Bravados

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Filmdaten
Deutscher Titel Bravados
Originaltitel The Bravados
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1958
Länge 97 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Henry King
Drehbuch Philip Yordan
Produktion Herbert B. Swope jr. für 20th Century Fox
Musik Lionel Newman
Kamera Leon Shamroy
Schnitt William Mace
Besetzung

Bravados ist ein US-amerikanischer Western des Regisseurs Henry King aus dem Jahr 1958, der auf dem gleichnamigen Roman von Frank O'Rourke basiert. In Deutschland wurde der Film am 1. August 1958 uraufgeführt.

Handlung[Bearbeiten]

Der Rancher Jim Douglas verfolgt seit sechs Monaten die vier Mörder seiner Frau. Er kommt nach Rio Arriba, wo vier Männer, die er für die Mörder hält, im Gefängnis auf ihre Hinrichtung warten.

Douglas trifft zufällig Josefa Velarde, eine frühere Geliebte aus New Orleans. Die vier Männer entkommen mit Hilfe eines Komplizen. Bei der Flucht entführen sie Emma, die Tochter des Geschäftsmanns Gus Steinmetz. Douglas verfolgt die Flüchtigen, während Josefa auf Jims kleine Tochter aufpassen soll. Douglas tötet einen der Flüchtigen, einen anderen hängt er mit dem Kopf nach unten an einen Baum. Die zwei verbleibenden Gangster erreichen das Haus von Jims Nachbar John Butler, einem Goldsucher. Sie töten Butler und stehlen sein Gold.

In einer Bar in Mexiko findet Jim den dritten der Bande und tötet ihn. Den letzten Mann findet Jim ebenfalls. Als er jedoch mit ihm spricht, wird Jim klar, dass die Männer zwar gesuchte Mörder sind, aber nichts mit dem Mord an seiner Frau zu tun haben und er sich somit an den Falschen gerächt hat. Jim kehrt in die Stadt zurück, geht in die Kirche und bittet um Vergebung. Der Priester sagt ihm, dass er getan hat, was er für richtig hielt. Josefa und seine Tochter kommen und holen Jim ab. Der genesene Sheriff dankt Jim für seine Hilfe.

Hintergrund[Bearbeiten]

Die Außenaufnahmen für den Film, gedreht in Farbe und Cinemascope, entstanden in Mexiko. Namhafte Beteiligte an der Produktion waren Lyle R. Wheeler (5 Oscars) als Art Director, Walter M. Scott (6 Oscars) für die Ausstattung des Films und Charles LeMaire (3 Oscars) für die Kostüme.

Kritiken[Bearbeiten]

Das Lexikon des Internationalen Films beschreibt den Film als einen „Western vor imposanter Naturkulisse, überzeugend gespielt und durchgehend spannend.“[1] Joe Hembus merkt an, Westernfans würden dem Schicksal der von Peck dargestellten Figur nur ungern folgen, da sie unter dem Druck ihres Schicksals zerbricht. Entschädigt würden sie „durch eine Inszenierung, die souverän mit Landschaften und Konfrontationen und auch mit kühnen Einfällen […] waltet.“ [2] Phil Hardy nennt den Film einen „Routinewestern“, der an fehlender schauspielerischer Intensität seitens Peck leide; die Leistung von Joan Collins würde durch ihre „üblen Reitkünste“ ruiniert.[3] Für Thomas Jeier war Bravados einer „der besten Filme über das Thema Rache“[4]Auch der Evangelische Film-Beobachter ist voll des Lobes: „Außergewöhnlicher Wildwester um das Problem der Rache. Sowohl in der Gestaltung als auch in der Darstellung gleichermaßen eindrucksvoll. Ab 16 Jahren empfehlenswert.“[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bravados im Lexikon des Internationalen Films
  2. Joe Hembus: Western-Lexikon – 1272 Filme von 1894–1975. Carl Hanser Verlag, 2. Auflage, München Wien 1977. ISBN 3-446-12189-7. S.70
  3. Phil Hardy: The Encyclopedia of Western Movies. Woodbury Press, Minneapolis 1984. ISBN 0-8300-0405-X. S.262
  4. Thomas Jeier: Der Western-Film. Heyne Filmbibliothek, 32/102, München 1987, ISBN 3-453-86104-3, S. 142
  5. Evangelischer Presseverband München, Kritik Nr. 511/1958