Eurobahn

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eurobahn
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Basisinformationen
Unternehmenssitz Düsseldorf
Webpräsenz www.eurobahn.de
Bezugsjahr 2000
Eigentümer Keolis Deutschland GmbH & Co. KG
Geschäftsführung Magali Euverte
Anne Mathieu
Eisenbahnbetriebsleitung Felix Odenkirchen
Verkehrsverbund Westfalentarif
VRR
Linien
Spurweite 1435 mm (Normalspur)
Eisenbahn 15
Anzahl Fahrzeuge
Triebwagen 21 Talent
43 Stadler Flirt (Elektro)
Statistik
Fahrleistung 11,1 Mio. km pro Jahr
Länge Liniennetz
Eisenbahnlinien 703 km
Betriebseinrichtungen
Betriebshöfe 2 Betriebswerke (Bw):
Hamm-Heessen
Bielefeld Sieker

Unter der Marke Eurobahn (Eigenschreibweise eurobahn) betreibt Keolis Deutschland Schienenpersonennahverkehr in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen mit grenzüberschreitenden Zügen nach Venlo und Hengelo und ist damit der größte private Anbieter im öffentlichen Schienenpersonennahverkehr Nordrhein-Westfalens. Das Unternehmen hat ca. 500 Mitarbeiter. Zu diesen werden mehr als 400 Triebfahrzeugführer und Kundenbetreuer gezählt. Das gesamte Streckennetz umfasst 16,3 Millionen Zug-Kilometer (Stand 2018).

Zur Wartung der Züge werden Werkstätten in Heessen (für Elektrotriebwagen) und Bielefeld (für Dieseltriebwagen) betrieben. Keolis Deutschland GmbH & Co. KG mit Sitz in Düsseldorf ist eine Tochter der Keolis S.A., die wiederum eine Tochter der französischen Staatsbahn Société nationale des chemins de fer français (SNCF) ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eurobahn wurde im Jahre 1998 als Eurobahn Verkehrsgesellschaft mbH & Co KG mit Sitz in Wachenheim gegründet. Die Gesellschafter waren VIA Générale de Transport et d'Industrie (VIA GTI) mit 60 % und die Rhenus SE & Co. KG, die zum Rethmann-Konzern gehört, mit 40 %.

Die erste von der Eurobahn bediente Bahnstrecke war die im Jahr 1999 reaktivierte Donnersbergbahn von Alzey nach Kirchheimbolanden, in Rheinland-Pfalz, wo der Betrieb am 30. Mai 1999 aufgenommen wurde.

Am 28. Mai 2000 wurde der Betrieb zwischen Bielefeld und Rahden bzw. Lemgo übernommen (Ravensberger Bahn und der Lipperländer).

Ab dem 25. November 2000 hat das Tochterunternehmen Freiberger Eisenbahngesellschaft mbH den Betrieb auf der Bahnstrecke Freiberg–Holzhau in Sachsen übernommen.

Aus der Eurobahn Verkehrsgesellschaft mbH & Co KG wurde am 20. September 2001 die Rhenus Keolis GmbH & Co KG mit Sitz in Mainz. Die Gesellschafter sind Rhenus mit 51 % und Keolis mit 49 %. In diesem Unternehmen werden die Eisenbahnbetriebe Alzey, Bielefeld und Freiberg und die Busbetriebe in Bad Kreuznach und Zweibrücken zusammengeführt. Zum Start der Rhenus Keolis hatte das Unternehmen ca. 180 Mitarbeiter.

Die Betriebsübernahme zwischen Hildesheim – Löhne (Weser-Bahn) und Hildesheim – Bodenburg (Lammetalbahn) erfolgte am 14. Dezember 2003, diese Doppelstrecke wurde zum Fahrplanwechsel im Dezember 2011 an die NordWestBahn abgegeben.

Die Gesellschafter Keolis und die Rhenus teilten das Unternehmen zum 1. Dezember 2007 in die KEOLIS Deutschland, die den Betrieb von nun an als Marke Eurobahn in Bielefeld übernahm, und die Rhenus Veniro, die die anderen beiden Eisenbahnverkehrsunternehmen und die Busbetriebe übernahmen.

Aktueller Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Countdown bis zur Betriebsaufnahme im Hellweg-Netz, 2008

Die Eurobahn betreibt 15 Linien in vier verschiedenen Netzen: Teutoburger-Wald-Netz (RB 61, RB 65, RB 66, RB 72, RE 78), Ostwestfalen-Lippe-Netz (RB 67, RB 71, RB 73, RE 82), Hellweg-Netz (RB 50, RB 59, RB 69, RB 89) sowie Maas-Rhein-Lippe-Netz (RE 3, RE 13).

Seit 2000 fährt die Eurobahn in der Region Ostwestfalen-Lippe mit den zwei Linien RB 71 (Ravensberger Bahn) und RB 73 (Der Lipperländer). Seit 2013 ist das Netz um zwei weitere Linien RB 67 (Der Warendorfer) und RE 82 (Der Leineweber) erweitert worden. Im Einsatz sind Dieseltriebwagen (Talent).

Die Eurobahn gewann im März 2006 die Ausschreibungen für das Hellweg-Netz in Nordrhein-Westfalen. Die Betriebsaufnahme erfolgte zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2008. Es ist das größte elektrisch betriebene Bahnnetz, das bis dahin an ein privates Eisenbahnunternehmen vergeben worden war. Die Eurobahn fährt auf diesem Netz mit Triebwagen vom Typ Stadler FLIRT. Von Dezember 2010 bis Dezember 2016 fuhren einzelne Züge der Eurobahn über Warburg hinaus nach Kassel-Wilhelmshöhe.[1] Die zuständigen Verkehrsverbünde glichen durch diese Fahrten den ausgedünnten Fernverkehr auf der Mitte-Deutschland-Verbindung aus.

Im März 2007 gewann die Eurobahn die Ausschreibung des Maas-Rhein-Lippe-Netzes. Damit hat sie seit Dezember 2009 für 16 Jahre die Linien RE 3 und RE 13 übernommen. Allerdings konnte die Übernahme der beiden Linien nicht wie geplant stattfinden, da das zuständige Eisenbahnbundesamt die Zulassung der für den Einsatz im Maas-Rhein-Lippe-Netz vorgesehenen 14 fünfteiligen FLIRT-Triebwagen vorerst verweigert hat.[2][3] Grund hierfür waren fehlende Nachweise von Seiten des Herstellers Stadler Rail. Deshalb hat die Eurobahn den Betrieb nur mit einem Notfahrplan aufgenommen, der Ersatzzüge der DB auf der Linie RE 13 vorsah.[4] Am 19. Februar 2010 hat das Eisenbahnbundesamt die Zulassung für die fünfteiligen FLIRT-Triebwagen erteilt.[5] Seit dem 23. Juli 2010 liegt die Zulassung der vierteiligen Fahrzeuge für den kurzen niederländischen Abschnitt östlich von Venlo vor,[6] so dass seit dem 25. Juli 2010 diese Fahrzeuge bis nach Venlo fahren dürfen. Aus Kapazitätsgründen war bis zur Zulassung der fünfteiligen Fahrzeuge ein Umstieg in Mönchengladbach notwendig.

Am 6. November 2014 teilten der NWL, der ZVM sowie Regio Twente mit, dass die Eurobahn ab Dezember 2017 den SPNV auf dem sogenannten Teutoburger Wald-Netz von der Westfalenbahn und DB Regio für 15 Jahre übernimmt, sofern kein unterlegener Bieter Einspruch einlegt.[7] Am 25. Februar 2015 wurde einem durch den Mitbewerber Westfalenbahn eingereichter Widerspruch durch das Verwaltungsgericht Münster stattgegeben.[8] sodass das Vergabeverfahren neu aufgerollt werden musste. Am 30. Juni 2015 gab die Westfalenbahn bekannt, dass sie ihren Nachprüfungsantrag zurückziehen wird.[9]

Zum Fahrplanwechsel Dezember 2017 soll zusätzlich die Linienführung der Wiehengebirgsbahn von Bad Bentheim nach Hengelo verlängert werden. Somit wird nach dem 2013 eingestellten Grensland Express wieder ein grenzüberschreitender Nahverkehr eingerichtet.

Streckennetz seit 10. Dezember 2017
Linie Name KBS Zuglauf Vertragslaufzeit
RE 3 Rhein-Emscher-Express 415, 416 Hamm - Dortmund - Herne - Oberhausen - Duisburg - Düsseldorf Dez. 2009 bis Dez. 2025
RE 13 Maas-Wupper-Express 485, 455 Hamm - Hagen - Wuppertal - Düsseldorf - Neuss - Mönchengladbach - Viersen - Venlo Dez. 2009 bis Dez. 2025
RB 50 Der Lüner 411 Münster - Werne - Dortmund Dez. 2008 bis Dez. 2030
RB 59 Hellweg-Bahn 431 Dortmund - Dortmund Flughafen - Unna - Lünern - Werl - Westönnen - Soest Dez. 2008 bis Dez. 2030
RB 61 Wiehengebirgsbahn 370, 375, 386 Bielefeld – Osnabrück – Rheine – Bad Bentheim Hengelo Dez. 2017 bis Dez. 2032
RB 65 Ems-Bahn 410 Münster - Rheine Dez. 2017 bis Dez. 2032
RB 66 Teuto-Bahn 385 Münster - Osnabrück Dez. 2017 bis Dez. 2032
RB 67 Der Warendorfer 406 Münster – Warendorf – Beelen – Clarholz – Herzebrock – Rheda Wiedenbrück – Bielefeld (weiter als RB 71 nach Rahden) Dez. 2013 bis Dez. 2025
RB 69 Ems-Börde-Bahn 400 Bielefeld – Gütersloh – Oelde – Hamm Dez. 2008 bis Dez. 2030
RB 69 Ems-Börde Bahn 410 Münster – MS-Hiltrup – Rinkerode – Mersch – Bockum-Hövel – Hamm (Zugteilung RB 69 weiter nach Bielefeld, RB 89 weiter nach Paderborn/Warburg) Dez. 2008 bis Dez. 2030
RB 71 Ravensberger Bahn 386 Rahden – Bünde – Bielefeld (weiter als RB 67 nach Münster) Dez. 2000 bis Dez. 2025
RB 72 Ostwestfalen-Bahn 405 Herford – Detmold – Altenbeken – Paderborn Dez. 2017 bis Dez. 2032
RB 73 Der Lipperländer 404 Bielefeld – Oerlinghausen – Lage – Lemgo-Lüttfeld Dez. 2000 bis Dez. 2025
RE 78 Porta-Express 124, 400 Nienburg – Minden – Bielefeld (– Rheda-Wiedenbrück) Dez. 2017 bis Dez. 2032
RE 82 Der Leineweber 404, 405 Bielefeld – Lage – Detmold (– Altenbeken) Dez. 2013 bis Dez. 2025
RB 89 Ems-Börde-Bahn 430 Hamm – Soest – Lippstadt –Dedinghausen  – Paderborn ( – Warburg) Dez. 2008 bis Dez. 2030

Zukünftiger Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

S-Bahn Rhein-Ruhr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

S-Bahn-Zug der Baureihe 422 im neuen unternehmensneutralen VRR-Design in Dortmund Hbf. Im März 2018 noch von DB Regio betrieben.

Zum 7. Juli 2016 gab der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr bekannt, dass Keolis das Teillos 1 der Ausschreibung des S-Bahnnetzes an Rhein und Ruhr gewonnen habe. So werden die Linien S 1 und S 4 ab Dezember 2019 von der Eurobahn mit Fahrzeugen der Baureihe 422 in einem unternehmensneutralen VRR-Design betrieben.[10]

Linie Name Zuglauf Vertragslaufzeit
S 1 S-Bahn Rhein-Ruhr Dortmund – Bochum – Essen – Mülheim – Düsseldorf – Duisburg – Hilden – Solingen Dez. 2019 – Dez. 2034
S 4 Unna – Unna-Königsborn – Dortmund-Wickede – Dortmund-Brackel – Dortmund Stadthaus – Dortmund-Marten Süd – Dortmund-Lütgendortmund Dez. 2019 – Dez. 2034
Fahrleistung: 4,8 Millionen Zugkilometer pro Jahr

