Bundesregierung Vranitzky V

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Die österreichische Bundesregierung Vranitzky V wurde nach der Nationalratswahl vom 17. Dezember 1995 gebildet. Sie folgte dem Vorgängerkabinett Vranitzky IV, von dem sie sich personell nur wenig unterschied.

Das Kabinett Vranitzky V wurde von Bundespräsident Thomas Klestil am 12. März 1996 ernannt. Zuvor hatte es im von ihm mit der Fortführung der Geschäfte betrauten Kabinett Vranitzky IV, was bis dahin unüblich gewesen war, Änderungen gegeben.[1]

Am 1. Mai 1996 wurden die Kompetenzen einzelner Ministerien geändert: Die beiden Bundesministerien für Umwelt sowie für Jugend und Familie (beide unter Martin Bartenstein) wurden zu einem Ressort namens Umwelt, Jugend und Familie zusammengelegt. Die Ministerien für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie für öffentliche Wirtschaft und Verkehr (beide unter Scholten) wurden zum Ressort Wissenschaft, Verkehr und Kunst vereinigt. Die Agenden für öffentliche Wirtschaft (früher verstaatlichte Unternehmungen genannt) wurden dem Wirtschaftsministerium übertragen, das Wirtschaftsressort am 16. Juni 1996 nach dem Rücktritt von Johannes Ditz neu besetzt.

Das Kabinett amtierte bis zum 20. Jänner 1997, als Franz Vranitzky nach mehr als zehn Jahren Kanzlerschaft zurücktrat. Es war dann bis 28. Jänner 1997 vom Bundespräsidenten mit der Fortführung der Geschäfte betraut.

Bundesminister (für) Amtsinhaber Partei Staatssekretär
Bundeskanzler Franz Vranitzky SPÖ Karl Schlögl (SPÖ)
Vizekanzler und
BM für Auswärtige Angelegenheiten
Wolfgang Schüssel ÖVP Benita Ferrero-Waldner (ÖVP)
Arbeit und Soziales Franz Hums SPÖ  
Finanzen Viktor Klima SPÖ Wolfgang Ruttenstorfer (SPÖ)
Frauenangelegenheiten Helga Konrad SPÖ  
Gesundheit und Konsumentenschutz Christa Krammer SPÖ  
Inneres Caspar Einem SPÖ  
Justiz Nikolaus Michalek parteilos  
Land- und Forstwirtschaft Wilhelm Molterer ÖVP  
Landesverteidigung Werner Fasslabend ÖVP  
Jugend und Familie (bis 30. April 1996, dann mit Umwelt vereint) Martin Bartenstein (mit der vorläufigen Leitung betraut) ÖVP  
Umwelt (bis 30. April 1996)
Umwelt, Jugend und Familie (ab 1. Mai 1996)
Martin Bartenstein (bis 30. April 1996 auch mit Jugend und Familie betraut) ÖVP  
Unterricht und kulturelle Angelegenheiten Elisabeth Gehrer ÖVP  
Wirtschaftliche Angelegenheiten Johannes Ditz (bis 16. Juni 1996)
Johann Farnleitner
ÖVP  
öffentliche Wirtschaft und Verkehr (bis 30. April 1996, dann aufgelöst) Rudolf Scholten (Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, bis 30. April 1996 betraut) SPÖ
Wissenschaft, Forschung und Kunst (bis 30. April 1996)
Wissenschaft, Verkehr und Kunst (ab 1. Mai 1996)
Rudolf Scholten (bis 30. April auch mit öffentlicher Wirtschaft und Verkehr betraut) SPÖ

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfried Welan, Bernhard Moser: Regierungsbildung 2006/2007, Diskussionspapier DP-21-2007, Institut für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, März 2007 (pdf, boku.ac.at, abgerufen 4. Juli 2012)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Abfrage in: Bundesregierungen seit 1920, parlament.gv.at → Wer ist Wer → Bundesregierung