Austrian Open

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Die Austrian Open ist ein Golfturnier der PGA European Tour genannten Turnierserie. Der offizielle Name lautet seit 2012 Lyoness Open powered by Greenfinity.

Geschichte[Bearbeiten]

Schon ab 1990 wurden die Austrian Open im Rahmen der European Tour bis 1996 unter verschiedenen Namen ausgetragen. Von 1997 bis 2005 wurde das Turnier dann nur mehr als zweitrangiges Challenge Tour Event veranstaltet, natürlich mit stark reduziertem Preisgeld. Ab der Saison 2006 erfolgte die Rückkehr zur "großen" Tour und eine deutliche Erhöhung des Preisgeldes auf 1.3 Mio. €. Das liegt im unteren Mittelfeld der Preisausstattung für ein European Tour-Ereignis. Als Ambassador der Veranstaltung in den Jahren 2006 und 2007 fungierte der Schotte Colin Montgomerie, achtfacher Gewinner der European Tour Order of Merit.

Anzumerken ist, dass schon in den Jahren 1992 bis 1994 vom ehemaligen Sponsor die Bank Austria Open im Rahmen der Challenge Tour veranstaltet worden sind (siehe Siegerliste). Wegen des Titelsponsorings von 2012 bis 2014 durch die Firma Lyoness wurde der Name in Lyoness Open powered by Greenfinity geändert.[1]

Austragungsorte[Bearbeiten]

Das Turnier wurde von 2006 bis 2009 im Fontana GC in Oberwaltersdorf ausgetragen. 2010, 2011 und 2012[2] fand es im Diamond Country Club in Atzenbrugg, westlich von Wien statt.

Turnier 2006[Bearbeiten]

Colin Montgomerie bei der Austrian Open 2006
Der Österreicher Markus Brier beim Austrian Open 2006

Der Auftakt klappte perfekt, mit einem Heimsieg durch den österreichischen Paradegolfer Markus Brier und einem durchaus repräsentativen Starterfeld. Neben Colin Montgomerie waren noch die Ryder Cup Spieler Thomas Björn, Miguel Angel Jiménez und Paul McGinley sowie weitere arrivierte Teilnehmer am Abschlag und von der Golfanlage beeindruckt.

Turnier 2007[Bearbeiten]

Schon nach zwei Runden schieden die Weltklassegolfer Colin Montgomerie und Darren Clarke, sowie der Titelverteidiger Markus Brier aus. Nach spannendem Verlauf setzte sich der Australier Richard Green im Stechen - am ersten Extraloch - gegen den zweifachen Open de France Gewinner Jean-François Remésy durch und beendete damit seine zehnjährige sieglose Zeit auf der European Tour.

Turnier 2008[Bearbeiten]

2008 gewann der Inder Jeev Milkha Singh (rechts im gelben Hemd)

Die Veranstaltung musste witterungsbedingt auf drei Runden verkürzt werden und wurde von Beginn weg vom Inder Jeev Milkha Singh dominiert. Titelverteidiger Richard Green scheiterte ebenso am Cut wie der Ryder Cup Spieler David Howell und der ehemalige US Open Sieger Michael Campbell. Als bester Einheimischer landete Markus Brier auf dem geteilten 25. Platz.

Turnier 2009[Bearbeiten]

Nachdem der Engländer Benn Barham die ersten drei Runden angeführt hatte, wurde er am Schlusstag vom Spanier Cabrera-Bello mit einer 60er Runde (11 unter par) noch um einen Schlag abgefangen. Diese Runde bedeutet zugleich Platzrekord und es ist auch geteilt mit zwölf anderen Spielern die niedrigste Runde, die je auf der European Tour gespielt wurde. Bester Österreicher war wieder Markus Brier, der den geteilten 17. Platz erreichte. Der zweifache Masters-Sieger José María Olazábal verpasste den Cut um zwei Schläge. Eine Talentprobe lieferte der erst 14-jährige österreichische Amateur Robin Goger ab, der das gleiche Ergebnis wie Olazábal erzielte.

Turnier 2010[Bearbeiten]

Am neuen Austragungsort, dem Diamond Country Club in Atzenbrugg gewann der Spanier José Manuel Lara nach Stechen gegen den Engländer David Lynn. Bei deutlich reduziertem Preisgeld von € 750.000 belief sich sein Siegerscheck auf € 125.000.

Der 15-jährige österreichische Amateur Matthias Schwab schaffte als drittjüngster Spieler in der Geschichte der European Tour (nach Sergio García und dem Chinesen Jason Hak) den Cut, lag nach drei Runden am geteilten neunten Platz und beendete das Turnier als geteilter 32. und bester Österreicher. Diese Platzierung ist die beste, die jemals ein Golfer seiner Altersklasse auf der European Tour erreicht hat, Garcia und Hak landeten bei ihren seinerzeitigen Auftritten jenseits des 60. Rangs.

Markus Brier wurde geteilter 45., alle anderen österreichischen Teilnehmer scheiterten am Cut. Der amtierende US Open Champion Graeme McDowell belegte mit drei Schlägen Rückstand den geteilten dritten Platz.

Turnier 2011[Bearbeiten]

Das Preisgeld wurde auf 1 Million € erhöht und der Sieg ging an den Engländer Kenneth Ferrie, der seinen Landsmann Simon Wakefield im Stechen bezwingen konnte.

Insgesamt sieben Österreicher - darunter die Amateure Matthias Schwab und der regierende Europameister Manuel Trappel - schafften den Cut. Als bester Einheimischer belegte Bernd Wiesberger den geteilten fünften Platz.

Turnier 2012[Bearbeiten]

Das Turnier wurde auf den 25. bis 28. Juli vorverlegt[2] und endete mit einem Heimsieg durch Bernd Wiesberger mit drei Schlägen Vorsprung. Insgesamt fünf Österreicher, darunter die Amateure Lukas Nemecz und erneut Manuel Trappel, schafften den Cut.

Turnier 2013[Bearbeiten]

Bei gleichbleibendem Preisgeld fand das Turnier vom 6. bis 9. Juni statt und wurde vom Niederländer Joost Luiten gewonnen. Beste Einheimische waren auf dem geteilten 14. Rang der Titelverteidiger Bernd Wiesberger und der Amateur Matthias Schwab. Drei weitere konnten sich im Preisgeld klassieren.

Turnier 2014[Bearbeiten]

Der 40-jährige Schwede Mikael Lundberg holte sich den Sieg im Stechen gegen den Lokalmatador Bernd Wiesberger. Fünf weitere Österreicher, darunter der Amateur Lukas Lipold, schafften den Einzug in die Finalrunden. Der Titelverteidiger Joost Luiten wurde Dritter.

Siegerliste[Bearbeiten]

European Tour Event
Jahr Sieger Nationalität
2014 Mikael Lundberg SchwedenSchweden Schweden
2013 Joost Luiten NiederlandeNiederlande Niederlande
2012 Bernd Wiesberger OsterreichÖsterreich Österreich
2011 Kenneth Ferrie EnglandEngland England
2010 José Manuel Lara SpanienSpanien Spanien
2009 Rafael Cabrera-Bello SpanienSpanien Spanien
2008 Jeev Milkha Singh IndienIndien Indien
2007 Richard Green AustralienAustralien Australien
2006 Markus Brier OsterreichÖsterreich Österreich
1996 Paul McGinley IrlandIrland Irland
1995 Alex Cejka DeutschlandDeutschland Deutschland
1994 Mark Davis EnglandEngland England
1993 Ronan Rafferty NordirlandNordirland Nordirland
1992 Peter Mitchell EnglandEngland England
1991 Mark Davis EnglandEngland England
1990 Bernhard Langer DeutschlandDeutschland Deutschland
 
Challenge Tour Event
Jahr Sieger Nationalität
2005 Michael Hoey NordirlandNordirland Nordirland
2004 Markus Brier OsterreichÖsterreich Österreich
2003 Robert Coles EnglandEngland England
2002 Markus Brier OsterreichÖsterreich Österreich
2001 Chris Gane EnglandEngland England
2000
Kein Turnier
1999 Juan Ciola SchweizSchweiz Schweiz
1998 Kevin Carissimi Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
1997 Erol Simsek DeutschlandDeutschland Deutschland
1994 Michael Campbell NeuseelandNeuseeland Neuseeland
1993 Joakim Grönhagen SchwedenSchweden Schweden
1992 Stephen Dodd WalesWales Wales

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.golfrevue.at Abruf am 9. Juni 2012
  2. a b www.golfweek-events.com Abruf am 9. Juni 2012