Welle (Stendal)

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Welle
Stadt Stendal
Koordinaten: 52° 32′ 13″ N, 11° 50′ 55″ O
Höhe: 56 m ü. NHN
Einwohner: 85 (31. Dez. 2008)
Eingemeindung: 1. Juli 1973
Eingemeindet nach: Dahlen
Postleitzahl: 39576
Vorwahl: 03931

Welle gehört zur Ortschaft Dahlen ist ein Ortsteil der Kreisstadt Stendal in Sachsen-Anhalt.

Das Kirchdorf liegt südlich von Dahlen und Stendal in der Altmark.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gutshaus Welle
Welle (Sachsen-Anhalt)
Welle
Welle
Lage in Sachsen-Anhalt

Eine erste urkundliche Erwähnung des Orts als Villa Welle datiert aus dem Jahr 1151. Welle bestand zunächst aus den zwei Ortsteilen Deutsch-Welle und Wendisch-Welle, in denen jeweils Deutsche und Wenden dominierten. Der zweite Ortsteil wurde erstmals 1357 als dudeschen ville erwähnt.[1]

In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts entstand die Gutskirche Welle. Eine gewisse Bedeutung erlangte der Ort mit der Einrichtung des Bismarck’schen Gutes Welle Ende des 18. Jahrhunderts. Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Welle mit der Landgemeinde Welle vereinigt.[2]

Die Gutsanlage, so insbesondere das 1820 errichtete Gutshaus, ist erhalten und diente zeitweise als Stammsitz der Familie von Bismarck-Briest. Auf dem Gutshof wird heute regelmäßig ein Gartenfestival veranstaltet.

Am 1. Juli 1973 wurde die Gemeinde Welle in die Gemeinde Dahlen eingemeindet.[3] Seit dem 1. September 2010 gehört der Ortsteil Welle zur neu gebildeten Ortschaft Dahlen und zur Stadt Stendal.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es verkehren Linienbusse und Rufbusse der Regionalverkehr Westsachsen (RVW) unter dem Markennamen stendalbus.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Scholke: Stille Schönheit, Romanische Feldsteinkirchen in der Altmark. 1993, S. 162
  2. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 209.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 345.