Zehn-Prozent-Mythos

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Der Begriff Zehn-Prozent-Mythos steht für sinngemäß ähnliche Aussagen wie „Der Mensch nutzt nur 10 Prozent seiner Gehirnkapazität.

Diese vielfach kolportierte und gelegentlich berühmten Personen zugeschriebene Feststellung entstand durch falsches Verständnis – oder falsche Interpretation – physiologischer und neurowissenschaftlicher Untersuchungen und Experimente. Obwohl der Zehn-Prozent-Mythos wissenschaftlich widerlegt ist, wird er durch die Popkultur, parawissenschaftliche Aussagen und auch durch Verwendung in der Werbung am Leben erhalten.

Die Aussage des Zehn-Prozent-Mythos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aussage, dass der Mensch normalerweise nur einen kleinen Prozentsatz, beispielsweise zehn Prozent, seiner Gehirnkapazität (oder seines „Gehirnpotentials“) nutzt, die restlichen 90 Prozent aber „brach liegen“, ist ein weit verbreiteter Mythos.[1]

Der Neurowissenschaftler Gregory Hickok hat erklärt, wie es zu einer solchen Fehlannahme kommen kann: „Mythen über das Gehirn entstehen in der Regel auf folgende Weise: Ein faszinierendes Versuchsergebnis erzeugt eine plausible, aber noch spekulative Interpretation (ein kleiner Teil des Gehirnlappens scheint ausreichend zu sein), die später überinterpretiert oder verzerrt wird (wir nutzen nur 10 Prozent unseres Gehirns). Die so entstandene Karikatur infiltrierte letztlich die Populärkultur und entwickelte dort ein von den Fakten, die sie hervorgebracht haben, ganz unabhängiges Eigenleben.“[2][3]

Der Zehn-Prozent-Mythos[4] wird oft zusätzlich und fälschlicherweise berühmten und intellektuell leistungsfähigen Personen wie Albert Einstein[5] – bezüglich Einstein kann diese Aussage nachweislich nicht belegt werden[1] – oder Margaret Mead[6] zugeschrieben und suggeriert dadurch, dass diese Personen gewusst hätten, wie eigene, ungenutzte Kapazitäten hätten freigesetzt und genutzt werden können.

Zwar kann durch Training – wie beispielsweise Jonglieren – die Anzahl interzellulärer Verbindungen in der weißen Substanz erhöht werden,[7] doch dass große Teile des Gehirns generell ungenutzt bleiben und entsprechend „aktiviert“ werden können, beruht auf einer naiven Vorstellung der Funktionsweise des Gehirns.

„Gehirnkapazität“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der oft in Formulierungsvarianten des Zehn-Prozent-Mythos verwendete Begriff „Gehirnkapazität“ (lateinisch capacitas ‚Fassungsvermögen‘) ist unscharf definiert und hat verschiedene Bedeutungen. Er kommt vor allem in der älteren Fachliteratur und der Populärliteratur vor. Dort steht Gehirnkapazität für unterschiedliche Gegebenheiten wie beispielsweise Gehirnvolumen, Intelligenz, Gedächtnisleistung oder allgemein „Leistungsfähigkeit des Gehirns“.

Eine der frühesten Verwendungen von Gehirnkapazität findet sich 1869 in einem medizinischen Journal und bezieht sich ausschließlich auf das Gehirnvolumen, das in diesem Fall bei mehr als 2000 Schädeln vermessen wurde.[8] Diesen Bezug auf das Hirnvolumen findet man bis etwa in die 1960er Jahre.[9] Heute verwendet man in der wissenschaftlichen Literatur je nach Aspekt vorzugsweise die präzisen Begriffe Gehirnmasse (bei Massenangabe in Gramm)[10] oder Gehirnvolumen (bei Angabe in Kubikzentimeter).[11]

Ab Beginn des 20. Jahrhunderts kommen zusätzlich weitere und oft diffuse Bedeutungen von Gedächtnisleistung (beispielsweise „Speicherung von Erinnerungsbildern“)[12] und anderer geistiger Fähigkeiten des Gehirns hinzu.

