HK AG36

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von AG36)
Wechseln zu: Navigation, Suche
HK AG36
AG36 montiert an G36KV
Allgemeine Information
Militärische Bezeichnung: AG36, AG-C, L17A1, L17A2, M320
Entwickler/Hersteller: Heckler & Koch
Herstellerland: Deutschland
Produktionszeit: seit 2002
Waffenkategorie: Granatwerfer
Ausstattung
Gesamtlänge: 350 mm
Gesamthöhe: 210 mm
Gesamtbreite: 90 mm
Gewicht: (ungeladen) 1,5 kg
Lauflänge: 280 mm
Technische Daten
Kaliber: 40 × 46 mm
Mögliche Magazinfüllungen: 1 Patronen
Feuerarten: Einzelfeuer
Visier: mechanische Visierung
Ladeprinzip: manuell
Listen zum Thema

Der HK AG36 ist eine von dem deutschen Waffenhersteller Heckler & Koch produzierte Granatpistole im Kaliber 40 mm × 46, welche an die Sturmgewehre G36 der Bundeswehr und L85 E1 der britischen Armee, sowie das HK 416 montiert werden kann. Der AG36 soll langfristig die Granatpistole 40mm (HK69A1) in der Bundeswehr ablösen.

Als alleinstehende Waffe ist es möglich, an den AG36 einen Schaft zu montieren und ihn so einzusetzen wie die HK 69 oder den alten amerikanischen M79.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Montage

Die Abkürzung AG steht für 'Anbau-Granatwerfer'. Der AG36 wird anstelle des Handschutzes am G36 oder am G36K unterhalb des Laufs angebracht. Zum Laden und Entladen schwenkt das Rohr nach Betätigen eines Rasthebels nach links aus.

Das mechanische Leitervisier ist seitlich an der Anbauwaffe angebracht. Die Entfernungsmarken geben in Schritten zu 50 m Anhaltepunkte für Ziele in Entfernungen von 50 bis 400 m. Ebenso montiert ist eine so genannte Picatinny-Schiene zur Aufnahme eines Laserlichtmoduls (LLM) oder anderer Hilfsvisiere. Das Leitervisier besitzt zwei Skalen: Die linke Skala (gelb) wird für das Verschießen von Nahbereichsmunition im Bereich bis 30 m verwendet, die rechte Skala (weiß) für das Verschießen von Low-Velocity-Munition im Bereich bis 350 m.

[Bearbeiten] Munitionstypen

Es steht auch für das Anbaugerät eine vielfältige Munitionspalette zur Verfügung, die von Übungsmunition bis zur Splittergranate im Kaliber 40 mm × 46 (sog. 40-mm-Granate) reicht. Mit dem AG36 ist das Verschießen von HE-Munition, Impuls-Munition, CS-Gaspatronen, Munition zur Gefechtsfeldbeleuchtung, Nebelgranaten und anderen Munitionsarten möglich. Ebenso können alle Granaten der US-amerikanischen Granatwerfer M-203 und MM-1 eingesetzt werden. Die maximale Schussweite liegt munitionsabhängig bei ca. 400 m, wobei die Streuung in dieser Entfernung naturgemäß sehr groß ist.

[Bearbeiten] Varianten/Derivate

Heckler und Koch hat den AG36 auf eine Vielzahl verschiedener Waffen angepasst. Auf seinem Entwurf basieren folgende Modelle.

  • AG-C oder AG03: Eine Variante für die M16-Familie und ihre Derivate sowie für das HK416, HK417 und Steyr AUG.
  • L17A1 und L17A2: Eine Variante für das SA80 der britischen Streitkräfte.
  • M320: Diese Variante soll den amerikanischen M203 ersetzen, der seit einigen Jahrzehnten insbesondere bei der US Army in Dienst gestellt ist.
  • AG36A1: Im Rahmen des Programms „Infanterist der Zukunft Erweitertes System“ werden verschiedene Verbesserungen untersucht. Unter anderem die Anpassung an sogenannte Air Burst Munition im Kaliber 40 × 46 mm oder 25 × 40 mm.[1]

[Bearbeiten] Literatur

  • Sören Sünkler: Elite- und Spezialeinheiten Europas. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-613-02853-1.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: HK AG36 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Der AG36 auf der Website von Heckler & Koch
  • http://world.guns.ru/grenade/gl17-e.htm world.guns.ru: ''AG36 / AG-C / EGLM / XM320 grenade launcher (Germany)''] (englisch) (Achtung: Bitte diese Website nicht aufrufen, da sie gefährliche Software verbreitet!)

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Pressemiteilung von Heckler und Koch zum Infanteristen der Zukunft
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen