AktionsGemeinschaft

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Logo der AktionsGemeinschaft

Die AktionsGemeinschaft (AG) ist eine Fraktion innerhalb der Österreichischen Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft (ÖH). Sie bezeichnet sich selbst als parteiunabhängig, ist aber der ÖVP nahestehend und wurde von ihr zeitweilig auch finanziell unterstützt.[1] Derzeitiger Bundesobmann ist Markus Habernig.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die AktionsGemeinschaft ging Anfang der 1980er-Jahre aus der Fusion der ÖVP-nahen Österreichischen Studentenunion (ÖSU) mit dem unabhängigen Österreichischen Studentenforum hervor. Die ÖSU war ihrerseits aus dem "Wahlblock", einem Wahlbündnis verschiedener christlich-konservativer Verbände (ÖCV, ÖKV) durch Fusion mit der Freien Österr. Studentenschaft (FÖSt) hervorgegangen. Der Wahlblock hatte die Gremien der ÖH schon seit ihrer Gründung im Jahre 1945 dominiert. In den 1970er-Jahren kam es infolge mehrerer Abspaltungen zu einem zeitweiligen Verlust der ÖSU-Vormacht.

2004 sprach sich die AG als eine der wenigen Fraktionen nicht gegen die Abschaffung der Direktwahlen zur ÖH-Bundesvertretung aus. Durch die neue Wahlarithmetik wurde bei den ÖH-Wahlen vom 31. Mai bis 2. Juni 2005 eine Verzerrung der Mandatszahlen zugunsten der AktionsGemeinschaft befürchtet. Das Gegenteil trat jedoch ein, der VSStÖ profitierte von dem neuen Wahlmodus, die AktionsGemeinschaft verlor an fast allen Universitäten Stimmen (mit einigen Ausnahmen; bspw. Medizinische Universität Wien).

Nach der ÖH-Wahl 2007 gab es eine einjährige Koalition aus Unabhängigen Fachschaftslisten (FLÖ), Grüne & Alternative StudentInnen (GRAS) und VSStÖ. Nach der Hälfte der Amtszeit wurde der Vorsitzende Hartwig Brandls (FLÖ) abgewählt und in einer turbulenten Sitzung Samir al-Mobayyed zum neuen Vorsitzenden und Norbert Köck zum 2. stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, womit die AG ohne Koalitionsbündnis den Vorsitz der ÖH führte.[3][4]

Bei der ÖH-Wahl 2009 konnte die AG ihre Position als mandatsstärkste Fraktion mit 22 Mandaten weiter ausbauen, ist jedoch nicht in der Exekutive vertreten.[5]

Bei der ÖH-Wahl 2011 erlangte die AktionsGemeinschaft ein weiteres Mandat in der ÖH-Bundesvertretung und hält somit bei 23 Mandaten.

Der AktionsGemeinschaft wurde wiederholt unterstellt, sehr enge Beziehungen zum Cartellverband zu unterhalten[6][7], dies wird vonseiten der AG zurückgewiesen.[8]

Die AktionsGemeinschaft ist Gründungsmitglied der European Democrat Students (EDS) und begleitete im Sommer 2011 im Rahmen des 50. Jahrestages der EDS die XXXV. Summer University in Wien. [9]

Politische Position[Bearbeiten]

Die politischen Themenschwerpunkte liegen im sozialpolitischen und internationalen Bereich: Die AG setzt sich für einen Ausbau des Stipendien- und Beihilfensystems ein und für günstigere Tarife im öffentlichen Fernverkehr für Studierende. Ein weiterer Kernpunkt ist die Forderung nach einer besseren Mobilität während des Studiums (Studienplatzwechsel, Auslandssemester).[10]

Die AG an den österreichischen Universitäten[Bearbeiten]

Die AG ist an vier Universitäten in Wien vertreten und an sechs weiteren in den anderen Bundesländern.[11]

Bekannte ehemalige Wahlblock-, ÖSU- und AG-Mitglieder[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Bericht (PDF; 135 kB) des Rechnungshofs von 2000
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatFlorian Lerchbammer neuer Obmann der AG. In: Der Standard. 22. Oktober 2012, abgerufen am 21. Januar 2012.
  3. Vorsitzteam der Bundes-ÖH, Stand 23. Juli 2008
  4. derStandard.at: AG stellt vorläufigen ÖH-Vorsitz
  5. der ÖH-Wahl 09 - Bundesvertretung
  6. Leonhard Dobusch: Cartellverband: 11.072 Männer im konservativen Beziehungsnetwork – Der Cartellverband (CV) spielt nicht nur auf der Johannes Kepler Universität eine Rolle, Artikel für das Magazin „JKUrsiv“ der HochschülerInnenschaft an der Johannes Kepler Universität Linz, Ausgabe 1, Mai 2003, PDF 155 KB
  7. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatChilli.cc: Schwarzer Samir siegt. Abgerufen am 5. Mai 2009.
  8. Wiener Zeitung: High Noon vor der Studenten-Wahl. 18. Mai 2007, abgerufen am 26. November 2013.
  9. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatEDS: Plakat zur 50. Summer University in Wien. Abgerufen am 27. November 2012.
  10. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAG: Politische Position der AG. Abgerufen am 19. Jänner 2013.
  11. Unigruppen der AG
  12. http://www.ag-uniwien.at/wordpress//
  13. http://www.agtu.at/
  14. http://www.ag-wu.at/
  15. http://www.ag-boku.at/
  16. http://www.ag-graz.org/
  17. http://www.ag-linz.at/
  18. http://www.ag-sbg.at/
  19. http://www.ag-klagenfurt.at/
  20. http://www.agibk.info/
  21. http://www.ag-leoben.at/
  22. Porträt: Gerfrid Gaigg Österreichisches Parlament, 24. Jänner 1996
  23. Kaderschmiede ÖH: Was aus den ehemaligen Vorsitzenden wurde, Oberösterreichische Nachrichten, 24. Mai 2011.
  24. "Ich bin ein Produkt des Proporzes", Der Standard, 17. Februar 2011.
  25. "Ein Aubesetzer besetzt das Umweltressort", Der Standard, 15. Dezember 2013.
  26. Kaderschmiede ÖH: Was aus den ehemaligen Vorsitzenden wurde, Oberösterreichische Nachrichten, 24. Mai 2011.
  27. Studium, Gaudium, Medium, KFUG Unizeit, 5/97.
  28. Bürgerlicher Rebell mit großem Ego, Die Presse, 15. März 2013.
  29. Neos-Bundesgeschäftsführer Feri Thierry, Wiener Zeitung, 3. Oktober 2013. Abgerufen am 27. Januar 2014.
  30. Biographie: Leo Wallner, orf.at, 11. April 2012.
  31. Lebenslauf des Landeshauptmannes, Land Vorarlberg, abgerufen am 29. März 2013

Weblinks[Bearbeiten]