Brandon Routh

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Brandon Routh, 2010

Brandon James Routh [ˈɹaʊˑθ] (* 9. Oktober 1979 in Des Moines, Iowa) ist ein US-amerikanischer Schauspieler. Bekannt wurde er als Titelheld Superman in der Comicverfilmung Superman Returns.

Leben[Bearbeiten]

Jugend[Bearbeiten]

Brandon Routh wurde 1979 in Des Moines, Iowa, als Sohn des Zimmermanns Ron Routh und seiner Ehefrau Katie, einer Lehrerin, geboren. Er wuchs mit zwei Schwestern und einem Bruder auf und zog später mit seiner Familie nach Norwalk.[1] An der Highschool tat er sich als Schwimmer, Fußball- und Lacrossespieler hervor[2] und war in mehreren Theaterproduktionen am örtlichen Norwalk Theater of Performing Arts zu sehen. Nach seinem Schulabschluss studierte er ein Jahr an der University of Iowa Literatur,[3] ehe er sich dazu entschloss, eine Karriere als Schauspieler zu verfolgen. Frühere Berufswünsche waren unter anderem Grafikdesigner und Schriftsteller.

Privates[Bearbeiten]

Brandon Routh, dessen Vorfahren aus Deutschland, England und Frankreich stammen,[4] ist seit 2007 mit seiner langjährigen Freundin und Schauspielkollegin Courtney Ford verheiratet. Das Paar trat 2006 auch gemeinsam in Joel Kellys 15-minütigen Kurzfilm Denial, den Ford mitproduzierte, auf. Ein im August 2012 geborener Junge ist das erste Kind des Paares, das in Los Angeles lebt.[5]

Karriere[Bearbeiten]

Frühe Karriere[Bearbeiten]

Rouths erste Fernsehrolle war 1999 ein Auftritt in der Episode You’ve Got Female der kurzlebigen ABC-Fernsehserie Odd Man Out. Im selben Jahr war er zudem in dem Musikvideo für Christina Aguileras Single What A Girl Wants zu sehen. Im Jahr 2000 stellte Routh in der MTV-Fernsehserie Undressed – Wer mit wem? in vier Folgen der dritten Staffel Wade dar.

Nachdem er 2001 einen Gastauftritt in der Episode Concertus Interruptus der Fernsehserie Gilmore Girls absolviert hatte, erhielt Brandon Routh im selben Jahr eine wiederkehrende Rolle in der Fernsehserie Liebe, Lüge, Leidenschaft, in der er vom 23. Mai 2001 bis 17. April 2002 als Seth Anderson zu sehen war. 2003 folgte ein Gastauftritt in der Episode Zeit des Hasses der Krimiserie Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen. 2004 war Routh in der Episode Der Frustknabe der erfolgreichen NBC-Sitcom Will & Grace zu sehen und absolvierte außerdem einen Auftritt in der Episode Dibs der zweiten Staffel der FOX-Sitcom Oliver Beene.

Superman-Darstellung[Bearbeiten]

Im November 2004 wurde offiziell bekannt gegeben, dass Brandon Routh im geplanten Kinofilm Superman Returns die Nachfolge von Christopher Reeve als Superman antreten würde. Reeve hatte zwischen 1978 und 1987 in vier Kinofilmen den ersten Superhelden der Comicgeschichte dargestellt. Seitdem die Filmreihe jedoch aufgrund des schlechten Einspielergebnisses des letzten Teils Superman IV – Die Welt am Abgrund ruhte, hatte das Filmstudio Warner Bros. mehr als zehn Jahre lang mit Regisseuren wie Tim Burton, Wolfgang Petersen, McG und Brett Ratner versucht, eine Fortsetzung zu inszenieren. Für die Titelrolle waren über die Jahre neben Nicolas Cage auch David Boreanaz, James Caviezel, Brendan Fraser, Josh Hartnett, Ashton Kutcher, Jude Law, Jerry O'Connell, Jared Padalecki, Ian Somerhalder, Paul Walker und Tom Welling, Superman-Darsteller der Fernsehserie Smallville, für die Rolle im Gespräch gewesen.

