Bundesregierung Kreisky II

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Die österreichische Bundesregierung Kreisky II, eine Alleinregierung der SPÖ, wurde nach der Nationalratswahl vom 10. Oktober 1971 zusammengestellt, die der SPÖ die absolute Mandatsmehrheit brachte. Kreiskys Nachfolger als Kanzler, Fred Sinowatz, gehörte als neuer Unterrichtsminister erstmals der Regierung an.

Bundespräsident Franz Jonas ernannte das Kabinett am 4. November 1971. Bundespräsident Rudolf Kirchschläger, der dem Kabinett bis 23. Juni 1974 als parteiloser Außenminister angehörte, entließ es auf Kreiskys Wunsch am 8. Oktober 1975, drei Tage nach einer Nationalratswahl, die die absolute SPÖ-Mandatsmehrheit bestätigt hatte. Dann war das Kabinett bis zum 28. Oktober 1975, an dem die Bundesregierung Kreisky III ernannt wurde, vom Bundespräsidenten mit der Fortführung der Geschäfte betraut. ÖVP und FPÖ befanden sich in Opposition.

Bundesminister (für) Amtsinhaber Partei Staatssekretär
Bundeskanzler Bruno Kreisky SPÖ Ernst Eugen Veselsky (SPÖ)
Elfriede Karl (SPÖ)
Karl Lausecker (ab 18. Jänner 1973)
Ministerin ohne Portefeuille im Bundeskanzleramt
(bis 2. Februar 1972)
Ingrid Leodolter SPÖ  
Vizekanzler und BM für soziale Verwaltung Rudolf Häuser SPÖ  
Auswärtige Angelegenheiten Rudolf Kirchschläger (bis 23. Juni 1974)

Erich Bielka (ab 23. Juni 1974)

beide parteilos  
Inneres Otto Rösch SPÖ  
Unterricht und Kunst Fred Sinowatz SPÖ  
Justiz Christian Broda SPÖ  
Finanzen Hannes Androsch SPÖ  
Land- und Forstwirtschaft Oskar Weihs SPÖ Günter Haiden (ab 8. Juli 1974)
Handel, Gewerbe und Industrie Josef Staribacher SPÖ  
Verkehr Erwin Frühbauer (bis 17. September 1973)
Erwin Lanc (ab 17. September 1973)
beide SPÖ  
Landesverteidigung Karl Lütgendorf parteilos  
Bauten und Technik Josef Moser SPÖ  
Wissenschaft und Forschung Hertha Firnberg SPÖ  
Gesundheit und Umweltschutz; eingerichtet ab 1. Februar 1972 Ingrid Leodolter (ab 2. Februar 1972) SPÖ