Armin Pfahl-Traughber

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Armin Pfahl-Traughber (* 1963 in Schwalmstadt) ist ein deutscher Politologe.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Pfahl-Traughber studierte Politikwissenschaft und Soziologie an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg und der Philipps-Universität Marburg. Nach seiner Promotion war er ab 1994 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundesamt für Verfassungsschutz. 2004 wurde er Professor an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung[1] im rheinischen Brühl. Außerdem ist er seit 2007 Lehrbeauftragter an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen u. a. die politische Ideengeschichte, der politische Extremismus, Terrorismus und der Antisemitismus. Er publiziert seit Anfang der 1990er Jahre regelmäßig in verschiedenen Jahrbüchern, Zeitungen und Zeitschriften wie Aus Politik und Zeitgeschichte, Blick nach rechts, den DÖW Mitteilungen, dem Jahrbuch Extremismus und Demokratie, dem Jahrbuch für öffentliche Sicherheit, Kommune, Mut, Das Parlament und Tribüne. Seit 2008 gibt er zudem das Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung heraus.[2] Seit 2010 gehört er dem Unabhängigen Expertenkreis Antisemitismus des Deutschen Bundestages an.

Kritik[Bearbeiten]

Wolfgang Gessenharter wirft Pfahl-Traughber methodischen Schematismus vor: Bei Phänomenen wie der Neuen Rechten differenziere er nicht hinlänglich: "Pfahl-Traughber behält bei seinen Untersuchungen prinzipiell den Blickwinkel des Verfassungsschutzes bei."[3]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Der antisemitisch-antifreimaurerische Verschwörungsmythos in der Weimarer Republik und im NS-Staat, Braumüller, Wien 1993, ISBN 3-700-31017-X
  • Volkes Stimme? Rechtspopulismus in Europa, Dietz, Bonn 1994, ISBN 3-8012-3059-7
  • Rechtsextremismus. Eine kritische Bestandsaufnahme nach der Wiedervereinigung, Bouvier, 2. erw. Aufl. 1995, ISBN 3-416-02547-4
  • Konservative Revolution und Neue Rechte. Rechtsextremistische Intellektuelle gegen den demokratischen Verfassungsstaat, Leske & Budrich, Opladen 1998, ISBN 3-8100-1888-0
  • Antisemitismus in der deutschen Geschichte, Leske & Budrich, Opladen 2002, ISBN 3-8100-3691-9
  • Freimaurer und Juden, Kapitalisten und Kommunisten als Feindbilder rechtsextremistischer Verschwörungsideologien vom Kaiserreich bis zur Gegenwart, in: Uwe Backes (Hrsg.): Rechtsextreme Ideologien in Geschichte und Gegenwart, Böhlau, Köln 2003, S. 193-234
  • Die Umwertung der Werte als Bestandteil einer Strategie der Kulturrevolution. Die Begriffsumdeutung von Demokratie durch rechtsextremistische Intellektuelle, in: Wolfgang Gessenharter u. Thomas Pfeiffer (Hrsg.): Die Neue Rechte. Eine Gefahr für die Demokratie?, Springer VS, Wiesbaden 2004, ISBN 3-8100-4162-9, S. 73–94
  • Rechtsextremismus in der Bundesrepublik, 4. akt. Aufl., C. H. Beck, München 2006, ISBN 978-3-40647-244-2
  • Offener Demokratieschutz in einer offenen Gesellschaft. Öffentlichkeitsarbeit und Prävention als Instrumente des Verfassungsschutzes, als Hrsg. mit Thomas Grumke, Budrich, Opladen 2010, ISBN 978-3-86649-297-4

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Festschrift zum 25-jährigen Bestehen der Schule für Verfassungsschutz PDF
  2. Fachhochschule des Bundes: Schriften zur Extremismus- und Terrorismusforschung: Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung.
  3. Wolfgang Gessenharter, Die intellektuelle Neue Rechte und die neue radikale Rechte in Deutschland, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, B9-10/98 vom 20.2.1998, S.20 ff. (21).