Svenja Schulze

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Svenja Schulze (2013)

Svenja Schulze (* 29. September 1968 in Düsseldorf) ist eine deutsche Politikerin (SPD) aus Münster in Westfalen. Seit dem 15. Juli 2010 ist sie Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Wirken[Bearbeiten]

Ihr Abitur absolvierte sie 1988. Anschließend studierte sie bis 1996 Germanistik und Politikwissenschaft in Bochum, Abschluss Magister, anschließend war sie im Bereich der Werbe- und PR-Arbeit freiberuflich tätig. Seit 2000 war sie als Unternehmensberaterin mit Schwerpunkt auf dem öffentlichen Sektor tätig, zuletzt als Expertin bei Booz Allen Hamilton.

Der SPD trat sie 1988 bei und war 1988 bis 1989 Landesschülersprecherin Nordrhein-Westfalen, in den nächsten beiden Jahren dann als Mitglied des Sozialistischen Hochschulbundes Vorsitzende des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA) an der Ruhr-Universität Bochum. Im Rahmen ihres Studiums machte sie auch ein Praktikum am Alice-Salomon-Berufskolleg (Bochum). Von 1993 bis 1997 war Schulze nordrhein-westfälische Landesvorsitzende der Jusos, von 1996 bis 2002 war und seit 2006 ist sie Mitglied im nordrhein-westfälischen Landesvorstand ihrer Partei.

Vom 3. Juni 1997 bis 1. Juni 2000 und seit dem 22. Oktober 2004 sitzt sie im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Sie rückte zuletzt für Frank Baranowski nach, der zum Oberbürgermeister von Gelsenkirchen gewählt worden war. Bei den Wahlen 2005 und 2010 wurde sie erneut in den Landtag gewählt. Bei der Wahl am 13. Mai 2012 errang sie das Direktmandat im Landtagswahlkreis Münster II und wurde mit 40,1 Prozent direkt in den Landtag gewählt. 2007 übernahm Schulze den Vorsitz des SPD-Unterbezirks Münster von Christoph Strässer und hatte ihn bis zum 21. Mai 2011 inne.

Nach der Landtagswahl 2010 wurde sie im Juli 2010 von Hannelore Kraft in die Landesregierung als Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen berufen (Kabinett Kraft I). Mit der Abschaffung der Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen brachte Schulze eines der politischen Großprojekte der Regierung auf den Weg. Am 21. Juni 2012 wurde sie in ihrem bisherigen Ministeramt für das Kabinett Kraft II ernannt.

Außerdem ist Schulze Mitglied der Arbeiterwohlfahrt, der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), im Naturschutzbund Deutschland (NABU) und im Verein Slowfood. Sie ist Mitbegründerin des Netzwerkes „Frauenzeiten“.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Svenja Schulze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien