Biasca

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Biasca
Wappen von Biasca
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin (TI)
Bezirk: Rivieraw
Kreis: Riviera
BFS-Nr.: 5281i1f3f4
Postleitzahl: 6710
UN/LOCODE: CH BIA
Koordinaten: 717617 / 13432346.3499938.966665303Koordinaten: 46° 21′ 0″ N, 8° 58′ 0″ O; CH1903: 717617 / 134323
Höhe: 303 m ü. M.
Fläche: 59.1 km²
Einwohner: 6026 (31. Dezember 2011)[1]
Einwohnerdichte: 102 Einw. pro km²
Website: www.biasca.ch
Blick nach Nordwesten Richtung Valle Leventina

Blick nach Nordwesten Richtung Valle Leventina

Karte
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Biasca (italienisch auch Abiasca, deutsch veraltet: Abläsch, Ablentschen oder Ablentsch) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Riviera des Kantons Tessin in der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Geographie [Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Eingang zum Bleniotal, 19 km nördlich Bellinzona, am linken Ufer des Brenno. 3 km östlich von Biasca liegt auf einer Terrasse des Pizzo Magno der kleine See von Carigiolo, dem der gegenüber dem Bahnhof in bis zu 80 Meter hohen Wasserfällen abstürzende Bach entspringt. Zur Gemeinde gehören die Ortschaften Loderio, Ponte, Pontirone, Sant'Anna und Valle.

Bevölkerung [Bearbeiten]

Es wird hauptsächlich Italienisch gesprochen. Die Bevölkerung ist überwiegend römisch-katholisch.

Wirtschaft [Bearbeiten]

Gneis- und Granit-Steinbrüche, die jedoch wenige Arbeitsplätze schaffen. Die Grossbaustelle des Projekts AlpTransit (Neue Eisenbahn-Alpentransversale, NEAT) liegt in der Nähe. Im Gemeindegebiet liegt das grösste Kraftwerk der Blenio Kraftwerke.

Verkehr [Bearbeiten]

Biasca ist eine wichtige Bahnstation an der Gotthard-Linie. Die Gotthard-Autobahn A2 führt an Biasca vorbei.

Geschichte [Bearbeiten]

Schon zur Römerzeit hielten sich in Biasca Menschen auf, was Münzfunde belegen.

Die Kirche Santi Pietro e Paolo stammt aus dem 12. Jahrhundert. 1213 wurde sie erstmals als Pfarrkirche für das Bleniotal, die Leventina und das untere Tessintal genannt. Eine zweite katholische Kirche, die moderne "Rotonda di San Carlo" wurde vom Mailänder Architekten Macciacchini erstellt.

Durch einen vom Monte Crenone (heute Pizzo Magno) niedergegangenen Bergsturz wurden 1512 viele Häuser von Biasca zerstört und Hunderte von Bewohnern getötet. Es handelt sich dabei um einen der bedeutendsten Bergstürze in den Alpen in historischer Zeit.

Am 30. September 1513 kam es zu einem anderen Bergsturz. Der durch die Schuttmassen gestaute Brenno bildete danach einen mehrere Kilometer langen See, der das Dorf Malvaglia überflutete. Der nach dem als Buzza de Biasca bekannten Ereignis entstandene Damm brach am 20. Mai 1515. Die Wasserflut überschwemmte das Tessintal bis zur Magadinoebene und dem Lago Maggiore, wo sie das betroffene Gebiet verwüstete. Eine unbekannte Zahl an Toten war zu beklagen, der Sachschaden an der Infrastruktur im Tal wirkte sich über Jahrhunderte aus. Auf dieses Ereignis dürfte der deutsche Name „Abläntsch“ (vgl. Avalanche) zurückzuführen sein, der im Mittelalter für Biasca verwendet wurde.

Um 1900 gaben die Werkstätten der Gotthardbahn über hundert Arbeitern Verdienst. Am Gletscher des Torrone Alto (Monte Torrente) wurde Eis gebrochen und exportiert.

Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]

Seit 1999 wird das Infanteriemuseum Forte Mondascia vom Verein "Gruppo Escursionisti Liberi" (GEL) betrieben. Er will die Festungsanlage Lona erhalten und die damaligen Anlagen und Verteidigungsmittel der Infanterie im Innern des restaurierten Artilleriewerks zeigen. Im Museum befinden sich die Kanonen, Minenwerfer, Maschinengewehre und Flammenwerfer, die der Linie Lona ihre militärische Potenz verliehen haben. Dazu können Gegenstände aus dem Alltag der Soldaten, die in der Lona-Stellung Dienst taten, besichtigt werden.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Biasca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter