An Education
| Filmdaten | |
|---|---|
| Deutscher Titel | An Education |
| Originaltitel | An Education |
| Produktionsland | Großbritannien |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2009 |
| Länge | 95 Minuten |
| Altersfreigabe | FSK o. A. JMK 6 |
| Stab | |
| Regie | Lone Scherfig |
| Drehbuch | Lynn Barber Nick Hornby |
| Produktion | Finola Dwyer Amanda Posey |
| Musik | Paul Englishby |
| Kamera | John de Borman |
| Schnitt | Barney Pilling |
| Besetzung | |
|
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An Education (dt.: „Eine Unterweisung“) ist ein britisches Coming-of-Age-Filmdrama von Lone Scherfig aus dem Jahr 2009. Das Drehbuch von Nick Hornby beruht auf dem gleichnamigen Buch der Journalistin Lynn Barber.
Inhaltsverzeichnis |
Handlung [Bearbeiten]
Die 16-jährige Jenny lebt Anfang der 1960er Jahre in London. Das Mädchen aus der Vorstadt träumt davon, in Oxford zu studieren. Sie begeistert sich für Albert Camus und den Existenzialismus. Nach der Probe für ein Schulkonzert wird sie von dem Lebemann David Goldman auf der Straße aufgelesen. David, Anfang dreißig, bringt Jenny nach Hause und umwirbt sie fortan. Der große Altersunterschied macht weder Jenny noch ihre Eltern misstrauisch. Bald überzeugt David Jennys Eltern, Jenny gemeinsame Wochenenden mit ihm zu erlauben.
Jenny und David gehen mit Davids Arbeitskollegen Danny und dessen Freundin Helen in Jazzbars, auf Konzerte, zu Hunderennen und besuchen gemeinsam das von Jenny geliebte Paris. Jenny entdeckt, dass David und Danny ihr Vermögen auf Kosten anderer verdienen und versucht, sich zu trennen. Doch David macht ihr einen Heiratsantrag und das mögliche glanzvolle, luxuriöse Leben an Davids Seite überwiegt die Bedenken. Jenny wirft ihre Schulausbildung mit Einverständnis ihrer Eltern hin, um David heiraten zu können. Die Schuldirektorin und ihre Englischlehrerin Miss Stubbs sind enttäuscht, dass eine so gute Schülerin ihre Chancen auf eine bessere Bildung einfach wegschmeißt. Kurze Zeit darauf findet Jenny in Davids Auto einen Brief, adressiert an "Mr. und Mrs. Goldman". Jenny verlangt von David, ihren Eltern zu sagen, dass er bereits verheiratet ist. David trennt sich von Jenny. Sie geht zur Direktorin ihrer alten Schule und möchte das letzte Schuljahr nachholen. Die Direktorin lehnt das ab. Jenny wendet sich daraufhin an Miss Stubbs, die ihr hilft, ihren Schulabschluss nachzuholen. Jenny studiert dann in Oxford und erfüllt sich so ihren ursprünglichen Traum.
Kritiken [Bearbeiten]
Die Kritiken für den Film fielen größtenteils positiv aus, einige Kritiker äußerten sich allerdings negativ über antisemitische Tendenzen des Films. So schreibt das Jewish Journal in seiner Filmbesprechung, An Education packe alte anti-semitische Botschaften in ein neues, hübsches Päckchen („An Education“ wraps old, anti-Semitic messages in a pretty new package).[1] Auch Maurice Lahde bemängelt auf critic.de: Unter dem Schutz dieser Beiläufigkeit präsentiert der Film dann aber so ziemlich jedes antisemitische Klischee, das sich denken lässt.[2]
Die Zeitschrift Cinema bewertet den Film hingegen als Brillant gespieltes Emanzipationsdrama, das sich als Hymne auf die Freigeistigkeit entpuppt.[3]
Julian Hanich schrieb im Berliner Tagesspiegel: Herausragend: Alfred Molinas kleinbürgerlicher Vater und Carey Mulligan als Jenny, die mit ihrer forcierten Grübchen-Offensive manchmal an Audrey Hepburn erinnert. „An Education“ ist das, was die Amerikaner middlebrow nennen: kluge Unterhaltung, die den Zuschauer kompromisslos von jeglicher Überforderung fernhält.[4]
Die Filmseite Moviepilot bewertet den Film als unterhaltsames, empfehlenswertes Kinoerlebnis, kritisiert jedoch das Ende, das zum Einen viel zu abrupt [kommt], so dass es dem Zuschauer schwer fällt, sich darauf einzulassen. Zum Anderen verkehrt es die Aussage des Films ins Negative.[5]
Hintergrund [Bearbeiten]
Für die Rolle des Danny war zunächst Orlando Bloom vorgesehen, dieser musste jedoch wegen Terminschwierigkeiten absagen und wurde durch Dominic Cooper ersetzt.[6] Seine Weltpremiere hatte der Film auf dem Sundance Film Festival im Januar 2009.[7] In Deutschland wurde er erstmals während der Berlinale 2009 in der Reihe Berlinale Special gezeigt.
