Vellberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Vellberg
Vellberg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Vellberg hervorgehoben
Koordinaten: 49° 5′ N, 9° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Schwäbisch Hall
Höhe: 375 m ü. NHN
Fläche: 31,89 km²
Einwohner: 4307 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 135 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74541
Vorwahl: 07907
Kfz-Kennzeichen: SHA, CR
Gemeindeschlüssel: 08 1 27 089
Adresse der
Stadtverwaltung:
Im Städtle 28
74541 Vellberg
Webpräsenz: www.vellberg.de
Bürgermeisterin: Ute Zoll (parteilos[2])
Lage der Stadt Vellberg im Landkreis Schwäbisch Hall
Bayern Hohenlohekreis Landkreis Heilbronn Main-Tauber-Kreis Neckar-Odenwald-Kreis Ostalbkreis Rems-Murr-Kreis Blaufelden Braunsbach Bühlertann Bühlerzell Bühlerzell Crailsheim Fichtenau Fichtenberg Frankenhardt Gaildorf Gerabronn Ilshofen Ilshofen Kirchberg an der Jagst Kreßberg Langenburg Mainhardt Michelbach an der Bilz Michelfeld Oberrot Obersontheim Rosengarten (Landkreis Schwäbisch Hall) Rot am See Satteldorf Schrozberg Schwäbisch Hall Stimpfach Sulzbach-Laufen Untermünkheim Vellberg Wallhausen (Württemberg) WolpertshausenKarte
Über dieses Bild
Vellberg, Lageplan mit Schloss, Kornkasten, Torturm und Tore.

Vellberg ist eine Stadt im Landkreis Schwäbisch Hall im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs. Die Stadt ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vellberg liegt in Luftlinie etwa 11 km südsüdöstlich der Kreisstadt Schwäbisch Hall und etwa 15 km westsüdwestlich der Stadt Crailsheim an der Bühler. Die Stadt hat Anteil an den Naturräumen Schwäbisch-Fränkische Waldberge und Hohenloher-Haller Ebene.[3]

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Stadt Vellberg mit der ehemals selbstständigen Gemeinde Großaltdorf gehören neben Vellberg zwölf weitere Dörfer, Weiler, Höfe und Häuser.

Zur ehemaligen Gemeinde Großaltdorf gehören das Dorf Großaltdorf und die Weiler Kleinaltdorf und Lorenzenzimmern sowie die abgegangenen Ortschaften Regenheresweiler und Steffensbach.

Zur Stadt Vellberg im Gebietsstand vom 31. Dezember 1971 gehören die Stadt Vellberg, die Weiler Eschenau, Merkelbach, Schneckenweiler und Stöckenburg (Kirche und drei Wohnhäuser), ebenso der Gemeindeteil Talheim, die Höfe Hilpert (mit drei Wohnhäusern) und Rappolden (seit 1970 unbewohnt, seit 1986/87 steht nur noch eine Scheune) und die Häuser Dürrsching (Wohngebiet) und Hörgershof sowie die abgegangenen Ortschaften Birnbach und Hockenberg.[4]

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[5]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbarstädte und -gemeinden Vellbergs sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden): Ilshofen, Crailsheim, Frankenhardt, Obersontheim und Schwäbisch Hall. Alle gehören zum Landkreis Schwäbisch Hall.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie von Vellberg wird in einer Urkunde vom 3. Mai 1102 mit Heinrich von Vellberg erstmals erwähnt. Im Jahre 1500 erteilte Kaiser Maximilian die Marktrechte für Vellberg und bereits 6 Jahre später erhielt die Stadt das Stadtrecht zugesprochen.

