Dortmund-Märkische Eisenbahn

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Streckenführung der Volmetalbahn

Die Dortmund-Märkische Eisenbahn Gesellschaft (DME) betrieb vom 30. Mai 1999 bis zum 11. Dezember 2004 als Tochtergesellschaft der Dortmunder Stadtwerke (Anteil 74 %) und der Märkischen Verkehrsgesellschaft (Anteil 26 %)[1] die Volmetalbahn (RB 52) DortmundHagenLüdenscheid.

Ein Zug der DME im Haltepunkt Dortmund Westfalenhalle (heute: Bahnhof Dortmund Signal Iduna Park)
Der statt eines verunglückten Talent eingesetzte Vorführwagen für den LINT 41 von Alstom wartet in Hagen auf seine Abfahrt

Die DME gewann 1996 als erste Privatbahn in Nordrhein-Westfalen[2] die von Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und Zweckverband SPNV Ruhr-Lippe (ZRL) als Pilotprojekt ausgeschriebene Strecke. Die Strecke wurde mit vier dreiteiligen Dieseltriebwagen mit 1. und 2. Klasse des Typs Bombardier Talent befahren, wobei ein Fahrzeug regulär immer als Reserve vorgehalten wurde.[3] Die Wartung der Triebwagen erfolgte in den Werkstätten der Dortmunder Eisenbahn. Mehrmals wurden Fahrzeuge durch Unfälle beschädigt, besonders folgenreich war ein Rangierunfall, nach dem zwei der vier Fahrzeuge für sechs Monate ausfielen.[3]

Ende 2002 wurde die Volmetalbahn erneut in einem Paket mit dem Dortmund-Sauerland-Express (RE 57) (DortmundArnsbergBestwigWinterberg), der Ardey-Bahn (RB 53) (Dortmund – SchwerteIserlohn) und der Hönnetal-Bahn (RB 54) (UnnaFröndenbergMendenNeuenrade) als sogenanntes Sauerland-Paket vom VRR und ZRL ausgeschrieben. Die DME bewarb sich erneut um diese Strecken, unterlag aber der DB Regio NRW. Diese Bahngesellschaft fährt daher seit dem 12. Dezember 2004 auch auf der zuvor von der DME befahrenen Strecke.[4]

Die Gesellschaft, die beim Amtsgericht Dortmund unter HRB 12798 verzeichnet war, wurde daraufhin aufgelöst, die 1999 zur DME abgestellten und speziell geschulten Mitarbeiter von den Dortmunder Stadtwerken oder der Märkischen Verkehrsgesellschaft erneut übernommen und die vier Fahrzeuge verkauft.

Die Fahrzeuge VT 01.101, VT 01.102, VT 01.103 und VT 01.104 wurden von der Leasinggesellschaft Alpha Trains gekauft.[5][6] Diese hat die Fahrzeuge an Keolis bzw. Eurobahn und die NordWestBahn vermietet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian Kuhlmann: Regionalisierung des Schienenpersonennahverkehrs – Chancen und Grenzen. Tectum, Marburg 2002, ISBN 3-8288-5106-1.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vgl. http://www.wer-zu-wem.de/firma/mvg-maerkische.html
  2. vgl. Christian Kuhlmann: Regionalisierung des Schienenpersonennahverkehrs. 2002, S. 45 ff.
  3. a b Vielfalt auf der Volmetalbahn. Nach Unfall zwei »Talente« aus dem Verkehr gezogen. In: einundzwanzig. 15. November 2002, abgerufen am 21. Dezember 2015.
  4. Ende einer schönen Episode. Dortmund-Märkische Eisenbahn verabschiedet sich. In: einundzwanzig. 24. November 2004, abgerufen am 21. Dezember 2015.
  5. bombardier-talent.de.tl
  6. Fahrzeugliste Alpha Trains Europa GmbH