Stimpfach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Stimpfach
Stimpfach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Stimpfach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 4′ N, 10° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Schwäbisch Hall
Höhe: 450 m ü. NHN
Fläche: 33,35 km2
Einwohner: 3119 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 74597, 73489
Vorwahl: 07967
Kfz-Kennzeichen: SHA, CR
Gemeindeschlüssel: 08 1 27 104
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchstraße 22
74597 Stimpfach
Webpräsenz: www.stimpfach.de
Bürgermeister: Matthias Strobel
Lage der Gemeinde Stimpfach im Landkreis Schwäbisch Hall
BayernHohenlohekreisLandkreis HeilbronnMain-Tauber-KreisNeckar-Odenwald-KreisOstalbkreisRems-Murr-KreisBlaufeldenBraunsbachBühlertannBühlerzellBühlerzellCrailsheimFichtenauFichtenbergFrankenhardtGaildorfGerabronnIlshofenIlshofenKirchberg an der JagstKreßbergLangenburgMainhardtMichelbach an der BilzMichelfeldOberrotObersontheimRosengarten (Landkreis Schwäbisch Hall)Rot am SeeSatteldorfSchrozbergSchwäbisch HallStimpfachSulzbach-LaufenUntermünkheimVellbergWallhausen (Württemberg)WolpertshausenKarte
Über dieses Bild

Stimpfach ist eine Gemeinde im Landkreis Schwäbisch Hall im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stimpfach liegt im Hohenloher Land im Nordosten von Baden-Württemberg ca. 10 km südlich von Crailsheim. Geografisch-geologisch gesehen öffnet sich zum Norden hin die Hohenloher Ebene. Stimpfach selbst hat Anteil an den Naturräumen Schwäbisch-Fränkische Waldberge und Frankenhöhe.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stimpfach grenzt im Norden an die Stadt Crailsheim, im Osten an Fichtenau, im Süden an Jagstzell im Ostalbkreis und im Westen an Frankenhardt. Die nordöstliche Exklave Sixenmühle liegt zwischen Crailsheim im Westen, Kreßberg im Nordosten und Fichtenau im Südosten.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrand von Connenweiler und Rechenberg im September 2016. Dahinter der sich im Bau befindliche Windpark „Ellwanger Berge“

Zur Gemeinde Stimpfach mit den bis zur Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg selbstständigen Gemeinden Rechenberg, Stimpfach und Weipertshofen gehören mit 24 Dörfer, Weiler, Höfen und (Einzel-)Häuser.

Zur ehemaligen Gemeinde Rechenberg gehören das Dorf Rechenberg, die Weiler Bautzenhof, Connenweiler, Eichishof, Hübnershof und Kreßbronn, das Gehöft Blindhof und das Haus Eichissägmühle. Zur ehemaligen Gemeinde Stimpfach im Gebietsstand vom 31. Oktober 1973 gehören das Dorf Stimpfach, die Weiler Hörbühl, Randenweiler, Siglershofen, Sperrhof und Streitberg und das Haus Ölmühle. Zur ehemaligen Gemeinde Weipertshofen gehören das Dorf Weipertshofen, die Weiler Gerbertshofen und Steinbach am Wald sowie die Höfe Hochbronn, Käsbach, Klinglesmühle, Lixhof, Nestleinsberg und Sixenmühle.

Im Gemeindegebiet Stimpfachs liegen die abgegangenen, heute nicht mehr bestehenden Ortschaften Klingenhof, Langenburg und Schummenhof (im Gebiet der früheren Gemeinde Rechenberg), Burkeler, Hainenhäusle, Rappenburg (Burgstall Rappenburg) und Sulzbachhof (im Gebiet der Gemeinde Stimpfach vor der Gemeindegebietsreform) sowie Korneffel und Stöckhaus (im Gebiet der früheren Gemeinde Weipertshofen).[3]

Flächenaufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stimpfach wurde im Jahre 1024 erstmals urkundlich erwähnt. Nach verschiedenen Vorbesitzern, unter anderem den Herren von Lohr, kam Stimpfach ab 1608 vollständig unter die Herrschaft Ellwangens.

Schloss Rechenberg

Burg Rechenberg war namensgebend für die Familie von Rechenberg. Die Burg wurde vor 1227 erbaut und 1229 erstmals urkundlich erwähnt. Die hier ansässigen Ritter von Rechenberg sind 1229 bis 1405 bezeugt als Dienstmannen und Truchsessen der Grafen von Oettingen, sie saßen auch auf der gleichnamigen Burg Rechenberg (Westheim) bei Hohentrüdingen/Mittelfranken und auf Burg Wilburgstetten. 1368 durch die Fürstpropstei Ellwangen mit Burg Rechenberg belehnt, verkauften sie diese 1405 an die Burggrafen von Nürnberg. Über mehrere Hände gelangte die Burg 1409 an die Wollmershausen, denen Ellwangen 1429 die ganze Herrschaft Rechenberg verlieh, welche aber um 1470 an die Adelmann von Adelmannsfelden kam. 1526 erwarb Ellwangen die Herrschaft zurück und übergab 1532 einen Teil den Steinhäuser von Neidenfels als Lehen, denen es den anderen Teil als freies Eigentum verkaufte. Bei deren Erlöschen 1608 fielen die Lehen an Ellwangen heim, das Eigengut gelangte über die Erben an die Crailsheim und 1617 an die Berlichingen zu Neunstetten. Umbauten fanden im 14. Jahrhundert und 1571 statt. Die Burg wurde nie zerstört. Seit 1953 dient sie als Jugendherberge.

1803 wurde Stimpfach württembergisch. Zunächst wurde es dem Oberamt Honhardt-Stimpfach, ab 1810 dem Oberamt Crailsheim (das 1934 in Kreis Crailsheim, 1938 in Landkreis Crailsheim umbenannt wurde) zugeordnet. Am 1. Januar 1973 wechselten die Gemeinden Stimpfach und Rechenberg ihre Kreiszugehörigkeit und kamen zum Ostalbkreis. Im Zuge der Verwaltungsreform in Baden-Württemberg schlossen sie sich am 1. November 1973 zur neuen Gesamtgemeinde Stimpfach zusammen.[5] Diese wechselte am 1. Januar 1975 in den Landkreis Schwäbisch Hall und wurde mit der Nachbargemeinde Weipertshofen wiederum zu einer neuen Gemeinde Stimpfach vereinigt.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matthias Strobel (CDU) wurde im November 2015 im ersten Wahlgang mit 70,22 % der Stimmen für eine zweite Amtszeit bestätigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 39,58 %.[7]

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stimpfach unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu Holzhau im Erzgebirge, heute Teil der Gemeinde Rechenberg-Bienenmühle in Sachsen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1950 als Schreinerei gegründete Gebr. Schneider Fensterfabrik GmbH & Co.KG beschäftigt weltweit etwa 850 Mitarbeitern (Stand: 2005), davon 330 in Stimpfach, wo das Unternehmen seit 1962 ansässig ist.

In Stimpfach-Randenweiler ansässig ist der 1949 gegründete Süßwarenhersteller Hosta Schokolade.

1932 wurde das Unternehmen Köhnlein Türen durch Karl Köhnlein aus einer Schreinerei heraus gegründet.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitten im Ortskern von Stimpfach liegt die Kaspar-Mettmann-Schule.

Es gibt eine zweizügige Grundschule.

Gegenüber liegt der katholische Kindergarten St. Georg.

Weitere Kindergärten befinden sich in den Teilorten Rechenberg und Weipertshofen.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hermann Opferkuch (1920–1990), Unternehmer HOSTA Schokolade und Politiker CDU Landtagsabgeordneter für den Kreis Schwäbisch Hall

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Stimpfach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Naturräume Baden-Württembergs. Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg, Stuttgart 2009
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1, S. 453–457.
  4. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Stimpfach.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 471.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 468.
  7. http://www.swp.de/crailsheim/lokales/landkreis_schwaebisch_hall/stimpfacher-buergermeisterwahl_-fast-30-prozent-nicht-fuer-strobel-11884148.html