Ehemaliger Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linie Name KBS Zuglauf Vertragslaufzeit Neuer Betreiber
RB 77 Weser-Bahn 372 Bünde – Löhne – Hameln – Hildesheim Dez. 2003 bis Dez. 2011 NordWestBahn
RB 79 Lammetalbahn 373 Hildesheim – Bodenburg Dez. 2003 bis Dez. 2011 NordWestBahn
Fernverkehr Fernverkehr 400, 415 Bielefeld – … – Köln Dez. 2000 bis Jan. 2001 keiner

Fernverkehr zwischen Köln und Bielefeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 1. Dezember 2000 bis zum 28. Januar 2001 betrieb die Eurobahn außerdem zwischen Köln Hauptbahnhof und Bielefeld Hauptbahnhof einen privaten Fernverkehrszug, zum Einsatz kamen reguläre TALENT-Triebwagen aus dem Nahverkehrsbestand. Sie gehörte damit zu den ersten Unternehmen, welche nach der 1994 eingeleiteten Bahnreform neben der DB Reise & Touristik AG auf dem deutschen Schienenpersonenfernverkehrsmarkt agierte. Die Fahrzeit betrug zweieinhalb Stunden, die Verbindung wurde jedoch nur freitags und sonntags angeboten (je ein Zugpaar). Zwischenhalte waren Gütersloh Hauptbahnhof, Dortmund Hauptbahnhof, Bahnhof Düsseldorf Flughafen und Düsseldorf Hauptbahnhof.

Eine einfache Fahrt über die Gesamtstrecke kostete inklusive Platzreservierung 40 DM. Damit lag der Fahrpreis um ein Drittel unter dem der DB, darüber hinaus wurde ein Begrüßungsgetränk gereicht. Wegen mangelnder Bekanntheit und der daraus resultierenden schlechten Auslastung stellte das Unternehmen das Angebot jedoch nach nur zwei Monaten wieder ein. Pro Fahrt saßen nur 20 bis 30 Fahrgäste in den Zügen.[11][12][13][14]

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadler FLIRT ET 5.17 in alter Lackierung als Porta-Express in Nienburg (Weser)
Stadler FLIRT 3 ET 4.07 in neuer Lackierung als Porta-Express in Nienburg (Weser)
Stadler FLIRT ET 8.10 in Nienburg (Weser), ein von der WestfalenBahn übernommener Zug noch vor der Umlackierung

Die Eurobahn setzt zurzeit auf dem OWL-Netz (RB 67, RB 71, RB 73 und RE 82) 21 dreiteilige Bombardier Talent-Dieseltriebwagen (VT 2.01–VT 2.07 und VT 3.01-VT 3.14) ein. Zwischenzeitlich waren bis zum Fahrplanwechsel 2016 3 Leih-Triebwagen im Einsatz (den Dreiteiligen VT 2.12 und zwei zweiteilige Bombardier Talent-Dieseltriebwagen VT 2.10 und VT 2.11). Die dritte Serie der Bombardier Talent-Dieseltriebwagen wurde aufgrund der neuen Linien, die seit Ende 2013 betrieben werden, von der NordWestBahn, der Bayerischen Oberlandbahn und der Prignitzer Eisenbahn GmbH übernommen. Zunächst wurden diese Fahrzeuge in der ursprünglichen Farbgebung eingesetzt und trugen Aufkleber wie „Ich bin eine Eurobahn“. Mittlerweile wurden alle Züge im weiß-gelben Eurobahn-Design beklebt.

