Bayerisches Landeskriminalamt

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Logo des LKA Bayern
Staatliche Ebene Land
Aufsichtsbehörde Bayerisches Staatsministerium des Innern
Hauptsitz München
Behördenleitung Peter Dathe, Präsident
Bedienstete über 1.600
Website www.polizei.bayern.de/lka/
Dienstgebäude am Marsplatz

Das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) ist das Landeskriminalamt der bayerischen Polizei mit Sitz in München (Stadtteil Maxvorstadt). Es unterhält eine Außenstelle in Nürnberg.

Das BLKA ist eine übergeordnete polizeiliche Großbehörde der Bayerischen Polizei mit 6 Abteilungen, 19 Dezernaten und 85 Sachgebieten. Behördenleiter war vom 27. Oktober 2004 bis zu seinem Tod am 11. Dezember 2007 Polizeipräsident Johann Georg Koch. Derzeitiger Präsident des Bayerischen LKA ist Peter Dathe.

Die Behörde verfügt über etwa 1.600 Mitarbeiter einschließlich einer Vielzahl von Naturwissenschaftlern.

Geschichte[Bearbeiten]

Am 11. Mai 1946 wurde das Landeserkennungsamt aufgrund der Verfügung Nr. 59 des Bayerischen Staatsministerium des Innern mit Dienstsitz im Palais Dürckheim in München gegründet. Noch im selben Jahr erfolgte die Umbenennung in Zentralamt für Kriminalidentifizierung, Polizeistatistik und Polizeinachrichtenwesen im Bayerischen Staatsministerium des Innern. Im Jahre 1949 erfolgte die Umbenennung in Zentralamt für Kriminalidentifizierung und Polizeistatistik des Landes Bayern. Im Jahre 1952 erfolgte die letzte Umbenennung in Bayerisches Landeskriminalamt. 1953 wurde das Präsidium der Landpolizei in das LKA eingegliedert. 1968 zogen die 468 Bediensteten in den Neubau der Maillingerstraß 15 ein (Marsfeld).[1] Am 12. Mai 1972 verübte die Terrororganisation Rote Armee Fraktion einen Bombenanschlag auf den Hauptdienstsitz in München. Eine Autobombe verletzte fünf Polizeibeamte und beschädigte mehrere Polizeifahrzeuge.

Das Bayerische Landeskriminalamt hat als erstes unter den Landespolizeien die Marke von 100.000 übersandten Datensätzen für die DNA-Analysedatei übersprungen. Das entspricht zum Zeitpunkt Juni 2007 einer Quote von 21 % aller Bearbeitungen. Aufgrund der Daten konnten bislang 5.385 Straftaten aufgeklärt werden, darunter 74 Morde und 186 Sexualstraftaten in Bayern.[2]

Auftrag und Organisation[Bearbeiten]

Dienstgebäude in München

Das BLKA hat folgende Aufgaben und Funktionen:

  • Kriminalpolizeiliche Ermittlungsdienststelle.
  • Zentrale Informations- und Kommunikationswesen der bayerischen Polizei, v. a. Datenverarbeitung und Telekommunikation (u. a. Fernmeldestelle) der Bayerischen Polizei.

In Sachen Strafverfolgung ist das BLKA gem. dem Bayerisches Polizeiorganisationsgesetz u. a. zuständig für

Das BLKA arbeitet u. a. mit folgenden Behörden, internationalen Organisationen und Stellen zusammen: bayerische Polizeidienststellen, deutsche Staatsanwaltschaften und Gerichte, andere deutsche Landeskriminalämter, Bundeskriminalamt, Bundeszollverwaltung und EUROPOL.

Es unterhält ein eigenes Mobiles Einsatzkommando (MEK) sowie – wie üblich – einen Kriminaldauerdienst (KDD).

Namenskonvention[Bearbeiten]

Die übliche Konvention für die Namen der Landeskriminalämter lautet: Landeskriminalamt Landesname (z. B. „Landeskriminalamt Bremen“). Von dieser Konvention weichen Hessen und Bayern ab.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.polizei.bayern.de Bayerisches Landeskriminalamt: Amtsgeschichte (PDF; 639 kB). Aufgerufen am 25. August 2013.
  2. Allgäuer Zeitung vom 9. Juni 2007, Seite 6: Bayern ist deutscher Meister im Genspuren-Sammeln.

48.14814311.545311Koordinaten: 48° 8′ 53,3″ N, 11° 32′ 43,1″ O