Wilhelm Höffert

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Revers einer Carte de Visite, hergestellt von Haake & Albers.
Revers, handschriftlich datiert Anfang „[…] 1877“ mit einer Widmung an Max Kurnik

Ernst Friedrich Wilhelm Hugo Höffert (* 25. Oktober 1832 in Stralsund;[1]8. April 1901 in Wiesbaden[2]) war ein deutscher Fotograf, der in zahlreichen deutschen Städten Ateliers betrieb.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Biographie von Wilhelm Höffert ist wenig bekannt/veröffentlicht.

Die Eltern von Wilhelm Höffert waren Schauspieler. Er kam während eines Theaterengagement seiner Eltern in Stralsund zur Welt.[1] Die Mutter war die Schauspielerin Emilie Wilhelmine Johanna Louise Höffert (1808–1857), geb. Devrient, die Tochter des Schauspielers Ludwig Devrient. Der Vater war der Schauspieler und Regisseur Wilhelm David Höffert.[3] Als Kind war Wilhelm Höffert vermutlich in Begleitung seiner Mutter der Schauspielerin Emilie Höffert, seines Bruders Louis und der Schwester Elise. 1840 war sie am Großherzoglichen Hoftheater in Schwerin engagiert.[4] Von 1845 bis 1851 war sie Hofschauspielerin am Oldenburgischen Hoftheater.[5]

Von Oldenburg ging der 16-jährige Höffert 1848 an die Kunstakademie Düsseldorf, um von Karl Ferdinand Sohn und Theodor Hildebrandt in Malerei unterrichtet zu werden, die ihn insbesondere an die Porträtmalerei heranführten. Hildebrandt beurteilte seine Leistungen mit der Note „sehr gut“.[6] 1850 verließ Wilhelm Höffert die Kunstakademie.

Ob Wilhelm Höffert sich anschließend tatsächlich als Photograph in Warschau und Rußland aufgehalten hatte, wie seine Mutter vermutet hatte, ist nicht bekannt.[7]

Im Jahr 1860 ging er in Göteborg eine Geschäftspartnerschaft mit dem Fotografen und Maler Moritz Unna ein. Unna hatte 1853 als Daguerreotypist in Göteborg ein Atelier eröffnet, ab 1855 lautete die Adresse Drottninggatan 68. Die gemeinsame Firma firmierte unter „Unna & Höfferts Fotografiska Atelier“ mit der Adresse Södra Hamngatan 41.[1] Im Jahr 1863 wurde die Partnerschaft aufgelöst und Unna ging nach Kopenhagen, wo er das fotografische Atelier von Peter Ludwig Rudolph Striegler (1816–1876) kaufte.

Wilhelm Höffert kehrte vermutlich im selben Jahr nach Deutschland zurück und eröffnete unter seinem Namen ein fotografisches Atelier in Dresden.[8] Wilhelm Höffert war einer der ersten Fotografen, die unternehmerisch tätig waren, indem er fotografische Ateliers unter dem Namen W. Höffert in mehreren Städten betrieb und/oder betreiben ließ. Die Namen der Betreiber/Atelierbesitzer wurden vielfach nicht bekannt,[9] die geschäftlichen Verhältnisse scheinen nicht eindeutig gewesen zu sein. Nur der Fotograf Georg Brokesch nannte sich von 1872 bis 1875 Geschäftsführer des Leipziger Ateliers.

Von 1872 bis 1884 wohnte Höffert in Dresden in der Pragerstaße 32 und bis 1889 in der Lüttichaustr. 18. Laut Eintrag in den Dresdner Adressbüchern hatte er seiner Frau Mila Höffert 1876 Prokura erteilt.[10][11] Erstmalig in den Berliner und Dresdner Adressbüchern von 1895 wird sie als Mitinhaberin geführt. Welchen Aufgabenbereich sie im Besonderen zu verantworten hatte, ist nicht bekannt.

1892 war Wilhelm Höffert über New York in die USA eingereist. Er war ein zweites Mal verheiratet[12] und lebte in Chikago. Es ist nicht bekannt, wann er die USA wieder verließ.[13][14]

Auch wenn heutzutage noch eine große Anzahl an Fotografien existieren, auf denen der Name W. Höffert gedruckt wurde, ist weder viel über das Leben und die Aufenthaltsorte W. Höfferts bekannt, noch wie lange er selber fotografierte oder porträtierte.[15]

Wilhelm Höffert war verheiratet mit Bohumila (genannt Mila) Wehle. Sie war die Tochter des sorbischen Schriftstellers Jan Wjela-Radyserb/ Johann Wehle (1822–1907).[16] Aus dieser Ehe stammte der Sohn Ludwig, mit dem sie nach dem Tode von Wilhelm Höffert im April 1901 das Geschäft fortführte.[17] Im Jahr 1903, vermutlich im Sommer meldete Mila Höffert Insolvenz an. Im Juli 1904 wurde gegen sie vor dem Dresdner Landgericht wegen Betrugs verhandelt.[18] Der Sohn hatte sich dem Verfahren durch Flucht ins Ausland entzogen.[19]

W. Höffert — Ateliers und Filialen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • in Dresden von 1864 bis 1877 in der Marienstraße 10, von 1874 bis 1890 in der Seestraße 10[20] im Kaufhaus Herzfeld,[21] von 1891 bis 1899 in der Prager Straße 49 und von 1900 bis 1903 in der Hausnummer 7.[22][23]
  • in Leipzig von ca. 1869 bis April 1876 im Thomaskirchhof 24[24] und ab 15. April 1876[25] bis 1905[26] in der Schlossgasse 16 im Kaufhaus August Polich[27]
  • in Chemnitz von ca. 1872 bis 1878 in der Zwickauerstraße 1 im Garten[28] und ab 1879 bis 1893[29] mit der Adresse Langestraße 18.[30]
  • in Bad Ems (Beginn und Zeitraum unbekannt),
  • in Karlsruhe in den Jahren 1875 und 1876[31] in der Hirschstraße 36.[32][33]
  • in Nizza in der Rue du temple No. 5. (1876–1881)
  • in Berlin sind von 1885 bis 1897 das Atelier am Leipziger Platz 12 nachgewiesen und von 1892 bis 1900 das Unter den Linden 24[34][35]
  • in Breslau am Tauentzienplatz 11[36] (Beginn und Zeitraum unbekannt),
  • in Hamburg von 1881 bis 1899 in der Poststraße 5b/Jungfernstieg 6 (ab 1885 Jungfernstieg 12)[37]/Stadtwassermühle 5[38] und von 1900 bis 1902 in der Esplanade 47, Alsterthor 14/16[39]
  • in Hannover in der Georgstraße 9, erster Eintrag im Einwohnerverzeichnis des Adressbuches im Jahr 1879 mit dem Hinweis „Prok.: Ehefr. Höffert, Mila, geb. Wehle“, ab 1885 „Archit. Wilh. Sültenfuß (allein. Vertr.)“, ab 1889 in der Hausnummer 14, ab 1901 Hausnummer 8, ab 1892 „Inh. Photogr. Jul. Benade“, ab 1894 Wilhelm Höffert und Ehefrau Mila, ab 1897 anstelle der Ehefrau der Sohn „Ing. und Photogr. Paul Ludw. Höffert“, ab 1902 „We.[Witwe] Mila Höffert, geb. Wehle“ und Sohn, ab 1904 Lemförderstraße 1, ab 1905 Wihelm Höffert Nachf., Alfred von Carlowitz-Hartitzsch,
  • in Magdeburg in der Breiteweg 196/197, (Beginn und Zeitraum unbekannt)
  • in Bonn, vom 30. Juli 1900 bis 1901[40] in der Coblenzerstr. 8,[41]
  • in Düsseldorf, Alleestraße 40, erster Eintrag im Adressbuch (Gewerbe) von 1897. Der Eintrag „Höffert, Wilhelm Ehefr., geb. Wehle“, ab 1899 „Höffert, Wilhelm, Hofphotograph“, später Inhaber Julius Staegemann.
  • in Köln von 1896[42] bis ca. 1906[43] in der Hohestraße 55 (später Hohestraße 111a).
  • in Potsdam, Humboldtstr. 1, späterer Inhaber C. Wohlatz

Auf den Rückseiten einiger Fotografien ist noch München als Atelierstandort angegeben.

Nach der Insolvenz von „W. Höffert“ haben an einigen Standorten die Betreiber die Ateliers unter Verwendung des Namens „W.[ilhelm] Höffert Nachf.[olger]“ fortgeführt, so beispielsweise in Leipzig die Fotografen E. & M. Foerstner (oder Förstner) anfangs in der Schloßgasse 1/Ecke Petersbrücke, von 1906 bis 1907 unter der Adresse Barfußgasse 15, in Düsseldorf[44] und in Hamburg Johann Kagel von 1903 bis 1906 im Alstertor 14/16.[45] Das Adressbuch der Stadt Bonn von 1903 verzeichnet den Fotografen Ferd[inand] Bauer in der Coblenzerstr. 8a als Inhaber von „W. Höffert“.[46]

Bekannte Gehilfen und Lehrlinge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fotograf Nicola Perscheid ist vor der Eröffnung seines eigenen Ateliers 1891 zwei Jahre lang in Höfferts Dresdner Atelier in der Seestraße als Fotografengehilfe angestellt gewesen.[47]

In den Jahren 1894/95 absolvierte der später erfolgreiche Fotograf Hugo Erfurth eine einjährige Lehre im Hause Höffert.[48][49]

Hof-Photograph[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Wilhelm Höffert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Adressbücher – Quellen und Volltexte

