Nationalsozialistischer Untergrund

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Nationalsozialistischer Untergrund – Folgen der Explosion in Zwickau 2011

Nationalsozialistischer Untergrund (Abk. NSU) nannte sich eine im November 2011 öffentlich bekannt gewordene rechtsextreme terroristische Vereinigung[1] in Deutschland, der nach bisherigen Erkenntnissen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe angehörten und die aus der rechtsextremen Szene der 1990er Jahre hervorging. Die Anzahl der Unterstützer ist unklar, sie könnte bis zu 200 Personen betragen.[2][3][4]

Dem NSU werden unter anderem eine Mordserie in den Jahren 2000 bis 2006, das Nagelbomben-Attentat in Köln 2004, ein Sprengstoffanschlag in Nürnberg 1999, der Anschlag auf die Saarbrücker Wehrmachts-Ausstellung 1999, der Sprengstoffanschlag in einer Düsseldorfer S-Bahnstation 2000, ein Sprengstoffanschlag in der Kölner Probsteigasse 2001, sowie der Polizistenmord von Heilbronn 2007 zur Last gelegt.[5][6] Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof bezeichnet sie als „rechtsextremistische Gruppierung“, deren Zweck es gewesen sei, „aus einer fremden- und staatsfeindlichen Gesinnung heraus vor allem Mitbürger ausländischer Herkunft zu töten“.[7] Das Handeln von Sicherheitsbehörden wie Verfassungsschutzämtern, Amt für den Militärischen Abschirmdienst und Polizei führte ab Juli 2012 zu Rücktritten und Entlassungen des Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, der Präsidenten des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz, des Landesamtes für Verfassungsschutz Sachsen und der Leiterin der Abteilung für Verfassungsschutz der Senatsverwaltung für Inneres Berlin. Nachlässigkeiten, Aktenvernichtung, der Einsatz von V-Personen, Ermittlungspannen und organisatorische Defizite werden im „NSU-Ausschuss“ des Deutschen Bundestages sowie in einzelnen Bundesländern untersucht. Noch vor Beginn des Prozesses gegen Zschäpe und weitere Angeklagte erklärte das Oberlandesgericht München, es sei naheliegend, dass sich der NSU durch den Tod von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos selbst aufgelöst habe.[8] Der Prozess wurde vor dem OLG München am 6. Mai 2013 eröffnet[9] und ist noch nicht abgeschlossen.

Straftaten, Anschläge und Morde[Bearbeiten]

Herkunft, Straftaten und Anschläge in den 1990er Jahren[Bearbeiten]

Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt[10][11] stammen aus Jena.[12] Sie lernten sich im Jugendclubhaus „Winzerclub“ in Jena-Winzerla kennen, den Mundlos seit 1991 regelmäßig besuchte.[13] Dort freundete sich Mundlos mit Beate Zschäpe an, später kam auch Uwe Böhnhardt hinzu.[14] Auch Ralf Wohlleben und André Kapke waren mehrfach Gäste des Winzerclubs. Nachdem sich im Jahr 1993 die politische Einstellung von Mundlos und anderer Besucher radikalisierte, erhielten sie im Winzerclub Hausverbot.[15] Sie protestierten dagegen, indem sie Hakenkreuz-Graffiti an die Außenwände der Einrichtung malten. Zudem gingen Mundlos und Böhnhardt gelegentlich in nachgeahmten Uniformen der SS durch die Straßen des Stadtteils Winzerla, den sie als eine sogenannte „national befreite Zone“ betrachteten.[16] Mundlos leistete 1994/1995 seinen Wehrdienst ab. Aufgrund von Disziplinverstößen wurde er mehrfach arrestiert. Während dieser Arreste wurde er vom Militärischen Abschirmdienst (MAD) befragt. Der MAD hatte die Akten, abgesehen von einer weitergeleiteten Kopie, nach eigenen Angaben ordnungsgemäß nach 15 Jahren vernichtet.[17][18]

Im Herbst 1994 formierte sich in Thüringen eine Anti-Antifa, aus der vermutlich 1996 der Thüringer Heimatschutz (THS) hervorging, der auch Kontakte zu Burschenschaften wie der Jenensia und der im Dezember 1999 aus dieser heraus gegründeten Normannia Jena sowie zur Jungen Landsmannschaft Ostpreußen (JLO) hatte. Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos gehörten mit André Kapke, Ralf Wohlleben und Holger Gerlach der Kameradschaft Jena des Thüringer Heimatschutzes an, die später als „Sektion Jena“ bezeichnet wurde. Böhnhardt war neben Mundlos stellvertretender Leiter der Sektion.[19] Der 1997 ca. 120 Mitglieder[20], 2001 ca. 170 Mitglieder umfassende Thüringer Heimatschutz wurde maßgeblich von dem stellvertretenden Vorsitzenden des NPD-Landesverbandes Thüringen Tino Brandt aufgebaut, der von 1994 bis zu seiner Aufdeckung im Jahr 2001 eine V-Person des Thüringer Verfassungsschutzes war.[19][21] Bereits im Februar 1995 hatte Zschäpe eine Demonstration der „Interessengemeinschaft Thüringer Heimatschutz“ mit dem Motto „Zur Bewahrung Thüringer Identität, gegen die Internationalisierung durch die EG“ angemeldet, die jedoch von der Stadt Jena untersagt wurde.[22] Am 25. März 1995 wurde Mundlos bei einem Skinheadtreffen in Triptis in Gewahrsam genommen.[22] Zschäpe, Mundlos, Böhnhardt und Kapke plakatierten am 3. Mai 1995 Zettel mit der Aufschrift: „08. Mai 1945–08. Mai 1995 Wir feiern nicht! Schluß mit der Befreiungslüge!.[23]“ Erwähnung findet dies in Gutachten, weil die Plakatierung ohne Genehmigung stattfand. Am 29. Juni 1995 wurde Mundlos wegen der Herstellung und des Vorrätighaltens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verurteilt. Dieser Straftatbestand wurde am 13. August 1994 festgestellt.[24]

Mitte der 1990er Jahre trafen sich etwa 20 Neonazis, unter ihnen Böhnhardt, Zschäpe und Wohlleben in der Nähe von Jena und verbrannten Kreuze. Die Staatsanwaltschaft Gera erhob damals Anklage, nachdem sie bei Zschäpe Fotos gefunden hatte, auf denen ein brennendes Kreuz und Personen beim Hitlergruß zu sehen waren.[25] Der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses zur Terrorgruppe NSU Sebastian Edathy beklagte später, dass das Bundesinnenministerium jede Stellungnahme und Information zu einer Quelle über den V-Mann „Corelli“, Thomas R. aus Sachsen-Anhalt, verweigere und dessen Existenz nicht bestätigen wolle. Sein Name soll 1998 auf einer Telefonliste von Uwe Mundlos in Jena aufgetaucht sein. Der V-Mann soll einer der Mitbegründer eines Ablegers des Ku-Klux-Klan in Baden-Württemberg sein.[26] Am 14. April 1996 hängte Böhnhardt einen Puppentorso mit gelbem Judenstern an einer über die Bundesautobahn 4 führenden Brücke bei Jena auf und deponierte zusätzlich eine Bombenattrappe.[27][28][29][30] Deshalb und wegen Volksverhetzung wurde er 1997 nach dem Jugendstrafrecht verurteilt, trat die Strafe jedoch nicht an, weil er 1998 untertauchte.[31] Der menschengroße Puppentorso wurde von Polizeibeamten zunächst abgehängt, später „aus ermittlungstaktischen Gründen“ aber wieder angebracht.[32] Bereits im Vorjahr, am 15. November 1995, war eine ähnliche Puppe in Jena angezündet worden. Täter waren damals nicht ermittelt worden.[33]

Am 17. August 1996 nahmen Zschäpe, Mundlos, Wohlleben und Gerlach in Worms an einer unangemeldeten Demonstration zum Gedenken an den Tod von Rudolf Heß teil; diese war von dem Rechtsextremisten Thomas Wulff, dem Vorsitzenden der Jungen Nationaldemokraten (Abk. JN) Holger Apfel und dem JN-Bundesorganisationsleiter Jens Pühse organisiert worden.[34][35] Am 26. September 1996 besuchten Kapke, Mundlos, Böhnhardt und Wohlleben mit Bomberjacken und Springerstiefeln bekleidet und begleitet von einer Gruppe von Anhängern die Verhandlung vor dem Amtsgericht Erfurt gegen den vorbestraften Rechtsterroristen und Holocaustleugner Manfred Roeder, der dabei aufgrund einer am 9. Juni desselben Jahres begangenen Sachbeschädigung an der Wehrmachtsausstellung zu einer Geldstrafe von 4.500 DM verurteilt wurde.[36] Im Gerichtsgebäude vor dem Verhandlungssaal entrollten sie ein Transparent mit der Aufschrift „Unsere Großväter waren keine Verbrecher“.[37] Nachdem die Polizei am 30. September 1996 telefonisch auf im Jenaer Stadion versteckte Bomben hingewiesen worden war, wurde am 6. Oktober 1996 auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld eine Bombenattrappe gefunden. Sie bestand aus einer rot angestrichenen, mit der Aufschrift „Bombe“ und einem schwarzen Hakenkreuz auf rundem weißem Grund versehenen Holzkiste und enthielt einen Kanister mit Granitsplitt und einem Rohrstück. Die Attrappe konnte 1998 dem Trio zugeordnet werden.[38] Susanna Tausendfreund, Mitglied des NSU-Untersuchungsausschusses, erklärte gegenüber der Öffentlichkeit, Böhnhardt und Mundlos seien in den 90er Jahren öfters in Bayern gewesen. Beide hätten sich in der Nürnberger Gaststätte „Tiroler Höhe“ mit bayerischen Kontakten getroffen. Am 18.2.1995 sei Mundlos nach dem Besuch einer Veranstaltung bei einer Kontrolle auf der Autobahn registriert worden, zudem erschienen Böhnhardt und Mundlos auf einer Liste der Polizeidirektion Nürnberg vom 21. September 1996, die Personen der rechten Szene erfasst.[39]

Am 1. November 1996 erschienen Böhnhardt, Mundlos (beide mit SA-ähnlichen Uniformen bekleidet), Kapke und weitere Personen in der Gedenkstätte des KZ Buchenwald und erhielten daraufhin dort Hausverbot.[40] Am 21. April 1997 wurde Böhnhardt wegen Volksverhetzung zu zwei Jahren und drei Monaten Jugendstrafe verurteilt, wobei mehrere Vorstrafen seit 1993 wegen fortgesetzten, zum Teil gemeinschaftlich begangenen Diebstahls, mehrfachen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Gefährdung des Straßenverkehrs, Kennzeichenmissbrauchs sowie Erpressung in Tatmehrheit mit gefährlicher Körperverletzung einbezogen wurden.[41] Am 10. Dezember 1997 wurde das Urteil rechtskräftig. Am 23. Januar 1998 gingen die Akten beim zuständigen Jugendrichter ein, welcher den Termin für den Haftantritt bestimmen sollte. Drei Tage später war Böhnhardt untergetaucht.[42]

Am Silvesterabend 1996 sollen Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe auf dem Erfurter Hauptbahnhof die späteren Filmregisseure Benjamin Reding und Dominik Reding angegriffen haben. Die Zwillingsbrüder, die damals Punkfrisuren trugen, sollen zunächst in der Mitropa-Bahnhofsgaststätte verbal bedroht worden sein. Anschließend sollen auf dem Bahnsteig Schüsse abgegeben worden sein. Dem Mitteldeutschen Rundfunk zufolge ermittelt die Staatsanwaltschaft Erfurt in diesem Fall seit März 2013 gegen Zschäpe.[43]

Als im Laufe des Januars 1997 mehrere Briefbombenattrappen bei Jenaer Institutionen (Redaktion der Thüringischen Landeszeitung, Stadtverwaltung und Polizeidirektion) eingingen, gerieten Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos erneut ins Blickfeld der Polizei. Darüber hinaus wurden sie verdächtigt, am 2. September 1997 eine Bombe mit einigen Gramm TNT – allerdings ohne Zündvorrichtung – in einem mit einem Hakenkreuz bemalten Koffer vor dem Theaterhaus Jena abgelegt zu haben. Nach zielgerichteten Ermittlungen gegen mehr als ein Dutzend Mitglieder des Thüringer Heimatschutzes wurden auch Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos vernommen, aber nicht festgenommen.[44] Am 1. März 1997 nahmen Mundlos und Böhnhardt an einer Demonstration gegen die Wehrmachtsausstellung in München teil.[45] Im Juni 1997 wurden Zschäpe und Kapke in einem Fahrzeug von der Polizei kontrolliert. Sie waren unterwegs zu einer Tagung von Jürgen Rieger ins niedersächsische Hetendorf.[46] Am 16. Oktober 1997 wurde Böhnhardt wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz (Tatdatum 16. April 1997) zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen verurteilt.[47] Am 26. Dezember 1997 entdeckten Spaziergänger an der Gedenkstätte für den 1944 erschossenen Häftling des KZ Buchenwald Magnus Poser auf dem Jenaer Nordfriedhof einen ebenfalls mit aufgemaltem Hakenkreuz versehenen Koffer, der im Nachhinein ebenfalls Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe zugeordnet wird.[48]

Am 24. Januar 1998 nahm das Trio an einer Demonstration der NPD gegen die Wehrmachtsausstellung in Dresden teil. Es ist auf Fotos mit der Parole „Nationalismus – eine Idee sucht Handelnde“ zu sehen.[35] Im September 1998 rechnete das Landeskriminalamt Thüringen die drei „zum harten Kern der Blood-and-Honour-Bewegung“ in Jena.[49]

Durchsuchung der Garage, Abtauchen[Bearbeiten]

Als die Polizei am Samstag, dem 26. Januar 1998 in Jena sieben Wohnungen und Garagen mutmaßlicher Rechtsextremisten im Zuge einer Razzia durchsuchte,[50] waren auch die Nummer 5 und Nummer 6 im „Garagenverein an der Kläranlage e.V.“ im Stadtteil Lobeda (Jena) Ziele der Durchsuchung. In der von Beate Zschäpe angemieteten Garage Nummer 6 hoben die Beamten eine Bombenwerkstatt aus. Uwe Böhnhardt war bei der Durchsuchung anfangs anwesend, flüchtete aber zwischen 8:30 und 9:00 Uhr mit seinem Auto.[51] Später traf er sich mit Andre Kapke.[52] Sichergestellt wurden im Rahmen dieser Durchsuchung vier funktionsfähige Rohrbomben ohne Zünder mit insgesamt 1,4 kg TNT. Der Sprengstoff gehörte zu den insgesamt 38 kg TNT, die 1991 aus dem Komplexlager 22, einer unterirdischen Lagerstätte für Waffen der ehemaligen Nationalen Volksarmee bei Großeutersdorf, gestohlen worden waren.[53] Zudem wurde in der Garage auch eine Diskette entdeckt, auf der über ein „Türkenschwein“, das heut noch stirbt – so ein Pech, hergezogen wird, ferner steht dort: Alidrecksau, wir hassen dich. Auf einer später im Schutt des Zwickauer Hauses gefundenen Festplatte waren Ausschnitte eines Bekenner-Videos in ähnlicher Diktion: Ali muss weg.[54] Die Rohrbomben wurden im Zuge der Verjährung und Einstellung des Verfahrens im Jahr 2003 vernichtet.[55]

Der damals ermittelnde Kriminalpolizist Mario Melzer berichtete in der Sendung Report München im April 2013, dass er „in seiner Arbeit behindert wurde“ und sich deshalb mehrfach bei seinen Vorgesetzten des Verfassungsschutzes beschwert hatte.[56] So wurden die Bomben seiner Einschätzung nach „unter den Augen des Verfassungsschutzes“ gebaut, weil der damalige Chef des Thüringer Heimatschutzes ein bezahlter Spitzel des Verfassungsschutzes war. In der Sendung wird der Verdacht geäußert, dass der Verfassungsschutz die drei NSU-Mitglieder bei den Ermittlungen der Garage „absichtlich laufen“ ließ, um den „Top-Spitzel Tino Brandt zu schützen“.[56] Die Spitze des Landeskriminalamtes Thüringen habe Melzer untersagt, über Details der Ermittlungen gegenüber Report München zu sprechen, obwohl er bereits mehrfach vor Untersuchungsausschüssen ausgesagt hat.

So waren am Tag der Durchsuchung die Verantwortlichen krank oder auf einem Lehrgang. Polizist Melzer musste an dem Tag an einem anderen Fall arbeiten. Uwe Böhnhart konnte unkontrolliert davon fahren. Melzer wurde, nachdem er sich erneut beschwerte, versetzt. Er bezeichnete die Handlungen des Verfassungsschutzes als „mehr als mysteriös“.[56]

Noch bevor ein Haftbefehl vorlag, tauchten Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe ab.[57] Erst am Montag, dem 28. Januar 1998 erließ die Staatsanwaltschaft Gera Haftbefehle gegen das Trio.[50][58][59][60] Unklar ist, inwieweit die Behörden danach Hinweise auf den Aufenthaltsort der drei Personen hatten.[61] Bei einer Wohnungsdurchsuchung des NPD-Mitglieds David Petereit tauchte ein 2002 verfasster Brief auf, in dem stand, der NSU verkörpere „die neue politische Kraft im Ringen um die Freiheit der deutschen Nation“. Laut Aussage von Thorsten W. wurde der Brief in einem Kuvert geschickt, das auch einen 500 Euro-Schein enthielt. Später fanden Ermittler eine Liste mit insgesamt zehn Adressen rechtsextremer Organisationen und Zeitschriften, die offenbar ebenfalls das Schreiben erhalten sollten. Darunter sind unter anderem das „Deutsche Rechtsbüro“, die Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige und die Publikationen „Foiersturm“, „Nation & Europa“, „Nordische Zeitung“ und „Der Landser“.[62]

Sprengstoffunfall in Jena-Lobeda[Bearbeiten]

Nachdem am 29. September 1998 ein 32-jähriger arbeitsloser Metallfacharbeiter im Keller seiner Wohnung in einem fünfstöckigen Plattenbau-Wohnblock in Neulobeda bei der Explosion einer russischen Granate getötet und zehn weitere Bewohner des Hauses durch Glassplitter verletzt worden waren, ging die Polizei von einem Unfall aus.[63] Der Mann war 1996 wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz verurteilt worden, nachdem er eine Explosion auf einer Wiese ausgelöst hatte, und befand sich in psychiatrischer Behandlung.[64] Der frühere Leiter des Thüringer Amtes für Verfassungsschutz Helmut Roewer erwähnte in einem Vortrag am 13. März 2000 sowohl den 32-jährigen als auch die drei Untergetauchten als Beispiele „nicht zu unterschätzender Einzeltäter und Kleinstgruppen, deren ideologischer Ansatz in erster Linie die Aktion ist.“[65] Im gleichen Jahr verteidigte Roewer am Rande der Vorstellung des Filmes von Reyk Seela Jugendlicher Extremismus mitten in Deutschland – Szenen aus Thüringen diese Einschätzung und sagte, der 32-jährige sei ein Einzelgänger gewesen; im Nachhinein sei jedoch rekonstruiert worden, dass er in der lokalen Naziszene bekannt gewesen sei.[66] Hingegen verwies das Thüringer Innenministerium am 23. Februar 2001 darauf, die polizeilichen Ermittlungen hätten ergeben, „dass der Täter ohne politische Motivation gehandelt hat“.[67] Nachdem Roewer anschließend im Jahr 2000 entlassen wurde, wurden in einem Tresor Quittungen mit Zahlungen an „Günther“ gefunden. Als Roewer 2013 im Untersuchungsausschuss zur Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund von Abgeordneten gefragt wurde, was es mit einem V-Mann „Günther“ auf sich hatte, antwortete dieser: „Was geht Sie das an?“[68]

Nationalsozialistischer Untergrund (Deutschland)
NürnbergMord: 9. Sept. 2000Mord: 13. Jun. 2001Mord: 9. Jun. 2005
Nürnberg
Mord: 9. Sept. 2000
Mord: 13. Jun. 2001
Mord: 9. Jun. 2005
HamburgMord: 27. Jun. 2001
Hamburg
Mord: 27. Jun. 2001
MünchenMord: 29. Aug. 2001Mord: 15. Jun. 2005
München
Mord: 29. Aug. 2001
Mord: 15. Jun. 2005
RostockMord: 25. Feb. 2004
Rostock
Mord: 25. Feb. 2004
DortmundMord: 4. Apr. 2006
Dortmund
Mord: 4. Apr. 2006
KasselMord: 6. Apr. 2006
Kassel
Mord: 6. Apr. 2006
HeilbronnMord: 25. Apr. 2007
Heilbronn
Mord: 25. Apr. 2007
KölnBombe: 19. Jan. 2001Bombe: 9. Jun. 2004
Köln
Bombe: 19. Jan. 2001
Bombe: 9. Jun. 2004
Tatorte der Mordserie (Red pog.svg), der Bomben-Attentate (Orange ff8040 pog.svg) und des Polizistenmords (Blue pog.svg)

Sprengstoffanschlag in Nürnberg mit einer Taschenlampe[Bearbeiten]

Am 23. Juni 1999 explodierte in der Kneipe Sonnenschein in der Scheurlstraße in Nürnberg eine Rohrbombe, die in eine Taschenlampe eingebaut worden war. Eine Reinigungskraft entdeckte diese Lampe in einer Toilette und schaltete sie an. Daraufhin gab sie ein summendes Geräusch von sich und explodierte. Der Mann erlitt zum Glück aber nur leichte Verletzungen, da die Bombe fehlerhaft konstruiert war. Dieser Fall wird erst seit Juni 2013 der NSU zugerechnet, als der Beschuldigte und Zeuge Carsten S. vor dem Münchner Oberlandesgericht aussagte, "einer der beiden Uwes hätte bei einem persönlichen Treffen erwähnt, dass sie eine Taschenlampe in einem »Laden« abgestellt hätten, das »Vorhaben« aber nicht geklappt hätte." Stefan Aust und Dirk Laabs halten diese Aussage für glaubwürdig, da über diesen Anschlag nur regional berichtet wurde und er in der bundesweiten Öffentlichkeit nicht bekannt war[69].

Seit Ende Juni 2013 wird von der Bundesanwaltschaft gegen Beate Zschäpe wegen dieses Sprengstoffanschlags auf eine Gaststätte in Nürnberg ermittelt. Der Besitzer der Gaststätte war türkischer Herkunft[70][71][72].

Sprengstoffanschlag in einem Kölner Geschäft[Bearbeiten]

Das Innenministerium Nordrhein-Westfalen untersuchte nach Bekanntwerden der NSU-Anschläge auch eine Sprengstoffexplosion in einem Lebensmittelgeschäft in Köln am 19. Januar 2001, bei der die damals 19 Jahre alte deutsch-iranische Tochter des Betriebsinhabers schwer verletzt wurde.[73] Unter der Vorgabe, sie wollten einkaufen, versteckte die Gruppe unter den Waren eine Christstollendose mit mehr als einem Kilogramm Schwarzpulver.[74] In den beiden entdeckten Bekennervideos gibt es Hinweise auf die Tat.[75] Der Generalbundesanwalt hält die Terroristen daher auch für diesen Anschlag verantwortlich.[76] Nach dem Bekanntwerden des NSU prüfte die Polizei auch einen Sprengstoffanschlag in Düsseldorf, fand aber keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit der Terrorgruppe.

NSU-Mordserie[Bearbeiten]

Hauptartikel: NSU-Morde

Im Rückblick für das meiste Aufsehen sorgte eine deutschlandweite Mordserie an Kleinunternehmern mit Migrationshintergrund, die in den Jahren 2000 bis 2006 in verschiedenen Großstädten Deutschlands verübt wurde und die dem NSU zugerechnet wird. Die Opfer waren acht türkischstämmige und ein griechischer Kleinunternehmer, der erste bekannte Mord ereignete sich am 9. September 2000, der letzte am 6. April 2006. Seit November 2011 stehen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt, die am 4. November 2011 Suizid begingen, sowie Beate Zschäpe, die sich am 8. November 2011 der Polizei stellte, unter Mordverdacht. Im November 2011 ergingen gegen weitere unter Tatverdacht stehende Unterstützer dieser Vereinigung mit der Eigenbezeichnung „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) Haftbefehle. Die Tatwaffe in allen Fällen dieser Serie war eine Pistole des Typs Česká CZ 83, Kaliber 7,65 mm Browning, die im Umfeld der Hauptverdächtigen sichergestellt werden konnte.

Bei den Opfern handelt es sich um acht Türkischstämmige sowie einen Griechen: Den Schlüchterner Blumenhändler Enver Şimşek (9. September 2000, ermordet in Nürnberg), den Fabrikarbeiter und Änderungsschneider Abdurrahim Özüdoğru (13. Juni 2001, Nürnberg), die Obst- und Gemüsehändler Süleyman Taşköprü (27. Juni 2001, Hamburg) und Habil Kılıç (29. August 2001, München), den Dönerverkäufer Mehmet Turgut (25. Februar 2004, Rostock), den Dönerladenbesitzer İsmail Yaşar (9. Juni 2005, Nürnberg), den Schlüsseldienst-Mitinhaber Theodoros Boulgarides (15. Juni 2005, München), den Kioskbesitzer Mehmet Kubaşık (4. April 2006, Dortmund) sowie den Internetcafé-Betreiber Halit Yozgat (6. April 2006, Kassel).[77][78]

Die Mordserie wurde ab etwa 2005[79] in der Presse weit verbreitet als „Döner-Morde“ und teils auch als „Mordserie Bosporus“ bezeichnet, was als klischeehaft und latent rassistisch kritisiert wurde. Wegen seiner verharmlosenden Wirkung wurde Döner-Morde zum Unwort des Jahres 2011 gekürt. Für die Aufklärung war von 2005 bis 2008 mit 160 Polizeibeamten eine der größten polizeilichen Sonderkommissionen eingesetzt worden, die es in Deutschland je gab, ohne dass diese Ergebnisse erzielen konnte.[80] Am 11. November 2011 übernahm die Bundesanwaltschaft aufgrund des Anfangsverdachts, dass es sich beim NSU um eine terroristische Vereinigung handelt, die Leitung über die weiteren Ermittlungen. Sie nannte die Mordserie „Ceska-Morde“.[81] Die Anklageschrift für den im April 2013 anlaufenden Prozess betont die politische Dimension der Morde. Der NSU wollte demnach, dass seine Morde als serienmäßige Hinrichtungen wahrgenommen würden; daher sei bei neun Anschlägen ein Schalldämpfer benutzt worden. Der Schrecken der Morde sollte noch dadurch erhöht werden, dass die Opfer in Alltagssituationen überrascht und erschossen wurden. Bei allen Morden traten Böhnhardt und Mundlos unmaskiert auf. Nach mehreren Taten fotografierten sie ihre Opfer.[74]

Nagelbomben-Attentat in Köln[Bearbeiten]

Am 9. Juni 2004 wurden bei einem Nagelbomben-Attentat auf der Keupstraße, einer belebten Einkaufsstraße in Köln-Mülheim mit vornehmlich türkischen Geschäften 22 Menschen verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich. Die Bombe verursachte darüber hinaus erheblichen Sachschaden: Ein Friseursalon wurde vollständig verwüstet, mehrere Ladenlokale erheblich beschädigt und zahlreiche parkende Autos durch die Explosion sowie die herumgeschleuderten Nägel beschädigt.[82] Da eine gezielte Auswahl der Opfer nicht zu erkennen gewesen sei, hatten die ermittelnden Behörden auch hier einen terroristischen Hintergrund ausgeschlossen.[83] Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel vom 12. November 2011[84] bekannte sich das Zwickauer Trio im Bekennervideo, das im zerstörten Haus gefunden wurde, zu dieser Tat. Die Täter drohten weitere Taten an, die sie als „Nationalsozialistischer Untergrund II“ ankündigten.[85]

Polizistenmord von Heilbronn[Bearbeiten]

Am 25. April 2007 wurde auf der Theresienwiese in Heilbronn die 22-jährige aus Thüringen stammende Bereitschaftspolizistin Michèle Kiesewetter erschossen. Ihr Kollege, der gleichfalls mit einem Kopfschuss niedergeschossen wurde, überlebte schwer verletzt. Der Fall wurde überregional als „Polizistenmord von Heilbronn“ bekannt.[86] Die Ermittlungen wurden zunächst von der Polizeidirektion Heilbronn in der Sonderkommission „Parkplatz“ geführt. Diese Sonderkommission wurde am 11. Februar 2009 „wegen personeller Überlastung“ an das Landeskriminalamt Baden-Württemberg verlagert.[87] Der Zusammenhang ergab sich nach Polizeiangaben aus dem Zufallsfund der Dienstwaffen der Polizeibeamten im ausgebrannten Wohnmobil der Zwickauer Zelle in Eisenach.[88]

Angaben des Präsidenten des Bundeskriminalamts Jörg Ziercke, wonach es mögliche Verbindungen zwischen Kiesewetter und dem NSU vor allem über ihren Thüringer Wohnort gegeben habe, wo sie jahrelang gegenüber einer von Neonazis betriebenen und für rechte Versammlungen genutzten Gaststätte gewohnt habe,[89] wurde in einem Bericht der Süddeutschen Zeitung widersprochen.[90] Der Stiefvater der getöteten Polizistin dementierte gegenüber der Ostthüringer Zeitung, dass es irgendeinen Kontakt zwischen einem Familienmitglied und dem NSU gegeben habe.[91][92] Das BKA korrigierte sich daraufhin und stellte fest, dass Michèle Kiesewetter aber unweit der Gaststätte zur Schule gegangen sei, was wiederum von ihrem Großvater in Abrede gestellt wurde.[93] Im Juli 2012 wurde bekannt, dass zwei Polizisten aus dem Umfeld der getöteten Polizeibeamtin Mitglieder beim Ku-Klux-Klan gewesen waren. Die Behörden dementierten, dass es Hinweise auf eine Verbindung zwischen dem Nationalsozialistischen Untergrund und dem rassistischen Geheimbund gebe. Unabhängig davon wurde kritisiert, dass die Beamten bis heute nicht aus dem Staatsdienst entfernt worden sind.[94]

Raubüberfälle[Bearbeiten]

Der NSU überfiel auch mehrere Post- und Sparkassenfilialen in Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern.[95] Neben dem zuletzt begangenen Überfall in Eisenach rechnet man der Gruppierung Überfälle in Arnstadt, Zwickau, Chemnitz und Stralsund zwischen dem 6. Oktober 1999 und dem 7. September 2011 zu,[96] wobei die Täter auch Körperverletzungen an Angestellten begingen.[97] Am 18. Dezember 1998 soll der NSU einen Edeka-Markt in Chemnitz überfallen haben. Auf der Flucht schossen sie auf einen 16-jährigen – gezielt auf Kopf und Brust. Das Geld der Überfälle wurde teilweise gespendet. Der NSU unterstützte unter anderem das neonazistische Fanzine Der Weiße Wolf und das Schwestermagazin Der Fahnenträger aus Mecklenburg-Vorpommern.[74]

Demnach werden dem NSU mindestens folgende Raubüberfälle zugeordnet:

Nr. Datum Bezeichnung Ort Straße Beute in DM oder Euro
1 18. Dezember 1998 Edeka-Markt Chemnitz Irkutsker Straße 1 30.000 DM
2 6. Oktober 1999 Postamt Barbarossastraße Chemnitz Barbarossastraße 5.000 DM
3 26. Oktober 1999 Postfiliale Limbacher Straße Chemnitz Limbacher Straße 63.000 DM
4 30. November 2000 Postfiliale Johannes-Dick-Straße Chemnitz Johannes-Dick-Straße 4 39.000 DM
5 5. Juli 2001 Postamt Zwickau Zwickau Max-Planck-Straße 1a 75.000 DM
6 25. September 2002 Sparkasse Zwickau Zwickau Kosmonautenstraße 1 49.000 E
7 23. September 2003 Sparkasse Chemnitz Chemnitz  ? 473 E
8 14. Mai 2004 Sparkasse Chemnitz („DDR-Filiale“)[98] Chemnitz Albert-Schweitzer-Straße 62 30.000 E
9 18. Mai 2004 Sparkasse Chemnitz Chemnitz Sandstraße 70.000 E
10 22. November 2005 Sparkasse Chemnitz Chemnitz Sandstraße 0 E
11 5. Oktober 2006 Sparkasse Zwickau Zwickau  ? 0 E
12 18. Januar 2007 Sparkasse Stralsund Stralsund  ? 84.995 E
13 7. September 2011 Sparkasse Arnstadt Arnstadt  ? 15.000 E
14 4. November 2011 Sparkasse am Nordplatz Eisenach Nordplatz 71.920 E[99]

Aufdeckung, Festnahmen und Ermittlungen[Bearbeiten]

Selbsttötung zweier Haupttäter und Festnahme einer mutmaßlichen Haupttäterin[Bearbeiten]

Am 4. November 2011 fuhren Mundlos und Böhnhardt auf Fahrrädern zur Filiale der Wartburg-Sparkasse am Nordplatz in Eisenach und überfielen diese gegen 9:30 Uhr maskiert. Sie verletzten einen Angestellten durch einen Schlag mit einer Waffe auf den Kopf leicht und erpressten 70.000 Euro. Sie flüchteten mit der Beute auf Fahrrädern zu ihrem in einiger Entfernung abgestellten Wohnmobil.[97] In der Nähe des Tatortes war Anwohnern bereits am Vortag ein weißes Wohnmobil mit einem Kennzeichen aus dem Vogtlandkreis aufgefallen. Nach dem Überfall leitete die Polizei eine umgehende Fahndung ein, errichtete Straßensperren und setzte Hubschrauber ein, ohne die Täter zunächst zu finden. Diese verstauten die Fahrräder in ihrem Wohnmobil, was einem Passanten ungewöhnlich erschien. Er informierte die Polizei, welche daraufhin auch nach einem Wohnmobil fahndete. Mundlos und Böhnhardt fuhren ihr Wohnmobil in die Anliegerstraße Am Schafrain im nahegelegenen Eisenacher Stadtteil Stregda. Als sich Beamte gegen 11.30 Uhr dem verdächtigen Wohnmobil näherten, vernahmen sie zwei knallartige Geräusche und gingen in Deckung. Wenig später geriet das Fahrzeug in Brand.[100] Nachdem die herbeigerufene Feuerwehr die Flammen gelöscht hatte, fand man im Inneren die Leichen von Mundlos und Böhnhardt. Außerdem fand man dort mehrere Waffen –  darunter die Dienstwaffe der 2007 in Heilbronn getöteten Polizistin sowie die ihres schwer verletzten Kollegen – und ca. 110.000 Euro in bar, die aus früheren Überfällen stammten.[101]

Das Fahrzeug war etwa eine Woche zuvor angemietet worden.[102]

Nach Aussage der Staatsanwaltschaft Meiningen ergab die Obduktion, dass beide sich jeweils selbst erschossen hatten.[103] Dieser Darstellung steht die Aussage des Bundeskriminalamts entgegen, wonach aus fehlenden Rußpartikeln in der Lunge Böhnhardts geschlossen werden kann, dass dieser zuerst von Mundlos getötet wurde, bevor Mundlos sich mit derselben Waffe erschoss.[104] Diese Aussage bestätigte auch der zuständige Chef der Polizeidirektion Gotha, demnach Mundlos Böhnhardt erschossen, dann das Wohnmobil in Brand gesetzt und sich danach selbst mit Kopfschuss getötet haben soll. Außerdem sollen die mutmaßlichen Täter bei Annäherung der Polizei zuerst mit einer Maschinenpistole geschossen haben.[105] Der Vorsitzende des Geheimdienstkontrollgremiums des Bundestages, Thomas Oppermann (SPD), sprach jedoch von einer „Arbeitshypothese der Ermittler“, da noch weitere Untersuchungsergebnisse abgewartet werden müssten.[106] Mundlos wurde am selben Tag wegen seiner Fingerabdrücke identifiziert, Böhnhardt am zweiten Tag über DNA-Material.[107]

In der Reportage Der NSU. Eine Spurensuche von N24, die im November 2013 ausgestrahlt wurde, kam ein Waffenexperte zu Wort. In Anbetracht der zweiten gefundenen Hülse bezweifelte dieser, dass Mundlos seine Winchester "Pumpgun" nach dem Abfeuern des tödlichen Kopfschusses auf sich selbst noch einmal nachladen konnte. Demnach töte die verwendete Munition sofort, so dass auch keine krampfartige Reaktion möglich sei und beim verwendeten Schusswaffentyp verbliebe die leere Hülse bis zum Nachladen im Lauf.[108] Bei späteren Untersuchungen fand die Polizei im Wohnmobil zudem die DNA-Spur eines unbekannten Mannes.[109]

Das ausgebrannte Haus in Zwickau

Am selben Tag kam es kurz nach 15 Uhr zur Explosion und einem anschließenden Brand in einem Wohnhaus in der Frühlingsstraße 26 in Zwickau-Weißenborn, in der die beiden Bankräuber zusammen mit Beate Zschäpe gewohnt hatten. Die Polizei leitete eine Fahndung nach der Frau ein. Zschäpe stellte sich am 8. November 2011 der Polizei in Jena, am 13. November 2011 erließ der Bundesgerichtshof in Karlsruhe auf Antrag des Generalbundesanwalts Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts der Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung sowie der besonders schweren Brandstiftung.[7]

Verhaftungen mutmaßlicher Unterstützer[Bearbeiten]

Holger Gerlach (* 1974),[110] ein mutmaßlicher Unterstützer der Gruppe, wurde am 13. November 2011 in Lauenau bei Hannover ebenfalls festgenommen.[111] Der Generalbundesanwalt warf ihm vor, seit 2007 Ausweisdokumente zur Verfügung gestellt zu haben. Zudem soll er mehrfach Wohnmobile für die Gruppierung angemietet haben, eines der Fahrzeuge soll bei dem Mordanschlag auf die Heilbronner Polizisten benutzt worden sein.[1] Am 25. Mai 2012 hob der Bundesgerichtshof den Haftbefehl gegen Gerlach auf, da kein dringender Tatverdacht zur Beihilfe für die Überfälle und Morde des Nationalsozialistischen Untergrundes mehr vorlag.[112]

Am 24. November 2011 verhaftete die GSG 9 der Bundespolizei André Eminger in Mühlenfließ. Eminger wird vom Generalbundesanwalt verdächtigt, den Bekennerfilm hergestellt zu haben. Als Inhaber einer Medienfirma zusammen mit seinem Bruder Maik habe er Fachkenntnis und technische Möglichkeiten dazu.[113] Mittlerweile ordnete der Bundesgerichtshof im Juni 2012 seine Freilassung an, er ist dennoch als mutmaßlicher Unterstützer angeklagt.[114] Im Frühjahr 2013 durchsuchte die Polizei ein zweites Mal die Wohnung von Eminger, da sie davon ausgeht, dass Eminger ein enger Vertrauter von Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos war. So soll er Zschäpe bei der Flucht geholfen sowie eine Wohnung, Wohnmobile und Bahncards organisiert haben. Seine Frau Susann Eminger wird verdächtigt, Zschäpe nach der Brandstiftung in Zwickau saubere und damit spurenfreie Kleidung zur Verfügung gestellt zu haben.[115] Die Bundesanwaltschaft ermittelt in diesem Zusammenhang gegen sie.[116] Die Bundesanwaltschaft verdächtigt Eminger zudem der Beihilfe zum Sprengstoffanschlag in Köln-Mülheim, der im Jahr 2004 stattfand.[117]

Am 29. November 2011 wurde Ralf Wohlleben, ehemaliger stellvertretender Landesvorsitzender und Pressesprecher der NPD Thüringen sowie Vorsitzender des NPD-Kreisverbandes Jena, verhaftet.[118] Wohlleben wird vom Generalbundesanwalt vorgeworfen, „dem NSU 2001 oder 2002 eine Schusswaffe nebst Munition verschafft zu haben.“[119] Dies sei als Beihilfe zu sechs vollendeten Morden und einem versuchten Mord zu werten. Weiterhin soll er das Trio bei der Flucht im Jahr 1998 und in der Folge auch finanziell unterstützt haben. Zudem soll er den Kontakt zu Holger Gerlach vermittelt haben.[120]

Am 11. Dezember 2011 wurde der 36-jährige Matthias Dienelt an seinem Wohnort im Erzgebirgskreis mit Haftbefehl vom 8. Dezember 2011 durch ein Spezialeinsatzkommando der Polizei festgenommen. Er steht im Verdacht, im Mai 2001 und März 2008 jeweils eine Wohnung in Zwickau angemietet und der Gruppe überlassen zu haben. Ihm wird vorgeworfen, die Ziele der Gruppe geteilt und ihre Verbrechen zumindest gebilligt zu haben. Am 29. Mai 2012 wurde er auf Anordnung der Bundesanwaltschaft wieder freigelassen.[121][122]

Im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk wurde am 1. Februar 2012 der 31-jährige Diplom-Sozialpädagoge Carsten S. festgenommen. Er wird verdächtigt, zusammen mit Ralf Wohlleben 2001 oder 2002 an der Beschaffung einer Waffe mit Schalldämpfer beteiligt gewesen zu sein sowie im Jahr zuvor Gelder übergeben und eine Unterkunft für Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe gesucht zu haben.[123][124] Der Verfassungsschutz Thüringens hatte die Wahl von Carsten S. und Patrick Wieschke zu Stellvertretern des Vorsitzenden Sandro Tauber bei der Gründungsversammlung der Thüringer Jungen Nationaldemokraten am 22. Juli 2000 in seiner Monatszeitschrift Nachrichtendienst zunächst noch erwähnt, im Verfassungsschutzbericht für 2000 aber nur noch Wieschke genannt.[125] Am 29. Mai 2012 wurde er auf Anordnung der Bundesanwaltschaft wieder freigelassen,[112] er legte bereits ein umfassendes Geständnis ab.[114] Im Mai 2012 erklärte der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof, er wolle auch die mögliche Verbindung von Gerhard Ittner zum NSU überprüfen.[126] Zudem soll er von Böhnhardt und Mundlos beauftragt worden sein, in die von der Polizei versiegelte Wohnung in Jena einzubrechen, um Ausweispapiere und einen Aktenordner mitzunehmen. Dabei sei eine zweite Person anwesend gewesen. Im Anschluss soll Carsten S. die Papiere mit Wohlleben im Wald vergraben haben. S. wurde nach seiner umfassenden Aussage ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen.[127]

Waffenfunde[Bearbeiten]

Beispiel der bei Mordserie verwendeten Tatwaffe, einer CZ 83 im Kaliber .32 ACP, hier jedoch ohne Laufgewinde für einen Schalldämpfer

Im Wohnmobil von Mundlos und Böhnhard wurden mehrere Waffen sichergestellt. Dabei handelte es sich unter anderem um die gestohlenen Dienstwaffen der 2007 in Heilbronn ermordeten Polizistin und ihres verletzten Kollegen.[128] Auch in den Trümmern der ausgebrannten Wohnung von Zschäpe stellten Ermittler neun Kurzwaffen, ein Gewehr und eine Maschinenpistole sicher. Am 11. November 2011 erklärte die Bundesanwaltschaft in einer Presseerklärung, dass eine der Pistolen die seit Jahren gesuchte Česká im Fall der Serienmorde an Migranten ist.[129] Bei den Taten der Mordserie zwischen 2000 und 2006 wurde eine Waffe des Typs Česká CZ 83 des Kalibers .32 ACP in einer seltenen Sonderedition verwendet, von der nur 55 Exemplare hergestellt wurden. Davon wurden 24 Exemplare in den Kanton Solothurn geliefert und 31 Exemplare an das Ministerium für Staatssicherheit.[130] Die Stasi-Waffen sind mutmaßlich beim Verfassungsschutz gelandet. Dafür spricht auch, dass aus Gründen, die nie offengelegt wurden, die Ermittler etwa zwei Jahre vor der Entdeckung des NSU ausschließen konnten, dass es sich bei der Tatwaffe um eines der Stasi-Exemplare handelte.

Schon 2004 fragte das deutsche BKA in der Schweiz zwar nach der eher seltenen Munition und nach Schalldämpfern, nicht aber nach der Tatwaffe an, wobei allerdings nach türkischen Käufern gesucht wurde.[131] Erst 2010 wurden bei Schweizer Behörden im Rahmen der Amtshilfe zu „Abklärungen über den Verbleib bei allen Waffengeschäften in der Schweiz“ auch Fragen nach der Tatwaffe gestellt.[130][132] In der Anklageschrift heißt es, in der Wohnung seien massenhaft Munition, teilweise aufbewahrt in alten Packungen von Kinderriegeln gefunden worden. Insgesamt handelt es sich demnach um ein Waffenarsenal von 2,5 Kilogramm Schwarzpulver, 20 Schusswaffen, davon zwei Maschinenpistolen, 1600 Patronen und Munitionsteile.[74]

Bekennervideos und sichergestellte Datenträger[Bearbeiten]

In den Trümmern des explodierten Zwickauer Wohnhauses fanden die Ermittler neben Waffen Exemplare einer DVD, auf der sich die Täter auf zynische Weise zu den verschiedenen Anschlägen und Morden bekennen. „Heute Aktion Dönerspieß“ heißt es beispielsweise in einer Sequenz.[133] Ebenso wurden Briefumschläge gefunden, die an Nachrichtenagenturen und islamische Einrichtungen adressiert waren.[134] Mehrere Medien veröffentlichten Standbilder und Videosequenzen daraus.[135][136] Diese zeigen unter anderem Bilder der neun Opfer der Neonazi-Mordserie. Der 15-minütige Film enthält Sequenzen aus der Zeichentrickserie Paulchen Panther, in einer Szene wird das Logo der Rote Armee Fraktion verwendet. Eine weitere Sequenz zeigt eine Collage von Bildern der Trauerfeier für die ermordete Polizistin Michèle Kiesewetter zusammen mit einer Polizeipistole des geraubten Modells HK P2000. Weiterhin ist ein Digitalfoto einer Patronenhülse mit dem eingeblendeten Zeitstempel „28.06.2001“ zu sehen; am Tag zuvor war Süleyman Taşköprü erschossen worden. Schließlich enthält das Video eine Texttafel, mit der eine Selbstverständniserklärung des Nationalsozialistischen Untergrunds abgegeben wird. Text: „ein Netzwerk von Kameraden mit dem Grundsatz – Taten statt Worte – Solange sich keine grundlegenden Änderungen in der Politik, Presse und Meinungsfreiheit vollziehen, werden die Aktivitäten weitergeführt.“

Mindestens 15 Exemplare dieser DVD hielten sie, gem. Angabe des Generalbundesanwalts, versandbereit vorrätig. Diese Filme verbreitete mutmaßlich die Angeschuldigte Zschäpe in der Zeit vom 4. November 2011 bis zu ihrer Festnahme am 8. November 2011 an politische, religiöse und kulturelle Einrichtungen sowie an Presseorgane.[137] An keinem der sichergestellten Briefumschläge, mit denen die NSU-DVDs per Post verschickt wurden, fanden sich allerdings Fingerabdrücke oder DNA-Spuren von Zschäpe. In Nürnberg wurde ein Briefumschlag unfrankiert, also nicht mit der Post zugestellt, sondern persönlich eingeworfen.[138]

Am 28. November wurde der Eingang der zwölften DVD in der Selimiye-Moschee in Völklingen dem Landeskriminalamt Saarland gemeldet.[139] In der Stadt wurden zwischen September 2006 und September 2011 zehn Brandanschläge auf von türkischstämmigen Einwanderern, Arabern und Afrikanern bewohnte Gebäude im Stadtzentrum verübt. Von den Ermittlungsbehörden war ein fremdenfeindlicher Hintergrund bis zur Auffindung der DVD nicht angenommen worden.[140]

Weitere Exemplare der DVD fanden die Fahnder in dem in Eisenach am 4. November 2011 ausgebrannten Wohnmobil. Sie befanden sich in einem nagelneuen Tourenrucksack, der zusammen mit verschiedenen Textilien auf dem hinteren oberen Schlafplatz lag. Während Matratze und Textilien deutliche Schmutzspuren aufweisen, verursacht offenbar von dem durch die Hitzeeinwirkung geschmolzenen Plexiglasfenster über dem Bett, blieb der darauf liegende Rucksack fleckenlos. Am 5. November 2011, als die Beweisstücke von der Tatortgruppe aus dem Wohnmobil geborgen und dokumentiert wurden, wurde von den Beamten auch der Rucksack durchsucht. Gefunden wurden mehrere mit Banderolen versehene Geldbündel mit über 23.000 Euro aus einem wenige Wochen zurückliegenden Bankraub in Arnstadt sowie drei Kartons mit Patronen aus den Innentaschen. Erst einen Monat später, am 1. Dezember, fand die Polizei laut der Ermittlungsakte in einer Innentasche des Rucksacks sechs DVDs mit dem NSU-Bekennervideo. Wie die Tatortgruppe die DVDs bei der Durchsuchung übersehen konnte, ist bisher ungeklärt.[141]

Ferner fanden die Ermittler eine Liste mit Namen und Adressen von 88 Personen auf einem USB-Stick, darunter auch von zwei Mitgliedern des deutschen Bundestages sowie von Repräsentanten türkischer und islamischer Organisationen.[142][143] Zudem wurden Stadtpläne mit handschriftlich eingetragenen, ausgekundschafteten, Adressen in 14 Städten gefunden, die insgesamt 191 Objekte und Straßen verzeichneten.[144] Auf einem weiteren Datenträger wurde eine Adressliste gefunden. Unter den 10.000 Adressen sind auch solche von Politikern, Kirchen, lokalen Parteiorganisationen und Vereinen gegen Rechtsextremismus.[145] In der Zwickauer Wohnung wurden auf Festplatten von zum Teil durch den Brand beschädigten Computern weitere Videos rekonstruiert, die bereits 2001 erstellt wurden. Auf einem Video vom März des Jahres wird die Ermordung von Şimşek gefeiert und zwei Musik-Stücke der Gruppe Noie Werte zur Untermalung verwendet. Ein anderes Video von Oktober 2001 verhöhnt die ermordeten Özüdoğru, Taşköprü und Kılıç. Eine weitere Videosequenz zeigt 14 umrandete Felder, von denen fünf ausgefüllt sind mit den Daten dieser verübten vier Morde sowie des 19. Januar 2001, an welchem eine Bombenexplosion in einem Kölner Lebensmittelgeschäft eine Iranerin schwer verletzt hatte.[146]

Im Mai 2014 präsentierten Ermittler die Auswertung der Verbindungsdaten von 8900 Handytelefonaten, die von rekonstruierten Speicherdaten aus mehreren Handys stammten.[147]

Überprüfung weiterer Straftaten[Bearbeiten]

Die Behörden prüfen derzeit Verbindungen zu weiteren ungeklärten Straftaten. Unter anderem wird ein Zusammenhang mit dem Sprengstoffanschlag 1999 in Saarbrücken auf die Wehrmachtsausstellung[148] oder dem Sprengstoffanschlag in Düsseldorf am 27. Juli 2000 nicht ausgeschlossen. Unaufgeklärt ist auch der Sprengstoffanschlag auf das Grab von Heinz Galinski am 19. Dezember 1998 in Berlin.[149][150] Ebenso werden der Bombenanschlag auf die Wehrmachtsausstellung in Saarbrücken am 9. März 1999 und der Bombenanschlag auf den Jüdischen Friedhof Heerstraße in Berlin am 16. März 2002 neu untersucht.[151] Des Weiteren wird geprüft, ob Verbindungen des NSU nach Rheinland-Pfalz zu einem dort lebenden Neonazi bestanden. Hier wird insbesondere der Brand in einem Ludwigshafener Wohnhaus, bei dem im Februar 2008 neun türkischstämmige Bewohner ums Leben kamen, neu untersucht. Seinerzeit waren die Ermittlungen eingestellt worden, da ein fremdenfeindlicher Anschlag ausgeschlossen wurde. Auch in der Schweiz finden Untersuchungen wegen einer möglichen Verbindung zur Ermordung des Rabbis Abraham Grünbaum am 7. Juni 2001 in Zürich statt.[152]

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg richtete im Januar 2013 eine Ermittlungsgruppe "Umfeld" ein. Im Februar 2014 gab das Innenministerium bekannt, dass die Ermittlungen weitestgehend abgeschlossen sind. Ob der Aufenthalt von Böhnhardt und Mundlos in 2003 in Stuttgart im Zusammenhang mit den im Brandschutt festgestellten Stadtplänen mit Markierungen und einem Foto von Böhnhardt in der Nordbahnhofstraße Stuttgart weiteren Anschlagsplanungen und Tatvorbereitungen gedient habe, sei auch nach Auswertung aller vorliegenden Spuren nicht zweifelsfrei zu belegen. Auch seien keine Verbindungen zu ungeklärten Tötungs- beziehungsweise Raubdelikten in der Region Stuttgart festzustellen.[153]

Im Jahr 2014 wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Gera überprüft, ob Böhnhardt am Mord von einem neunjährigen Jungen im Juli 1993 beteiligt war.[154]

Öffentlichkeitsfahndung[Bearbeiten]

Am 1. Dezember 2011 starteten der Generalbundesanwalt und das Bundeskriminalamt im Rahmen einer Pressekonferenz eine Öffentlichkeitsfahndung. Die Ermittlungsbehörden wollen damit Informationen zu den Aktivitäten der Terrorgruppe gewinnen, insbesondere sollen bislang nicht mit der Gruppe in Verbindung gebrachte Taten sowie Hintermänner und Unterstützer ermittelt werden. Zu diesem Zweck wurde durch das Bundeskriminalamt eine kostenlose Hotline zur Hinweisaufnahme eingerichtet, zusätzlich sind auf der Homepage des BKA weitere Bilder veröffentlicht.[155][156]

Prozess[Bearbeiten]

Hauptartikel: NSU-Prozess

Der Prozessbeginn war ursprünglich für den 17. April 2013 am Oberlandesgericht München geplant.[157] Derzeit sind Sitzungen des Gerichts bis Januar 2014 terminiert;[158] Journalisten rechnen mit einer Prozessdauer von zweieinhalb Jahren.[159]

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung haben Neonazis „offen erklärt“, Richter und Staatsanwälte seien lohnende Angriffsziele. Der Präsident des Oberlandesgerichts spricht von einem erheblichen Gefährdungspotenzial. Eine Kamera soll auf die Zeugen gerichtet und deren Gesichter während der Aussage auf eine Wand projiziert werden; so können auch die vielen Nebenkläger und die Öffentlichkeit im Saal die Mimik und Gestik der Zeugen sehen.[160] Mit Verfügung des Oberlandesgerichts München vom 22. März 2013 wurde mitgeteilt, welche Pressevertreter einen reservierten Sitzplatz[161] in dem seit dem 4. März 2013 laufenden Akkreditierungsverfahren erhalten haben.

