Nahrstedt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Nahrstedt
Stadt Stendal
Koordinaten: 52° 34′ 42″ N, 11° 42′ 31″ O
Höhe: 42 m
Fläche: 8,63 km²
Einwohner: 283 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2010
Postleitzahl: 39576
Vorwahl: 039329
Nahrstedt (Sachsen-Anhalt)
Nahrstedt

Lage von Nahrstedt in Sachsen-Anhalt

Kirche zu Nahrstedt (Oktober 2018)
Kirche zu Nahrstedt (Oktober 2018)

Nahrstedt ist ein Ortsteil der Kreisstadt Stendal in Sachsen-Anhalt (Deutschland).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Nahrstedt im Südosten der Altmark liegt an der oberen Uchte auf einer durchschnittlichen Höhe von 35 Meter über NHN und etwa zwölf Kilometer westlich von der Hansestadt Stendal entfernt. Das Gelände um den Ortsteil Nahrstedt ist leicht hügelig und steigt nördlich und südlich der Uchte allmählich um rund 15 Meter an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1209 wurde Nahrstedt erstmals in einer Urkunde erwähnt.

Am 30. September 1928 wurde der Gutsbezirk Nahrstedt mit der Landgemeinde Nahrstedt vereinigt.[1]

Bis zum 31. Dezember 2009 war Nahrstedt eine selbstständige Gemeinde.

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Nahrstedt am 25. Juni 2009, dass die Gemeinde Nahrstedt in die Hansestadt Stendal eingemeindet wird. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.[2]

Nach der Eingemeindung der bisher selbstständigen Gemeinde Nahrstedt wurde Nahrstedt ein Ortsteil der Hansestadt Stendal. Für die eingemeindete Gemeinde wurde die Ortschaftsverfassung nach den §§ 86 ff. der Gemeindeordnung Sachsen-Anhalt eingeführt. Die eingemeindete Gemeinde Nahrstedt und künftige Ortsteil Nahrstedt wurde zur Ortschaft der aufnehmenden Hansestadt Stendal. In der eingemeindeten Gemeinde und nunmehrigen Ortschaft Nahrstedt wurde ein Ortschaftsrat mit fünf Mitgliedern einschließlich Ortsbürgermeister gebildet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde Nahrstedt war Wilhelm Jacob. Er ist nun Ortsbürgermeister des Ortsteils Nahrstedt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirche von Nahrstedt ist eine romanische Feldstein-Saalkirche mit Westquerturm aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. 1790 wurden das Schiff nach Osten verlängert und Stichbogenfenster eingebrochen. 1970 entfernte man die barocke Ausstattung der Kirche.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben kleinen Handwerksbetrieben prägt die Landwirtschaft das Bild Nahrstedts. Im Dorf wird die Tradition des Pferdesportes von einem Reit- und Fahrverein fortgeführt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenige hundert Meter südlich vom Ortsteil Nahrstedt führt die Bundesstraße 188 (WolfsburgGardelegen–Stendal) vorbei. In den Nachbarortsteilen Möringen und Vinzelberg befinden sich die nächsten Bahnhöfe (Bahnstrecke Hannover–Stendal–Rathenow–Berlin). Es verkehren Linienbusse der Regionalverkehr Westsachsen (RVW) unter dem Markennamen stendalbus.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 209.
  2. Amtsblatt des Landkreises Nr. 20/2009 Seite 274-275 (PDF-Datei; 1,4 MB)
  3. Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Sachsen-Anhalt 1. Deutscher Kunstverlag, München 2002, ISBN 3-422-03069-7, S. 649.