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Anders Nylander, LarsOlof Lööf und Regine Richter (Deutsche Fotothek): Porträttfynd: Bild i fullformat och möjlighet att göra en kommentar, in: www.genealogi.se; online
  2. siehe Hessisches Staatsarchiv Marburg (HStAMR Best. 925 Nr. 2712 S. 396)
  3. Der Almanach für Freunde der Schauspielkunst, der über einen längeren Zeitraum jährlich erschien, benannte einen Sch.[auspieler] Höffert und eine Mad.[ame] Sch.[auspielerin] Höffert bis auf wenige Ausnahmen als einzige Namensträger. Sie spielten nachweislich (Mehrere Erwähnungen in Sundine: Unterhaltungsblatt nebst Literatur- und Intelligenz-Blatt für Neu-Vorpommern und Rügen; Jg. 1833, Wilhelm Hauschildt, Stralsund (urn:nbn:de:bvb:12-bsb10618025-0 BSB)) 1832 und 1833 im Theater in Stralsund.
  4. Damen, (Mad. Höffert). In: L. Wolff (Hrsg.): Almanach für Freunde der Schauspielkunst auf das Jahr 1840, Sittenfeld, 1841, S. 432, Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3D8rtNAAAAcAAJ~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3DPA432~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D, (unter Kinderrollen wird Elise Höffert erwähnt. Sie war die Schwester von Wilhelm Höffert)
  5. Harald Schieckel: Mitteldeutsche im Lande Oldenburg II. In: Oldenburger Jahrbuch, Band 67, 1968, S. 51 [58], urn:nbn:de:gbv:45:1-3267.
  6. Findbuch 212.01.04 Schülerlisten der Kunstakademie Düsseldorf, Webseite im Portal archive.nrw.de (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen)
  7. Anna Löhn-Siegel: Die einzige Tochter Ludwig Devrient’s, S. 63. (Sie veröffentlichte 1885 diese Äußerung von Emilie Höffert, die bereits 1857 verstorben war. Die Autorin Anna Löhn-Siegel war zwei Jahre zusammen mit Emilie Höffert am Hoftheater in Oldenburg aufgetreten.)
  8. Erster Eintrag „Höffert, E.F.W. Hugo, Photograph, Marienstrasse 10, pt.“ im Namensregister des Adressbuches von Dresden von 1864, (online, SLUB).
  9. Hinweise auf die Namen der Betreiber finden sich z. T. in den Registern für Straßennamen der Adressbücher.
  10. Im Namensregister des Dresdner Adressbuches von 1876 wird Ehefr. Mila als Prokuristin in der Fa. W. Höffert geführt, (online, SLUB).
  11. Erwähnung in: Hanni Schwarz: Photographie als Frauenberuf. In: Hermann Wilhelm Vogel (Hrsg.): Photographische Mitteilungen. 45. Jg. Gustav Schmist, Berlin 1905, S. 162, Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3D~IA%3Dbub_gb_4xo_AAAAYAAJ~MDZ%3D%0A~SZ%3Dn275~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D.
  12. Höffert („Wilhelm Hoffert, Dresden“) war in Begleitung einer 30-jährigen „Mrs. Wilhelm Hoffert“ und einem 2-jährigen Kind „Jeta Hoffert“: Ellis Island Foundation (Weblinks)
  13. The New York Public Library (Weblinks)
  14. Eine Photographie von Helen Castle Mead (wife of George Herbert Mead, professor of Sociology at the University of Chicago.), die möglicherweise in Chikago entstanden ist: Photographie, (University of Chicago Library, Archival Photographic Files)
  15. Er zeigte auch als Portraitmaler an.
  16. Susanne Hose: Wjela (Wehle), Jan (Johann), ab 1847 Jan Radyserb-Wjela (Pseudonym: Žarin, Mrowjan). In: Sächsische Biografie. Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e. V., 17. März 2014, abgerufen am 29. Oktober 2018.
  17. Abschrift eines Revers „W. Höffert Inhaber Ludwig Höffert & Mila Höffert Hofphotograph … H. d. Prinzen Friedr. Leopold v. Preussen, Sr. Hoh. d. Prinzen Maximilian v. Baden, Hofphotographin Sr. Majestät d. Königs von Sachsen & Sr. Kgl. Hoh. d. Grossherzogs v. Mecklenburg., Hannover Georgstrasse, Dresden Leipzig Hamburg Magdeburg“ (online, Universität Kassel), weitere Quelle: Adreßbuch der Hoflieferanten im Königreich Sachsen, 1904, Höffert, P. Ludw., Hofphotograph Königreich Preußen, zugleich Sr. Majestät des Deutschen Kaisers, Schöneberg, (auch des Prinzen Leopold von Preußen) Seite 12; Höffert, M. verw. Hofphotographin des Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin, Dresden, Seite 14; Höffert, P. Ludw., Hofphotograph des Königs von Großbritannien, Seite 18; (Digitalisat, SLUB).
