Anadyr (Stadt)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Stadt
Anadyr
Анадырь
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Ferner Osten
Region Autonomer Kreis der Tschuktschen
Stadtkreis Anadyr
Bürgermeister Andrei Gennadjewitsch Schtschegolkow
Gegründet 1889
Stadt seit 1965
Fläche 21 km²
Bevölkerung 13.045 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 621 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 20 m
Zeitzone UTC+12
Telefonvorwahl (+7) 42722
Postleitzahl 689000
Kfz-Kennzeichen 87
OKATO 77 401
Website adm.anadyr.ru
Geographische Lage
Koordinaten 64° 44′ N, 177° 31′ O64.733333333333177.5166666666720Koordinaten: 64° 44′ 0″ N, 177° 31′ 0″ O
Anadyr (Stadt) (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Anadyr (Stadt) (Autonomer Kreis der Tschuktschen)
Red pog.svg
Lage im Autonomen Kreis der Tschuktschen
Liste der Städte in Russland

Anadyr (russisch Ана́дырь, tschuktschisch Кагыргын) ist die Hauptstadt des Autonomen Kreises der Tschuktschen in Russland mit 13.045 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Die Hafenstadt befindet sich an der Küste des Beringmeers an der Mündung des Anadyr in die Bucht von Anadyr. Somit hat sie Verbindung zur Beringstraße.

Anadyr
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
44
 
-15
-23
 
 
29
 
-19
-26
 
 
22
 
-17
-24
 
 
17
 
-10
-18
 
 
12
 
1
-6
 
 
23
 
10
2
 
 
39
 
14
8
 
 
42
 
13
7
 
 
27
 
7
1
 
 
21
 
-4
-9
 
 
27
 
-12
-19
 
 
41
 
-16
-24
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: Roshydromet
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Anadyr
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) −15,4 −18,7 −16,6 −10,0 0,5 9,7 14,4 13,0 6,8 −3,5 −11,7 −16,1 Ø −3,9
Min. Temperatur (°C) −23,4 −26,2 −24,1 −17,5 −5,5 2,3 7,8 6,9 1,4 −8,9 −18,6 −23,8 Ø −10,7
Niederschlag (mm) 44 29 22 17 12 23 39 42 27 21 27 41 Σ 344
Regentage (d) 9 6 5 5 4 5 8 9 6 6 6 7 Σ 76
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
−15,4
−23,4
−18,7
−26,2
−16,6
−24,1
−10,0
−17,5
0,5
−5,5
9,7
2,3
14,4
7,8
13,0
6,9
6,8
1,4
−3,5
−8,9
−11,7
−18,6
−16,1
−23,8
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
44
29
22
17
12
23
39
42
27
21
27
41
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Roshydromet

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Fischereihafen von Anadyr befindet sich auf der Innenseite der gleichnamigen Bucht (Anadyrgolf), dem Süßwasserbecken zugewandt. Nach dem beständigen Abwärtstrend der 1990er Jahre entwickelten sich nach der Jahrtausendwende einige neue Einrichtungen, unter anderem ein Farmbetrieb für Legehennen, dessen Produktion bei etwa 800.000 Eiern pro Jahr liegt, und das im Jahre 2001 erschlossene Erdgasfeld am Zapadnoje ozero (Westsee), mit dem Anadyr durch eine 2002 eröffnete Pipeline verbunden ist. Im selben Jahr wurde das neue Gebäude des Regionalparlamentes fertiggestellt, das vorhandene "Hotel Tschukotka" wurde renoviert und ein weiteres in Auftrag gegeben.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt wurde am 3. August 1889 als Nowo-Mariinsk (Ново-Мариинск) gegründet, die – wie auch die westsibirische Stadt Mariinsk – nach der Zarin Marija Alexandrowna benannt wurde.

1923 erhielt die Siedlung nach dem Fluss den Namen Anadyr, benannt wie das im 17. Jahrhundert von Semjon Deschnjow weiter flussaufwärts errichtete Fort. Nach der Gründung des Autonomen Kreises (zunächst als „Nationalkreis“) im Jahre 1930 wurde Anadyr 1932 dessen Verwaltungszentrum.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1959 5.859
1970 7.703
1979 12.241
1989 17.094
2002 11.038
2010 13.045

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Čislennostʹ naselenija gorodskich naselennych punktov, selʹskich naselennych punktov po Čukotskomu avtonomnomu okrugu. (Bevölkerungszahl der städtischen Ortschaften, der ländlichen Ortschaften im Autonomen Kreis der Tschuktschen.) Download von der Website des Territorialorgans Autonomer Kreis der Tschuktschen des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Anadyr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien