Alcest

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Alcest
Neige mit Alcest beim Party.San 2013
Neige mit Alcest beim Party.San 2013
Allgemeine Informationen
Herkunft FrankreichFrankreich Frankreich, Avignon
Genre(s) Blackgaze
Post-Rock (seit 2014)
Gründung 2000
Website http://www.alcest-music.com/
Gründungsmitglieder
Stéphane „Neige“ Paut[1]
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gutturaler Gesang, E-Gitarre, Studio-Bass, Studio-Keyboard, Studio-Schlagzeug
Stéphane „Neige“ Paut
Schlagzeug
Jean „Winterhalter“ Deflandre (Live-Schlagzeug: 2009, Schlagzeug: seit 2010)
Ehemalige Mitglieder
E-Gitarre
Aegnor aka Famine (2000-2001)
Bass
Argoth (2000-2001)
Live-Unterstützung und Session-Musiker
Gesang
Audrey Silvain (Studio-Gesang: 2007)
Pierre „Zero“ Corson (Live-Gitarre/-Hintergrundgesang: seit 2010)
E-Gitarre, Hintergrundgesang
Zoé (Live-Gitarre/-Hintergrundgesang: 2013)
Bass
Fursy Teyssier (Live-/Studio-Bass: 2010)
Bass
Indria Saray (Live-Bass: seit 2010)

Alcest ist eine im Jahr 2000 gegründete, französische Band aus Avignon.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Die Gruppe beziehungsweise das Soloprojekt von Neige (fr.: ‚Schnee‘, bürgerlich Stéphane Paut[1]), der auch bei Peste Noire Schlagzeug spielte, nahm 2001 ein Demo namens Tristesse Hivernale auf. Neige war zum Zeitpunkt der Aufnahme erst 15 Jahre alt. Die Band orientierte sich damals am Black Metal.

Auf der 2005 erschienenen EP Le Secret änderten Alcest ihr lyrisches und musikalisches Profil komplett, zwar waren in der Musik noch vereinzelt Black-Metal-Elemente auf der Scheibe vorhanden, allerdings ist die Atmosphäre nicht mehr düster, sondern eher „verträumt“[2] und das lyrische Konzept basiert nun auf Impressionen aus Neiges Kindheit und Jugend, welche er als "Fairy Land" bezeichnet.[3]. Später wurde diese EP neu eingespielt.

Spätestens seit ihrem Debütalbum Souvenirs d’un autre monde (fr.: ‚Erinnerungen einer anderen Welt‘) finden sich starke Genreeinflüsse von hauptsächlich Shoegazing und Post-Rock in Alcests Musik. Ben Ratliff von der New-York-Times-Musikredaktion bezeichnete Alcest als „das, was passiert, wenn Enya Black Metal machen würde“. [1] Die Band ist bei Prophecy Productions unter Vertrag; das Label beschreibt Alcests musikalisches Konzept als „Anwendung von Slowdive und Yann Tiersen auf Burzum“.[4][5] Die Band gilt als Pionier der als Blackgaze bezeichneten Strömung. Laut Björn Springorum vom Magazin Metal Hammer spielt „[n]iemand […] diese Musik seelenvoller“ und strahlt „[n]iemand […] auf der Bühne wie auf den Alben eine derart hypnotische Selbstvergessenheit aus, die nicht besser zu den entrückten, melancholischen und schwebenden Klängen passen könnte“.[6]

2014 erschien Shelter, auf welchem die Metal-Elemente weitgehend verschwunden sind.[7]

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

  • 2007: Souvenirs d’un autre monde (fr.: ‚Erinnerungen von einer anderen Welt‘)
  • 2010: Écailles de Lune (fr.: ‚Mondschuppen‘)
  • 2012: Les Voyages de l’Âme (fr.: ‚Die Reisen der Seele‘)
  • 2014: Shelter (eng.: ‚Zuflucht‘ oder ‚Obdach‘)

Demos und EPs[Bearbeiten]

  • 2001: Tristesse hivernale (fr.: ‚Winterliche Trauer‘; Demo)
  • 2005: Le Secret (fr.: ‚Das Geheimnis‘; EP; Wiederveröffentlicht als Neuaufnahme zusammen mit dem Originalmaterial 2011)
  • 2007: Aux Funérailles du monde/Tristesse hivernale (fr.: ‚Beim Begräbnis der Welt/Winterliche Trauer‘; Wiederveröffentlichung des Demos als Split mit Angmar)
  • 2012: BBC Live Session (Live-EP)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Ben Ratliff: Spooky Cathedrals and Twilight Moods.
  2. Zigeunerjunge: Alcest - Le Secret, 21. April 2011, abgerufen am 10. März 2013.
  3. Grayson Currin: Alcest: Le Secret EP, 23. Mai 2011, abgerufen am 10. März 2013.
  4. Souvenirs d'un autre monde, abgerufen am 10. März 2013.
  5. Alcest - Souvenirs D'un Autre Monde, abgerufen am 10. März 2013.
  6.  Björn Springorum: Alcest. Les Voyages De L’Âme. In: Metal Hammer. Axel Springer Mediahouse Berlin GmbH, Berlin Februar 2012, ISSN 1614-2292, S. 73.
  7. Alcest - Die Blackgaze-Pioniere

Weblinks[Bearbeiten]