Am 21. Oktober 1901 gab es einen Stadtbrand, schon am 26. September 1902 einen zweiten, beide vermutlich ausgelöst durch Brandstiftung.[6]

Am 1. Januar 1972 wurde Großaltdorf eingemeindet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 gehören dem Gemeinderat 14 Gemeinderätinnen und Gemeinderäte an, davon sind vier Frauen. Zusätzlich hat auch die Bürgermeisterin Sitz und Stimme in dem Gremium, dessen Vorsitzende sie ist.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeisterin von Vellberg ist seit dem 18. April 2010 Ute Zoll, die sich bei der Bürgermeisterwahl am 31. Januar 2010 gegen ihre Mitbewerberin Brigitte Kieser durchsetzen konnte. Sie löste den seit 1986 amtierenden Manfred Walter ab, der nicht wieder kandidierte.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Blau unter einem goldenen rechten Obereck ein silberner Adlerflügel.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den historischen Bauwerken der Stadt zählen das Untere Schloss, der Kanzleiturm, der Museumsgasthof Ochsen, die Ehemalige Zehntscheune, der Marktbrunnen, der Sixische Turm, das Natur- und Heimatmuseum, Hermann-Frank-Weg 1, das Fachwerkhaus Fiebich sowie der Torturm, Pulverturm und der Kraftturm, das Ganerbenhaus „Kammerer“, der ehemalige Geschützturm und Pömpelestor, das untere Zwingertor, der Kanonenturm, die Bastion, das alte Waschhaus, die alte Kaserne, das obere Schloss, das alte Amtshaus, die Stöckenburg mit St.-Martinskirche.[7] Andere Sakralbauten sind die nach dem Krieg wieder aufgebaute Bartholomäuskirche im Ortsteil Großaltdorf sowie die Laurentiuskirche im Ortsteil Lorenzenzimmern.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Stadtgraben befindet sich das Heimatmuseum (im Winter geschlossen).

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jährlich am ersten Juliwochenende wird das Weinbrunnenfest gefeiert.
  • Am zweiten Dezemberwochenende wird alljährlich der Christkindlesmarkt abgehalten.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Vellberg gibt es ein reges Vereinsleben. Neben dem Altenpflegeverein Vellberg gibt es den Fanfarenzug Vellberg, den Fischereiverein Vellberg, die Freiwillige Feuerwehr Vellberg (mit Jugendfeuerwehr), den Gesangverein Vellberg, den Hohenloher Hundefreunde Vellberg, den Kulturkreis Vellberg, den Landfrauenverein Vellberg, den Posaunenchor Vellberg, die Stadtkapelle Vellberg, den Turn- und Sportverein Vellberg und den Vellberger Tennisclub.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Vellberg befindet sich eine Grundschule.

Ritter zum krummen Balken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Orden wurde vom Kulturkreis Vellberg e.V. unter dem Leitspruch "Die Geschichte der Lüge ist so alt wie die Geschichte der Wahrheit, denn ohne Lüge gibt es keine Wahrheit" u.a. an Gerhard Raff, Manfred Rommel, Reinhold Würth und Hellmuth Karasek verliehen.[8]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • August Halm (1869–1929), Komponist und Musikpädagoge, geboren im Teilort Großaltdorf

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hansmartin Decker-Hauff (Hrsg.): Vellberg, in Geschichte und Gegenwart Bd.I. Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen 1984, ISBN 3-7995-7625-8 (Thorbecke), ISBN 3-921429-26-9 (Histor. Verein für Württemberg, Franken)
  • 900 Jahre Vellberg 1102–2002. Festbuch und Dokumentation. Stadt Vellberg, Vellberg 2002

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Vellberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Jochen Korte: Vellberger haben Qual der Wahl. swp.de, 19. Januar 2010 (abgerufen am 15. April 2010)
  3. Naturräume Baden-Württembergs. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Stuttgart 2009
  4. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 497–500
  5. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Vellberg.
  6. Roland Bauer: Impressionen aus Hohenlohe: Ansichten aus Schwäbisch Hall und seiner Umgebung von Johann Friedrich Reik (1836-1904). Umschau/Braus, 1999, S. 180f.
  7. http://www.vellberg.de/index.php?id=216
  8. Kulturkreis Vellberg e.V.: Ritter zum krummen Balken