Kreßberg

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Dieser Artikel handelt von der Gemeinde Kreßberg im Landkreis Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg.
Für den gleichnamigen Berg in der Brückenauer Kuppenrhön in Bayern siehe Kreßberg (Rhön)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kreßberg
Kreßberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kreßberg hervorgehoben
Koordinaten: 49° 8′ N, 10° 11′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Schwäbisch Hall
Höhe: 470 m ü. NHN
Fläche: 48,45 km2
Einwohner: 3889 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner je km2
Postleitzahl: 74594
Vorwahl: 07957
Kfz-Kennzeichen: SHA, CR
Gemeindeschlüssel: 08 1 27 101
Gemeindegliederung: 33 Orte
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Untere Hirtenstraße 34
74594 Kreßberg
Webpräsenz: www.kressberg.de
Bürgermeister: Robert Fischer
Lage der Gemeinde Kreßberg im Landkreis Schwäbisch Hall
Bayern Hohenlohekreis Landkreis Heilbronn Main-Tauber-Kreis Neckar-Odenwald-Kreis Ostalbkreis Rems-Murr-Kreis Blaufelden Braunsbach Bühlertann Bühlerzell Bühlerzell Crailsheim Fichtenau Fichtenberg Frankenhardt Gaildorf Gerabronn Ilshofen Ilshofen Kirchberg an der Jagst Kreßberg Langenburg Mainhardt Michelbach an der Bilz Michelfeld Oberrot Obersontheim Rosengarten (Landkreis Schwäbisch Hall) Rot am See Satteldorf Schrozberg Schwäbisch Hall Stimpfach Sulzbach-Laufen Untermünkheim Vellberg Wallhausen (Württemberg) WolpertshausenKarte
Über dieses Bild

Kreßberg ist eine Gemeinde im Landkreis Schwäbisch Hall im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sandstein mit Gemeindewappen am Eingang des Rathauses in Waldtann

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreßberg liegt im Osten des Landkreises Schwäbisch Hall an der Landesgrenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern. Die Gemeinde hat Anteil an den Naturräumen Schwäbisch-Fränkische Waldberge, Mittelfränkisches Becken sowie Frankenhöhe.[2]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreßberg ist eine der Gemeinden, in der keine Ortschaft gleichen Namens liegt. Die Gemeinde Kreßberg besteht aus 33 Dörfern, Weilern, Höfen und Häusern.

Ansicht des Ortsteils Marktlustenau. Links hinter der Pappel ist der Waldhügel zu sehen, auf dem die für die gesamte Gemeinde namensgebende Burg Hohenkreßberg stand.
  • Asbach
  • Bergbronn
  • Bergertshofen
  • Bräunersberg
  • Gaisbühl
  • Halden
  • Haselhof
  • Hohenberg
  • Hohenkreßberg (vor 1973 Kreßberg)
  • Leukershausen
  • Mariäkappel
  • Marktlustenau
  • Mistlau
  • Neuhaus
  • Oberstelzhausen
  • Riegelbach
  • Rotmühle
  • Rötsweiler
  • Rudolfsberg
  • Ruppersbach
  • Schönbronn
  • Schönmühle
  • Schwarzenhorb
  • Selgenstadt
  • Sixenhof
  • Stegenhof
  • Tempelhof
  • Unterstelzhausen
  • Vehlenberg
  • Vötschenhof
  • Waidmannsberg
  • Waldtann
  • Wüstenau

In der Gemeinde Kreßberg liegen zudem die abgegangenen Ortschaften (Burg) Eichelberg, Hungertal, Runzenberg, Cleonrode, Däschen, Bartsweiler, Hertenberg, Heubach, Klingenbach, Köllhäusle, Rampoldshausen und Ruppas.[3]
siehe auch Burgstall Wüstenau

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[4]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbarstädte und -gemeinden Kreßbergs sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Süden): Fichtenau, Crailsheim, Satteldorf (alle drei Landkreis Schwäbisch Hall), Schnelldorf, Feuchtwangen und Dinkelsbühl (alle drei Landkreis Ansbach, Bayern). Im Südwesten grenzt außerdem die zu Stimpfach (Landkreis Schwäbisch Hall) gehörende kleine Exklave Sixenmühle an Kreßberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Siedlungen im Bereich des heutigen Kreßbergs entstanden zwischen dem 7. und dem 9. Jahrhundert. Die Gemeinde Kreßberg in der heutigen Ausdehnung entstand anlässlich der Gemeindereform am 1. Januar 1973 aus den vorher selbstständigen Gemeinden Waldtann, Marktlustenau, Mariäkappel und Leukershausen.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Kreßberg hat 17 Mitglieder (Kommunalwahl am 25. Mai 2014).

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robert Fischer wurde im Januar 2013 im ersten Wahlgang mit 85,47 % der Stimmen für eine dritte Amtszeit bestätigt.

Schloss Tempelhof[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 17.Jahrhundert war das Gehöft Tempelhof ein Adelssitz, in dessen Zentrum ein Lustschloss stand.[6] Ab 1843 wurde es als kirchliche Kinderrettungs- und Erziehungsanstalt genutzt, in der ab 1922 auch schwer erziehbare Fürsorgezöglinge Aufnahme fanden. Zwischen 1983 und 2006 diente es als Behinderteneinrichtung. 2010 wurde es nach mehrjährigem Leerstand von einer Interessengemeinschaft erworben, die ein ökologisches Dorf auf dem Gelände aufbaute.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wallfahrtskapelle Hohenkreßberg mit Burgruine, Burg Hohenkressberg
  • Kapelle St. Nikolaus in Bergertshofen
  • Marienkirche Mariäkappel Altar

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Kaspar Bundschuh: Leuckershausen. In: Geographisches, statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 333–334 (franconica.uni-wuerzburg.de).
  • Johann Kaspar Bundschuh: Waldthann. In: Geographisches, statistisch-topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 86 (franconica.uni-wuerzburg.de).
  • Gottfried Stieber: Leückershaußen. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, S. 561–562 (Digitalisat).
  • Gottfried Stieber: Waldthan. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, S. 894–895 (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kreßberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle politisch selbständigen Gemeinden mit ausgewählten Merkmalen am 30.09.2016 (3. Quartal 2016) (XLS-Datei, 4,86 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Naturräume Baden-Württembergs. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Stuttgart 2009
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1. S. 462–467
  4. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Kreßberg.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 448.
  6. Friedrich-Ebert-Stiftung, Sagwas: Ein Kibbuz im Schwabenland vom 11. Juni 2016, geladen am 3. März 2017
  7. Hohenloher Tagblatt: Viel Platz für Gemeinschaft auf dem Tempelhof in Kreßberg vom 11. Juni 2016, geladen am 3. März 2017
  8. Die Märtyrer von Tokwon, Bruder Ludwig (Karl) Fischer – (Missionsbenediktiner)