Potenzieller Ursprung des Mythos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der exakte Ursprung des Zehn-Prozent-Mythos lässt sich nicht feststellen, aber es gibt mehrere dokumentierte Aussagen von Physiologen und Neurowissenschaftlern, die einzeln oder gemeinsam als möglicher Auslöser des Mythos angesehen werden.

Marie-Jean-Pierre Flourens
  • Der Physiologe Marie-Jean-Pierre Flourens (1794–1867) führte im frühen 19. Jahrhundert Experimente mit Tauben, Hühnern und Fröschen durch: Er entfernte immer größere Teile des Gehirns und beobachtete danach das Verhalten dieser Tiere. 1824 schrieb er: „Man kann vom vorderen, hinteren, oberen oder seitlichen Teil eine gewisse Menge der zerebralen Lappen entfernen, ohne ihre Funktion zu zerstören.“[3]
Charles-Édouard Brown-Séquard
  • Eine Aussage zur unvollkommenen Entwicklung von geistigen Fähigkeiten erfolgte 1876, als der Physiologe und Neurologe Charles-Édouard Brown-Séquard (1817–1894) feststellte, dass sich hinsichtlich der Fähigkeiten des Gehirns “sehr wenige Menschen sehr weit und vielleicht niemand völlig” entwickle.[3]
William James Sidis (1914)
  • In den 1890er Jahren stellten die Harvard-Psychologen William James und Boris Sidis die „Reserveenergie-Theorie“ (reserve energy theory) auf. Sie untersuchten diese Theorie bei der Entwicklung von Sidis’ Sohn, dem Wunderkind William James Sidis (1898–1944), der angeblich einen IQ über 250 gehabt haben soll. William James behauptete in seinen Vorträgen, dass Menschen üblicherweise nur den Bruchteil ihres vollen geistigen Potentials ausschöpfen würden.[13]

1936 bezog sich der amerikanische Journalist Lowell Thomas in einem Vorwort zu dem Buch How to Win Friends and Influence People (dt.: Wie man Freunde gewinnt. Die Kunst, beliebt und einflussreich zu werden.) von Dale Carnegie auf diese Aussage und gab dazu fälschlicherweise einen sehr genauen Prozentsatz an: „Professor William James in Harvard pflegte zu sagen, dass der durchschnittliche Mensch nur zehn Prozent seiner latenten geistigen Fähigkeiten entwickelt.“[14][15] Carnegies Buch wurde mehr als 15 Millionen Mal verkauft.[16]

Rudolf Virchow
  • Eine weitere Erklärung zum Ursprung des Zehn-Prozent-Mythos ist eine Reihe von Missverständnissen – oder Falschdarstellungen – von Ergebnissen neurologischer Forschung vom Ende des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Früh hatte Rudolf Virchow festgestellt, dass das Gehirn hauptsächlich aus Gliazellen besteht, die nur sehr unbedeutende Funktionen zu haben schienen. Später fand man, dass die Funktionen vieler Hirnregionen (besonders in der Großhirnrinde) komplex genug sind, dass Auswirkungen von Schäden eher schleichend oder gar unmerklich sind, was die damaligen „Hirnforscher“ nachdenklich machte, was denn die eigentliche Aufgabe dieser so betroffenen Regionen sei,[17] und James W. Kalat, Autor des Lehrbuchs Biologische Psychologie, weist darauf hin, dass Neurowissenschaftler in den 1930er Jahren bereits wussten, dass sich im Gehirn eine große Anzahl von Schaltneuronen (engl. local neurons) befinden. Das Missverständnis der Funktion dieser Schaltneuronen, die „nur“ für die Verbindung zwischen verschiedenen Neuronen sorgen, könnten zum Zehn-Prozent-Mythos geführt haben.[18]
Georgi Losanow
  • In den 1960er Jahren schlug der Psychologe und Pädagoge Georgi Losanow die Lehrmethode der Suggestopädie vor in dem Glauben, „… dass wir eventuell nur fünf bis zehn Prozent unserer geistigen Kapazität benutzen“.[19][20]
Wilder Penfield 1934
  • Der Ursprung dieses Mythos wird auch auf den in den USA geborenen kanadischen Neurochirurgen Wilder Penfield zurückgeführt,[21] der der erste Direktor des Montreal Neurological Institute der McGill University war. Penfield und Mitarbeiter beobachteten, dass durch direkte Stimulation von etwa 10 Prozent aller Bereiche des Gehirns von menschlichen Patienten eine Aktivierung (oder Unterbrechung) von motorischen oder wahrnehmungsbedingten Ereignissen ausgelöst werden konnte.[22]

Wissenschaftliche Gegenargumente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Neurologe Barry Gordon beschrieb den Mythos als „lächerlich falsch“ und fügte hinzu: „… wir benutzen praktisch jeden Teil des Gehirns und es ist fast die ganze Zeit aktiv.“[5] Der Psychologe Donald H. McBurney nannte den 10-Prozent-Mythos „eines der widerstandsfähigsten Unkräuter im Garten der Psychologie“.[23] Obwohl man sich sehr bemühe, diesen Mythos auszurotten, wachse er doch immer weiter.

Der Neurowissenschaftler Barry Beyerstein listet verschiedene wissenschaftliche Argumente auf, die den Zehn-Prozent-Mythos widerlegen:[24]

  • Energiebedarf und Evolution: In Bezug auf den Sauerstoff- und Nährstoffverbrauch ist das Gehirn des Menschen enorm kostspielig. Es kann bis zu 20 Prozent des gesamten Energieverbrauchs des Körpers beanspruchen – mehr als jedes andere Organ – obwohl es nur etwa 2 Prozent der Körpermasse ausmacht.[25][26] Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich ein Gehirn mit so viel redundanter Masse überhaupt entwickelt hat.[27] Wäre dies aber trotzdem der Fall gewesen und 90 Prozent der Masse (oder Funktion) wären unnötig und lägen brach, hätte es einen großen Überlebensvorteil für Menschen bedeutet, kleinere, aber effizientere Gehirne zu entwickeln und der evolutionäre Prozess der natürlichen Selektion hätte die ineffizienten Gehirnareale beseitigt.
Populärwissenschaftlich wurde dies in Episode 151 der Dokumentarserie Mythbusters (Erstausstrahlung am 27. Oktober 2010) gezeigt. Die Moderatoren Jamie Hyneman und Adam Savage bedienten sich der Magnetoenzephalographie und funktioneller Magnetresonanztomographie, um das Gehirn von Tory Belleci, der mit verschiedenen komplizierten Aufgaben beschäftigt war, zu untersuchen. Dabei wurde festgestellt, dass etwa 35 Prozent des Gehirns neurale Aktivität zeigte.[28]
  • Gehirnkartografie: Statt immer als Einheit zu funktionieren, hat das Gehirn definierte und getrennte Bereiche für die verschiedenen Arten der Informationsverarbeitung. Jahrzehnte an Forschung wurden darauf verwendet, Lokalisierung bestimmter Funktionen zu kartografieren und es wurden keine „funktionslosen“ Bereiche gefunden.
  • Untersuchung von Hirnschädigungen: Wenn ein Anteil von 90 Prozent des Gehirns nicht verwendet werden würde, dann sollten Schädigungen in vielen Bereichen die Leistung des Individuums nicht beeinträchtigen. Aber es gibt fast keinen Bereich des Gehirns, der bei Schädigungen keinen Verlust gewisser Fähigkeiten erfährt. Selbst leichte Verletzungen in kleinvolumigen Bereichen des Gehirns können tiefgreifende Auswirkungen haben.
  • Zelldegeneration: Gehirnzellen, die nicht an aktiven Prozessen teilnehmen, haben die Tendenz zu degenerieren. Daher, wenn 90 Prozent des Gehirns inaktiv wären, würden Autopsien des erwachsenen Gehirns großräumige Degeneration zeigen – was aber nicht der Fall ist. Nur bei der Autopsie von verstorbenen Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen findet man dieses Resultat.