Auf den Strecken des Hellweg-Netzes und des Maas-Rhein-Lippe-Netzes kommen 43 FLIRT-Elektrotriebwagen zum Einsatz. Die E-Triebwagen gliedern sich in 25 Vier-Teiler (ET 5.01–ET 5.25) des Baujahrs 2008, vier Vier-Teiler aus einer Nachbestellung des Jahres 2009 (ET 6.01-ET 6.04) und 14 Fünf-Teiler (ET 7.01-ET 7.14) ebenfalls aus 2009. Das Eisenbahn-Bundesamt hatte letzteren allerdings zu Beginn die Zulassung verweigert. Schuld daran sollten fehlende Unterlagen des Herstellers Stadler Rail sein.[2][3] Die Eurobahn konnte daher den Betrieb auf dem Maas-Rhein-Lippe-Netz nur eingeschränkt aufnehmen und veröffentlichte einen Ersatzfahrplan.[4] Für den Ersatzverkehr auf dem RE 13 wurden 15 Lokomotiven der Baureihe 185, sechs Dieseltriebwagen der Baureihe 642 und zahlreiche Personenwagen verschiedener Bauart angemietet.

Mit der Vertragsverlängerung für das Hellweg-Netz werden neben den bestehenden vierteiligen Flirt-Fahrzeugen zusätzlich fünfteilige Flirt-3-Fahrzeuge eingesetzt.[15]

Für die Strecken des Teutoburger-Wald-Netzes wurden bei Stadler Pankow acht fünfteilige Flirt 3 für den grenzüberschreitenden Einsatz zwischen Deutschland und den Niederlanden bestellt. Diese werden überwiegend auf der Linie RB 61 Bielefeld – Bad Bentheim – Hengelo („Wiehengebirgsbahn“) eingesetzt. Die acht neuen Flirt 3 ergänzen die Flotte von 19 Flirt-Fahrzeugen, die zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017 von der WestfalenBahn übernommen wurden.[15]

Einsatz der Fahrzeuge:

  • RB 67, RB 71, RB 73, RE 82: TALENT-Dieseltriebwagen
  • Hellweg-Netz, Maas-Rhein-Lippe-Netz und Teutoburger-Wald-Netz: FLIRT-Elektrotriebwagen

Betriebswerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Wartung ihrer Dieseltriebwagen unterhält die Eurobahn ein Betriebswerk (Bw) im Bielefelder Ortsteil Sieker. Ein weiteres Betriebswerk in Hamm-Heessen wurde 2008 zur Wartung der Elektrotriebwagen des Hellweg-Netzes und des Maas-Rhein-Lippe-Netzes in Betrieb genommen. An diesem Standort stehen vier Wartungsgleise sowie eine Waschanlage zur Verfügung.

Kundencenter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eurobahn hat zwei Kundencenter als direkte Anlaufstellen für ihre Fahrgäste. Das Kundencenter in Hamm befindet sich direkt gegenüber dem Westausgang des Bahnhofs Hamm in der Unionstraße 3. Ein weiteres Kundencenter liegt am Hauptbahnhof Düsseldorf in der Immermannstraße 65 b (Bahnhofsvorplatz).

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Eurobahn ist in den letzten Jahren wiederholt durch ausfallende Fahrten in ihren SPNV-Netzen aufgefallen, die mit der personellen Situation im Fahrbetrieb begründet wurden.[16] Im Dezember 2016 entschied sich das Unternehmen aufgrund der Vielzahl an unvorhersehbaren Ausfällen das Verkehrsangebot auf sechs seiner zehn SPNV-Linien einzuschränken, um den Fahrgästen ein planbares Angebot bieten zu können. Dabei wurde insbesondere die Taktfrequenz der Linie RB 59 und der Linie RE 13 im Abschnitt Venlo - Mönchengladbach halbiert. Gleichzeitig qualifizierte das Unternehmen Triebfahrzeugführer nur, wenn für die Bewerber staatliche Leistungen in Anspruch genommen werden konnten.[17] Eurobahn hat 2016 21 Triebfahrzeugführer neu eingestellt und startet 2017 eine eigenfinanzierte Ausbildung.[18] Außerdem wurde der bisherige Geschäftsführer Roland Zschunke in den Mutterkonzern Keolis versetzt. Seinen Posten übernimmt Magali Euverte, die einen stärkeren Fokus auf eine stabilere Betriebslage legen soll.[19]