  18. Zur Insolvenz der Fa. W. Höffert/ Übernahme durch (Kaufhaus) Herzfeld. In: Süddeutschen Photographen-Vereins eV, Sitz München (Hrsg.): Photographische Kunst. Band 2, 1903, ZDB-ID 1091797-4, S. 80 ff., 375, 404. und Zum Fall Höffert. In: Wiener Freie Photographen-Zeitung. Band 6. Wien 1903, S. 56–57 (onb.ac.at).
  19. Vermischtes. In: Der Photograph, 14. Jg., Nr. 28, Hannover, 1904, S. 111.
  20. Auf den Revers einiger Fotografien ist auch Hausnummer 21 angegeben. Hierzu fanden sich bisher keine Hinweise in den Adressbüchern.
  21. Wilhelm Höffert war anscheinend der erste, der ein Atelier in einem Kaufhaus betrieb. Quelle: Jeanne Rehnig: Was ist das, ein Atelier im Warenhaus. In: Dr. Irene Ziehe (Hrsg.): Fotografien vom Alltag – Fotografieren als Alltag. Münster 2004, S. 200 (Tagungsband zur Tagung der Kommission Fotografie der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde und der Sektion Geschichte und Archive der Deutschen Gesellschaft für Photographie im Museum Europäischer Kulturen vom 15. bis 17. November 2002)., Seite 200, (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3DaQKqp5eMGZ0C~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3DPA200~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D)
  22. Horst Milde, Seite 146.
  23. Das Atelier wurde Ende 1903 wg. Feuergefährlichkeit geschlossen, nachdem Fa. Herzfeld das Atelier erworben hatte. (Quelle: Vermischtes. In: Der Photograph, 13. Jg., Nr. 48, Hannover, 1903, S. 190)
  24. Erstmalig im Namensregister des Leipziger Adressbuches von 1870 wurde W. Höffert mit Adresse Thomaskirchhof erwähnt, (online, SLUB). Mit der Hausnummer 24 wurde ein Gebäude (Kasternr. 567b) erwähnt, das vermutlich schon in den Jahren zuvor als fotografisches Atelier genutzt wurde. In den Verzeichnissen der Folgejahre zu den Strassennamen wird zunächst als Besitzer der Fotograf F.[riedrich] Manecke angegeben und ab 1871 als Betreiber eines Ateliers G.[eorg] Brokesch, ab 1875 wurde W. Höffert als Besitzer (online, SLUB) aufgeführt. G. Brokesch war von 1871 bis 1875 als Geschäftsführer des photograph. Ateliers von W. Höffert in den Adressbüchern verzeichnet. Spätere Eintragungen im Branchenverzeichnis enthielten den Hinweis, dass es sich um eine Handelsfirma handele. Das Atelier Thomaskirchhof wurde ab 1877 für einige Jahre von einem Fotografen „B[ohuwjer]. Wehle“ besessen (Quelle: Adressbücher), wobei es sich um den Schwager von W. Höffert gehandelt haben könnte. Die Revers waren betitelt: Promenade, „vis-à-vis der Centralhalle“. B. Wehle betrieb auch Ateliers in Dresden und Elberfeld.
  25. Siehe Namensregister des Leipziger Adressbuches von 1876 mit Adresse Schlossgasse 16, (online, SLUB).
  26. Letzter Eintrag im Adressbuch 1905.
  27. Im Jahr 1883 wurde vermutlich die Nummerierung der Gebäude in der Schlossgasse geändert, indem man die gerade Ziffern auf die eine und die ungeraden Ziffern auf die andere Straßenseite legte. So wurde aus der Schlossgasse 16 im Jahr 1883 die Schlossgasse 1, (online,SLUB).
  28. Erstmals im Namensregister des Chemnitzer Adressbuches von 1872 wurde W. Höffert mit Adresse Zwickauerstraße 1 im Garten, (online, SLUB) erwähnt. Die Revers waren betitel: bei der dortigen „Nicolaiapotheke“.
  29. Der letzte Eintrag im Adressbuch war im Jahr 1893.
  30. Vermutlich ab 1882 führte Leopold Rudolph Fleck das Geschäft unter dem Namen W. Höffert fort (online, SLUB). Im Jahr 1889 wurde Auguste Ernestine Fleck Inhaberin des Geschäftes, nachdem ihr Mann verstorben war (Bez. Wwe. im Adressbuch). 1891 erfolgte ihr letzter Eintrag. Das Straßenverzeichnis führte bis 1891 unter der Katasternr. 155 die Hausnummer 18, ab 1892 die Hausnummer 34, wo Höfferts Atelier in einem Hintergebäude (HG) gelegen hatte.
  31. Der Aufenthalt in Karlsruhe hatte nur 2 Jahre gedauert, wenn man die Angaben in den Adressbüchern als Anhaltspunkt nimmt. Als Fotograf unter der Adresse „Hirschstarsse 36“ wurde in den beiden Jahren auch Julius Stöl(t)zner aufgeführt (online, BLB). 1877 betrieb Carl Schade das Atelier.
  32. Rückseite, Fedor Rinck, Deutsche Fotothek
  33. StadtWiki Karlsruhe, (online).
  34. „Wilhelm Höffert Nachf., Inhaber C. Wohlatz“, in: Photographische Correspondenz, 1913, S. 323.