Der Schwurgerichtssaal A101 im Münchner Strafjustizzentrum in der Nymphenburger Str. 16 hat 250 Plätze; nach Ansicht von Anwälten der Opferfamilien und Pressevertretern ist er mit jeweils 50 Plätzen für Zuschauer und Presse und beengten Platzverhältnissen für die mehr als 100 Prozessbeteiligten, darunter 80 Nebenkläger und deren 41 Rechtsanwälte, zu klein.[162][163] Am ersten Prozesstag waren 30, am zweiten 7 Nebenkläger anwesend.[164] Einem Eilantrag der türkischen Tageszeitung Sabah beim Bundesverfassungsgericht auf Änderung der Zugangsregelung zum Prozess wurde am 12. April 2013 teilweise stattgegeben.[165]

Wegen der deswegen notwendigen Neuregelung des umstrittenen Akkreditierungsverfahrens für die Presse wurde der Prozessbeginn auf den 6. Mai 2013 verschoben.[166]

Reaktionen[Bearbeiten]

Rolle der Verfassungsschutzbehörden[Bearbeiten]

Unklarheiten und Kritik am Verfassungsschutz[Bearbeiten]

Die Rolle des Verfassungsschutzes bei der Überwachung der Gruppe, insbesondere des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz und seines ehemaligen Präsidenten Helmut Roewer,[167] ist Gegenstand einer breiten politischen und medialen Debatte. Nach wie vor existieren zahlreiche Ungereimtheiten, Fragen sowie Verdachtsmomente aufgrund der zahlreichen Pannen, die im Umfeld der NSU-Observierung passierten. So berichtete die Welt am Sonntag im September 2012, dass Thomas S. etwa 1995 oder 1996 1,1 kg TNT an Uwe Mundlos geliefert habe. Er wurde von 2000 bis 2011 als V-Mann „VP 562“ vom Berliner Landeskriminalamt geführt und soll bei mindestens fünf Treffen Hinweise zu den NSU-Mitgliedern gegeben haben. Die Bundesanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren gegen S. ein, konnte aber den Anfangsverdacht gegen Thomas S. bislang nicht vertiefen. S., der 1995 bis 1996 eine Affäre mit Zschäpe gehabt hatte, behauptet, er habe von den Straftaten des NSU nichts mitbekommen.[168]

Am 13. November 2011 berichtete welt.de, in den Trümmern des in Brand gesetzten Hauses seien sogenannte legale illegale Papiere sichergestellt worden;[169] so werden amtlich-falsche Ausweisdokumente bezeichnet, die von Nachrichtendiensten zur Tarnung an ihre Mitarbeiter ausgegeben werden. Am 22. November 2011 wurde über die dpa jedoch richtiggestellt, dass es sich bei diesen Papieren um einen von einem Unterstützer des NSU auf eigenen Namen ordnungsgemäß beantragten Pass handelt, der dem Meldeamt dabei ein Foto von Uwe Mundlos untergeschoben hat.

Am 18. November 2011 berichtete der MDR, im Jahr 1998 oder 1999 sei das Thüringer Spezialeinsatzkommando bereit für einen Zugriff auf die aufgespürten drei Verdächtigen gewesen. Diese seien in Chemnitz von Zielfahndern entdeckt und gemeldet worden. Es soll die konkrete Möglichkeit für einen Zugriff auf die Gruppe bestanden haben. Der Einsatz sei kurz vor der Abfahrt des SEK abgebrochen worden, was nach MDR-Angaben zu massiven Beschwerden der beteiligten Beamten bei der Amtsleitung führte. Auch die Zielfahnder seien auf Weisung des LKA wieder zurückgeholt worden. Das Thüringer Landeskriminalamt bestreitet diese Darstellung, der ehemalige Innenminister Richard Dewes verweigert eine Stellungnahme mit der Begründung, als damaliger Amtsträger habe er „rechtliche Regeln“ zu beachten.[170] Der Spiegel berichtete über mindestens drei V-Leute im Umfeld von Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe in den 1990er Jahren.[171]

Mitte Dezember wurde bekannt, dass der Thüringer Verfassungsschutz den Aufenthaltsort der untergetauchten Gruppe zumindest zeitweilig gekannt hatte. Das belegt ein Observationsfoto des Trios vom 15. Mai 2000 aus Chemnitz, das in die Akten des Thüringer Landeskriminalamts gelangte und ursprünglich von den Thüringer Verfassungsschützern stammen soll. Helmut Roewer hatte noch im November erklärt, die Fahndung nach den 1998 untergetauchten Rechtsextremisten sei „leider erfolglos“ gewesen. Außerdem soll der Thüringer Verfassungsschutz laut Bild am Sonntag eine Geldzahlung an das Zwickauer Trio eingeräumt haben. Demnach ließ der Geheimdienst der Terrorzelle über Mittelsmänner mehr als 2.000 DM für gefälschte Pässe zukommen. Dies habe ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes am 6. Dezember 2011 vor der geheim tagenden Kontrollkommission des Thüringer Landtags berichtet. Nach Aussagen des Verfassungsschützers wusste seine Behörde aus abgehörten Telefonaten, dass die Neonazi-Gruppe damals dringend Geld für neue Pässe brauchte. Man habe darauf gesetzt, mithilfe der Geldzahlung Hinweise auf den Aufenthaltsort sowie die Tarnnamen der Rechtsterroristen zu erhalten. Der Verfassungsschutz habe im Jahr 2000 dem NPD-Funktionär und V-Mann Tino Brandt das Geld übergeben. Da der Verfassungsschutz die Meldeämter aber nicht eingeweiht hatte, konnten Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt mit den neuen Identitäten unerkannt untertauchen. Der Verfassungsschutz bestätigte kurz darauf, dass die Geldübergabe gescheitert sei, da ein Mittelsmann das Geld für sich selbst verwendet habe. Einem Artikel der Berliner Zeitung zufolge, die als Quelle nicht näher genannte Sicherheitskreise aufführte, sabotierten die Thüringer Verfassungsschutzbehörden Ende der 1990er auch Ermittlungsmaßnahmen der Polizei. So habe der Verfassungsschutz seinem V-Mann Tino Brandt Informationen gegeben über Observierungen, die gegen ihn liefen. Misstrauen und Informationsblockaden zwischen den involvierten Behörden seien so weit fortgeschritten gewesen, dass in mehreren Fällen observierende Polizeibeamte von Mitarbeitern des Verfassungsschutzes beschattet wurden. Als weitere Indizien für das konkurrierende Agieren von Polizeibehörden und thüringischem Verfassungsschutz nannten Berliner Zeitung sowie Spiegel Online Bestätigungen Tino Brandts sowie des Vaters von Uwe Mundlos.[172]

Während einer Sitzung im Thüringer Justizausschuss stellte sich heraus, dass das thüringische Innenministerium laut sechs Aktennotizen, die zwischen 2000 und 2002 angefertigt worden waren, den Versuch der Festnahme von Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt verhindert hatte.[173] Neben dem thüringischen kamen auch weitere Landesämter für Verfassungsschutz in die öffentliche Kritik.

Am 21. April 2006 wurde in Kassel kurzzeitig ein Mitarbeiter der hessischen Landesbehörde für Verfassungsschutz mit Codename „GP 389“ wegen Verdachts der Beteiligung am Mord an Halit Yozgat festgenommen. Er war kurz vor der Tat in dessen Internetcafé gesehen worden und hatte sich trotz mehrfachen Fahndungsaufrufs nicht bei der Polizei gemeldet.[174][175] Nachdem die Ermittler nach einer Hausdurchsuchung die Verdachtsmomente nicht hatten erhärten können, wurden die Ermittlungen mangels Tatverdachts eingestellt. Der Fall des Verfassungsschützers beschäftigte jedoch die Parlamentarische Kontrollkommission in Hessen. Der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, Jörg-Uwe Hahn, nannte die Kommunikationspolitik des Innenministeriums „unerträglich“, da die Parlamentarier erst aus den Medien erfahren hätten, dass gegen einen Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes wegen Mordverdachts ermittelt worden war. Im Zuge der Ermittlungen ab November 2011 wird die Rolle des Verfassungsschützers von der Bundesanwaltschaft neu untersucht. Nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 14. November 2011 gebe es neue Verdachtsmomente, unter anderem dass der Mann sich zum Tatzeitpunkt in dem Café aufgehalten und dieses nicht, wie zuvor angenommen, eine Minute zuvor verlassen habe.[176][177] Zudem wurde bekannt, dass der Verfassungsschützer in seiner Jugend „eine stark rechte Gesinnung“ gehabt habe und dass bei einer Hausdurchsuchung 2006 rechtsextreme Schriften und mehrere Waffen sichergestellt wurden.[178][179] Die Staatsanwaltschaft Kassel dementierte neuere Berichte, er sei an mehreren verschiedenen Tatorten der Mordserie gewesen, und erklärte, der Beamte sei 2007 aus dem Verfassungsschutz abgezogen und in das Regierungspräsidium Kassel versetzt worden, hier sei er in einem „internen Bereich ohne Außenwirkung“ beschäftigt. Neuere Erkenntnisse seit 2007 ergeben sich nach Behördenangaben nicht.[180] Der ehemalige Verfassungsschutzbeamte sagte vor Gericht aus, er habe im Internetcafé auf einer Dating-Seite gesurft. Dann habe er sich abgemeldet und ein 50 Cent Stück auf dem Tisch im Vorraum zurückgelassen, da er den später tödlich verwundeten Halit Yozgat nicht gesehen habe.[181] Bei der Polizei hatte sich der Verfassungsschützer nach eigenen Angaben nicht als Zeuge gemeldet, da er Angst gehabt hätte, seine Frau würde etwas von der Dating-Seite erfahren.[182] Der ehemalige Mitarbeiter des Verfassungsschutzes hatte auch einen V-Mann im Bereich Rechtsextremismus geführt.[183] Diesen hatte der V-Mann vor und nach dem Besuch im Internetcafé versucht zu erreichen.[184]

Auch niedersächsische Behörden räumten schwere Fehler bei der Observierung des mutmaßlichen Helfers Holger Gerlach ein, der als Mitläufer eingestuft wurde.[185] Aus einer Stellungnahme des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann vom Januar 2012 geht hervor, dass Tino Brandt bereits Anfang der 1990er bis 2002 vom bayerischen Verfassungsschutz überwacht, jedoch nicht kontaktiert wurde. Zudem habe diesbezüglich ein Informationsaustausch zwischen den Landesämtern für Verfassungsschutz Thüringen und Bayern stattgefunden.[186]

Im Dezember 2011 wurde bekannt, dass wichtige Beweismittel, die aus den früheren Ermittlungen gegen die Jenaer Haupttäter Zschäpe, Mundlos und Böhnhardt stammen, unwiederbringlich verloren sind. Nach Informationen der Frankfurter Rundschau wurden die im Januar 1998 sichergestellten vier Rohrbomben wie auch Abhörbänder von mutmaßlichen Unterstützern des abgetauchten Trios schon Jahre vor dem Auffliegen der Gruppe von Thüringer Ermittlungsbehörden vorschriftsgemäß vernichtet. Das erschwert nach Angaben aus Sicherheitskreisen die Ermittlungen erheblich.[187] Im Zuge immer weiterer bekannt gewordener Ermittlungspannen geriet die mangelnde Zusammenarbeit der unterschiedlichen Dienststellen und Ministerien, die für die Aufklärung der Verbrechen zuständig waren, ebenfalls in die Kritik. Die Ergebnisse der Untersuchungen ließen laut Bericht der Süddeutschen Zeitung den Schluss zu, dass die Länder bemüht waren, die Bundesanwaltschaft „systematisch aus dem Verfahren herauszuhalten“; die Bundesanwälte konnten nur anhand von Zeitungsartikeln prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Übernahme vorlagen.[188]

Eine nach dem Tod der beiden Männer 2011 vom thüringischen Innenminister Jörg Geibert eingeleitete Untersuchung, die vom ehemaligen Bundesrichter Gerhard Schäfer geleitet wurde, versuchte die genauen Umstände der misslungenen Festnahme von 1998 aufzuklären.[189][190] In ihrem am 15. Mai 2012 veröffentlichten Abschlussbericht warf die Untersuchungskommission den Thüringer Behörden „strukturelle Fehler“ und „handwerkliche Defizite“ vor, Innenminister Jörg Geibert sprach von gravierenden Fehlern bei Verfassungsschutz, Polizei und Staatsanwaltschaft. Unter anderem habe es an Abstimmungen, Informationsweitergaben und Auswertungen von Erkenntnissen gemangelt. Jedoch schienen zunächst Spekulationen entkräftet zu werden, dass Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe staatlich gedeckt worden seien oder als V-Personen gearbeitet hätten.[191]

In einer Sitzung des Untersuchungsausschusses im Bundestag im Juni 2012 wurde bekannt, dass am 11. November 2011 im Kölner Hauptsitz des Bundesamtes für Verfassungsschutz die zuvor von dem Generalbundesanwalt angeforderten Akten zur Operation Rennsteig vernichtet wurden.[192] Anschließend wurde die Aktenvernichtung vom Referatsleiter offenbar auf den Januar 2011 zurückdatiert[192]. Bei der Operation Rennsteig handelte es sich um eine „Zusammenarbeit des Verfassungsschutzes mit der rechtsextremen Gruppe Thüringer Heimatschutz, aus der die NSU hervorgegangen sein soll“.[192][193] Am 2. Juli 2012 veröffentlichte die Berliner Zeitung, dass sie im Besitz eines Schreibens des italienischen Inlandsnachrichtendienstes AISI vom 14. Dezember 2011 ist, in dem er dem Bundesamt für Verfassungsschutz seine Erkenntnisse über den NSU mitteilt. Im Schreiben wird Bezug auf eine vorherige Mitteilung vom 21. März 2003 genommen, in dem der Nachrichtendienst bereits von einem möglichen „Netzwerks militanter europäischer Neonazis“ spricht. Das Bundesamt für Verfassungsschutz ist diesem Hinweis allerdings nicht nachgegangen.[194]

Die Süddeutsche Zeitung schrieb im November 2012, dass das Bayerisches Landesamt für Verfassungsschutz einen V-Mann in die rechte Szene eingeschleust haben soll, der mit finanzieller Unterstützung am Aufbau des sogenannten Thule-Netzes mitwirkte. Etwa 800 D-Mark soll dieser monatlich erhalten haben, zusätzlich habe er Geld für Auslagen wie etwa für Technik und Betrieb seines Knotenpunktes im Thule-Netz bekommen. Der Bericht schreibt, dass nach Angaben nicht genannter Quellen der Verfassungsschutz nach vorsichtiger Schätzung im Laufe der Jahre womöglich weit mehr als 150.000 Mark an jenen anfangs noch unpolitischen V-Mann bezahlt haben könnte, der sich dann in der Szene radikalisierte.[195] Die Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München, a.i.d.a., nennt den V-Mann unter anderem einen der „wichtigsten Kader“ in der Szene. Dass er für den Verfassungsschutz gearbeitet hatte, war durch die Arbeit des NSU-Untersuchungsausschusses des Bayerischen Landtags aufgedeckt worden.[196]

Bundeskriminalamt und Bundesamt für Verfassungsschutz veröffentlichten im März 2013 eine Liste mit den Namen von 129 möglichen Unterstützern des NSU. Die Liste enthält verschiedene Kategorien: „Täter“, „Beschuldigte“, „Personen mit nachgewiesenen Kontakten zu Tätern oder Beschuldigten“ und „Personen, bei denen nicht ausgeschlossen werden könne, dass sie in Kontakt zu Tätern oder Beschuldigten gestanden haben“. Auf der Liste stehen acht V-Leute des Verfassungsschutzes und ein V-Mann des Berliner Landeskriminalamtes.[197] Das antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum Berlin (apabiz) geht inzwischen von 200 Unterstützern aus.[4]

Im April 2013 sendete der Südwestrundfunk im Magazin Report Mainz einen Bericht über 50 V-Leute. 15 davon hätten ein fünf- bis sechsstelliges Honorar von den Sicherheitsbehörden bekommen, mindestens sechs davon seien im Einsatz für den NSU gewesen.[198][199]

Im Mai 2013 wurde bekannt, dass das baden-württembergische Landesamt für Verfassungsschutz durch die Informantin Petra S., mit Tarnnamen „Krokus“, Hinweise auf Rechtsextremisten bekommen haben soll, die versucht hätten, Näheres über den Gesundheitszustand (und damit die Aussagefähigkeit) des schwer verletzten Kollegen von Kiesewetter herauszufinden.[200][201] Zudem soll Petra S. nach eigenen Angaben Zschäpe im Jahr 2006 bei einer anderen Rechtsextremistin gesehen haben.[202] Aus diesem Grund wurde der V-Mann-Führer mit dem Tarnnamen „Rainer Öttinger“ vom Untersuchungsausschuss am 24. Juni 2013 vernommen.[203] Dort gab er jedoch an, entsprechende Hinweise nicht bekommen zu haben. Zudem sei die Informantin – entgegen anderer Angaben durch sie selbst – auch erst nach dem Mord an der Polizisten Kiesewetter für den Verfassungsschutz überhaupt tätig geworden.[203][204] Unklar ist, warum in den Akten des Landeskriminalamtes von Baden-Württemberg tatsächlich ein Vermerk über das Interesse von Neonazis am Gesundheitszustand des angeschossenen Polizeibeamten zu finden ist.[203]

Ein Polizist sagte Juni 2013 im bayerischen Untersuchungsausschuss aus, ihm sei der Begriff „NSU“ bereits 2007 während einer Dienstbesprechung zu Ohren gekommen. Hinweise darauf habe es aus der Führungsebene des thüringischen und sächsischen Verfassungsschutzes gegeben.[205]

Im Juli 2013 wurde bekannt, dass es weitere streng vertrauliche Dokumente um Anwerbungsversuche des Verfassungsschutzes in Thüringen gibt. Dutzende Dokumente seien laut einem Ministeriumsbeamten gefunden worden. Demnach hatte es bis zum Jahr 2007 in Thüringen hunderte Anwerbungsvorgänge gegeben, darunter auch einen Anwerbungsversuch gegenüber dem Angeklagten Carsten S..[206]

Im August 2013 stellte sich heraus, dass Ermittler bereits 1998 erfuhren, dass eine unbekannte Person an einem Geldautomaten der Sparkasse in Jena mit der EC-Karte 1 800 Mark von Böhnhardts Konto abgehoben hatte. Die später dem LfV ausgehändigte Videokassette verschwand.[207]

Im Oktober 2013 berichtete die Berliner Zeitung, dass die Akten eines wichtigen V-Mannes mit Namen Tarif bereits im November 2011 vernichtet wurden. Tarif hatte Kontakte in den Thüringer Heimatschutz und entwickelte das Konzept der autonom operierenden neonazistischen Gruppen.[208][209] Das politische Magazin Fakt recherchierte, dass der ehemalige V-Mann, der bereits seit 10 Jahren in Schweden lebt, Michael See ist. Er soll Verbindungen zum terroristischen Netzwerk Combat 18 und dem Thüringer Heimatschutz gehabt haben.[210][211]

Nach einem Bericht von Report Mainz im Dezember 2013 habe der heutige LKA-Präsident Werner Jakstat im Jahr 2003 per Anruf angeordnet, die Fahndung gegen Böhnhardt zu verhindern.[212] So sagte ein Polizist aus, Jakstat hätte ihm gesagt, er solle einem Hinweis auf Uwe Böhnhardt nur zum Schein nachgehen.[213]

Nach den Recherchen des Magazins Fakt wurde das Mobiltelefon des untergetauchten Böhnhardt vier Wochen lang abgehört. Die fast einhundert Verbindungen und aufgezeichneten, stundenlangen Gespräche wurden – einen Tag nach Ende der Abhöraktion – auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Gera gelöscht.[214]

Ende Februar 2014 hat das Landesamt für Verfassungsschutz in Hamburg, nach eigenen Angaben von einer V-Person, eine DVD aus dem Jahr 2006 bekommen, in der von einem „NSU“ die Rede ist. Diese habe die DVD beim „Aufräumen“ gefunden. Der Hamburger Verfassungsschutz weigert sich allerdings den Namen der V-Person herauszugeben, da eine Preisgebung der Identität „für diese mit unabweisbaren Gefahren für ihre gesamte Existenz, auch für Leib und Leben, verbunden“ sei.[215][216]

Im August 2014 gab der Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss bekannt, dass die Vermutung bestünde die Behörden hätten sich gegenseitig sabotiert bei der Suche der flüchtigen Mitglieder des NSU.[217]

Rücktritte, Entlassungen, Ruhestand[Bearbeiten]

Am 2. Juli 2012 bat der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz Heinz Fromm aufgrund der Ermittlungspannen um seine vorzeitige Entlassung und zog damit auch eine Konsequenz der Vernichtung von Akten über den Nationalsozialistischen Untergrund in seiner Behörde.[218] Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) nahm das Entlassungsgesuch an.[219]

Am 3. Juli 2012 wurde vom Thüringer Innenminister Geibert mitgeteilt, dass der Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz Thomas Sippel in den einstweiligen Ruhestand versetzt werde.[220] Familien der Opfer erstatteten im Juli 2012 Strafanzeigen gegen das Bundesamt für Verfassungsschutz und das thüringische Landesamt für Verfassungsschutz. Der Vorwurf gegen die Behörden lautet Strafvereitelung im Amt.[221]

Am 11. Juli 2012 trat der Präsident des Landesamts für Verfassungsschutz Sachsen Reinhard Boos wegen NSU-Ermittlungspannen zurück.[222]

Am 13. September 2012 wurde bekannt, dass der Chef des Landesverfassungsschutzes von Sachsen-Anhalt, Volker Limburg, ebenfalls zurücktritt.[223]

Im November 2012 räumte die Leiterin der Berliner Landesbehörde für Verfassungsschutz Claudia Schmid weitere Fälle von rechtswidriger Aktenvernichtung in ihrer Behörde ein.[224] Schmid trat unmittelbar nach Bekanntgabe der Aktenvernichtung vom Amt zurück.[225][226]

Nach einem weiteren Fund bisher nicht bekannter Akten mit Bezug zum rechtsextremen Terrorismus wurde auch der bisherige stellvertretende Präsident des Landesamtes für Verfassungsschutz Sachsen, Olaf Vahrenhold, kurzfristig abberufen und soll zum 1. Juli 2013 Abteilungsleiter beim Sächsischen Staatsarchiv werden.[227] Bei dem Fund soll es sich um insgesamt drei Aktenordner handeln, die Materialien über das Netzwerk Blood and Honour, den Ku-Klux-Klan sowie eine geheime Abhöraktion namens „Terzett“ zum Inhalt haben.[228]

Untersuchungsausschuss im Bundestag[Bearbeiten]

Im Januar 2012 setzte der Deutsche Bundestag einen Untersuchungsausschuss ein, der die rechtsextremen Verbrechen der Zwickauer Terrorzelle und das Versagen der deutschen Sicherheitsbehörden und der beteiligten Landesbehörden für Verfassungsschutz bei der Verhinderung der Verbrechen untersuchen soll. Der Ausschuss wird vom SPD-Abgeordneten Sebastian Edathy geleitet.[229] Der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) übernahm eine Mitverantwortung für Fehler nach der Anschlagsserie des Nationalsozialistischen Untergrunds. Gegenüber der Zeitung Der Tagesspiegel[230] sagte er, die Länderinnenminister und er trügen die politische Verantwortung für eine langsame Aufklärung nach der Anschlagsserie. Der frühere bayerische Innenminister Günther Beckstein (CSU) nahm dagegen bei einer Befragung vor dem Untersuchungsausschuss im Mai 2012 die Dienststellen seines Landes in Schutz und gab an, keine Versäumnisse zu erkennen.[231] Edathy beklagte, dass das Bundesinnenministerium jede Stellungnahme und Information zu der einer Quelle über den V-Mann „Corelli“ verweigere und dessen Existenz nicht einmal bestätigen wolle.[232] Nachdem Edathy mit dem Bundesverfassungsgericht gedroht hatte, können die Abgeordneten „Corelli“ nun doch in einer nicht öffentlichen Sitzung befragen.[233] Ende März 2014 wurde „Corelli“ in der Nähe von Bielefeld tot aufgefunden, als vermutliche Todesursache wurde eine "unerkannte Zuckerkrankheit" angegeben.[234]

Gedenktafel für die Opfer der NSU-Gewalttaten am Tatort des Polizistenmords von Heilbronn
Das Mahnmal für die Opfer der NSU-Verbrechen am Kartäusertor gegenüber dem Opernhaus in Nürnberg wurde am 21. März 2013 eingeweiht.
NSU-Mahnmal in Dortmund

Weitere Reaktionen und Einschätzungen[Bearbeiten]

Die Morde an Kleingewerbetreibenden mit Migrationshintergrund waren in den Medien trotz Erörterung auch rechtsextremer Hintergründe eher auf eine angebliche Verstrickung der Opfer in kriminelle Aktivitäten innerhalb der türkischen Gemeinschaft in Deutschland zurückgeführt worden.[235] Durch die Aufdeckung der rechtsextremistischen Zelle geriet die Bundesrepublik in einen „Schockzustand“, so die Beschreibung des Spiegels.[236] So hatte Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich nach den Anschlägen in Norwegen 2011 noch im Juli erklärt, er sehe keine unmittelbare Gefahr für rechtsextremistische Terroranschläge in Deutschland.[237] Generalbundesanwalt Rainer Griesbaum zeigte sich überrascht, „weil wir bei unseren Ermittlungen in den letzten Jahren nicht feststellen konnten, dass es in der rechtsextremen Szene rechtsterroristische – also festgefügte – Strukturen gab“.[238] Die Zeit sieht das Vertrauen in den Rechtsstaat erschüttert.[239] Nach Meinung von Ahmet Külahci, Leiter der Deutschland-Redaktion der türkischen Tageszeitung Hürriyet, haben sich die türkischen Medien von „der falschen Fährte, die die Behörden gelegt haben, in die Irre führen lassen“.[240]

Wegen Versäumnissen[241] sowie möglicher Verstrickungen von V-Leuten werden grundlegende Reformen im Verfassungsschutz angemahnt. Nils Minkmar zitierte in der FAZ den Terrorexperten Bruce Riedel mit seiner Quintessenz „Wenn sich jemand über viele Jahre einer intensiven Fahndung entziehen kann, dann genießt er staatlichen Schutz“ und bezeichnete die Arbeit der Geheimdienste im Fall des NSU als „völliges Versagen“. Es wäre Zeit, „sie abzuschaffen“, da zehn Menschen noch leben könnten, wenn sie ihre Arbeit getan hätten.[242] Verfassungsschutzpräsident Heinz Fromm räumte eine „Niederlage der Sicherheitsbehörden“ ein.[243] Sowohl das Parlamentarische Kontrollgremium als auch der Innenausschuss des Deutschen Bundestages kündigten Untersuchungen an.[244] Mitte November 2011 einigten sich die Justiz- und Innenminister von Bund und Ländern darauf, eine zentrale Datei zur Erfassung von Neonazis einzuführen. Zudem wurde eine bessere Verzahnung von Bundespolizei und Verfassungsschutz vereinbart. Ein gemeinsames „Abwehrzentrum Rechts“ soll geschaffen werden, an dem auch die Länder beteiligt werden. Kritik an der unklaren Rolle der Ermittlungsbehörden und der Politik äußerte auch eine Gruppe von Aktivisten, die im Februar 2012 die Forderung „Entnazifizieren“ als Schriftzug ans Bundeskanzleramt und das Bundesministerium des Innern projizierte.[245] Die Gruppe bezog sich damit auf den historischen Begriff der Entnazifizierung nach dem Zweiten Weltkrieg.

Zudem wird nach dem Bekanntwerden der Verbrechen der NSU-Gruppe in Politik und Medien erneut über ein NPD-Verbotsverfahren diskutiert. Eine Arbeitsgruppe soll sich vor einem möglichen neuen Versuch mit den Problemen und Verfahrenshindernissen eines solchen Schrittes befassen.[246] Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich sagte der Zeitung „Welt am Sonntag“, das Bundeskriminalamt gehe mit Stand Mitte September 2012 von „zuletzt 110 mit offenen Haftbefehlen untergetauchten Rechtsextremisten“ aus.[247]

Am ersten Jahrestag der Aufdeckung des NSU fanden in mehreren deutschen Städten Demonstrationen gegen Rechtsextremismus, für eine lückenlose Aufklärung der Verbrechen und zum Andenken an die Opfer statt.[248] Im November 2012 äußerte sich der Generalbundesanwalt Harald Range zu dem Ziel, das der NSU mit seinen Verbrechen verfolgte: „Es war ein fremdenfeindliches, ja rassistisches Ziel, nämlich eine Verunsicherung unserer vielen ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger durch ihre verbrecherischen Taten insbesondere eben die Morde an ausländischen Mitbürgern verteilt über das ganze Bundesgebiet“.[249] Mitte November 2012 eröffnete Innenminister Friedrich „als weitere Lehre aus dem NSU-Skandal“ ein Abwehrzentrum gegen Extremismus und Terrorismus in Köln. Experten von Bund und Ländern sollen dort zusammenarbeiten.[250]

Ein Thüringer Neonazi veröffentlichte Anfang Dezember 2012 in Facebook ein Foto von einer Gruppe von zehn Personen, die mit Waffen im Anschlag für den Fotografen posiert. Die Gruppe bezog sich dabei positiv auf den NSU. Die Linkspartei in Thüringen wandte sich deswegen an die Staatsanwaltschaft und bat um eine strafrechtliche Prüfung, da diese Zurschaustellung ihrer Ansicht nach eine „Kontinuität zwischen menschenverachtender Ideologie und der Bereitschaft zur Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele“ belege. Zudem verweise sie auf ein großes Unterstützerumfeld des mutmaßlichen Terrornetzwerkes.[251][252] Wegen ähnlicher Facebook-Aktivitäten wurde der Nürnberger Rainer Biller aus der NPD ausgeschlossen und wegen Volksverhetzung zu einer viermonatigen Bewährungsstrafe verurteilt.[253]

Für eine mögliche Verstrickung bayerischer Rechtsextremisten sprächen „einige Indizien“, sagte der Politikwissenschaftler Steffen Kailitz im NSU-Untersuchungsausschuss. Kailitz nannte vor allem die Kameradschaft Süd, der auch der wegen Terrorismus verurteilte Neonazi Martin Wiese angehörte, und die Fränkische Aktionsfront. München und Nürnberg seien bevorzugte Tatorte gewesen, weil beide Städte „Führerstädte“ Hitlers gewesen seien. Es sei unwahrscheinlich, dass die NSU-Mörder „gänzlich ziellos“ zu ihrem ersten Mord nach Nürnberg gefahren seien.[254] Naheliegend ist, dass für die Mordtaten des NSU-Killerkommandos ortsansässige Auftraggeber existieren. Der Berliner Politikwissenschaftler Hajo Funke äußerte, es gäbe klare Hinweise, dass der NSU aus mehr als drei Leuten bestehe, als Beispiel nannte er den Polizistenmord von Heilbronn, bei dem laut Zeugenaussagen drei Fluchthelfer gesehen worden waren.[255]

Aysen Tasköprü, die Schwester des vom NSU ermordeten Süleyman Tasköprü, lehnte im Februar 2013 eine Einladung von Bundespräsident Joachim Gauck ab. Als Begründung gab sie an, dass das Bundespräsidialamt nur sie, jedoch nicht auch die Rechtsanwälte der Betroffenen, die im NSU-Prozess als Nebenkläger auftreten, bei diesem Treffen dabei haben wolle. In einem offenen Brief an Gauck verlangte sie „Aufklärung“ statt „Betroffenheit“.[256] Durch den Anwalt Yavuz Narin ließen auch die Angehörigen des ermordeten Griechen Theodorus Boulgarides mitteilen, dass sie dem Treffen mit Gauck nicht beiwohnen wollten.[257] Der Oberbürgermeister von Jena, Albrecht Schröter, zeigte sich entsetzt über das „Kompetenzgerangel“ der Behörden und bestürzt von der Mordserie. Gleichzeitig sagte er, dass er mit weiteren Anschlägen untergetauchter Neonazis rechne, deren Zahl er auf ca. 50–80 Personen schätze.[258]

Der Untersuchungsausschuss sprach sich dafür aus, dem türkischen Botschafter in Deutschland während des zu diesem Zeitpunkt für den 17. April 2013 angesetzten Prozesses[259] gegen den NSU im Gerichtssaal einen festen Platz einzuräumen. Diese Forderung lehnte der Vorsitzende des Staatsschutzsenats des Oberlandesgerichts München und Richter im Prozess, Manfred Götzl, ab.[260] Sebastian Edathy, der Vorsitzende des Untersuchungsausschusses, äußerte sich im Deutschlandfunk, dass eine Absage negative Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei haben könnte.[261] Ein Teil der Medien übte zudem Kritik daran, dass griechischen und türkischen Pressevertretern keine vorrangigen Rechte bei der Teilnahme an den Verhandlungen eingeräumt werden.[262] Dies hatte auch der türkische Außenminister Ahmet Davutoğlu gefordert.[263] Die türkische Tageszeitung Sabah legte deswegen Anfang April per Eilantrag eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gegen die Sitzplatzvergabe ein.[264] Das Bundesverfassungsgericht ordnete daraufhin am 12. April 2013 an, dass das Oberlandesgericht München „eine angemessene Zahl von Sitzplätzen an Vertreter von ausländischen Medien mit besonderem Bezug zu den Opfern der angeklagten Straftaten“ vergeben müsse. Wie die Platzvergabe im Einzelnen geregelt werden soll, ließen die Verfassungsrichter offen. Zwei Tage zuvor hatte das Oberlandesgericht in einer Stellungnahme Unregelmäßigkeiten bei der Sitzplatzvergabe zum NSU-Prozess eingeräumt.[265]

Am 13. April 2013 demonstrierten kurz vor dem geplanten Prozessbeginn mehrere tausend Menschen gegen Rassismus und erinnerten gleichzeitig an die Todesopfer der Mordserie.[266] Am Abend kam es zu einer Sachbeschädigung am Gebäude des Bayerischen Flüchtlingsrats, die mutmaßlich von Neonazis begangen wurde.[267] In den darauffolgenden Tagen kam es zu weiteren Sachbeschädigungen am Gebäude des Bayerischen Flüchtlingsrats, ebenso wie bei einem linken Hausprojekt, der Kanzlei einer Opferanwältin, Angelika Lex, sowie einem Raum des Kurt Eisner Vereins.[268] Die Polizei sprach in diesem Zusammenhang von Einzelfällen.[269] In den darauffolgenden Tagen wurden drei Personen vorübergehend festgenommen.[270] Im Mai 2013 nahm das soziale Netzwerk Facebook eine NSU-Fanpage vom Netz mit dem Namen Paulchen Panther – NSU is watching you, auf denen die Taten des NSU glorifiziert wurden.[271]

Schon vorher war es zu Aktionen dieses rechtsextremen Verbandes in Verbindung mit dem NSU gekommen. So spielten der Neonazi Norman Bordin und ein Fotograf aus der Anti-Antifa-Szene am 21. Januar 2012 die Paulchen-Panther Melodie während eines Neonazi-Aufmarschs ab. Einige Wochen später, am 26. April 2012, stellten Neonazis der „Freien Nationalisten Weißenburg“ in Ellingen, Pleinfeld, Weißenburg, Holzingen, Alesheim und Treuchtlingen elf ca. 1,50 m große „Paulchen-Panther“-Figuren auf, welche die Aufschrift „Wir sind keine Terroristen“ trugen.[272] Im Juli 2014 berichtete Tagesschau.de, dass sich Rechtsextreme in Deutschland statistisch jeden vierten Tag mit einer entsprechenden Straftat auf die NSU beziehen.[273]

Errichtung von Mahnmalen für die Opfer[Bearbeiten]

In Nürnberg wurde am 21. März 2013 ein Mahnmal für die NSU-Mordopfer eingeweiht.[274] Auch in Dortmund wurde ein Mahnmal zur Erinnerung an die Getöteten errichtet. Bei beiden Mahnmalen kam es zur Eingravierung falscher Todestage.[275]

Siehe auch[Bearbeiten]

Film[Bearbeiten]

