Birsig
| Birsig / Boersegraben | ||
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Beginn der Eindolung des Birsig in der Nähe des Zoologischen Gartens |
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| Daten | ||
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| Gewässerkennzahl | FR: A0100360 | |
| Lage | Frankreich (Elsass); Schweiz (Kanton Basel-Landschaft, Kanton Basel-Stadt, Kanton Solothurn) |
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| Flusssystem | Rhein | |
| Abfluss über | Rhein → Nordsee | |
| Quelle | am Nordhang der Blauenkette im Gemeindegebiet von Wolschwiller 47° 27′ 27″ N, 7° 24′ 53″ O47.45757.4147222222222470Koordinaten: 47° 27′ 27″ N, 7° 24′ 53″ O |
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| Quellhöhe | 470 m | |
| Mündung | in Basel bei der Schifflände in den Rhein | |
| Länge | 21 km | |
Der Birsig ist ein Fluss, welcher in Frankreich/Elsass, am Nordhang der Blauenkette, im Gemeindegebiet von Wolschwiller, nahe der Schweizer Grenze, unter dem Namen Boersegraben entspringt. Der Birsig ist 21 Kilometer lang, und sein Einzugsgebiet beträgt 82 km². Er fließt abwechselnd über französisches und schweizerisches Gebiet und durch das Birsigtal. Da er Rodersdorf tangiert, durchquert er vorübergehend schweizerisches Staatsgebiet und heisst dort Birsig. In Leymen heisst er erneut Börsegraben. Danach durchquert er als Birsig die Dörfer Biel-Benken, Therwil, Oberwil, Bottmingen und Binningen und die Stadt Basel, wo er bei der Schifflände in den Rhein mündet. (Unweit stromaufwärts, mündet auch die Birs, ein 73 Kilometer langer Fluss, in den Rhein.)
Im Stadtgebiet floss der Birsig ursprünglich offen, seine Ufer wurden aber sehr früh verbaut und verstärkt, damit die Hochwasser keine großen Schäden mehr in der Stadt anrichten konnten. Im unteren Stadtteil waren die Häuserzeilen direkt an den Flusslauf gebaut, und zahlreiche Brücken, Stege und Gewölbe überspannten ihn. Er nahm die Fäkalien und Abwässer der Abtritte der anstoßenden Häuser sowie verschiedene Einleitungen der umliegenden Stadtquartiere auf. Daher wurde er auch 'die große Kloake' der Stadt genannt, und diese begünstigte den Ausbruch von Cholera und Typhus.
Heute ist der Birsig auf Kantonsgebiet von Basel-Stadt größtenteils eingedolt. Nur ober- und unterhalb des Zoologischen Gartens kann man ihn auf wenigen hundert Metern sehen.
Seit dem frühen Mittelalter bis in die 1950er-Jahre bildete der Rümelinbach als künstlich angelegter Gewerbekanal ein Nebengewässer des Birsig; er ist heute ebenfalls überbaut und eingedolt. Ein weiterer kleiner Nebenfluss, der Dorenbach, mündet in den Birsig auf dem Gebiet des Zoologischen Gartens. Ausserhalb des direkten Stadtgebietes von Basel (im Bereich der Städte Binningen, Bottmingen, Oberwil) verläuft er offen, jedoch stark begradigt und ausgebaut.