Andreas Schockenhoff

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Andreas Schockenhoff

Andreas Schockenhoff (* 23. Februar 1957 in Ludwigsburg) ist ein deutscher Politiker (CDU).

Er ist seit 2005 Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und seit 2006 Koordinator für die deutsch-russische zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit beim Bundesminister des Auswärtigen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben und Beruf

Nach dem Abitur 1976 am Friedrich-Schiller-Gymnasium Ludwigsburg absolvierte Schockenhoff ein Studium Romanistik, Germanistik und Geschichte in Tübingen und Grenoble. Während seines Studiums wurde er Mitglied der K.St.V. Alamannia Tübingen im KV. Anschließend war er von 1982 bis 1984 Referendar für das Lehramt an Gymnasien. 1985 erfolgte seine Promotion zum Dr. phil. mit der Arbeit „Henri Albert und das Deutschlandbild des Mercure de France 1890–1905“ an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Danach war er bis 1990 als Lehrer am Freien Katholischen Gymnasium im Bildungszentrum St. Konrad in Ravensburg tätig.

Andreas Schockenhoff ist verheiratet und hat fünf Kinder. Er ist der Bruder von Eberhard Schockenhoff.

[Bearbeiten] Partei

Nachdem er schon als Schüler 1973 in die Junge Union eingetreten war, wurde er 1982 auch Mitglied der CDU. Seit 2000 ist er Vorsitzender des CDU-Bezirksverbandes Württemberg- Hohenzollern. Schockenhoff gehört dem Präsidium und dem Landesvorstand der CDU in Baden-Württemberg an.

[Bearbeiten] Abgeordneter

Andreas Schockenhoff ist seit 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages. Seit 1994 ist er hier Vorsitzender der deutsch-französischen Parlamentariergruppe. Von 1998 bis 2005 war er stellvertretender außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Am 29. November 2005 wurde er zum Stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Bereiche Außen, Verteidigung und Europa gewählt. Zudem ist er Koordinator der Bundesregierung für Russlandpolitik.

Andreas Schockenhoff ist stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Ravensburg – Bodensee in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er hier 49,6 % der Erststimmen. Am 27. Juni 2008 wurde Andreas Schockenhoff von der CDU-Mitgliederversammlung des neuen Wahlkreises Ravensburg (jetzt ohne Bodenseekreis, aber dafür mit fast allen Gemeinden des Landkreises Ravensburg) mit 58,3% der Stimmen (gegen 41,7% für den Herausforderer Eugen Abler) als Direktkandidat für die Bundestagswahl 2009 nominiert. Der neue Wahlkreis Ravensburg gilt als „sicher“ für die CDU.

[Bearbeiten] Sonstiges

Im Mai 2006 nahm der Grünen-Abgeordnete Volker Beck an einer nicht genehmigten Bürgerrechtsdemonstration von Lesben und Schwulen in Moskau teil. Dabei wurde er durch Steinwürfe und Schläge, die von Gegnern der Demonstration ausgingen, verletzt. Hierzu erklärte Schockenhoff: „Man muss sich auf die politische Ordnung eines Gastlandes einstellen“. Er mutmaßte: „Beck wollte eine Schlagzeile für sich“. Beck „könne sich nicht beklagen, dass ihm der notwendige Schutz“ durch die russische Polizei „nicht gewährleistet werde“. Für diese Äußerung wurde Schockenhoff von Vertretern aller im Bundestag vertretenen Parteien zum Teil heftig kritisiert. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel distanzierte sich Medienberichten zufolge von Schockenhoffs Äußerungen. Beck selbst hielt ihm entgegen: „Hätten sich die Bürger in Polen oder in der DDR an die politische Ordnung ihres Landes gehalten, dann hätten wir da heute noch kommunistische Diktaturen.“

Der Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, das Amt des Koordinators der Bundesregierung für deutsch-russische Zusammenarbeit neu zu besetzen (Drs. 16/1885), wurde mit 128:410:20 Stimmen abgelehnt. Neben der gesamten Fraktion der Grünen stimmten auch ein Großteil der FDP-Fraktion und der Fraktion Die Linke sowie drei Abgeordnete der SPD-Fraktion für den Antrag.

[Bearbeiten] Weblinks

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