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eurobahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Eurobahn – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fahrplan 2012. In: eurobahn.de. Archiviert vom Original am 29. November 2015; abgerufen am 31. Dezember 2017 (PDF; 767 KiB). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eurobahn.de
  2. a b Fehlende Nachweise des Herstellers verhindern Zulassung neuer Fahrzeuge des Typs „Flirt“. In: eba.bund.de. EBA, archiviert vom Original am 18. September 2016; abgerufen am 31. Dezember 2017. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eba.bund.de
  3. a b Verzögerte Fahrzeugzulassung verschiebt Start der eurobahn auf RE 13. In: njuuz.de. 10. Dezember 2009, abgerufen am 31. Dezember 2017.
  4. a b Ersatzkonzept der Eurobahn für den RE 3 und RE 13 ab 14. Dezember 2009. In: maas-rhein-lippe.de. 11. Dezember 2009, archiviert vom Original am 16. Februar 2010; abgerufen am 31. Dezember 2017.
  5. Fahrzeuge der eurobahn erhalten Zulassung. In: eurobahn.de. 19. Februar 2010, archiviert vom Original am 26. Februar 2010; abgerufen am 31. Dezember 2017.
  6. Eurobahn-Züge erhalten Zulassung bis Venlo. In: wa.de. 23. Juli 2010, abgerufen am 31. Dezember 2017.
  7. Eurobahn wird neuer Betreiber des Teutoburger Wald-Netzes. In: werkstattatlas.info. 6. November 2014, abgerufen am 31. Dezember 2017.
  8. Teutoburger Wald-Netz – Vergabekammer untersagt Vergabe. In: westfalenbahn.de. 27. Februar 2015, abgerufen am 16. Juni 2015.
  9. WestfalenBahn nimmt Nachprüfungsantrag zurück. In: westfalenbahn.de. 30. Juni 2015, abgerufen am 17. Juli 2015.
  10. Keolis und Abellio fahren ab Dezember 2019 die S-Bahn Rhein-Ruhr. Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, 7. Juli 2016, abgerufen am 7. Juli 2016.
  11. Eurobahn fährt für 40 Mark von Bielefeld nach Köln. Konkurrenz für Deutsche Bahn im Fernverkehr. In: Berliner Zeitung. 2. Dezember 2000, abgerufen am 31. Dezember 2017.
  12. WDR: Dschungel - Ist die Bahn zu Retten? Teil 1: Eurobahn & Co. In: gaspreistabelle.de. Archiviert vom Original am 3. Mai 2014; abgerufen am 31. Dezember 2017 (PDF; 44 KiB). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gaspreistabelle.de
  13. Eurobahn ab 1. Dezember im Fernverkehr aktiv. In: eurobahn.info. 27. November 2000, archiviert vom Original am 6. Juli 2002; abgerufen am 31. Dezember 2017 (Pressemeldung).
  14. Mangelnde Auslastung: Fernzug nach Köln wird eingestellt. In: eurobahn.info. 26. Januar 2001, archiviert vom Original am 12. Juli 2002; abgerufen am 31. Dezember 2017 (Pressemeldung).
  15. a b Zahlen, Daten & Fakten. In: eurobahn.de. Abgerufen am 31. Dezember 2017.
  16. Ersatzfahrplan für RE 13 nicht akzeptabel. Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, 13. Dezember 2016, abgerufen am 23. Dezember 2016.
  17. Qualifizierung als Triebfahrzeugführer/in. In: eurobahn.de. Archiviert vom Original am 23. Dezember 2016; abgerufen am 23. Dezember 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eurobahn.de
  18. Ab 2. Januar fährt der RE 13 wie gewohnt. Eurobahn-Chef Thomas Görtzen erklärt, warum es bei der Bahnverbindung Mönchengladbach-Venlo so viele Probleme gab. In: rp-online.de. 28. Dezember 2016, abgerufen am 31. Dezember 2017.
  19. Stefan Hennigfeld: Neue Geschäftsführerin bei Keolis. In: zughalt.de. 2. Mai 2017, abgerufen am 28. Mai 2017.

Koordinaten: 52° 0′ 54,4″ N, 8° 34′ 14,9″ O