Aufrechterhaltung des Mythos in der Popkultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur und Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurzgeschichten, Bücher und Filme in der Popkultur verwenden die Steigerung der Leistungsfähigkeit des Gehirns auf ein Vielfaches als dramatisches Element und halten den Zehn-Prozent-Mythos dadurch am Leben. Die angeführten Werke sind bekannte Beispiele.[29]

  • Die Kurzgeschichte Lest We Remember (Isaak Asimov, 1982; dt. Laßt uns erinnern, 2007) erzählt die Geschichte des durchschnittlichen John Heath, der als Testperson eine neu entwickelte Substanz erhält, die sein ungenutztes fotografisches Gedächtnis aktiviert und ihm total recall erlaubt: Er kann sich genau an alles erinnern, was er je erlebt oder gelesen hat.
  • Im Film Der Flug des Navigators (1986), entdecken Wissenschaftler des Planeten Phaelon, dass Menschen nur 10 Prozent der Kapazität ihres Gehirns verwenden. Experimentell füllen sie deshalb die verbleibenden 90 Prozent eines Teenagers namens David mit verschiedenen Informationen (u. a. Sternkarten).
  • Understand (1991; dt. Verstehen, 2014) ist eine Kurzgeschichte von Ted Chiang, in der ein Mann nach Anoxie einen Hirnschaden erleidet und nach Behandlung mit einem experimentellen Medikament intellektuell über sein früheres Selbst hinauswächst.
  • Die Prämisse der romantischen Komödie Rendezvous im Jenseits (1991) besteht darin, dass die Menschen nur drei bis fünf Prozent ihres Gehirns benutzen (sie werden deshalb als „Little Brains“ bezeichnet) und damit während ihrer Zeit auf der Erde nur ihre Angst zu besiegen versuchen. Gelingt dies einem Erdling und lernt er, mehr kognitive Leistung zu erbringen, erreicht er eine höhere Ebene. Falls ihm das nicht gelingt, wird seine Seele wiedergeboren und er bekommt einen weiteren Versuch auf der Erde.
  • Der Rasenmähermann (1992) behandelt Experimente mit der geistigen Kapazität eines Gärtnergehilfen. Es gibt keine Gemeinsamkeiten mit der gleichnamigen Kurzgeschichte von Stephen King.
  • Im Techno-Thriller The Dark Fields (Alan Glynn, 2001) experimentiert der Protagonist Eddie Spinola mit einer Droge und erhöht seine geistigen Fähigkeiten weit über seine 20 Prozent – statt der üblich erwähnten 10 Prozent – hinaus. 2011 wurde das Buch unter dem Titel Limitless verfilmt. Seit 2015 wird eine Fernsehserie basierend auf diesem Thriller produziert.
  • In der Pilotepisode zur Fernsehserie Heroes (2006) bestätigt der Genetikprofessor Mohinder Suresh den Zehn-Prozent-Mythos und erklärt damit das menschliche Potenzial für Superkräfte.
  • Im Film Ohne Limit (2011) experimentiert der erfolglose Schriftsteller Eddie Morra mit der synthetischen Droge NZT-48, die ihm der Drogendealer Vernon Gant mit der Behauptung überläßt, sie aktiviere die Kapazität des Gehirns über die üblichen 10 bis 20 Prozent hinaus.
  • Auch der Film Lucy (2014) „perpetuiert [diesen] Gehirn-Mythos“.[31][32][33]
  • Auch in 'The Lazarus Effect’ einem 2015 erschienen Horrorthriller findet der Mythos seine Erwähnung.

Esoterik, Parawissenschaften und Werbung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Vertreter des New Age propagieren den Glauben an den Zehn-Prozent-Mythos durch die Behauptung, dass die Aktivierung der vorgeblich ungenutzten 90 Prozent des Gehirns den Menschen in die Lage versetzen würden, psychische Kräfte auszuüben und durch Training Psychokinese durchführen zu können und außersinnliche Wahrnehmung zu erlangen.[34][35][24] Es gibt keine wissenschaftlich reproduzierbaren Experimente mit überprüfbaren Beweisen, die eine solche Aktivierung und die Existenz solcher Kräfte bestätigen.[24]

Der Illusionist und nach eigenen Angaben seit seiner Kindheit mit übersinnlichen Fähigkeiten begabte Uri Geller behauptet in einem seiner Bücher: „Tatsächlich benutzen die meisten von uns nur etwa 10 Prozent ihres Gehirns, vielleicht auch weniger.[36][37]

