Wanzleben-Börde

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Wanzleben-Börde
Wanzleben-Börde
Deutschlandkarte, Position der Stadt Wanzleben-Börde hervorgehoben
Koordinaten: 52° 4′ N, 11° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Börde
Fläche: 188,07 km2
Einwohner: 14.175 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km2
Postleitzahl: 39164
Vorwahlen: 039204, 039209
Kfz-Kennzeichen: BK, BÖ, HDL, OC, OK, WMS, WZL Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Kleinbuchstaben
Gemeindeschlüssel: 15 0 83 531
Stadtgliederung: 11 Orte
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1–2
39164 Wanzleben-Börde
Webpräsenz: www.wanzleben-boerde.de
Bürgermeister: Thomas Kluge (parteilos)
Lage der Stadt Wanzleben-Börde im Landkreis Börde
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Über dieses Bild

Wanzleben-Börde ist eine Stadt im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt ca. 15 km südwestlich der Landeshauptstadt Magdeburg. Landschaftlich gehört die Stadt zur fruchtbaren Magdeburger Börde.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wanzleben-Börde grenzt an folgende Städte und Gemeinden (im Uhrzeigersinn, im Norden beginnend): Hohe Börde, Magdeburg, Sülzetal, Egeln und Oschersleben (Bode).

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortschaften der Stadt Wanzleben-Börde, in Klammern weitere zugehörige Ortsteile:[2]

Am 1. Juli 2014 ist das neue Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt in Kraft getreten. In dessen §14 (2) wird den Gemeinden die Möglichkeit gegeben, den Ortsteilen, die vor der Eingemeindung Städte waren, diese Bezeichnung zuzuerkennen.[3] Die Stadt Wanzleben-Börde hat von dieser Regelung Gebrauch gemacht. Die diesbezügliche Änderung ihrer Hauptsatzung ist im Jahr 2015 in Kraft getreten. In den §§1 (2) und 16 (1) werden die Ortsteile und Ortschaften mit ihren amtlichen Namen aufgeführt.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wanzleben wurde 980 erstmals urkundlich erwähnt.

Die Stadt Wanzleben-Börde entstand am 1. Januar 2010 aus neun der zehn Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft „Börde“ Wanzleben.[5] Die zehnte Gemeinde, Zuckerdorf Klein Wanzleben, wurde seitdem von der Stadt mitverwaltet und am 1. September 2010 eingemeindet.[5]

Die Kulturdenkmale der Gemeinde sind im örtlichen Denkmalverzeichnis eingetragen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bahnhof Blumenberg liegt an der Bahnstrecke Magdeburg–Halberstadt–Thale. Die stündlichen Regionalexpress-Züge passieren den Bahnhof ohne Halt. Der Halt der zweistündlichen Regionalbahnen Magdeburg–Oschersleben soll abbestellt werden, sobald die Strecke fertig ausgebaut ist. Auf der Bahnstrecke Blumenberg–Eilsleben fahren Bioethanolzüge zwischen Blumenberg und Klein Wanzleben. Die Bahnstrecken Schönebeck–Blumenberg und Staßfurt–Blumenberg sind im Bereich des Stadtgebiets stillgelegt.

Wanzleben ist über mehrere Straßen erreichbar; unter anderem über die B 246a, die B 180 und die BAB 14 über die L 50 Richtung Magdeburg.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 hat der Stadtrat 27 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,1 Prozent. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:[6]

CDU SPD Linke FDP Grüne FW EB
2014 7 Sitze 4 Sitze 4 Sitze 3 Sitze 1 Sitz 7 Sitze 1 Sitz

Weiteres Mitglied des Stadtrates und dessen Vorsitzender ist der Bürgermeister. Im März 2017 wurde Thomas Kluge zum Bürgermeister gewählt.[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 15. Februar 2010 durch den Landkreis genehmigt.

Blasonierung: „In Silber eine rote silbern gefugte Burg mit einem breiten mittleren und zwei schmaleren seitlichen spitzbedachten und kugelbekrönten Türmen, der mittlere Turm mit drei Rundbogenöffnungen im oberen Stockwerk und offenem Tor, darin schwebend der in Rot über Silber geteilte Schild des Erzstifts Magdeburg, die seitlichen Türme mit je zwei Rundbogenöffnungen im Ober- und je einer im Untergeschoss.“[8]

Die Stadt Wanzleben-Börde beschloss auf ihrer konstituierenden Sitzung am 8. Januar 2010 das ehemalige Stadtwappen des jetzigen Ortsteils Wanzleben in veränderter Form zu führen. Die Veränderung besteht in der Anzahl und Positionierung der Fenster, womit die Gemeinden symbolisiert werden, die zur neuen Stadt fusionierten. Die Symbolik des Wappens bezieht sich auf die Burg Wanzleben im Sinne eines gemeinschaftlichen Hauses, aus dem die Ortsteile auf eine gemeinsame Zukunft blicken. Was die Anzahl der Öffnungen angeht, so ist die Interpretation 9 Fenster = 9 Gemeinden oder 9 Fenster und ein offenes Tor = Gemeinden plus die Stadt Wanzleben im Hinblick auf das ggf. spätere Hinzukommen der Gemeinde Klein Wanzleben.

Das Wappen wurde vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge ist Rot-Weiß (1:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.

Söhne und Töchter von Wanzleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Kühle (1791–1853), geboren in Klein Wanzleben, preußischer Generalmajor
  • Heinrich Becker (1872–nach 1928), geboren in Klein Wanzleben, Obermeister der Bäckerinnung und Abgeordneter des Preußischen Landtags

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wanzleben-Börde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2016 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Einheitsgemeinde Wanzleben-Börde vom 14. November 2013; (PDF; 51 kB)
  3. Kommunalverfassungsgesetz des Landes in der Fassung vom 1. Juli 2014
  4. Hauptsatzung in der Fassung von 2015
  5. a b StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  6. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Kommunalwahlen in Wanzleben-Börde 2014, Endgültiges Ergebnis
  7. http://www.stala.sachsen-anhalt.de/wahlen/bm10/erg/gem/bm.15083531.20100328.ergtab.dr.html
  8. Amtsblatt des Landkreis Nr. 15/2010 (PDF; 803 kB)