Auszeichnungen und Nominierungen [Bearbeiten]
| Preis | Kategorie | Nominiert | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| British Independent Film Awards | Bester britischer Independent-Film | - | Nominierung |
| Bester Regisseur eines britischen Independent-Films | Lone Scherfig | Nominierung | |
| Bestes Drehbuch | Nick Hornby | Nominierung | |
| Beste Hauptdarstellerin in einem britischen Independent-Film | Carey Mulligan | Gewonnen | |
| Beste Nebendarstellerin | Rosamund Pike | Nominierung | |
| Bester Nebendarsteller | Alfred Molina | Nominierung | |
| Critics Choice Awards | Bester Film | - | Nominierung |
| Beste Hauptdarstellerin | Carey Mulligan | Nominierung | |
| Bestes Drehbuch | Nick Hornby | Nominierung | |
| Bester Nebendarsteller | Alfred Molina | Nominierung | |
| Golden Globe Awards 2010 | Beste Hauptdarstellerin – Drama | Carey Mulligan | Nominierung |
| Independent Spirit Awards | Bester ausländischer Film | - | Gewonnen |
| London Critics Circle Film Awards | Britischer Film des Jahres | - | Nominierung |
| Beste Hauptdarstellerin | Carey Mulligan | Nominierung | |
| Beste britische Schauspielerin | Carey Mulligan | Gewonnen | |
| Beste britische Nebendarstellerin | Rosamund Pike | Nominierung | |
| Beste britische Nebendarstellerin | Olivia Williams | Nominierung | |
| Bester britischer Nebendarsteller | Alfred Molina | Nominierung | |
| National Board of Review | National Board of Review: Top Ten Films | - | Gewonnen |
| Beste Hauptdarstellerin | Carey Mulligan | Gewonnen | |
| Satellite Awards[8] | Bester Film | - | Nominierung |
| Bestes adaptiertes Drehbuch | Nick Hornby | Nominierung | |
| Beste Regie | Lone Schrefig | Nominierung | |
| Beste Hauptdarstellerin - Drama | Carey Mulligan | Nominierung | |
| Bester Nebendarsteller | Alfred Molina | Nominierung | |
| Sundance Film Festival | Publikumspreis – Bester ausländischer Spielfilm | - | Gewonnen |
| Beste Kamera – Ausländischer Spielfilm | John De Borman | Gewonnen | |
| Preis der Jury – Bester ausländischer Spielfilm | - | Nominierung | |
| Screen Actors Guild Awards 2010 | Beste Hauptdarstellerin | Carey Mulligan | Nominierung |
| Bestes Schauspielensemble | - | Nominierung | |
| British Academy Film Awards 2010 | Bester Film | - | Nominierung |
| Bester britischer Film | - | Nominierung | |
| Beste Regie | Lone Scherfig | Nominierung | |
| Beste Hauptdarstellerin | Carey Mulligan | Gewonnen | |
| Bester Nebendarsteller | Alfred Molina | Nominierung | |
| Bestes adaptiertes Drehbuch | Nick Hornby | Nominierung | |
| Beste Kostüme | Odile Dicks-Mireaux | Nominierung | |
| Beste Maske | Lizzie Yianni Georgiou | Nominierung | |
| Oscarverleihung 2010 | Bester Film | - | Nominierung |
| Beste Hauptdarstellerin | Carey Mulligan | Nominierung | |
| Bestes adaptiertes Drehbuch | Nick Hornby | Nominierung |
Weblinks [Bearbeiten]
- An Education in der Internet Movie Database (englisch)
- Sammlung von Kritiken zu An Education bei Rotten Tomatoes (englisch)
- Zusammenstellung von Pressekritiken (deutsch)
- An Education im Lexikon des Internationalen Films
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Irina Bragin: British film gives an education in anti-semitism, Jewish Journal, 1. Dezember 2009, abgerufen am 4. Februar 2010.
- ↑ Maurice Lahde: An Education auf critic.de, abgerufen am 4. Februar 2010.
- ↑ An Education auf cinema.de
- ↑ Julian Hanich: Tor zur Welt, erschienen im Tagesspiegel vom 12. Februar 2009, abgerufen am 4. Februar 2010.
- ↑ Sebastian Moitzheim:Coming-of-Age-Film mit schwachem Ende, erschienen auf moviepilot.de am 17. Februar 2010, abgerufen am 17. Februar 2010.
- ↑ Meldung vom 18. März 2008 auf cinefacts.de, abgerufen am 4. Februar 2010.
- ↑ variety.com (abgerufen über web.archiv.org), abgerufen am 12. August 2012
- ↑ Nominierungen für den Satellite Award 2009 in der LA Times. Abgerufen am 4. Februar 2010.