Bill & Melinda Gates Foundation

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Die Bill & Melinda Gates Foundation ist von den Einlagen her die mit Abstand größte Privat-Stiftung der Welt. Bill Gates hat im Jahr 1994 erstmals eine Stiftung mit dem Namen „William H Gates Foundation“ gegründet, die zunächst von seinem Vater geführt wurde. Im Jahr 1999 entstand die „Bill & Melinda Gates Foundation“. Sie hat ihren Hauptsitz in Seattle. William Gates sr. leitet die Bill & Melinda Gates Foundation mit über 781 Mitarbeitern und einem Kapitalgrundstock von rund 30,2 Mrd. US$ (Stand: Juni 2009).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ziele und Projekte

Die Ziele der Stiftung sind im Bereich der Entwicklungshilfe angesiedelt. Sie unterstützt die Behandlung und Bekämpfung von Krankheiten in der ganzen Welt. Dazu gehören Projekte zur Versorgung von Aids-Kranken in Botswana und die Bereitstellung von Geld für Impfprogramme von Kindern in Indien und Afrika. Weiterhin engagiert sie sich in der Forschung nach Impfstoffen gegen Aids, Tuberkulose und Malaria sowie der Bereitstellung von Impfstoffen gegen Kinderlähmung,[1] Diphtherie, Keuchhusten, Masern und Gelbfieber. Die Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung (GAVI) wird zu 75 % (1,5 Mrd. US $) von der Bill & Melinda Gates Foundation finanziert, die, im Gegensatz zu den UN-Organisationen (WHO), dort auch einen ständigen Sitz im Aufsichtsrat hat.

Seit den 1990er Jahren propagiert die Stiftung die „Neue Grüne Revolution in Afrika“ und ist sehr stark in die Finanzierung von Gentechnik-Forschung und -Entwicklung mit afrikanischen Kulturpflanzen involviert. 2007 wurde Kofi Annan Vorsitzender der „Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika“ (AGRA) [2], einer im Jahr 2006 mit Geldern der Bill & Melinda Gates Foundation und der Rockefeller-Stiftung (insgesamt 150 Millionen Dollar) gestarteten Initiative. Ein strategisches Projekt der Bill & Melinda Gates Foundation ist das African Biofortified Sorghum Project, für das die Stiftung 16.9 Millionen US-Dollar ausgegeben hat. Das African Biofortified Sorghum-Projekt wird von der kenianischen Wissenschaftlerin Florence Wambugu geleitet, die bekannt wurde mit dem von Monsanto finanzierten „gentechnisch modifiziert Süßkartoffel-Projekt“ zur Herstellung einer virusresistenten Süßkartoffel - als erste gentechnisch veränderter Pflanze für Afrika.[3] [4]

Die Stiftung fördert außerdem Bibliotheken, Studenten aus Bevölkerungsminderheiten und internationale Post-Graduate-Studenten an der Universität Cambridge (Gates Scholarship).

[Bearbeiten] Zustiftung von Warren Buffett

Am 25. Juni 2006 kündigte Warren Buffett eine Zustiftung von Berkshire Hathaway B Aktien an, die zu diesem Zeitpunkt 32,5 Milliarden Dollar Wert waren. In einem Interview mit dem US-Business-Magazin Fortune hatte der damals drittreichste und zeitweise reichste Mann der Welt, Warren Buffett, angekündigt, 85 Prozent seiner Aktien an der von ihm aufgebauten Investmentfirma Berkshire Hathaway an diverse Stiftungen zu verschenken. Etwa fünf Sechstel davon sollten der Bill & Melinda Gates Foundation zugute kommen, der Anteile über mehrere Jahre überschrieben werden. Buffetts Gesamtvermögen wurde zu diesem Zeitpunkt auf rund 45 Mrd. US $ geschätzt (Forbes the World's Richest People 2006). Die erste Zahlung im Wert von 1,6 Mrd. US $ erfolgte im Juni 2006, die zweite im Wert von 1,76 Mrd. US $ erfolgte im Juli 2007, die dritte im Wert von 1,8 Mrd. US $ im Juli 2008.

[Bearbeiten] Kritik

Januar 2007 geriet die Stiftung in Kritik wegen ihrer Praxis des „blind-eye investing“, bei welchem der vermögensschaffende Teil der Stiftung gegen den wohltätigen Teil der Stiftung arbeitet, indem er in Unternehmen investiert, die als umweltverschmutzend gelten und daher gerade in Afrika Krankheiten verursachen, die die Stiftung dort bekämpft. [5][6]

[Bearbeiten] Quellen

  1. http://www.rotary.org/en/MediaAndNews/News/Pages/090121_news_gates255milliongrant2009ia.aspx Bill Gates announces new US$255 million grant for ending polio
  2. Alliance for a Green Revolution in Africa. http://www.agraalliance.org
  3. Uwe Hoering, Agrar-Kolonialismus in Afrika. Eine andere Landwirtschaft ist möglich. Hamburg (VSA-Verlag) 2007, S. 69-75
  4. http://www.thenation.com/doc/20090921/patel_et_al
  5. Thomas Pany: „Mit blinden Augen“,Telepolis, 9. Januar 2007
  6. Unsaubere Geschäfte der Gates-Stiftung: Kinder verseucht, aber gegen Masern geimpft Süddeutsche Zeitung, 10. Januar 2007

[Bearbeiten] Weblinks

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