  • Matthias Deiß, Jochen Graebert und Robin Lautenbach: Staatsversagen – Der NSU-Ausschuss und die schwierige Aufarbeitung, ARD 2013[276]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nationalsozialistischer Untergrund – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Festnahme eines mutmaßlichen Mitglieds der terroristischen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)“. 36/2011. Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof, 13. November 2011, abgerufen am 15. November 2011.
  2. Netzwerk des NSU war größer als angenommen. In: Zeit Online. 24. März 2013, abgerufen am 26. März 2013.
  3. Andreas Förster: Der eigentliche Untergrund. In: Berliner Zeitung, 26. März 2013. Im dritten Absatz steht, dass auch Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe mitgezählt sind.
  4. a b Archiv schätzt NSU-Unterstützerkreis auf 200 Personen dpa-Meldung vom 14. April 2013
  5. http://www.nsu-watch.info/zeitleiste/
  6. Mordserie: Friedrich spricht erstmals von Rechtsterrorismus. In: Welt Online. 13. November 2011, abgerufen am 15. November 2011.
  7. a b Haftbefehl gegen die Brandstifterin von Zwickau wegen mutmaßlicher Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)“. 37/2011. Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof, 13. November 2011, abgerufen am 15. November 2011.
  8. Tagesschau.de: Richter erklären NSU für aufgelöst
  9. Spiegel
  10. Julia Jüttner: Terrorgruppe aus Zwickau: Mörderische Blutsbrüderschaft. In: Spiegel Online. 13. November 2011, abgerufen am 15. November 2011.
  11. Aus dem Tritt. In: sz-online.de. Abgerufen am 17. November 2011.
  12.  Günter Platzdasch: Wo alles begann. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 26. November 2011, S. 44 (faz.net).
  13. 4 jahre winzerclub.mp4, Youtube, Minute 2:27
  14. Der Schutzring der Zwickauer Zelle (10:17 Minuten Video), Spiegel TV, 20. November 2011, ab Minute 6:49.
  15.  Christoph Scheuermann: In: Spiegel. Nr. 51, 17. November 2011, S. 63 (Der braune Virus im Pressespiegel von Karl Nolle).
  16. Frank Döbert: Erinnerung an 90er Jahre. In: Ostthüringer Zeitung. 17. Dezember 2011, abgerufen am 25. Mai 2012.
  17. NSU-Untersuchungsausschuss: Geheimdienst wollte Neonazi Mundlos anwerben, Spiegel Online vom 11. September 2012
  18. Andreas Förster (2012): MAD befragte Mundlos offenbar mehrfach, fr-online.de vom 20. November 2012, Aufgerufen am 26. November 2012
  19. a b  Deutscher Bundestag – Stenografischer Dienst (Hrsg.): Innenausschuss [58. Sitzung am 21.11.2011 – Nichtöffentliche Sitzung]. Unterrichtung der Bundesregierung zur aktuellen Berichterstattung und zum Ermittlungsstand in Sachen Rechtsterrorismus. 21. November 2011, S. 8f. (Redebeitrag von Thomas Sippel in seiner Funktion als Präsident des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz, PDF im WAZ Rechercheblog, abgerufen am 30. November 2011).
  20. Jenaer Notizen. In: Infoladen.de. 1. April 2000, abgerufen am 25. Mai 2012.
  21.  Almut Hielscher, Holger Stark, Steffen Winter: GEHEIMDIENSTE: Stolz auf Otto. In: Der Spiegel. Nr. 21, 2001, S. 38 (online).
  22. a b  Gerhard Schäfer, Volkhard Wache und Gerhard Meiborg: Gutachten zum Verhalten der Thüringer Behörden und Staatsanwaltschaften bei der Verfolgung des „Zwickauer Trios“. Erfurt 14. Mai 2012, S. 43 (häufig auch als „Schäfer-Gutachten“ bezeichnet, PDF-Datei; 1,6 MB, abgerufen am 25. Mai 2012).
  23.  Gerhard Schäfer, Volkhard Wache und Gerhard Meiborg: Gutachten zum Verhalten der Thüringer Behörden und Staatsanwaltschaften bei der Verfolgung des „Zwickauer Trios“. Erfurt 14. Mai 2012, S. 44 (häufig auch als „Schäfer-Gutachten“ bezeichnet, PDF-Datei; 1,6 MB, abgerufen am 25. Mai 2012).
  24.  Gerhard Schäfer, Volkhard Wache und Gerhard Meiborg: Gutachten zum Verhalten der Thüringer Behörden und Staatsanwaltschaften bei der Verfolgung des „Zwickauer Trios“. Erfurt 14. Mai 2012, S. 36 (häufig auch als „Schäfer-Gutachten“ bezeichnet, PDF-Datei; 1,6 MB, abgerufen am 25. Mai 2012).
  25. NSU-Morde, Ku-Klux-Klan und die Polizei: Wo beginnt eine Verbrüderung des Staats mit dem Klan? Süddeutsche.de, 24. Oktober 2012.
  26. Edathy fordert Kanzlerin zum Eingreifen auf, tagesschau.de, 3. Februar 2013
  27. Verfassungsschutzbericht Thüringen 1996, S. 43 (ohne Namensnennung)
  28. Puppe hing an der Autobahnbrücke. In: Berliner Zeitung. 16. April 1996, abgerufen am 22. November 2011.
  29. Frank Döbert: Rätselhafte Flucht vor dem Zugriff auf Bankräuber von Eisenach. In: Thüringer Allgemeine. 10. November 2011, abgerufen am 25. Mai 2012.
  30. Julia Jüttner: Verbrecher-Trio aus Zwickau: Der unterschätzte braune Terror. In: Spiegel Online. 11. November 2011, abgerufen am 22. November 2011.
  31. Justizpanne begünstigte Flucht der Jenaer Rechtsextremisten. In: thueringer-allgemeine.de. 17. November 2011, abgerufen am 22. November 2011.
  32. Thüringer Neonazi-Ausschuss: „Das war TNT und kein Backpulver“ Spiegel.de am 3. Dezember 2012. Abgerufen am 10 Dezember 2012.
  33. Bernd Boden: Hintergrund: Flucht aus der Bombenwerkstatt in Jena. In: tlz.de. 13. Februar 1998, abgerufen am 25. Mai 2012.
  34. Barbara Hans und Jens Witte: NPD und braune Terrorzelle: Belastende Bilder. In: Spiegel-Online. 13. Dezember 2011, abgerufen am 25. Mai 2012.
  35. a b Wolf Schmidt: NPD und NSU: Apfels brauner Kern. In: taz.de. 12. Dezember 2011, abgerufen am 25. Mai 2012.
  36. Chronik: Die Wehrmachtsausstellung zwischen Krawallen und Kritik. 1996. In: Spiegel Online. 27. November 2001, abgerufen am 23. November 2011.
  37. Andrea Röpke: Das Gesicht des braunen Terrors. Sprengstoffanschläge der „Deutschen Aktionsgruppen“. In: Blick nach Rechts. 15. November 2011, abgerufen am 23. November 2011.
  38.  Gerhard Schäfer, Volkhard Wache und Gerhard Meiborg: Gutachten zum Verhalten der Thüringer Behörden und Staatsanwaltschaften bei der Verfolgung des „Zwickauer Trios“. Erfurt 14. Mai 2012, S. 76 (häufig auch als „Schäfer-Gutachten“ bezeichnet, PDF-Datei; 1,6 MB, abgerufen am 25. Mai 2012).
  39. NSU: engere Kontakte nach Bayern als bisher bekannt gruene-fraktion-bayern.de vom 4. Dezember 2012. Aufgerufen am 4. Dezember 2012
  40. Rainer Erb: Die drei Mitglieder der Terrorzelle. Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung, Februar 2012, abgerufen am 15. Mai 2012.
  41.  Gerhard Schäfer, Volkhard Wache und Gerhard Meiborg: Gutachten zum Verhalten der Thüringer Behörden und Staatsanwaltschaften bei der Verfolgung des „Zwickauer Trios“. Erfurt 14. Mai 2012, S. 27–28 (häufig auch als „Schäfer-Gutachten“ bezeichnet, PDF-Datei; 1,6 MB, abgerufen am 25. Mai 2012).
  42. Eike Kellermann: Fahndungspannen: Plötzlich war er weg tagesspiegel.de vom 24. November 2011.
  43. Neues Ermittlungsverfahren gegen Zschäpe mdr.de vom 28. April 2013. Aufgerufen am 28. April 2013
  44. Braune Zelle Zwickau: Neonazi-Terroristen hinterließen Geständnis auf DVD. In: Spiegel Online. 12. November 2011, abgerufen am 23. November 2011.
  45. Neonazi mit NSU Bezug: Auch Bayern hat V-Mann Ärger, taz.de vom 17. Oktober 2012
  46. Wohl doch ein Netzwerk, jungewelt.de vom 28. Januar 2013
  47.  Gerhard Schäfer, Volkhard Wache und Gerhard Meiborg: Gutachten zum Verhalten der Thüringer Behörden und Staatsanwaltschaften bei der Verfolgung des „Zwickauer Trios“. Erfurt 14. Mai 2012, S. 28–29 (häufig auch als „Schäfer-Gutachten“ bezeichnet, PDF-Datei; 1,6 MB, abgerufen am 25. Mai 2012).
  48. Frank Döbert: Aus den Anfängen der rechtsradikalen Bombenbastler von Jena. In: otz.de. 9. November 2011, abgerufen am 22. November 2011.
  49. Wolf Schmidt: Das Terrortrio NSU und Blood-and-Honour: Blut-und-Ehre-Mörder aus Jena. In: taz.de. 15. Mai 2012, abgerufen am 15. Mai 2012.
  50. a b  Gerhard Schäfer, Volkhard Wache und Gerhard Meiborg: Gutachten zum Verhalten der Thüringer Behörden und Staatsanwaltschaften bei der Verfolgung des „Zwickauer Trios“. Erfurt 14. Mai 2012, S. 69 (häufig auch als „Schäfer-Gutachten“ bezeichnet, PDF-Datei; 1,6 MB, abgerufen am 25. Mai 2012).
  51. Das Wer-ist-Wer des Terrorismus, faz.net vom 3. März 2013
  52. NSU-Prozess: André K. fühlte sich von Leuten gedrängt, thueringer-allgemeine.devom 5. Februar 2014
  53. Neonazi-Terror: Neonazi-Trio verwendete Bundeswehr-Sprengstoff. In: Frankfurter Rundschau. 28. November 2011, abgerufen am 28. November 2011.
  54. Hans Leyendecker: Ermittlungen gegen Zwickauer Terrorzelle – Brisante Funde. In: Süddeutsche Zeitung, 14. Januar 2012.
  55. Beweismittel gegen Zwickauer Zelle vernichtet. In: Berliner Zeitung, 23. Dezember 2011.
  56. a b c 13:00-20:00
  57.  Carolin Emcke, Anton Maegerle, Christoph Mestmacher: Rechtsradikale: Druck von der Straße. In: Der Spiegel. Nr. 12, 20. März 2000 (online, abgerufen am 23. November 2011).
  58. Chronik: Die Spur der Bombenbauer aus Jena. 26. Januar 1998. In: Dabei ab zwei. Mitteldeutscher Rundfunk, 8. November 2011, abgerufen am 13. November 2011.
  59.  Thüringer Innenministerium (Hrsg.): Verfassungsschutzbericht Thüringen 1998. 1999, S. 39.
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  64. Sprengstoffbastler wird bei Granaten-Explosion getötet, Mitteldeutsche Zeitung, 30. September 1998 (nicht mehr online verfügbar)
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  90. Christiane Kohl:Rechter Terror und Thüringer Verwicklungen: Das kann doch alles nicht wahr sein In: sueddeutsche.de vom 22. November 2011.
  91. Michael Graf: Stiefvater der toten Polizistin bestreitet Kontakte zu Neonazis In: otz.de vom 11. November 2011.
  92. FAZ-Bericht: Mord an Michèle Kiesewetter: Stiefvater bestreitet Kontakt zu Neonazis In: faz.net vom 23. November 2011.
  93. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatHans Georg Frank: BKA korrigiert sich. In: Südwest Presse. 11-25-2011, abgerufen am 3. Juni 2012.
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  236. Severin Weiland: Zwickauer Zelle: Republik im Schockzustand. In: Spiegel Online. 13. November 2011, abgerufen am 25. November 2011.
  237. Attentat in Norwegen: Welche Gefahr droht in Deutschland durch radikalisierte Einzeltäter? In: Der Tagesspiegel. 24. Juni 2011, abgerufen am 25. November 2011.
  238. Terror-Enthüllungen: Thüringen stoppt bundesweite Imagekampagne. Bundesanwaltschaft war „überrascht“. In: Spiegel Online. 17. November 2011, abgerufen am 25. November 2011.
  239. Markus Horeld: Rechtsterrorismus: Das Vertrauen in den Rechtsstaat ist erschüttert. In: Zeit Online. 14. November 2011, S. 2, abgerufen am 25. November 2011.
  240. Alke Wierth: Reaktionen auf rechtsterroristische Morde: Es hätte ja auch uns treffen können. Kränkend und pietätlos. In: taz.de. 17. November 2011, abgerufen am 25. November 2011.
  241. Yassin Musharbash: Sicherheitsbehörden in der Kritik: Was die Geheimdienste ändern müssen. In: Spiegel Online. 18. November 2011, abgerufen am 25. November 2011.
  242. Nils Minkmar: Geheimdienste: Hauptsache, es macht peng! In: FAZ. 20. November 2011, abgerufen am 25. November 2011.
  243. Annett Meiritz, Yassin Musharbash, Severin Weiland: Ermittlungspannen bei Neonazi-Mordserie: Die Schuld der Behörden. In: Spiegel Online. 22. November 2011, abgerufen am 25. November 2011.
  244. Suche nach weiteren Terror-Helfern. In: derStandard.at. 15. November 2011, abgerufen am 25. November 2011.
  245. Protestaktion am Kanzleramt – Schillernde Wut. In: die tageszeitung. 23. Februar 2012, abgerufen am 25. Februar 2012.
  246. Kampf gegen Rechtsextremismus: Bund und Länder einigen sich auf zentrale Neonazi-Datei. In: Spiegel Online. 15. November 2011, abgerufen am 25. November 2011.
  247. Innenminister Friedrich: Mehr als 100 Neonazis leben im Untergrund. In: Spiegel Online. 20. Oktober 2012, abgerufen am 22. Oktober 2012.
  248. Aktionstag gegen Rassismus: Lieber zum Einkaufen als zur Demonstration. In: Tagesschau.de. 4. November 2012, abgerufen am 5. November 2012.
  249. Nach Anklage in der NSU-Mordserie: Bundesanwaltschaft fordert Beteiligung an Ermittlungen, tagesschau.de vom 8. November 2012
  250. Abwehrzentrum gegen Extremismus: Neue Behörde als Lehre aus dem NSU-Skandal, tagesschau.de vom 15. November 2012
  251. Online-Foto verherrlicht NSU-Terror: Linke schaltet Justiz ein, Thüringer Allgemeine vom 3. Dezember 2012
  252. Der neue NSU aus Thüringen, Zeit Online am 3. Dezember 2012
  253. Nürnberger Neonazi agitiert weiter auf Facebook, nordbayern.de vom 13. Dezember 2012
  254. NSU hatte vermutlich Helfer in Bayern, sueddeutsche.de vom 27. November 2012
  255. Experte zweifelt an Größe des NSU, NTV vom 25. Januar 2013
  256. Ich will Antworten, keine Betroffenheit, Tagesschau vom 17. Februar 2013.
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  259. OLG München, Sicherheitsverfügung vom 04.03.2013 (PDF; 109 kB)
  260. Richter verweigert türkischem Botschafter festen Platz, sueddeutsche.de vom 8. März 2013.
  261. Edathy verschärft Kritik an Justiz vor NSU-Prozess, tlz.de vom 09. März 2013.
  262. Kein Platz für türkische Medien?, Tagesschau.de vom 26. März 2013
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  268. 24. Mai 2013. auf der Webseite des a.i.d.a.-Archivs, Angriff auf den Kurt Eisner Verein am 24. Mai 2013.
  269. Die Rechten machen mobil: Farbbeutel und Fäkalien. In: Abendzeitung-muenchen.de 17. Mai 2013.
  270. Serie von Rechts-Attacken: Drei verdächtige Münchner gefasst. In: augsburger-allgemeine.de 30. Mai 2013.
  271. Facebook nimmt NSU-Fanseite vom Netz. In: jungewelt.de 17. Mai 2013.
  272. München: Neonazi-Aktion vor dem NSU-Prozessgebäude, a.i.d.a.-Archiv vom 21. April 2013.
  273. Der NSU-Terror als Vorbild, Tagesschau.de vom 21. Juli 2014.
  274. Mahnmal für NSU-Mordopfer eingeweiht, Die Welt vom 21.März 2013
  275. Mahnmal für NSU-Opfer fehlerhaft, dradio.de vom 17. Juli 2013
  276. Medienpreis für Doku "Staatsversagen, tagesschau.de vom 19. März 2014
  277. wörtlich: „Als Reaktionen auf das Presse-Echo“, S. 12.