Auch in der Werbung wird der Zehn-Prozent-Mythos in verschiedener Weise eingesetzt, um dem Leser – und potentiellen Kunden – nahezubringen, dass er bei Benutzung der beworbenen Dienste und Waren ein höheres geistiges Potential zeigt (oder erhält). Beispielsweise warb Northwest Airlines mit dem Slogan: „Es wurde gesagt, dass wir gerade einmal 10 % unserer Gehirnkapazität nutzen. Wenn Sie aber ConnectFirstSM von Northwest Airline fliegen, verwenden Sie deutlich mehr.[38] Es gibt weitere Beispiele dieser Art von gewollt humorigen Anspielungen bis zur Suggestion, seine geistige Leistung durch das beworbene Produkt steigern zu können.[39]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christopher Wanjek: Bad Medicine: Misconceptions and Misuses Revealed, from Distance Healing to Vitamin O, John Wiley & Sons (2003), ISBN 978-0-471-46315-3
  • Christian Jarrett: Great Myths of the Brain (Great Myths of Psychology), John Wiley & Sons Inc, (2014) ISBN 978-1-118-62450-0

Einzelnachweise und Kommentare[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Christoph Drösser: ZEIT-Serie „Stimmt’s“: Der Mensch nutzt nur zehn Prozent seiner Gehirnkapazität, Die Zeit, Nr. 40, 26. September 1997.
  2. Freie deutsche Übersetzung des Originals: „Myths about the brain typically arise in this fashion: An intriguing experimental result generates a plausible if speculative interpretation (a small part of the lobe seems sufficient) that is later overextended or distorted (we use only 10 percent of our brain). The caricature ultimately infiltrates pop culture and takes on a life of its own, quite independent from the facts that spawned it.“
  3. a b c Gregory Hickok: Three Myths about the Brain, New York Times, 1. August 2014.
  4. Mario Lips: Ungenutzte Reserven im Gehirn? Schluss mit dem 10-Prozent-Mythos!, N24, 21. Juli 2014.
  5. a b Do People Only Use 10 Percent Of Their Brains. Scientific American. 7. Februar 2008. Abgerufen am 22. September 2014.
  6. Shanna Freeman: Top 10 Myths About the Brain, HowStuffWorks; abgerufen am 7. August 2014.
  7. University of Oxford: Juggling Enhances Connections In The Brain, ScienceDaily, 17, Oktober, 2009.
  8. Medicinisch-chirurgische Rundschau.. Engle, Urban & Schwarzenberg., 1869, S. 3.
  9. Gerhard Heberer und Franz Schwanitz: Hundert Jahre Evolutionsforschung. Fischer, 1960.
  10. Oliver Peschel: Das Kind in der forensischen Medizin: Festschrift für Wolfgang Eisenmenger.. Hüthig Jehle Rehm, 2009, ISBN 978-3-609-16409-0, S. 62.
  11. Wolfgang Tzschoppe: Struktur der Mathematik – Mathematik der Strukturen.. BoD – Books on Demand, 2012, ISBN 978-3-8448-2255-7, S. 14.
  12. Santiago Ramón y Cajal und Stanton A. Friedberg: Studien über die Hirnrinde des Menschen.. Verlag von Johann Ambrosius Barth, 1906.
  13. Sam Wang: Debunking Common Brain Myths. 24. April 2009. Abgerufen am 22. September 2014.
  14. Freie deutsche Übersetzung des Originals: „Professor William James of Harvard used to say that the average man develops only ten per cent of his latent mental ability.“
  15. Dale Carnegie: How to Win Friends and Influence People (Textprobe). Abgerufen am 22. September 2014.
  16. Dale Carnegie: How To Win Friends and Influence People.. Simon and Schuster, 24 August 2010, ISBN 978-1-4516-2171-6.
  17. Sam Wang und Sandra Aamodt: Welcome to Your Brain: Why You Lose Your Car Keys but Never Forget How to Drive and Other Puzzles of Everyday Life. 2. Februar 2008, ISBN 978-1-59691-283-0.