  35. Zu den Jahreszahlen von Frau Prof. Dr. Sibylle Einholz (Berliner Fotografenateliers) gibt es widersprechende Angaben, denn letztmals ist der Eintrag W. Höffert Photograph. Kunstanstalt mit Adresse Unter den Linden 24 im Namensregister im Berliner Adressbuch von 1904 (S. 727) verzeichnet und im Branchenregister im Adressbuch von 1903 (S. 243).
  36. Gegen Ende des Jahres 1903 sollte im Auftrage des Dresdner Konkursverwalters Justizrat Dr. Thürmer das Atelier samt Inventar für 12.500 Mk. verkauft werden. Es fand sich kein Bieter. (Quelle: Vermischtes. In: Der Photograph, 13. Jg., Nr. 40, Hannover, 1903, S. 158)
  37. Ab Jahr 1885 wurde Nummerierung geändert. Die Adresse „Jungfernstieg 6“ lautete ab dann Nr. 12. Das Hinterhaus hatte zusätzlich die Adresse „Poststraße 5“. Dies war bis 1895 auch die Adresse des Fotografen Ludwig Bernitt. Möglicherweise war er Geschäftsführer oder Betreiber des fotografischen Ateliers W. Höffert in Hamburg gewesen.
  38. Die Angabe von drei Straßennamen erweckt den Eindruck, es handele sich um mehrere Ateliers. Dem war aber nicht so. Das Hinterhaus Jungfernstieg 6 hatte einen zusätzlichen Zugang von der Stadtwassermühle 5 (Quelle: Thorsten Bölck: Der „Mühlen Canal“ – ein Tunnel von Hamburgs Binnenalster zum Bleichenfleet, in: Christoph Ohlig (Hrsg.): Hamburg – die Elbe und das Wasser sowie weitere wasserhistorische Beiträge aus der Reihe der Schriften der Deutschen Wasserhistorischen Gesellschaft (DWhG) e. V., Band 13, BoD, Siegburg 2009, ISBN 978-3-8370-2347-3, S. 44). Dieses Atelier hatte von 1858 bis 1880 der bekannte Hamburger Fotograf Heinrich Friedrich Plate genutzt.
  39. Herr Johann Kagel kauft das Atelier und führt es unter dem bestehenden Namen fort (Quelle: Ateliernachrichten. In: Der Photograph, 13. Jg., Nr. 37, Hannover, 1903, S. 146).
  40. Anzeige im General-Anzeiger Bonn vom 30. Juli 1900, S. 1, Adressbücher Bonn 1900–1902
  41. Photographen, Bonn.
  42. Erster nachweislicher Eintrag im Kölner Adressbuch. Die digital zur Verfügung stehenden Adressbücher für Köln sind z. Zt. nicht vollständig, u. a. fehlt das Jahr 1900.
  43. Ab der Ausgabe von 1901 wurden Balthasar Blum und Caspar Ditger zusätzlich genannt. Blum war als Fotograf nachweisbar und daher wsh. Betreiber des fotografischen Ateliers, Teilhaber Ditger war nach einem früheren Eintrag von Beruf Schankwirt. Es gab zeitweilig auch ein fotografisches Atelier „Blum & Höffert“.
  44. Vermutlich Julius Staegemann, Inhaber der Firma W. Höffert Nachf., Alleestrasse 40, Düsseldorf.
  45. Kai Deecke: Fotografen und ihre Ateliers in Hamburg von 1855 bis 1915, Erwähnungen in den Ausgaben der Hamburger Adressbücher, Selbstverlag, Hamburg, 2012.
  46. S. 196, vergleiche die Angaben des Vereins für Computergenealogie.
  47. Katja Schumann: Nicola Perscheid (1864–1930). Forschungen zu einem Berufsphotographen im Kontext der Kunstphotographie um 1900, (die Ergebnisse ihrer Magisterarbeit vorgelegt an der TU Dresden 2003). Vortrag (anlässlich der Hermann-Krone-Preis-Verleihung 2004, am 27. September 2004), [gekürzte Fassung], (online).
  48. Photographische Correspondenz, 47. Jg., 1910, S. 545.
  49. Bodo von Dewitz, Karin Schuller-Procopovici (Hrsg.): Hugo Erfurth, 1874–1948. Photograph zwischen Tradition und Moderne. Wienand, Köln 1992, ISBN 3-87909-312-1
  50. Erstmals im Namensregister des Dresdner Adressbuches von 1873 wird der Titel Hofphotograph S.K.H. d. Kronprinzen Albert erwähnt, (online, SLUB).
  51. Verleihung von Hofprädikaten. In: Ministerium des Königlichen Hauses. Sächsisches Staatsarchiv, abgerufen am 23. Oktober 2018.
  52. Dazu wird sich W. Höffert vermutlich mehrfach und über einen längeren Zeitraum in dem/seinem Berliner Atelier aufgehalten haben.
  53. Vergleiche die Abbildung des Revers mit drei Wappen und: Umschrift auf der Seite des GenWikis
  54. Unter den 15 Fotografien, von Höffert im Besitz des Theatermuseums Meiningen (auch: „Zauberwelt der Kulisse“) befindet sich eines im Kabinettformat mit einem Brustbild des Schauspielers Josef Kainz mit der Darstellung aller vier Wappen (online (Memento des Originals vom 25. September 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/h2383667.stratoserver.net, Museum Digital Thüringen).
  55. a b Adressbücher von Hannover, Einwohnerverzeichnis
  56. In den Berliner Adressbüchern von 1895