(216) Kleopatra

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Asteroid
(216) Kleopatra
Radarastronomische Aufnahme aus verschiedenen Blickwinkeln
Radarastronomische Aufnahme aus verschiedenen Blickwinkeln
Eigenschaften des Orbits (Animation)
Orbittyp Mittlerer Hauptgürtel
Große Halbachse 2,797 AE
Exzentrizität 0,249
Perihel – Aphel 2,102 AE – 3,492 AE
Neigung der Bahnebene 13,1°
Argument des Knotens 215,5°
Argument der Periapsis 180°
Siderische Umlaufzeit 4 a 248 d
Mittlere Orbitalgeschwindigkeit 17,5 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 217 × 94 × 81 km
Masse ≈ 3 · 1018 kg
Albedo 0,1164
Mittlere Dichte ≈ 3,5 g/cm³
Rotationsperiode 5 h 23 min
Absolute Helligkeit 7,3 mag
Spektralklasse M
Geschichte
Entdecker Johann Palisa
Datum der Entdeckung 10. April 1880
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(216) Kleopatra ist ein Asteroid des Asteroiden-Hauptgürtels, der am 10. April 1880 von Johann Palisa entdeckt wurde. Benannt wurde der Himmelskörper nach der altägyptischen Herrscherin Kleopatra.

Kleopatra bewegt sich zwischen 2,0892 (Perihel) astronomischen Einheiten bis 3,4979 astronomischen Einheiten (Aphel) auf einer exzentrischen Bahn um die Sonne. Die Bahn ist 13,1346° gegen die Ekliptik geneigt, die Bahnexzentrizität beträgt 0,2521.

Radarbeobachtungen haben ergeben, dass Kleopatra ein unregelmäßiger Himmelskörper ist, dessen längliche Form an einen Hundeknochen erinnert. Mit Ausmaßen von 217 × 94 × 81 km (± 25 %) gehört sie zu den größten Asteroiden des Hauptgürtels. Aufgrund der starken Reflexion der Radiowellen wird geschlossen, dass es sich bei Kleopatra um einen differenzierten Asteroiden mit einem Eisen-Nickel-Kern, einem silikatischen Mantel und einer silikatischen Kruste handelt. Die äußere Oberfläche ist möglicherweise aus dem Mineral Enstatit aufgebaut, einem Material, aus dem auch eine Gruppe von Steinmeteoriten (Enstatit-Chondrit) besteht [1].

Im September 2008 wurden zwei kleine Monde mit 5 bzw. 3 Kilometern Durchmesser entdeckt.[2] Diese wurden im Februar nach den beiden Kindern der Kleopatra und des Marcus Antonius, Alexander Helios und Kleopatra Selene, benannt: S/2008 (216) 1 Alexhelios und S/2008 (216) 2 Cleoselene.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jet Propulsion Laboratory: Asteroid 216 Kleopatra (Version vom 11. April 2009 im Internet Archive)
  2. Space.com: Two Companions Found Near Dog-bone Asteroid
  3. MPC 73983 (PDF; 2,2 MB)