  18. J.W. Kalat: Biological Psychology, 6th edition, Pacific Grove: Brooks/Cole Publishing Co., 1998, p. 43.
  19. Freie deutsche Übersetzung des Originals: „… that we might be using only five to ten percent of our mental capacity.“
  20. Diane Larsen-Freeman (2000): Techniques and Principles in Language Teaching. Teaching Techniques in English as a Second Language (2nd edition), Oxford, Oxford University Press. p. 73, ISBN 978-0-19-435574-2.
  21. Christian Jarrett: All You Need To Know About the 10 Percent Brain Myth, in 60 Seconds, Wired, 24. Juli 2014.
  22. Ezequiel Morsella: Do we use only 10 percent of our brain?, Psychology Today, 21. Juni 2011.
  23. Stephen F. Davis und Joe Palladino: Psychology: Media and Research.. Pearson/Prentice Hall, Juni 2004, ISBN 978-0-13-191759-0.; im Original: „one of the hardiest weeds in the garden of psychology“
  24. a b c Barry L. Beyerstein: Whence Cometh the Myth that We Only Use 10 % of our Brains?. In: Sergio Della Sala (Hrsg.): Mind Myths: Exploring Popular Assumptions About the Mind and Brain. Wiley, 1999, ISBN 0-471-98303-9, S. 3–24.
  25. Nikhil Swaminathan: Why Does the Brain Need So Much Power?. In: Scientific American. 29. April 2008. Abgerufen am 22. September 2014.
  26. André Parent: Carpenter’s Human Neuroanatomy (Kapitel 1).. Williams & Wilkins, 1996, ISBN 978-0-683-06752-1.
  27. Angesichts des Sterberisikos von Babys bei der Geburt aufgrund von Komplikationen durch Schädelgrösse gibt es einen starken Selektionsdruck gegen große Schädel mit großen Gehirnen.
  28. MythBusters Database: 10 Percent of Brain; finding: busted
  29. Die beispielhafte Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
  30. Max Brocks: The Zombie Survival Guide: Complete Protection from the Living Dead, Broadway Books (2003), ISBN 978-1-4000-4962-2, Kapitel 1, Zombie Attributes: F. Sixth Sense
  31. Nick Ng: ‘Lucy’ Movie Perpetuates Brain Myth, Guardian Liberty Voice, 3. August 2014.
  32. Christopher Bahn: 'Limitless’ brainpower plot isn't all that crazy. 7. März 2011. Abgerufen am 22. September 2014.
  33. Der französische Neurologe Yves Agid, der den Regisseur Luc Besson bei den Dreharbeiten zu Lucy beriet, sagte in einem Interview (Michael Simm: Ein bisschen Hirn-Doping ist möglich, Focus, Nr. 34, 18. August 2014, S. 85), dass er Besson auf die Unrichtigkeit der „10-Prozent-Idee“ hingewiesen habe, Besson aber daran festgehalten habe. Nach Agids Meinung sei dies in Ordnung, das Lucy ein Science-Fiction-Thriller und keine Wissenschaftsdokumentation sei.
  34. Sandra Aamodt und Samuel Wang: Welcome to Your Brain.. C.H.Beck, 2008, ISBN 978-3-406-57140-4, S. 25.
  35. Benjamin Radford: The Ten-Percent Myth. snopes.com. 8. Februar 2000. Abgerufen am 22. September 2014.
  36. Scott O. Lilienfeld, Steven Jay Lynn und John Ruscio (Coauthor: Barry L. Beyerstein): 50 Great Myths of Popular Psychology: Shattering Widespread Misconceptions about Human Behavior.. John Wiley & Sons, 15. September 2011, ISBN 978-1-4443-6074-5, S. 36.
  37. Im Original: „In fact, most of us use only about 10 percent of our brains, if that.Uri Geller’s Mindpower Kit, New York: Penguin Books, 1996.
  38. Earl G. Graves: Black Enterprise.. Earl G. Graves, Ltd., Juni 1998, S. 23, ISSN 0006-4165.; im Original: „It’s been said that we use a mere 10 % of our brain capacity. If, however, you're flying ConnectFirstSM from Northwest Airline, you're using considerably more.
  39. Eric Chudler: Myths About the Brain: 10 percent and Counting, 17. April 2013.