordrand des Lenaplateaus, etwa 630 Kilometer Luftlinie westlich der Republikhauptstadt Jakutsk, am linken Ufer des Wiljui.

Suntar ist Verwaltungszentrum des Ulus (Rajons) Suntarski und als deren einzige Ortschaft Sitz der Landgemeinde (selskoje posselenije) Suntarski nasleg. Über 90 % der Einwohner sind Jakuten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Gründungsjahr des Ortes gilt 1764, als in dem seit dem 17. Jahrhundert von Jakuten besiedelten Gebiet die russisch-orthodoxe Mariä-Tempelgang-Kirche (Wwedenski-Kirche) errichtet wurde. Der um die Kirche entstandene Ort entwickelte sich bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts zum Zentrum des Naslegs (unterste jakutische Verwaltungseinheit) Suntarski; am 24. November 1910 erhielt er zusammen mit der unweit gelegenen, heute nicht mehr existierenden Siedlung Nowo-Alexandrowka den offiziellen Status eines Dorfes (selo).

Mit der Einrichtung des Rajons (heute Ulus) Suntarski am 9. Januar 1930 wurde das Dorf zu dessen Verwaltungssitz.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1939 1.585
1959 3.877
1970 5.702
1979 6.338
1989 6.707
2002 8.930
2010 10.034

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Suntar existiert ein Museumskomplex, der dem im Nasleg geborenen jakutischen Volkssänger Sergei Swerew-Kyyl Uola (1900–1973) gewidmet ist.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Suntar ist Zentrum eines Landwirtschaftsgebietes (Rinder- und Pferdehaltung, Anbau von Getreide, Gemüse und Futterpflanzen) mit mehreren verarbeitenden Betrieben für den regionalen Bedarf.

Das Dorf liegt an der Fernstraße A331 Wiljui auf dem Abschnitt, der Jakutsk mit der Diamantenbergbaustadt Mirny im Westen der Republik verbindet. Östlich des Ortes wird der Wiljui im Sommer von einer Fähre, im Winter per Eisstraße überquert.

In Suntar gibt es eine Anlegestelle am schiffbaren Wijui und etwa drei Kilometer nördlich einen kleinen Flughafen (ICAO-Code UENS), von dem aus Verbindung mit der Republikhauptstadt besteht.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Suntarski nasleg auf der Website der Republikverwaltung (russisch, archivierte Version)