Brandon Routh hatte ursprünglich bereits bei McG für die Rolle Superman vorgesprochen, doch der Regisseur verließ das Projekt wieder. Bryan Singer, der schließlich bei dem neuen Superman-Film die Regie übernahm, kam auf Routh zurück, da er den weitgehend unbekannten Schauspieler aufgrund seiner Abstammung aus dem Mittleren Westen für die Rolle favorisierte. Rouths Verpflichtung wurde von den Superman-Zeichnern John Byrne und Alex Ross sowie der weltweiten Comicbuch-Fangemeinde kritisch kommentiert, da ihn diese für zu jung und nicht muskulös genug befanden. Nachdem Kate Bosworth für die Rolle der Lois Lane und Kevin Spacey für die des Superman-Gegenspielers Lex Luthor verpflichtet worden waren, begannen die Dreharbeiten zu Superman Returns schließlich am 16. März 2005 in Australien. Der Film spielte in den Kinos weltweit 391 Mio. US-Dollar ein, erhielt jedoch durchwachsene Kritiken: Während US-Kritiker das Werk insgesamt wie auch die Darstellung Brandon Rouths überwiegend lobten, kritisierte man den Actionfilm im deutschsprachigen Raum als „überflüssigste[n] Film aller Zeiten[6] und den Titelhelden als eindimensional und langweilig.[7] Routh verkörperte diesen in keinem weiteren Film, Henry Cavill tritt im 2013 erscheinenden Man of Steel seine Nachfolge als Superman an.[8]

Spätere Projekte[Bearbeiten]

Ebenfalls 2006 stand Routh in einer Nebenrolle in Joel Benders Thriller Karla, der sich der wahren Geschichte um die kanadischen Serienmörder Karla Homolka und Paul Bernardo angenommen hat, vor der Kamera. 2012 war er festes Mitglied der Besetzung der kurzlebigen CBS-Sitcom Partners, ehe diese nach sechs ausgestrahlten Episoden wegen mäßiger Einschaltquoten vorzeitig eingestellt wurde.[9]

Filmografie[Bearbeiten]

Filme[Bearbeiten]

Fernsehserien[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Saturn Award

  • 2006: Rising Star Award für Superman Returns
  • 2007: Bester Schauspieler für Superman Returns

ShoWest Convention

  • 2006: Male Star of Tomorrow für Superman Returns

Teen Choice Award

  • 2006: nominiert in den Kategorien Choice Rumble, Choice Breakout (Male) und Choice Chemistry für Superman Returns

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Brandon Routh – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fehler beim Aufruf der Vorlage:cite web: Die Parameter url und title müssen vorhanden sein. In: TV.com. Abgerufen am 20. November 2012.
  2. Rocco Passafuime: Brandon Routh „Still Incredibly Super!!!“. In: TheCinemaSource.com. 30. Mai 2012. Abgerufen am 30. November 2012.
  3. Brandon Routh. In: IMDb. Abgerufen am 30. November 2012.
  4. ethnic: Brandon Routh. In: EthiniCelebs. Abgerufen am 30. November 2012.
  5. Bernd Michael Krannich: Partners: Ein Sohn für Brandon Routh und Courtney Ford. Serienjunkies. 13. August 2012. Abgerufen am 13. August 2012.
  6. Filmkritik vom 16. August 2006 von Jens Balzer in der BZ
  7. Filmkritik vom 16. August 2006 von Michael Bodmer in der NZZ.
  8. Man of Steel Trailer Traces Clark Kent From Troubled Boy to Superman. TheHDRoom. 14. Dezember 2012. Abgerufen am 14. Dezember 2012.
  9. Bernd Michael Krannich: Partners: CBS stellt Serie sofort ein. 12. Dezember 2012. Abgerufen am 20. November 2012.